1. Juni 2017

Greenpeace-Kommentar zu Trumps Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen


Berlin, 1. 6. 2017 – US-Präsident Donald Trump hat heute angekündigt, aus dem internationalen Klimaschutzabkommen auszusteigen. Die USA sind der weltweit zweitgrößte Klimaverschmutzer, hatten unter Trumps-Vorgänger Obama jedoch maßgeblich zum Zustandekommen des Abkommens beigetragen. Das Pariser Abkommen ist Ende 2015 von knapp 200 Staaten unterzeichnet worden und gilt als historischer Schritt im Kampf gegen die Erderhitzung. Im Vorfeld der Entscheidung haben Greenpeace-Aktivisten heute Abend im Hamburger Hafen an einem Kohlefrachter mit 60.000 Tonnen Steinkohle aus den USA für konsequenten Klimaschutz und gegen Trumps Energiepolitik demonstriert. Die Aktivisten schrieben in zwei Meter großen Lettern „No Coal No Trump“ auf die Bordwand. Es kommentiert Sweelin Heuss, Geschäftsführerin von Greenpeace:

„Trumps Entscheidung ist eine moralische Bankrotterklärung. Mit seinem Alleingang sabotiert der Präsident den Schutz des Klimas, aber er bringt ihn nicht zu Fall – nicht weltweit und auch nicht in den USA. Die boomenden erneuerbaren Energien überholen auch in den USA die alte Energiewelt aus Kohle und Öl in vielen Bundesstaaten. Trump kann den Niedergang dieser schmutzigen Energien hinauszögern, aufhalten aber wird er ihn nicht.


Wenn Donald Trump sich gegen die Zukunft stellt, muss Europa sie mit neuen Partnern umso entschlossener verteidigen. Dabei braucht Deutschland einen Kohleausstieg – auch um das Pariser Abkommens glaubwürdig zu halten.“

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