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31. März 2015

2014: Weniger Hinrichtungen, mehr Todesurteile Amnesty: Beschämender Trend in einigen Staaten, die Todesstrafe als Antwort auf Terrorismus einzusetzen



BERLIN 01.04.2015 – Eine Reihe von Staaten setzte 2014 auf die Todesstrafe, um innerstaatliche Konflikte oder terroristische Bedrohungen zu bekämpfen. In Ländern wie China, Nordkorea, Iran und Saudi-Arabien diente die Todesstrafe als Mittel, um politische Gegner zu unterdrücken. Das stellt Amnesty International im heute veröffentlichten Bericht zur Todesstrafe im vergangenen Jahr fest.

„Gerade in einem Jahr, in dem wir abscheuliche Hinrichtungen durch bewaffnete Gruppen wie den „Islamischen Staat“ miterleben mussten, ist es beschämend, dass einige Staaten die Todesstrafe als Mittel gegen Terrorismus rechtfertigen“, sagt Oliver Hendrich, Vorstandssprecher von Amnesty International in Deutschland und Experte zur Todesstrafe. „Regierungen, die mit der Todesstrafe Verbrechen bekämpfen wollen, betrügen sich selbst. Es gibt keine Belege dafür, dass die Todesstrafe mehr abschreckt als andere Strafen.“

2014 hat Amnesty International Hinrichtungen in 22 Staaten dokumentiert. Die Anzahl der bekannt gewordenen Todesurteile stieg stark an, um 500 gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 2.466. Dieser beunruhigende Anstieg resultiert vor allem aus Massenverurteilungen in Ägypten und Nigeria im Zusammenhang mit internen Konflikten und politischer Instabilität. Pakistan kündigte nach dem Angriff der Taliban auf eine Schule in Peschawar die Hinrichtung Hunderter Gefangener an, die wegen terroristischer Straftaten verurteilt wurden. „Terrorismus“ war auch die Begründung für Hinrichtungen im Iran und Irak. In China setzten die Behörden die Todesstrafe gegen die Unruhen in der autonomen uigurischen Region Xinjiang ein. Jordanien und Weißrussland (Belarus) hoben mehrjährige Hinrichtungsmoratorien auf.

Für 2014 dokumentierte Amnesty aber auch positive Entwicklungen: Die Anzahl der Hinrichtungen ist mit 607 (China ausgenommen) im Vergleich zu 2013 um 22 Prozent zurückgegangen. Noch vor 20 Jahren vollstreckten 41 Staaten die Todesstrafe, 2014 waren es nur noch 22. In den USA und in Afrika gehen schon seit Jahren die Zahlen der Todesurteile und Hinrichtungen zurück. In Madagaskar verabschiedete das Parlament 2014 ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe.

Wie in den Jahren zuvor richtete China vermutlich auch in 2014 mehr Menschen hin als der Rest der Welt zusammen. Amnesty International geht von Tausenden Fällen aus. Da Angaben zur Todesstrafe in China als Staatsgeheimnis behandelt werden, kann Amnesty keine genauen Zahlen ermitteln. Das gleiche gilt für Nordkorea. Die meisten Exekutionen dokumentierte Amnesty International im Iran (offiziell 289 und mindestens 454 weitere, die von den iranischen Behörden nicht bestätigt wurden), in Saudi-Arabien (mindestens 90), im Irak (mindestens 61) und in den USA (35).

C. G. Jung

 „Man will Sicherheiten und keine Zweifel,
man will Resultate und keine Experimente,
ohne darauf zu sehen, dass nur durch Zweifel Sicherheiten
und nur durch Experimente Resultate entstehen können.“

C. G. Jung

Charles Swindoll

„Leben besteht zu 10 Prozent aus dem, was mir widerfährt,
und zu 90 Prozent, wie ich darauf reagiere.“

Charles Swindoll

Dalai Lama

„Du brauchst keinen Lehrer, der Dich beeinflusst.
Du brauchst einen Lehrer, der Dich lehrt,
Dich nicht mehr beeinflussen zu lassen.“

Dalai Lama

Gerald Hüther

"Blinder Konsum, der die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in Kauf nimmt, ist keine Lösung, sondern wesentlicher Bestandteil unseres Problems. Massenproduktion ist eine Ersatzbefriedigung einer Gesellschaft in grosser Identitätskrise."

Gerald Hüther

Generation Grundeinkommen von Neurobiologe inspiriert - grundeinkommen

Generation Grundeinkommen von Neurobiologe inspiriert - grundeinkommen



Blinder Konsum, der die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in
Kauf nimmt, ist keine Lösung, sondern wesentlicher Bestandteil unseres
Problems. Massenproduktion ist eine Ersatzbefriedigung einer
Gesellschaft in grosser Identitätskrise. Aus der Neurobiologie wissen
wir: Wenn wir die Beziehungen verbessern zwischen den Nervenzellen,
sprich für bessere Konnektivität sorgen, dann erreichen wir mehr mit
geringerem Ressourcenaufwand. 

Strompreis funktioniert, weil wir es glauben wollen… « blog.stromhaltig

Strompreis funktioniert, weil wir es glauben wollen… « blog.stromhaltig



Bei der Pressemitteilung, die als Basis für den Beitrag
auf welt.de dient,  nennt Tennet 250 Millionen Euro (mehr als 3 € je
Bundesbürger), die eingesammelt werden müssen. Egal ob Kunde bei RWE
oder Greenpeace, Naturstrom oder Gazprom – einen Vermerk, was man selbst
von diesen Kosten trägt, wird man nicht finden. Der Stromkunde muss
vertrauen, dass diese Verrechnung irgendwie funktioniert und der eigene
Stromanbieter das im Hintergrund für einen regelt. Ein Wirtschaftssystem
funktioniert nur, wenn das Vertrauen vorhanden ist.

Finnisches Naturidyll wird für Atomkraftwerk geopfert +++ AKW-Konsortium Fennovoima schafft Fakten auf der Halbinsel Hanhikivi +++ Bauarbeiten beginnen trotz fehlender Genehmigung Nach E.ON-Ausstieg strauchelt Betreiberkonsortium



Hanhikivi/Berlin, 31. März 2015. Das Konsortium Fennovoima, das das finnische AKW Pyhäjoki plant, hat mit Arbeiten begonnen, obwohl noch keine endgültige Baugenehmigung vorliegt. Auf der Halbinsel Hanhikivi in Nordwest-Finnland lässt das Unternehmen Bäume fällen und eine Straße für die Bauarbeiten anlegen. Die Gemeinde hat dem Unternehmen erlaubt, bis Ende April 100 Hektar Wald zu schlagen, ein Fünftel der Gesamtfläche der Halbinsel.

Die Bevölkerung ist empört. Die Initiative Pro Hanhikivi kämpft seit acht Jahren mit Demonstrationen, Konzerten, Theater und Vorträgen gegen das Atomprojekt. „Hanhikivi ist ein empfindliches Naturschutzgebiet, gerade im Frühjahr ziehen viele seltene Vögel durch und die Brutsaison beginnt“, erklärt Tiina Prittinen, lokale Anti-Atom-Aktivistin. „Dabei liegt die endgültige Baugenehmigung für das AKW Pyhäjoki noch gar nicht vor und wichtige Fragen sind ungeklärt. Fennovoima will mit den Bauarbeiten jetzt Fakten schaffen."

Die Realisierung des AKW Pyhäjoki in Nordwest-Finnland gestaltet sich schwierig. Ursprünglich hielt der deutsche E.ON-Konzern einen Anteil von 34 Prozent am Betreiberkonsortium Fennovoima. 2012 erklärte E.ON jedoch seinen Rückzug, weil die Wirtschaftlichkeit des geplanten AKW fraglich sei. Außer E.ON sprangen auch kleinere finnische Anteilseigner ab. E.ON’s Anteil übernahm der russische Atomkonzern Rosatom. Dieser hätte auch gerne den Anteil der kleineren Investoren übernommen, was jedoch nicht möglich war: In Finnland müssen 60 Prozent der Anteilseigner an einer AKW-Betreibergesellschaft finnisch sein. Das Projekt stand deshalb auf der Kippe, bis die finnische Regierung den finnischen Energieversorger Fortum verpflichtete, bei Fennovoima einzusteigen.

Nun dürfen keine weiteren finnischen Investoren abspringen, will Fennovoima das Projekt fortsetzen. Auch die Entsorgung des radioaktiven Mülls ist noch ungeklärt. Fennovoima hält dies nicht von Infrastrukturmaßnahmen ab. Neben den Arbeiten an der Straße wird bereits ein künftiger Hafen für die Bauarbeiten markiert, obwohl für diesen ebenfalls noch keine Genehmigung vorliegt. „Dass Fennovoima schon mit so wenig Respekt vor der Natur beginnt, lässt nichts Gutes ahnen, wenn das Unternehmen jemals das Atomkraftwerk betreibt“, so Prittinen.

Weitere Informationen:

Ökologisch sensible Region Hanhiviki: http://www.hanhikivi.net/pdf/hanhikivi_brochure_en.pdf

(link is external)
Friends of the Earth Finland: http://www.maanystavat.fi/?lang=en

(link is external)
Eigendarstellung des Konsortiums Fennovoima: http://www.fennovoima.fi/en/fennovoima

(link is external)

Kontakt:

Tiina Prittinen, +358-40-5548869, tiina.prittinen@maanystavat.fi (link sends e-mail) (spricht Englisch)

Regine Richter, 030-28482270, regine@urgewald.org (link sends e-mail)

Quelle und weitere Infos: https://www.urgewald.org/pr…/finnisches-naturidyll-wird-fuer


Natürlich lehnt auch der BBU den Bau des finnischen AKW Pyhäjoki ab! http://www.bbu-online.de
 

Max Uthoff: Die wirklichen Gewalttäter sind EZB und Troika | Die Anstalt 31. März 2015



Veröffentlicht am 28.03.2015
Mit Max Uthoff, Claus von Wagner, Klaus Eckel, Arnulf Rating und Serdar Somuncu

ZDF Die Anstalt 31. März 2015 31. März 15 31.03.15 31.3.15 31.03.2015 31.3.2015


BBU: April, April! – Bundesumweltministerin Hendricks beendet das Märchen vom Fracking-Verbot und präsentiert neue Irreführungen



Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat erneut die Pro-Fracking-Politik der Bundes-Umweltministerin Hendricks scharf kritisiert. Nachdem die Ministerin im letzten Jahr der Bevölkerung immer wieder versprochen hatte, Fracking zu verbieten, bleibt davon im neuesten Regelungspaket nichts übrig. Stattdessen hat Frau Hendricks Anfang der Woche ihr Pro-Fracking-Recht verteidigt und neue Irreführungen verbreitet. Empörend findet der BBU, dass die Bundes-Umweltministerin sogar gegen den erklärten Willen der Landesgruppe der NRW-SPD im Bundestag die Einrichtung einer Fracking-Kommission durchsetzen will, die faktisch die Entscheidung über industrielle Fracking-Projekte treffen soll. Der BBU fordert die Bundes-Umweltministerin und das Bundeskabinett auf, die vorliegenden Rechtsänderungsentwürfe nicht in der Kabinettssitzung am 1. April auf den Weg zu bringen, sondern fallen zu lassen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Frau Hendricks hat schriftlich versprochen, dass es kommerzielles Fracking in Schiefergestein und Kohleflözen auf absehbare Zeit nicht geben werde. Doch genau dieses Fracking macht der Entwurf zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes möglich. Ihren Wortbruch versucht Frau Hendricks nun zu überdecken, in dem sie die Zuständigkeit für die Versagung anderen Stellen zuschiebt. Doch Entscheidungen durch die von ihr vorgesehene Fracking-Kommission, die überwiegend mit Fracking-Freunden besetzt ist, oder durch personell unterbesetzte Wasserbehörden, ebenen den Weg für Fracking.“

Auch die Aussagen der Bundes-Umweltministerin zu einem Fracking-Verbot lesen sich wie ein schlechter Aprilscherz.

So will die Ministerin angeblich verhindern, dass die in den Ländern bestehenden Moratorien vor Gerichten ausgehebelt werden. Doch ihr Pro-Fracking-Recht hebelt die Ländermoratorien sofort per Gesetz aus und lässt es noch nicht einmal zur gerichtlichen Überprüfung kommen. Dies war bereits das Ziel der früheren Minister Altmaier (CDU) und Rösler (FDP). Nachdem beide mit ihrem Vorhaben vor zwei Jahren scheiterten, führt es nun die SPD-Politikerin weiter.

Die von Frau Hendricks immer wieder vorgebrachte Argumentation, ein Fracking-Verbot würde das Grundgesetz verletzen, ist bereits vor Jahren widerlegt worden. So hat der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags 2011 in einem Gutachten belegt, dass ein Fracking-Verbot problemlos möglich ist. Es ist nicht vorstellbar, dass die Bundes-Umweltministerin dieses Gutachten nicht kennt.

Befremdlich sind auch die Äußerungen der Ministerin zur Notwendigkeit von Fracking. Wenn man wie Frau Hendricks zu der Ansicht kommt, dass Fracking nicht als Übergangstechnologie taugt und für die Energieversorgung entbehrlich ist, gibt es keine objektiven Gründe gegen ein Fracking-Verbot. Trotzdem Fracking zu erlauben, lässt sich nur mit einem Kniefall vor den Interessen der Gasindustrie und der IGBCE erklären.

Dieser Kniefall geht sogar soweit, die eigenen Bundestagsabgeordneten der SPD aus Nordrhein-Westfalen vor den Kopf zu stoßen. Die richtige Forderung, über kommerzielle Fracking-Projekte im Schiefergestein und Kohleflözen nicht von einer Kommission entscheiden zu lassen, wird von Frau Hendricks schlicht abgebügelt. Damit soll sichergestellt werden, dass Fracking problemlos in Deutschland erfolgen kann.

Nicht nur in der Opposition, sondern auch in den Regierungsparteien gibt es inzwischen erheblichen Widerstand gegen die Fracking-Pläne. Der BBU ermutigt diese Abgeordneten, ihre Forderungen weiter konsequent zu vertreten. Er empfiehlt auch den anderen Abgeordneten der Regierungskoalition, gegenüber der Regierung eine Ablehnung von Fracking deutlich vorzutragen. Die Umweltministerin und das Bundeskabinett fordert der Umweltverband auf, das Pro-Fracking-Recht nicht in der Kabinettssitzung am 1. April zu behandeln, sondern endgültig fallen zu lassen.

The Last Days of Radio by The Muttering Sickness

[.ausgestrahltNews] Eons faule (Atom-)Eier – nein Danke.

.ausgestrahlt-Newsletter
31.03.2015
es schreibt: Julia Schumacher
Lesen, Handeln und Weiterschicken!

Liebe Freundinnen und Freunde, bunt, strahlend, aus Holz und Pappmaché – pünktlich erreichten uns über einhundert tolle, selbstgemachte Atommüll-Eier für die Oster-Aktion gegen Eon. Gestern war es dann soweit: zahlreiche AtomkraftgegnerInnen versammelten sich vor der Eon-Firmenzentrale in Düsseldorf. Mit gemeinsamer Kraft wehrten sie den Eon-Hasen erfolgreich ab. Er wollte ihnen „faule Eier“ ins Nest legen... Vielen Dank nochmal für Eure Eier-Einsendungen! Fotos von der besonderen Aktion: https://www.ausgestrahlt.de/eon-eier Mehr aktuelle Anti-Atom-Infos lest Ihr in diesem Newsletter. Wir wünschen Allen ein fröhliches und friedliches Osterfest! Julia Schumacher und das ganze .ausgestrahlt-Team -------------------------------------------------------------------------- Inhaltsverzeichnis -------------------------------------------------------------------------- 1. Zweiter Eon-Spot Online 2. Tschernobyl-Jahrestag am 26. April 3. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand -------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------- 1. Zweiter Eon-Spot Online ------------------------------------------------- Ökostrom ist zu teuer? Wer dieses „Schauermärchen“ glaubt, kann nur blind sein. Milliardensubventionen sind in den Bau und in den Betrieb der AKW geflossen. Milliarden wird der Abriss kosten, weitere Milliarden die „Entsorgung“ des Atommülls. Und was macht Eon? Jahrzehntelang hat der Stromkonzern abgesahnt und plant nun, seine Atomsparte auszugliedern um Folgekosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Hilf mit gegen die skandalösen Eon-Pläne vorzugehen. Ab sofort steht hierfür unser zweiter satirischer Internet- und Kinospot Online zum Teilen bereit: https://youtu.be/v6IA7szNMfg Was Du tun kannst, um den Film möglichst bekannt zu machen: - Leite diese E-Mail weiter an FreundInnen, Verwandte und Bekannte - Auf Youtube kannst Du den Film „liken“ oder in Deinen sozialen Netzwerken teilen - Frage die KinobetreiberInnen in Deinem Ort, ob sie den Spot im Vorprogramm zeigen! Den Link zum Download erhälst Du auf Anfrage direkt bei pauline.geyer@ausgestrahlt.de Zusätzlich oder alternativ lade unsere Online-Banner runter, binde sie in Deine Website ein und verlinke so auf den Film: https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/badbank/banner.html ------------------------------------------------- 2. Aktionen zum Jahrestag von Tschernobyl ------------------------------------------------- Fast 30 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurück. Erhöhte Strahlenwerte sind auch bei uns bis heute messbar. Vor allem jedoch die Kinder in vielen Gebieten Weißrusslands leiden tagtäglich unter der massiven Zunahme strahlenbedingter Krankheiten. Anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages finden am Sonntag, den 26. April an mindestens drei AKW-Standorten Gedenk- und Protestaktionen statt: https://www.ausgestrahlt.de/tschernobyl ------------------------------------------------- 3. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand ------------------------------------------------- Brokdorf vor dem Aus? Greenpeace und AKW-AnwohnerInnen fordern von der Atomaufsicht in Schleswig-Holstein, dem AKW die Betriebserlaubnis zu entziehen: http://www.blogs.ausgestrahlt.de/bewegung/klage-gegen-das-akw-brokdorf-eingereicht/ _______________________________________________ .ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen AtomkraftgegnerInnen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen. Mehr über .ausgestrahlt: http://www.ausgestrahlt.de/ueber-uns

Achtung, Zucker! Süße Fallen in der täglichen Ernährung

Eine zu hohe Kalorienzufuhr schlägt sich nicht nur auf den Hüften nieder, sondern belastet auch die Gesundheit. Gern verzichten Ernährungsbewusste deshalb auf Zuckriges wie Kuchen, Kekse und Schokolade. Doch auch wer sich gesund ernähren möchte, greift häufig zu Zuckerbomben, ohne es zu wissen: Die Cornflakes am Morgen können bis zu vier Stücke Zucker enthalten, Fruchtjoghurt sechs, ein Smoothie sogar neun. Wo süße Fallen lauern und welche Alternativen sich bieten, zeigt der Ratgeber "Achtung, Zucker!" der Verbraucherzentrale.

Das Buch enttarnt die versteckten Zucker im täglichen Speiseplan und nimmt dabei Frühstücks- und Fertigprodukte ebenso unter die Lupe wie Backwaren und Getränke. Der Ratgeber klärt darüber auf, wie viel Süße wirklich in Ketchup und Kakao, Saucen und Säften steckt, aber auch in vermeintlich gesunden Lebensmitteln wie Milchgetränken und Müsli. Mit zahlreichen Rezepten macht er Appetit auf zuckerreduzierte Varianten. Informationen zu Austausch- und Süßstoffen wie Sorbit oder Stevia und süßenden Lebensmitteln wie Honig runden die Lektüre ab.

Den Ratgeber "Achtung, Zucker!" gibt es für 8,90 Euro im Infozentrum der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 (Mo, Mi, Do, Fr 10 - 18 Uhr, Di 10 - 19 Uhr). Zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand kann man das Buch auch online unter www.vzhh.de oder per Telefon (040) 24832-104 bestellen.

Mogelpackung des Monats: „Gerolsteiner moment“

Das Erfrischungsgetränk „Gerolsteiner moment“, das bisher in 1-Liter-Plastikflaschen angeboten wurde, gibt es jetzt im Handel in 0,75-Liter-Flaschen - zum gleichen Preis. Das entspricht einer Preiserhöhung von 33,3 %. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin und erklärt das Produkt zur Mogelpackung des Monats März. „Das ist ein Ärgernis für viele Verbraucher, die sich bei uns beschwert haben“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. 

Die Rezeptur des Produkts ist im Wesentlichen unverändert. Einzige Änderung: Gerolsteiner verwendet jetzt laut Zutatenverzeichnis „Grüntee Aufguss“ statt wie bisher „Grüntee-Extrakt“. Unter „Grüntee-Extrakt“ verbergen sich getrocknete wässrige Auszüge aus Grüntee. „Eine solche Veränderung der Rezeptur kann eine derart eklatante Preiserhöhung nicht rechtfertigen“, sagt Valet. Gerolsteiner führt als weiteres Argument an, dass Verbraucher kleinere Flaschen haben wollen. „Gerne darf es ja kleinere Flaschen geben, wenn das Verbraucher wünschen, aber warum müssen dann die kleineren Flaschen zu einem um ein Drittel höheren Preis verkauft werden“, fragt Valet. Zwar lege der Einzelhändler den Verkaufspreis fest und es sei unklar, wer vor allem von der Preiserhöhung profitiere – Einzelhändler oder Hersteller. Am Ende zahlten aber die Verbraucher die Zeche.

Informationen und Bilder zu dem Produkt sowie weitere Mogelpackungen sind auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de veröffentlicht. Jeden Monat rücken die Verbraucherschützer eine Mogelpackung ins Rampenlicht und veröffentlichen diese als „Mogelpackung des Monats“ – auch auf ihrer Facebook-Seite unter www.facebook.com/vzhh.

Bundesregierung scheitert beim Umweltschutz

Zur Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2014“ erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Bürgerinnen und Bürger verlieren seit Jahren das Vertrauen in die Umweltpolitik der Bundesregierung. Zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass die Bundesregierung bei ihrer Arbeit beim Thema Umweltschutz übergreifend durch alle Politikfelder versagt. Die Studie ist ein klarer Appell an die Bundesregierung, den Umweltschutz endlich ernster zu nehmen.

Immer wieder werden große Reden geschwungen und neue Gesetze für vermeintlich mehr Umweltschutz angekündigt. Ob nun beim Kampf gegen das Fracking oder aktuell beim Entwurf des neuen Elektrogesetzes. Aber es geschieht wenig bis nichts. Das ist keine nachhaltige Umweltpolitik, und das scheinen Bürgerinnen und Bürger nun gemerkt zu haben.

Das Vertrauen in die Industrie ist noch geringer ist, als das Vertrauen in die Bundesregierung. Die Bundesregierung sollte der Industrie mit entsprechender Gesetzgebung helfen, Umweltschutz stärker zum Leitbild der Produktion zu machen, damit beide eine Chance haben, das Vertrauen in der Bevölkerung zurückzugewinnen.


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Oster-Zopf ohne Käfig-Ei + VIER PFOTEN veröffentlicht Liste käfigeifreier Bäckereien



Hamburg, 31. März 2015 - In der Osterzeit steht das Ei als Lebensmittel im Fokus. Bemalte Eier, Osterzopf und Osterkranz sind bei den Verbrauchern jetzt beliebt. Die Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN kritisiert, dass  verarbeitete Eier in Deutschland nach wie vor häufig aus der Käfighaltung stammen, ohne dass der Konsument darüber aufgeklärt wird. Eine Kennzeichnungspflicht für Produkte mit verarbeiteten Eiern besteht nicht – weder für fertig abgepackte Backwaren im Supermarkt, noch für frischen Kuchen oder Gebäck in der Bäckerei. Damit Konsumenten die Möglichkeit haben, während ihres Einkaufs bewusst auf Käfigeier zu verzichten, kein Tierfreund aus Versehen Backwaren mit Käfigeiern kauft, veröffentlicht VIER PFOTEN zu Ostern eine Liste mit käfigeifreien Bäckereien.

Dr. Martina Stephany (33), Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN:
„Für diejenigen, die genau hinschauen und wissen wollen, wie das Huhn gehalten wurde, hat VIER PFOTEN jetzt eine Übersicht großer deutscher Bäckerei-Ketten veröffentlicht. Hier kann man nachschlagen, wer noch Käfig-Eier verwendet – und wer nicht! Die Liste ist auf unserer Homepage www.vier-pfoten.de einsehbar.
In der Kleingruppenhaltung leben bis zu 60 Hennen in engen Käfigen zusammen und machen nie die Erfahrung von echtem Tageslicht oder frischer Luft. Jede Henne hat gerade mal 800 cm² Platz, das entspricht einer DIN A4 Seite und einem Bierdeckel. Der extreme Platzmangel und fast durchgehende Gitterboden führen zu zahlreichen Verhaltens- und Gesundheitsstörungen der Tiere. Solange noch Käfig-Eier in Backwaren verwendet werden, sehen wir uns als Tierschutzorganisation in der Pflicht, die Verbraucher darüber aufzuklären, was sie da eigentlich kaufen.“

Außerdem setzt sich VIER PFOTEN dafür ein, dass immer mehr Bäckereien auf Transparenz setzen und zudem schrittweise ihr Angebot um Bio- und Freilandeier erweitern. Auf gesetzlicher Ebene fordert die Tierschutzorganisation ein Ende der Kleingruppenhaltung, sowie eine Kennzeichnungspflicht der Haltungsform der Hennen für Produkte mit verarbeiteten Eiern.

Erfolg: Schanzenbäckerei verzichtet auf Käfig-Eier
Als Mitglied des Bündnisses „Deutschland wird käfigfrei“, dem insgesamt 14 Organisationen angehören, arbeitet VIER PFOTEN darauf hin, immer mehr Bäckereien von dem Ausstieg aus der Käfighaltung  zu überzeugen: mit Erfolg! Bereits über 20 deutsche Bäckereien verzichten auf Käfig-Eier. So stellte erst kürzlich die Schanzenbäckerei in Hamburg dank der Arbeit von VIER PFOTEN auf Eier aus Bodenhaltung um.

Atomausstieg: Kein Plan für AKW-Bauschutt | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - Panorama 3

Atomausstieg: Kein Plan für AKW-Bauschutt | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - Panorama 3



Der Atomausstieg ist auch ein gigantisches Abrissprojekt: Insgesamt 18
Kernkraftwerke werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten
zurückgebaut. Dabei fallen auch Tausende Tonnen Bauschutt an, der auf
Deponien entsorgt werden muss. Nach Recherchen von Panorama 3 ist
bislang jedoch kaum ein verantwortlicher Landkreis auf die Annahme und
Entsorgung des AKW-Bauschutts vorbereitet. Von 14 angefragten
Landkreisen teilten nur vier mit, wo zumindest theoretisch der AKW-Müll
enden soll.

Atomruine von Tschernobyl - Ein Käfig für die Bestie - Wissen - Süddeutsche.de

Atomruine von Tschernobyl - Ein Käfig für die Bestie - Wissen - Süddeutsche.de



Die Atomruine von Tschernobyl bekommt ein neues Dach, das den
Unglücksreaktor auf Jahrzehnte hinaus versiegeln soll. Ein Besuch vor
Ort ist wie eine Zeitreise - der Meiler ist nicht die einzige üble
Hinterlassenschaft sowjetischer Atomtechnik.

Irsching als Spielball in Seehofers chaotischer Energiepolitik

München (ots) - Die Grünen im Bayerischen Landtag sind nicht überrascht von der Stilllegungsanzeige von E.ON und weiteren Anteilseignern für die beiden modernen Gaskraftwerke Irsching 4 und 5. "Angesichts von gigantischen Kraftwerksüberkapazitäten kommen Gaskraftwerke in Deutschland nicht in den Markt", erklärt der Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann. "Diese Meldung sollte ein Weckruf für Horst Seehofer sein: Solange gefährliche Atomkraftwerke und dreckige Braunkohlekraftwerke den Strommarkt dominieren, haben Gaskraftwerke wenig Chancen."

Es müssten deshalb Überkapazitäten abgebaut werden. "Es ist mir völlig unverständlich, wie die Union gegen Gabriels Pläne einer geringfügigen Reduzierung der Braunkohle Sturm laufen kann." Horst Seehofer müsse nun ein weiteres Thema klären. Ludwig Hartmann: "Schade, dass jetzt so hoch-effiziente Kraftwerke zum Spielball von Seehofers undurchdachten Rangeleien mit der Bundesregierung werden."

Aldi will Kleidung und Schuhe giftfrei produzieren / Deutschlands größter Discounter reagiert auf Greenpeace-Kampagne



Hamburg (ots) - Deutschlands größter Discounter Aldi verpflichtet sich, bis zum Jahr 2020 alle umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien aus der Textilproduktion zu verbannen. Das Unternehmen veröffentlicht heute einen detaillierten Plan zur Entgiftung und reagiert damit auf die Forderungen der Detox-Kampagne von Greenpeace. Mit dem Textilgeschäft setzt Aldi etwa 2,5 Milliarden Euro jährlich um - das sind knapp zehn Prozent des Gesamtumsatzes von 27,5 Milliarden Euro. "Mit billigsten Textilien lockt Aldi Woche für Woche ihre Kunden in die Läden. Jetzt hat Aldi erkannt, dass diese Ware ohne giftige Chemie produziert sein muss", sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin von Greenpeace.

Aldi Nord und Süd hatten schlecht abgeschnitten, als Greenpeace im Herbst Kinderkleidung und Kinderschuhe verschiedener Discounter auf gefährliche Chemikalien getestet hatte (http://gpurl.de/kOGsk). In einem Discounter-Einkaufsratgeber attestierte Greenpeace den in Essen und Mühlheim ansässigen Unternehmen auch umweltschädlichen Rohstoffeinsatz sowie Nachholbedarf bei der Wiederverwertbarkeit der Textilien und bei Sozialstandards.

Nun will Aldi gefährliche Schadstoffe wie Alkylphenolethoxylate (APEO) bis Ende Juni 2016 verbannen. Die Abbauprodukte von APEOs sind hochgiftig für Wasserorganismen. Per- und polyfluorierte Chemikalien, die das Immunsystem und die Fortpflanzung schädigen können, sollen bis spätestens Ende 2016 aus Textilien verschwinden. Aldi will außerdem über das Abwasserproblem aufklären: Damit sich die Bevölkerung im Umfeld der Fabriken über die Chemikalien im Abwasser informieren kann, sollen 80 Prozent der Aldi-Lieferanten ihre Abwasserdaten bis Ende März 2016 offenlegen. Die Verpflichtung bezieht sich auf das gesamte eigene Sortiment an Textilien und Schuhen. Außerdem gehören alle Heimtextilien wie Handtücher oder Bettwäsche dazu. Bis Ende Juni 2016 will Aldi sogar ein Programm für "nachhaltigen Konsum" aufsetzen.

Aldi, Lidl, Penny, Tchibo: Discounter wollen entgiften

Mit diesem Schritt schwenken die Discounter insgesamt auf einen sauberen Kurs um. Sowohl Lidl als auch Rewe/Penny und der Hamburger Handelsriese Tchibo haben bereits auf die Greenpeace-Kampagne reagiert und angekündigt, die Produktion zu entgiften. Tchibo will sogar ein Rücknahme- und Recycling-Programm einführen. Dies ist umso bedeutender angesichts des rasant wachsendenden Textilgeschäft der Discounter: Jede Woche werfen die Billig-Supermärkte gewaltige Stückzahlen von Textilien und Schuhen zu Billigpreisen auf den Markt. Aldi ist der neuntgrößte deutsche Modehändler. Auch Lidl und Tchibo zählen zu den Top 10. "Weg vom Viel-und-Billig-Schick - diese Haltung erwarten wir nun auch von den weltweit größten Einzelhändlern Wal-Mart, Carrefour und Tesco", sagt Brodde.

Bereits 24 international führende Modeunternehmen und sechs italienische Zulieferer haben sich gegenüber Greenpeace verpflichtet, ihre Produktion bis 2020 zu entgiften. Denn die Abwässer der Textilfabriken verunreinigen Gewässer weltweit. In den asiatischen Produktionsländern ist das Problem besonders gravierend. In China sind etwa zwei Drittel der Gewässer mit gefährlichen Chemikalien kontaminiert, vor allem aus der Textilindustrie.

MAP: Höhere Förderung für Heizungsmodernisierung mit Erneuerbaren / Ab 1. April profitieren neben Hausbesitzern auch Unternehmen von den erhöhten Fördermitteln aus dem Marktanreizprogramm (MAP)

Berlin (ots) - Für das Heizen mit erneuerbaren Energien gibt es ab sofort mehr Fördergelder aus dem Marktanreizprogramm (MAP). "Wir empfehlen Hausbesitzern, jetzt über eine Heizungsmodernisierung mit erneuerbaren Energien nachzudenken. Denn mit einer Solarthermieanlage, Holzpelletheizung oder Wärmepumpe können sie ihre Heizkosten langfristig senken", so Christian Stolte, Leiter des Bereichs energieeffiziente Gebäude der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Die Höhe der Zuschüsse unterscheidet sich nach Größe und Art der Anlagen. Zusätzlich gibt es Boni für besonders effiziente Anlagen oder Kombinationen aus verschiedenen Techniken. Für Heizanlagen in einem KfW-55-Effizienzhaus erhöht sich die Förderung um bis zu 50 Prozent. Neu ist der Bonus für Maßnahmen zur Optimierung der Heizung: Bis zu zehn Prozent der Investitionskosten werden dafür erstattet.

Die Förderbedingungen des MAP im Detail:

Förderung für Solaranlagen

Eine thermische Solaranlage mit 12 Quadratmeter Kollektorfläche, die Energie für Heizung und Warmwasser liefert, wird vom Staat mit mindestens 2.000 Euro gefördert. Wieder neu eingeführt wird die Förderung für Solaranlagen zur reinen Warmwasserversorgung: Bei einer Kollektorfläche von mindestens drei bis maximal zehn Quadratmeter gibt der Staat 500 Euro dazu, bis 40 Quadratmeter 50 Euro pro Quadratmeter. Innovative Anlagen mit einer großen Kollektorfläche werden mit 100 Euro pro Quadratmeter gefördert. Effiziente Anlagenkombinationen unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) extra. Wer seinen alten Kessel beispielsweise durch ein neues Öl- oder Gas-Brennwertgerät ersetzt, erhält einen Bonus von 500 Euro. Installieren Hausbesitzer zusätzlich zur Solaranlage eine förderfähige Pelletheizung oder Wärmepumpe als Heizsystem, erhalten sie einen weiteren Bonus von 500 Euro.

Förderung für Holzheizungen

Für Pelletkessel wird die Förderung von derzeit 2.400 Euro auf 3.000 Euro angehoben. Bei einem Pelletkessel mit Brennwertnutzung sind es mindestens 4.500 Euro. Den Einbau eines neuen Holzpelletkessels mit Pufferspeicher unterstützt der Staat mit mindestens 3.500 Euro, bei Brennwerttechnik sind es mindestens 5.250 Euro. Für Pellet-Öfen mit Wassertasche gibt es mindestens 2.000 Euro. Werden die Biomasseanlagen mit einer Solarkollektoranlage oder einer effizienten Wärmepumpe kombiniert oder wird der Kessel an ein Wärmenetz angeschlossen, gibt es zusätzlich 500 Euro.

Förderung für Wärmepumpen

Bei der Förderung der Wärmepumpe kommt es auf die verwendete Technik an. Für eine Erdwärmepumpe gibt es mindestens 4.000 Euro Fördermittel. Der Einbau einer Luft-Wärmepumpe wird mit mindestens 1.300 Euro bezuschusst. Auch bei Wärmepumpen unterstützt der Staat die Kombination mit anderen modernen Heizanlagen sowie Optimierungsmaßnahmen. Einen Bonus gibt es für Anlagen mit der Fähigkeit zum Lastmanagement.

MAP-Förderung für Unternehmen

Das Marktanreizprogramm öffnet sich zudem verstärkt für Unternehmen. Ab sofort sind Großunternehmen antragsberechtigt. Kleine und mittlere Unternehmen können zudem im Rahmen des KfW-Programms "Erneuerbare Energien Premium" 10 Prozent mehr Förderung erhalten.

Die erhöhte Förderung des MAP kann ab 1. April beim BAFA beantragt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.zukunft-haus.info.

Die Stunde der Erde / Sieben Kontinente, 172 Länder, 7.000 Städte: Symbolische Klimaschutzaktion WWF Earth Hour ging um die Welt






Berlin (ots) - Auf der ganzen Welt gingen am Samstag um 20:30 Uhr Ortszeit für eine Stunde die Lichter aus. Zur neunten WWF Earth Hour erlosch in über 7.000 Städten in 172 Ländern für 60 Minuten die Beleuchtung bekannter Sehenswürdigkeiten. Ihren Anfang nahm die "Stunde der Erde" im pazifischen Inselstaat Samoa, wo es nach deutscher Zeit bereits um 7:30 Uhr morgens dunkel wurde. Genau 24 Stunden später ging die symbolische Klimaschutzaktion zuende, als auf Tahiti und Hawaii die Lichter wieder angingen. In Deutschland verzeichnete der WWF mit 227 Städten eine neue Rekordbeteiligung. Erstmalig fand die Aktion nach Angaben der Umweltschützer auch in Irak, Israel, Kamerun und Venezuela statt.

"Mit der Earth Hour senden Millionen Menschen auf der ganzen Welt die Botschaft, dass wir mehr für den Klimaschutz tun müssen", sagt Antje Schuler vom WWF Deutschland. "Und diese Botschaft richtet sich an jeden einzelnen. Ob Privatperson, Politiker oder Unternehmen - alle sind aufgerufen, ihren Teil beizutragen, um den Klimawandel zu bremsen." Gerade im Alltag habe jeder die Möglichkeit, etwas für den Klimaschutz zu tun. Bei der Ernährung empfiehlt der WWF unter anderem stärker auf regionale Produkte zu achten und weniger Fleisch zu essen. Das senke nicht nur die Emission von Treibhausgasen, sondern komme auch der eigenen Gesundheit zugute.

Der Earth Hour schloss sich das vom Klimawandel stark bedrohte Inselparadies Vanuatu ebenso an wie die größten CO2-Emittenten USA und China. "Rund um den Globus wissen die Menschen, dass uns der Klimawandel bedroht", so Antje Schuler. "Die Zeit zum Handeln ist auch für die Politik gekommen." Für das Klima sei 2015 ein besonderes Jahr. Auf dem UN-Gipfel COP 21 in Paris Ende November geht es laut WWF darum, dass die Staaten endlich ambitionierte Klimaschutzziele vereinbaren. Von der deutschen Regierung erwarten die Umweltschützer den Ausbau der Erneuerbaren Energien und ein zügiges Abschalten insbesondere alter Kohlekraftwerke.

Christine Buchholz: Aufrüstungsministerin von der Leyen macht auch vor Killerdrohnen nicht Halt

"DIE LINKE lehnt Killerdrohnen ab. Deutschland und die EU dürfen sich nicht am völker- und menschenrechtswidrigen internationalen Drohnenkrieg beteiligen", kommentiert Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, das Treffen des deutsch-französischen Ministerrats, bei dem auch neue Rüstungsprojekte wie die Beschaffung von Kampfdrohne und Militärsatelliten thematisiert werden. Buchholz weiter:


"Die Beteiligung an drei französischen CSO-Satelliten zur weltraumgestützten Militärspionage wird die deutschen Steuerzahler über 500 Millionen Euro kosten. Die Kosten für die angekündigte Entwicklung einer europäischen Kampfdrohne sind überhaupt noch nicht abzusehen. Anstatt mit der Geldverschwendung aufzuräumen, ist Verteidigungsministerin von der Leyen dabei, neue Milliardengräber auszuheben.

Diese Beispiele zeigen, dass mehr Europa in der Verteidigungspolitik keineswegs zu Kosteneinsparungen führt. Gemeinsame europäische Rüstungsprojekte machen die Welt auch nicht sicherer. Vielmehr befeuern diese Projekte einen internationalen Rüstungswettlauf. Militärsatelliten und Kampfdrohnen sollen die Bundeswehr in die Lage versetzen, in Zukunft von Deutschland aus per Knopfdruck Menschen in Ländern wie Afghanistan zu töten."

Löschtage bei der Europäischen Kommission: Zahlreiche Angaben zu TTIP korrigiert



Berlin, 31. März 2015. Die Europäische Kommission hat eine Reihe von Angaben zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP auf ihrer Internetseite korrigiert. Insbesondere verzichtet sie auf der geänderten "Fragen & Antworten"-Seite nun vollständig auf konkrete Aussagen über zusätzliche Einkommen für Privathaushalte. Auch die vormals als angeblich zu erwartender volkswirtschaftlicher Gewinn genannten Milliardenbeträge entfernte die Kommission. Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die Aussagen in einer Dokumentation über die Desinformationskampagne der TTIP-Befürworter kritisiert. Auch führende Wirtschaftsverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mussten bereits Falschinformationen zu TTIP richtigstellen.

"Wo die Kommission eben noch mit Milliarden-Profiten und mehr Geld für TTIP die Werbetrommel rührte, ist jetzt vor allem Schweigen", erklärte Lena Blanken, Volkswirtin bei foodwatch. "Wir sind einen kleinen Schritt voran gekommen, wenn auf übertriebene wirtschaftliche Versprechen verzichtet wird - doch eine ehrliche Abwägung von Chancen und Risiken des Abkommens findet noch immer nicht statt. TTIP wird Gesetzgebungsspielräume einengen und den Einfluss von Parlamentariern beschneiden, und das wird nach wie vor viel zu selten offen diskutiert."

Die wichtigsten Überarbeitungen auf der "Fragen & Antworten"-Seite der Europäischen Kommission (eine Gegenüberstellung der Zitate aus den Original-Quellen unter bit.ly/1xuSBMZ):

- Bis vor wenigen Tagen hatte die Kommission von "einem jährlichen Zusatzeinkommen von 545 EUR für den durchschnittlichen EU-Haushalt" durch TTIP geschrieben. Diese Angabe ist ersatzlos gestrichen.

Tatsächlich taucht der Betrag in der von der Kommission beauftragten Studie des Londoner Centre for Economic Policy Research (CEPR) als möglicher, einmaliger Niveaueffekt auf: Das Jahreseinkommen eines Vier-Personen-Haushalts könnte - allerdings nur im Falle eines sehr ambitionierten Abkommens und langfristig, also im Jahr 2027 - um 545 Euro höher liegen als ohne TTIP. Der Eindruck, das Einkommen wachse Jahr für Jahr in Folge von TTIP, wäre falsch. Zusätzlich bezog die Kommission die Angaben fälschlicherweise auf einen "durchschnittlichen EU-Haushalt": Dieser ist laut Eurostat aber nicht 4, sondern 2,4 Personen groß. Umgerechnet auf einen Pro-Kopf-Wert, hat die Kommission damit also selbst im Vergleich zu den Einschätzungen ihrer hypothetischen Studie deutlich übertriebene Angaben gemacht.

- Alle Verweise auf einen "jährlichen Gewinn von 119 Mrd. EUR" für die Wirtschaft der EU hat die europäische Kommission ebenfalls entfernt. Jetzt heißt es: "Einer [...] Studie zufolge würde sich der Nutzen, der der europäischen Wirtschaft durch die TTIP nach deren Inkrafttreten entsteht, auf annähernd 0,5 % des BIP belaufen." Vollständig wäre die Information, würde die Kommission zusätzlich darauf hinweisen, dass auch dieser einmalige Niveaueffekt der Studie zufolge erst langfristig im Jahr 2027 eingetreten sein könnte - und nur im Falle eines sehr ambitionierten Abkommens.

- Entfernt wurde eine weitere Fehlinformation: Auf die Frage "Werden die EU und die USA ihre Normen harmonisieren?" hatte es geheißen: "Nein, eine Harmonisierung steht nicht auf der Tagesordnung." Jetzt werden Harmonisierungsbestrebungen nicht mehr abgestritten.

Link:
Fragen & Antworten zu TTIP: www.ttip-faq.foodwatch.de 

Buchtipp:
Thilo Bode: "Die Freihandelslüge. Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet", DVA 2015, 272 Seiten, 14,99 Euro - "Eine eindrucksvolle Philippika" (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung) - Mehr Infos zum Buch: bit.ly/1zeO3op  

Klimaschutz: Deutschland hat 2014 912 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen - SPIEGEL ONLINE

Klimaschutz: Deutschland hat 2014 912 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen - SPIEGEL ONLINE



Deutschland hat 2014 weniger Kohlendioxid ausgestoßen als in den
Vorjahren. Bundesumweltministerin Hendricks spricht von einer
Trendumkehr - dabei ist der Rückgang vor allem dem milden Winter zu
verdanken. 

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

30. März 2015

"Flug 4U9525 - Warum LÜGT Merkel??!!" [ARMES DEUTSCHLAND]





Veröffentlicht am 30.03.2015
Ich habe mich in den letzten Tagen sehr zurückgehalten zum germanwings-Absturz. Aber jetzt platzt mir der Kragen.

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Einzelhändler verbannen BILD aus Sortiment | Die Freiheitsliebe

Einzelhändler verbannen BILD aus Sortiment | Die Freiheitsliebe



Die BILD ist in Deutschland mit großem Abstand die
Auflagenstärkste Zeitung: Knapp 2,1 Millionen Exemplare verlassen
täglich die BILD-Duckereien. Dass immernoch soviele Menschen die BILD
lesen und eine Hetzkampagne(Der Faule Grieche, der kriegswillige Russe,
der HartzIV-Empfänger, der nicht arbeiten will etc.) nach der anderen
mit Freude verfolgen, ist bitter. Doch  wer weiß wie lange die BILD die
hohe Auflage noch halten kann: Seit einigen Tagen berichten immer mehr
Einzelhändler, dass sie am BILD-Boycott teilnehmen:

Yona Friedmann

Wir leben mit mehr Menschen zusammen, als wir ertragen können und wir leben mit mehr Dingen zusammen, als wir beherrschen können.
 

Yona Friedmann

Albert Camus

„Ein Denkender macht dadurch Fortschritte, dass er seine Schlussfolgerungen hinauszögert, sogar wenn sie ihm auf der Hand zu liegen scheinen.“

Albert Camus

Mahatma Gandhi

„Es ist leichter das Meer zwischen den Kontinenten zu überbrücken, als die Kluft zwischen den Individuen und Völkern.“

Mahatma Gandhi

Joachim Ringelnatz

Sicher ist, daß nichts sicher ist. Selbst das nicht.
 

Joachim Ringelnatz

Vattenfall, das Kohlekraftwerk Moorburg und die Kohle aus Südafrika | umweltFAIRaendern.de

Vattenfall, das Kohlekraftwerk Moorburg und die Kohle aus Südafrika | umweltFAIRaendern.de



Laut eigenen Aussagen wird das neue Kohlekraftwerk von Vattenfall in
Hamburg Moorburg mit Kohle auch aus Südafrika befeuert. Das erklärte
jüngst der Betriebsleiter in einem Interview mit den Klimarettern.
Südafrika? Kohlebergbau? Darüber schreibt Victoria Schneider von den Krautreportern:
“Mit Ruß beschmierte Kinder, giftige Gase, ungenießbares Trinkwasser:
Für den Kohleabbau zahlen die ärmsten der armen Südafrikaner in der Nähe
der Zechen einen hohen Preis. Doch Steinkohle bleibt weltweit eine
wichtige Energiequelle. Wenn Deutschland ab 2018 nicht mehr selbst
fördert, wird eben mehr importiert – auch aus Südafrika.”

Taumelnde Energiekonzerne: Atomenergie am Ende und was nun? | umweltFAIRaendern.de

Taumelnde Energiekonzerne: Atomenergie am Ende und was nun? | umweltFAIRaendern.de



Die Atomenergie geht – mit wenigen Ausnahmen(*) – Schritt für Schritt in
Deutschland ihrem Ende entgegen. Oder eben nicht. Denn die atomaren
Hinterlassenschaften werden noch für eine knappe Million Jahre ein wenig
Aufmerksamkeit erfordern. Die Stromkonzerne sind mächtig ins taumeln
geraten und suchen verzweifelt nach neuen Perspektiven. Eine davon: Sich
um die sogenannten Ewigkeitskosten für die Atommülllagerung zu drücken,
neudeutsch als Schaffung einer Bad-Bank zu bezeichnen. Die Zeche sollen
die BürgerInnen zahlen. Doch das reicht nicht aus, um aus der schweren
Strukturkrise rauszukommen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die
Konzerne stehen vor dem größten Strukturwandel in der Energiewirtschaft
seit dem Zweiten Weltkrieg – und könnten ihn verlieren.

SPIELPLAN HAMBURGER SPRECHWERK April 2015

Mi 01.04.15
9:30 & 11 Uhr
Der Maulwurf Grabowski (Kindertheater)

Do 02.04.15
9:30 (Zusatzvorstellung) & 11 Uhr
Der Maulwurf Grabowski (Kindertheater)

20 Uhr
Die Zuckerschweine (Improtheater)

Sa 03.04.15
15 Uhr
Der Maulwurf Grabowski (Kindertheater)

Fr 10.04.15
20 Uhr
Pyramus und Thisbe (Premiere Musiktheater)

Sa 11.04.15
20 Uhr
Pyramus und Thisbe (Premiere Musiktheater)

So 12.04.15
18 Uhr
ein Überraschungsstück (Schauspiel in russ. Sprache)

Sa 18.04.15
ab 11 Uhr
Festival "Hauptsache Frei"

So 19.04.15
18 Uhr
Flamenco-Schüleraufführung "La Resaca"

Mo 20.04.15
20 Uhr
Ben Everding: Wir müssen die Mühle unseres Vaters verkaufen (Cabaret-Parodie)

Do 23.04.15
20 Uhr
Schlachthof 5 (Schauspiel)

Fr 24.04.15
20 Uhr
Pyramus und Thisbe (Musiktheater)

Sa 25.04.15
20 Uhr
Pyramus und Thisbe (Musiktheater)

So 26.04.15
18 Uhr
Pyramus und Thisbe (Musiktheater)

Di 28.04.15
20 Uhr
Heart (Tanz)


Vorschau Mai:

Fr 01.05.15
20 Uhr
That which happens of itself (Premiere Tanz)

Sa 02.05.15
20 Uhr
That which happens of itself (Tanz)

So 03.05.15
18 Uhr
That which happens of itself (Tanz)


Das “Theater Mär” zeigt:
Der Maulwurf Grabowski
von Luis Murschetz (ab 4 Jahren)

Darsteller: Peter Wachter. Musik: Axel Pätz.
Kostüm: Tina Klietz. Bühnenmalerei: Ralph Jurszo.
Regie: Christiane Richers.

Der Zuschauer-Magnet mit über 40.000 begeisterten Zuschauern in über 300 Aufführungen.

Theater Mär präsentiert mit dem lieben "Maulwurf Grabowski" ein Stück, das große und kleine Besucher gleichermaßen in seinen Bann zieht. Zunächst lebt der kleine Wühler glücklich und zufrieden unter seiner bunten Wiese und buddelt jede Menge Hügel. Sehr zum Leidwesen des Bauern.

Dann zerstören Bagger die Wohnung von Grabowski, denn auf der Wiese soll ein 19stöckiges Hochhaus gebaut werden. Also, was bleibt dem Maulwurf anderes übrig als auszuwandern und sich eine neue Bleibe zu suchen? Auf der Suche besteht Grabowski so manches Abenteuer. Aber das Stück nach dem Buch von Luis Murschetz findet ein glückliches Ende.

Kartenpreise:
VVK: 7,10 € (Kinder), 11,70 € (Erwachsene) incl. VVK-Gebühren.
Gruppen 6,00 € nach tel. Voranmeldung (040 - 24 42 39 30)
AK: 8,00 € (Kinder), 12,50 € (Erwachsene)

Di 31.03.2015 um 11 Uhr
Mi 01.04.2015 um 9:30 und 11 Uhr
Do 02.04.2015 um 9:30 (Zusatzvorstellung) und 11 Uhr
Sa 04.04.2015 um 15 Uhr

Die Zuckerschweine
Hamburger Improvisationstheater-Gruppe

Sie gehen auf die Bühne, ohne zu wissen, was passiert. Die Hamburger Impro-Gruppe „Die Zuckerschweine“ hat keinen Text, keine Requisite, keinen Regisseur. Nach den Vorgaben des Publikums entstehen Szenen aus dem Stegreif, die es nur einmal gibt. Improvisationstheater ist Theater pur. Theater ohne Kompromisse, Theater für den Moment. Live und ungeniert. Und immer nicht ganz ernst gemeint.
Seit Januar 2014 tritt die Impro-Combo regelmäßig jeden ersten Donnerstag im Monat im Hamburger Sprechwerk auf. Und in regelmäßigen Abständen liefern sie sich ein Duell mit anderen Hamburger Impro-Theatergruppen: Das Match!

Impro-Theater einmal anders: „Die Zuckerschweine“ haben ihren eigenen Stil

Das Geheimrezept der Hamburger Gruppe: Immer alles geben und selbst Spaß haben. So springt der Funke schnell über – vor allem bei improvisierten Songs, die die Zuckerschweine oft in ihre Szenen einbauen. Ihr Klassiker ist ihre etwas andere Impro-Show: Nach den Vorgaben entstehen kurze Szenen aus dem Nichts, die wirken wie einstudierte Sketche – oder stilvoll scheitern ... Ganz nach dem Gusto des Publikums. Alles ist erlaubt. Mit der Extraportion Musik. „Das Miteinander von Publikum und Bühne steht bei uns im Fokus,“ erklärt Günther. „Wir sind schnell, schrill, unberechenbar und setzen stark auf Musik. Das unterscheidet uns von vielen anderen Impro-Gruppen. Im Laufe der Jahre haben zahlreiche neue Gruppen Improvisationstheater für sich entdeckt. Das freut uns sehr, zeigt es doch, dass Impro-Theater in Hamburg immer beliebter wird.“

In den vergangenen 15 Jahren haben sich „Die Zuckerschweine“ in der Hamburger Impro-Szene einen Namen machen können. Zurzeit gehören sie mit zu den bekanntesten Gruppen der Stadt – doch auch in anderen Regionen schätzt das Publikum ihren besonderen Spielwitz. Berlin, Schwerin, Halle, Darmstadt, Warnemünde, Verden, Neustrelitz und Rostock waren nur einige Stationen der Impro-Gruppe in den vielen Impro-Jahren.

Kartenpreise:
VVK: 9,30 € (inclk. VVK-Gebühren)
AK: 10 €, keine Ermäßigung

Do 02.04.2015 jeweils um 20 Uhr - Show

„cobratheater.cobra“ zeigt:
Pyramus und Thisbe

frei nach der Oper von J. A. Hasse

Mit: Marie Sophie Richter, Lisa Schmalz, Dario Quiñones und der Stimme von Masanori Hatsuse
Regie: Benjamin van Bebber 

Musikalische Leitung: Aleksandra Laptas 

Sound Design: Dario Quiñones 

Dramaturgie: Martin Grünheit
Bühne: Lea Kissing 

Kostüme: Judith Förster
Assistenz: Calendal Klose


EIN UNGESTILLTES, UNSTILLBARES IST IN MIR; DAS WILL LAUT WERDEN. EINE BEGIERDE NACH LIEBE IST IN MIR, DIE REDET SELBER DIE SPRACHE DER LIEBE. (Nietzsche)

Der Mythos Pyramus und Thisbe: ZWEI LIEBENDE leben durch eine Wand getrennt unvereinbar nebeneinander. Ihre LIEBE - vom Vater verboten, vom Volk herbeigesehnt - wächst entgegen aller Widerstände. Ein Riss in der Wand gibt einen Ausschnitt auf die begehrte Realität des anderen frei, macht die Stimme des anderen hörbar. Sie suchen nach Wegen und Mitteln für ihr Begehren - und finden zuletzt doch den Tod. Wie schon oft scheint für die Liebenden nur die imaginäre, jenseitige Vereinigung noch möglich. Wären sie doch ein wenig auf Distanz geblieben, dann sängen sie noch heute...?
Ist es möglich mit Hilfe der Oper die Büchse der Liebe erneut und anders und immer wieder neu zu öffnen? Mit einer Wiederentdeckung von Johann Adolf Hasses bahnbrechender Oper „Piramo e Tisbe“  und im Zusammenspiel von Lautsprecher-Stimmen und singenden Körpern, wollen wir den Schablonen der Liebe auf die Haut rücken. Wie viel Nähe vertragen wir und wo - zwischen romantischen Phantasmen, entkörperlichten Internet-Beziehungen, pornografisierter Werbung und realer Begegnung - kann das stattfinden, wonach wir uns sehnen? Wo ist die Lücke im Gesetz, dass uns hemmt…? Wo ist der Riss in der Wand, die uns vom Anderen trennt...?

DAS TEAM besteht aus jungen Künstlern aus Hamburg die in verschiedenen Funktionen Teil des deutschlandweit agierenden Netzwerks cobratheater.cobra sind. „
In ähnlicher Besetzung haben wir bereits vor 2 Jahren die Oper „Dido and Aeneas“ im Forum der HfMT produziert und sind mit dem Stück in Norddeutschland mehrfach erfolgreich aufgetreten. Es ist uns daran gelegen, zeitgenössisches und experimentierfreudiges Musiktheater an Orten jenseits der etablierten Institutionen zu entwickeln, um so nicht zuletzt ein anderes Publikum für diese Kunstform zu begeistern.“
BENJAMIN VAN BEBBER:  Nach dem Studium der Theater- und Musikwissenschaft sowie Philosophie an der Universität in Frankfurt am Main, seit 2009 Studium für Musiktheaterregie an der Hamburger Theaterakademie. Die seither entstandenen Projekte bewegen sich an den Grenzen zwischen Musiktheater, Choreografie und Performance. Neben eigenen Arbeiten an der Hochschule, arbeitete er 2013 als Regiemitarbeiter an der Oper Bremen mit Laurent Chetouane an „Cosi fan tutte“. Seit 2014 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Zuletzt waren seine Inszenierungen „FATZER / KRIEG“ sowie „LENZ – eine Fluchtlinie“ in Hamburg zu sehen. Erste freie Arbeiten beim Theater Marabu Bonn, bei der Biennale Bern, sowie als Dramaturg beim Solistenensemble Kaleidoskop am Haus der Berliner Festspiele.

Gefördert durch Kulturbehörde Hamburg, Fonds Darstellende Künste e.V., Johann-Adolf-Hasse-Stiftung und die Stiftung der Freunde der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Kartenpreise:
VVK: 18,30 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 19 €, ermäßigt 12,50 €

Fr 10.04.2015 (Premiere), Sa 11.04., Fr 24.04., Sa 25.04.2015 jeweils um 20 Uhr, So 26.04.2015 um 18 Uhr

Das „Theater aus dem Nichts“ zeigt
ein Überraschungsstück
Schauspiel in russischer Sprache

Regie: Liudmilla Akinfieva.

Das in Hamburg ansässige russische Theater unter der Leitung der renommierten Schauspielerin und Regisseurin Ludmilla Akinfieva gastiert mit seinen Stücken regelmäßig im Hamburger Sprechwerk. Welches Stück aus dem Repertoire im September gespielt wird, steht z. Zt. noch nicht fest.
Weitere Infos unter www.aus-dem-nichts.de.

Kartenpreise:
AK: 12 €, ermäßigt 9 €.
Kein VVK.

So 12.04.2015 um 18 Uhr

Festival "Hauptsache Frei"

Hauptsache Frei ist neu. Mit geballter Energie fällt die Freie Szene Hamburgs im April 2015 kurz aber heftig in vier Spielstätten ein, macht sich geheimnisvolle Orte zu eigen und beweist, dass fern der renommierten Häuser künstlerische, ästhetische und inhaltliche Alternativen gelebt werden, die gesellschaftspolitische Diskurse und visionäre Kontroversen über das Schaffen im Bereich der Darstellenden Künste befeuern:
Frei von Genregrenzen und Spartendenken vereinen sich die Disziplinen und eröffnen ungeahnte Horizonte.
Frei von institutionellen Zwängen, oftmals in Abgrenzung zu verbreiteten Hierarchie-, Markt- und Marketingstrukturen entstehen Arbeitskonzepte, die verschiedenartige künstlerische Interessen zusammenführen.
Frei von inhaltlichen Einschränkungen und thematischen Spielplanzwängen werden brennende Fragen am Puls der Zeit behandelt und zur Diskussion gestellt.

Spielstätten
Unsere Spielstätten für die erste Ausgabe sind K3/Tanzplan Hamburg, Lichthof Theater, Monsun Theater und Sprechwerk. Zudem bespielen wir bei Bedarf weitere Orte.
 

11 - 13 Uhr - Sprechwerk:
Diskurs #4: Was kann und soll ein Festival der Freien Szene leisten? – Eine Auswertung

Die Festivalleitung von Hauptsache Frei im Gespräch mit Kaja Jakstat, Iris Minich, Greta Granderath, Regina Rossi, Andreas Lübbers, Julian Kamphausen und Angela Guerreiro.

Als Einstieg ins Gespräch fasst die Künstlerische Leiterin Anne Schneider die vorangegangenen Festivaltage zusammen, Julian Kamphausen (LAFT Berlin) ergänzt mit einem Rückblick auf den Branchentreff Berlin in 2014. Danach diskutieren die Anwesenden über Aufgaben und Funktionen eines Festivals der Freien Szene. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion sammelt das Festivalteam Eindrücke und Rückmeldungen von allen Anwesenden.

Eintritt frei


13:30 - 15 Uhr - Sprechwerk:
Diskurs #6: Die Freie Szene und ihre Vorreiter-Funktion

Der Dramaturg Henning Fülle schildert aus historischer Perspektive die Einflüsse der Freien Szene auf feste Theaterstrukturen, Alexander Kerlin (Schauspiel Dortmund) berichtet von den Wechselwirkungen von Freier Szene und Stadttheater, Matthias Quabbe von K3 | Tanzplan Hamburg schildert aus dem Tanzbereich kommend seine Perspektive und Marc von Henning beschreibt seinen Alltag zwischen Hochschulleben und eigenem Schaffen als freier Regisseur. Sie gehen gemeinsam mit den Anwesenden der Frage nach, was feste Häuser von der Freien Szene lernen können und wie eine Zukunft des Theaters aussehen kann, in den Dynamiken, Arbeitsweisen und Theaterformen der Freien Szene und Strukturen fester Theaterapparate eine fruchtbare Symbiose eingehen.
Moderiert von Anne Schneider.

Eintritt frei


11 - 13 Uhr - Café Smögen/ggü. Sprechwerk:
Diskurs #5: Freie Szene und digitale Welt

Gemeinsam mit Oliver Berger, Vorstandsmitglied und Evangelist der Arbeitsgemeinschaft Social Media (AGSM) Deutschland e.V. werden hier in offener Runde Visionen zukünftigen theatralen Schaffens in Kombination mit Mitteln der digitalen Medien entworfen. Angefangen von Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit über Nutzungsvarianten der sozialen Medien bis hin zur Integration verschiedener Techniken in Inszenierungen, Livestreams, etc. sind den utopischen Entwürfen keine Grenzen gesetzt.

Eintritt frei, Anmeldung unter anmeldung@hauptsachefrei.de bis zum 31.03.15 (begrenzte Teilnehmerzahl)


13 - 15 Uhr - Café Smögen/ggü Sprechwerk:
Freiraum #7: Förderung der Darstellenden Künste in Berlin und Hamburg. Eine Auftaktveranstaltung

In geschlossener Runde sind Vertreter_innen der Kulturbehörde Hamburgs, des Berliner Senats, des Elbkulturfonds und des Hauptstadtkulturfonds eingeladen, sich über Herausforderungen, Möglichkeiten und Probleme der stadteigenen Förderstruktur auszutauschen. In dieser ersten Runde, an der auch Vertreter_innen der Dachverbände teilnehmen, soll der Grundstein für weiterführende Austauschformate gelegt werden, an denen sich perspektivisch die wichtigen Förderinstitutionen des deutschsprachigen Raumes beteiligen. Auf diese Weise hoffen wir, die jeweiligen Arbeitsprozesse und Verfahrensweisen optimieren und den Dialog mit der Freien Szene befeuern zu können.
Moderiert von Nina Klöckner und Janina Benduski (LAFT Berlin)

Geschlossene Veranstaltung


15 - 20:30 Uhr - Sprechwerk:
KBB / Künstlerisches Bedarfsbüro
Von: Harder&Schultz

 
Mit: Marie-Alice Schultz, Joy Harder.

Nach vier Arbeitstagen legt das „Künstlerische Bedarfsbüro“ Rechenschaft über die abgelaufene Geschäftszeit ab: Wo konnte geholfen werden, welche Bedarfslücken wurden identifiziert, welche künstlerischen Strategien der Fürsorge konnten entwickelt werden? Neben der regulären Öffnungszeit kann man heute auf die Präsentation der Ergebnisse (jeweils um 17:00 Uhr und 20:00 Uhr) gespannt sein.

Eintritt frei


16 Uhr - Sprechwerk:
Your Outside is in and your Inside is out

Choreografie, Tanz: Ursina Tossi
. Tanz: Nora Elberfeld, Angela Kecinski
. Dramaturgie: Anja Winterhalter
. Lichtdesign: Lars Rubarth. 
Bühne: Azizah Hocke
. Kostüm: Letycia Rossi
. Mentor: Melanie Zimmermann, Angela Guerreiro.

Menschen, die sich wie Tiere bewegen, Maschinen, die sich wie Menschen bewegen, Tiere, Chatbots, die sich über mögliche Körper unterhalten. Wie Blicke Bewegungen erzeugen und organisieren können und wie mediale Vermittlung von Bewegung selbst Bewegung generiert, wird von drei Tänzerinnen choreografisch thematisiert. In der Auseinandersetzung mit Filmen, die die Bewegungen von Tieren und Robotern in Szene setzen und den aktuellen Bewegungen des Publikums entsteht ein permanentes Kippen von Innen- und Außenansichten.
Gefördert von der Hamburger Kulturbehörde und ArtEZ.

Ursina Tossi studierte Tanz und Philosphie in Mannheim/Ludwigshafen und den MA of Choreography an der ArtEZ in Arnhem. Sie arbeitete u.a. mit Aki Kato, Filip van Huffel, Tamaki Serizawa und Angela Guereirro zusammen, erhielt 2011 das DanceWEB scholarship (Impuls Tanz Festival, Wien) und war 2012 Residenzchoreografin auf K3 | Tanzplan Hamburg.

Kartenpreise:
12 €, ermäßigt 8 €


18 Uhr - Sprechwerk:
Mein Gammelfleisch. Eine Verfallsstudie
Von Theater Plan B

 
Regie: Chris Weinheimer
. Ausstattung: Katharina Philipp
. Mit: Karl-Heinz Ahlers, Thomas Esser, Hartmut Fiegen, Andrea zum Felde.

2015, ein Jahr der Freude, ein Grund zum Feiern! Vor genau 20 Jahren begann die gemeinsame Theaterarbeit von Karl‐Heinz Ahlers, Thomas Esser und Hartmut Fiegen. Das anstehende Jubiläum ist Anlass für eine Bestandsaufnahme. Wo stehen wir heute mit unserer Kunst? Welchen Wert, welche Relevanz hat unsere Arbeit? Wo ist unsere Position im deutschen Theatergeschäft? Interessiert sich überhaupt noch jemand für uns in einer Theaterwelt, die immer mehr den Gesetzen der Popkultur und den diesen entsprechenden Marktmechanismen zu unterliegen scheint?
Gefördert vom Land Niedersachsen, von der Kulturbehörde Hamburg und der Stadt Hildesheim.

Karl-Heinz Ahlers, Thomas Esser und Hartmut Fiegen gründeten Theater Plan B während ihres Studiums der Kulturwissenschaften und Ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim. Neben ihren Arbeiten im Off-Theater-Bereich sind Ahlers, Esser und Fiegen zudem an Stadt- und Staatstheatern in ganz Deutschland als Regisseure, Schauspieler und Schauspielmusiker tätig.

Kartenpreise:
12 €, ermäßigt 8 €


21 Uhr - Sprechwerk:
The Winning Team Competition!

Choreografie, Performance: Helen Schröder, Ekaterina Statkus.

Das Duett „The Winning Team Competition“ geht in die nächste Runde. Nachdem die Performerinnen Helen Schröder und Ekaterina Statkus im vergangenen Jahr den Titel der „Besten Nachwuchs- Choreografinnen 2014“ in Hamburg gewannen, möchten sie nun den „Hamburger Performance-Pokal 2015“ mit nach Hause nehmen. Dabei orientieren sich die beiden Nachwuchschoreografinnen an den Größen des Tanztheaters und den Stars der Performancekunst.

„The Winning Team Competition!“ entstand im Rahmen der Limited Edition auf K3 | Tanzplan Hamburg. Helen Schröder und Ekaterina Statkus sind ein deutsch-russisches Duett aus Moskau und Leverkusen. Zusammen sind sie 60 Jahre alt. Neben der Frage, was einen großen Künstler ausmacht, interessieren sie sich für Shostakovic, Haka, Nijinski, Tanztheater, Aliens, Wes Anderson, die Documenta, Team-Building, den Epic-Split, Poesie, FTK und die Texte Alexander Kluges aus „Der unterschätzte Mensch“.

Weitere Informationen unter: www.haupsachefrei.de

Kartenpreise:
12 €, ermäßigt 8 €

Festivaltag im Sprechwerk: Sa 18.04.2015

Periplaneta Verlag Berlin und zebren promotions Wien präsentieren:
Ben Everding:
"Wir müssen die Mühle unseres Vaters verkaufen"

Ben Everding, lyrisch-sardonischer Sprachwandler zwischen den Welten, reinkarniert die große, und die ganz große Weltliteratur.

Für das zweite, kulturparodistische Bühnenprogramm "Wir müssen die Mühle unseres Vaters verkaufen" wurden vermeintlich vergessene Texte und Lieder ausgewählt, die alle eines gemeinsam haben: Sie suggerieren, die Existenz eines alten philologischen Themas, welches der Leserschaft tragischerweise fast völlig aus dem Bewusstsein geraten ist!
Denn neben abgenudelten Themen wie Liebe und Krieg und Selbsterhellung, habe die "Mühle" und dramaimmanent ihre "Veräußerung" einen überaus exaltierten Stellenwert in unserem kulturellen Leben! - Das ist natürlich alles Phantasterei und Allotria, aber charmant-schrullig und groteskwitzig deklamiert.

Zwischen Verehrung und Verhonepipelung oszillierend, zelebriert der Sprachwandler und Imitator Ben Everding wie sich wohl etablierte Weltliteraten, wie von Goethe, Brecht, Kafka und Konsorten, sich diesem Pseudothema "Wir müssen die Mühle unseres Vaters verkaufen" angenommen hätten.

"Everding imitiert nach Lust und Laune mal die Charaktere, mal die Handlung, [...] was zeigt, was für ein Multitalent Ben Everding selbst ist. Ein Geniestreich." Bergedorfer Zeitung, Mai 2014

Stimmlich trianguliert mit Helmut Qualtinger und Screamin' Jay Hawkins, ist vor Everdings sarkastisch-komödiantischer Klamaukkunst niemand sicher.

Weitere Pressestimmen:

"Universalkünstler Ben Everding lädt mit seinem Bühnenstück zu einem wilden musikalischliterarischen Ritt ein. Everding ist die geborene Rampensau. Nicht verpassen!" Simone Niemann, Stadtkind Hannover, Mai 2013

"Sofort wurde klar, welch ein begnadeter Erzähler Everding ist. Geistreich, frech und temporeich; wofür er herzhaften Applaus erntete. Am Ende sind die Besucher begeistert." Anneliese Till, Augsburger Allgemeine, Mai 2012

"Everding liest sein Prosastück stehend, zieht immer wieder an seiner Zigarette und lässt es durch theatralische Gesten fast zum Schauspiel werden." Rhein Main Presse, Dezember 2011

"Ein begnadeter Comedian." Markus Michalek, mucbook, Januar 2011

"Lesen ist eine Kunst und Everding beherrscht sie." Jacqueline Moschkau, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Mai 2010

Ben Everding (*1983) ist Erzähler, Autor, Rock'n'Roll-Musiker, Schauspieler, Freelancer, Sprachwandler, Rolling Stone, Querulant, Schnoppentost, Zaubertrickser, Auto- und Meritokrat. 2010 erscheint das Romandebüt "O VANITAS VANITATES" (juliefunny Verlag). Letzteres arbeitet er zusammen mit der Sängerin und Komponistin Vera Mohrs zum international gastierenden Bühnenstück "Von Piano & Papier" aus. 2012 schreibt er mit dem Augsburger Pianisten Sebastian Jiro Schlecht (u.a Max Prosa, David LeMaitre) das lyrisch-zynische Programm "Wir müssen die Mühle unseres Vaters verkaufen". Im selben Jahr erscheint die dazugehörige Live-CD, mit u.a. der US-Trashblueslegende Tav Falco (Himself!) als Stargastsprecher. 2014 veröffentlicht der Periplaneta Verlag Berlin eine erweiterte Fassung der parodistischen Literaturanthologie als Buch sowie Hörbuch. Das Vorwort steuert die Wiener Kulturgestalt, der Publizist und Moderator, Hermes Phettberg bei.

Ben Everding ist nicht verheiratet und hat keine Kinder, aber manchmal hört der Nachbar nebenan laut Ghettorap.

Kartenpreise:
VVK: 18,30 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 19 €, ermäßigt 12,50 €

Mo 20.04.2015 um 20 Uhr

"hardt attacks" zeigt:
Schlachthof 5
nach dem Roman von Kurt Vonnegut

Mit: Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer.
Regie: Wenke Hardt

Ausstattung: Alexander H. Schulz

Choreographie: Eli Ho

Dramaturgie: Daniela Holtz

Billy Pilgrim wird durch eine Nahtoderfahrung im 2. Weltkrieg zum Zeitreisenden wider Willen. Er kann im Gefangenenlager 1945 auf die Latrine gehen und 1952 in seiner Hochzeitsnacht wieder herauskommen – und umgekehrt. Es ist ein Fluchtmechanismus, der ihm hilft, den Krieg zu ertragen, aber gleichzeitig seine Seele entwurzelt. Billy lebt in einem Zustand stetigen Lampenfiebers, weil er nicht weiß, in welche Zeit seines Lebens er als nächstes geworfen wird. Seine Psyche macht mit ihm, was sie will. Die moderne Odyssee eines Kriegstraumatisierten, der unfreiwillig vom zerbombten Dresden über Amerika bis auf den Planeten Tralfamadore und wieder zurück reist. Eine Produktion von hardt attacks.

Pressestimmen (Auswahl)

Zur Arbeit von hardt attacks:
„Im Vorjahr war es Wenke Hardt mit ihrer Gruppe hardt attacks, die mir auffiel: Zuerst David Harrowers „Messer in Hennen“ (die Inszenierung musste sich nicht hinter der 1998 mit einem Luft-Preis ausgezeichneten Inszenierung von Thomas Ostermeyer verstecken), dann mit einer zweiteiligen Adaption von Agota Kristofs Roman „Das Große Heft“ – eine sehr sensible, poetische Erzählung mit sparsamen Mitteln und ohne jeden modischen Schnickschnack, ganz auf die Präsenz des kleinen engagierten Ensembles vertrauend“
THEATER DER ZEIT 2010

Zu SCHLACHTHOF 5:
Die Regisseurin Wenke Hardt hat gemeinsam mit ihren Schauspielerinnen Claudia und Monika Wiedemer Kurt Vonneguts Antikriegsroman „Schlachthof 5“ derart plastisch in Szene gesetzt, dass man sich selbst am Handlungsort zu befinden glaubt. Hardt und ihren Performerinnen ist so etwas Seltenes wie eine von Tragik und Leid durchschossene Farce gelungen. Sie erzählen von einem, der mehr schlecht als recht ausgerüstet über die Kriegsbühnen stolpert und der so desolat wird, dass sogar sein Zeitempfinden sich auflöst. Pointiert gespielt, ohne falsches Pathos, ohne billige Anklagen, aber mit einer pragmatischen Gelassenheit, die umso schwärzer wirkt, je pragmatischer und gelassener sie wird “ ZITTY 2013

Monika Wiedemer hüllt sich in jede Rolle wie in ein maßgefertigtes Kleidungsstück. Und Claudia Wiedemer weiß die chaotisch anmutende Abfolge von galaktischen Auftritts- und Handlungsorten ihres von Zeitsprüngen heimgesuchten Protagonisten als geradezu zwangsläufig darzustellen. Eine gelungene szenische Studie zu Zeitstrukturen im Krieg. NEUES DEUTSCHLAND 2013

Claudia & Monika Wiedemer zeigen die Verwirrung des Patrioten Pilgrim aus New York City in einem phasenweise rein energetischen Dialog. Sie erscheinen in weißen Overalls nicht martialisch, ihre Kostüme spielen vielmehr eine pathologische Dimension an – die Krankenakte als Klamotte […]
Die Spielerinnen erzählen. Sie wechseln Ebenen wie Turner die Holme. Auf einer Ebene verschmelzen traumatische Szenen mit dem Nachkriegserfolg eines Brillenfachmannes, der sich so gebettet hat, dass es reicht für wohlig situiert. Der bürgerliche Erfolg verhöhnt den Gefangenen wie er zusammengepfercht im Viehwaggon zehn Tage durch eine einzige Nacht geschleust wird. LIVEKRITIK: Jamal Tuschick, 30.06.2014

Kartenpreise:
VVK: 18,30 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 19 €, ermäßigt 12,50 €

Do 23.04.2015 um 20 Uhr

Heart
Tanzprojekt von Lise Pauton & Sebastiano Toma

Darstellerin: Lise Pauton
Regie: Sebastiano Toma
Choreography consulting: Véronique Paton
Sounds: Léo Plastaga
Lights: Jean-Luc Maurs
Production: Sebastiano Producions; RaieMantaCompagnie
Coproduction: Pole Nationale Cieque Jules Verne

Das menschliche Herz pumpt in 70 Jahren 250 Millionen Liter Blut durch unseren Körper. Aber wie viele Emotionen muss es aushalten? Die Unruhe der Gefühle. Das unkontrollierte Klopfen. Der Stich, der die Freundschaft verbluten lässt. Der süße Windstoß, der die Trauer davonjagt. Der Brief, die Nachricht, die Musik ...... Die Freude .....
Das zentrale Organ der Gefühle ist nicht einer Zeitrechnung zuzuordnen, so wie die Gefühle, die das Herz betreffen, zeitlos sind. Das Herz vergisst nicht ....
Was ist, wenn wir uns nur von unserem Herzen leiten lassen und die Ratio unseres Denkens ausschalten. Sind wir dann animalisch oder primitiv? Wenn ein Kind von einer Mauer herunterfällt, dann brauchen wir kein Gehirn, keine Überlegung. Wir fangen es instinktiv auf, denn das Herz handelt instinktiv. Wie viele Entscheidungen kann ich dem Gefühlsorgan und wie viele dem rationalen Gehirn, das ja unter den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen steht, überlassen?
Tanz, Artistik und Mimik verschmelzen mit der Musik aus vielen Epochen zu einer eigenen lebendigen Sprache. HEART ist ein expressionistischer Parcours, der Einblicke in das Herz einer Frau gibt, ohne es dabei zu sezieren oder zu verletzen und doch ist es eine Operation am offenen Herzen.

Kartenpreise:
VVK: 19,40 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 20 €, ermäßigt 12,50 €

Di 28.04.2015 um 20 Uhr
 

"Tanzorchester Suse Tietjen" zeigt:
that which happens of itself

TänzerInnen: Lise Bang, Sahra Bazyar, Jamila Franzen, Josefin Freier, Ann-Kathrin Feodora Johanna Gomolzig, Lea Heuer, Melanie Holt, Katharina Jacobsen, Ronja Kasemi, Kristina Krieger, Finja Kümmel, Lena Lindenberg, Juliana Pestka, Irma Preller, Andrea Rattke, Sarah-Maria Scheffler, Alexander Varekhine, Malena Völker, Fiona Zinder.

Eine tänzerische Collage über das Träumen, Fallen, Wachsen und Verwandeln. Eine Fabel über das Sterben und Geborenwerden. Ein Lobgesang an die Natur.

Die neue Produktion des Tanzorchesters that which happens of itself befasst sich mit den Kräften der Natur. Fasziniert von dem Chinesischen Begriff Zìrán (Chinesisch: 自然), der wörtlich so-aus-sich-heraus, von-selbst-so bzw. natürlich, spontan bedeutet, verwebt die Choreografin Suse Tietjen Gedanken um die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Natur mit Themen aus dem 1865 erschienen Kinderbuch Alice im Wunderland von Lewis Carroll. In einer Traumwelt zwischen Schwebezustand und Aufprall, Wachstum und Stillstand, erleben die TänzerInnen eine Metamorphose, die nahelegt, dass zuweilen etwas los- und zurückgelassen werden sollte, um neues Leben emporzubringen.

Das Tanzorchester Suse Tietjen ist eine junge Hamburger Tanzkompanie, die sich seit 2011 ein festes Publikum und ein umfangreiches Repertoire erarbeitet hat. Hierbei spezialisiert sich das Ensemble auf Kollaborationen mit Künstlern diverser Sparten: Autoren, Musiker, Architekten, bildende Künstler, Grafiker und Fotografen. Suse Tietjen erhielt ihre Tanzausbildung an der Erika Klütz Schule für Theatertanz und Tanzpädagogik. Von 2012-2014 absolvierte sie außerdem einen Master of Fine Arts in Choreography an der University of Roehampton in London, UK, den sie mit Auszeichnung abschließ. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Tanzpädagogin und Choreografin parallel in Hamburg und London. Die TänzerInnen des Tanzorchesters sind Absolventen bzw. Schüler der Erika Klütz Schule sowie der Contemporary Dance School Hamburg. Sie arbeiten als freischaffende Tanzpädagogen, TänzerInnen und Choreografen in und um Hamburg.

Kartenpreise:
VVK: 17,20 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 18 €, ermäßigt 12,50 €

Fr 01.05.2015 (Premiere), Sa 02.05. jeweils um 20 Uhr, So 03.05.2015 um 18 Uhr

BASF startet Innovation-Wettbewerb zu Energiespeicherung - sonnenseite.com

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Ideen können bis zum 2. Juni 2015 eingereicht werden,
Gewinner erwartet Preisgeld von 100.000 € und die besten Konzepte sollen
als Forschungsprojekt mit BASF umgesetzt werden. 

Ontario vollzieht Umwandlung zweier Kohlekraftwerke in Biomasseanlagen - sonnenseite.com

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Die kanadische Provinz verzichtet komplett auf die Stromgewinnung durch Kohle.

Musen-Küsse für Strompreis-Hypochonder - sonnenseite.com

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Nun, Stromsparen ist ja auch eine tolle Sache fürs Klima
und zur Schonung der Ressourcen. Aber auch hier darf Teilentwarnung gegeben
werden, für alle, denen es egal ist, dass sie (im Bundesdurchschnitt) 70,- €
jährlich zum Fenster hinauswerfen, weil sie keine Lust haben, die
Standby-Schalter ihres e-Geräteparks abzuschalten. Hierzulande macht der
Stromverbrauch in den Haushalten nämlich gerade mal ein gutes Viertel des
gesamten Verbrauchs aus. 

Stabiles Stromnetz trotz Energiemix - sonnenseite.com

Stabiles Stromnetz trotz Energiemix - sonnenseite.com



Zugunsten der erneuerbaren Energiequellen will
Deutschland aus der Kernenergie aussteigen und sich von fossilen
Energieträgern lösen.

Solarstomanlage für Kinderkrankenhaus in Haiti stößt auf weltweites Interesse - sonnenseite.com

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Regenerative Energien - eine Alternative für Haiti

China: Zehn solare Gigawatt neu installiert - sonnenseite.com

China: Zehn solare Gigawatt neu installiert - sonnenseite.com



Ein Viertel des weltweiten Zubaus bei Photovoltaik-Anlagen fand 2014 in China statt.

Fleischproduktion 2014 auf Höchststand - sonnenseite.com

Fleischproduktion 2014 auf Höchststand - sonnenseite.com



Im Jahr 2014 wurde in deutschen Schlachtunternehmen so viel geschlachtet wie noch nie.

Wie aus Schadstoffen Wertstoffe werden - sonnenseite.com

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Fähigkeit biogasbildender Mikroorganismen bisher unterschätzt. 

Ein Viertel mehr Kohlendioxid bis 2035 - sonnenseite.com

Ein Viertel mehr Kohlendioxid bis 2035 - sonnenseite.com



Auch noch in 20 Jahren dominieren die fossilen Energien die Welt im Energiebereich, wenn sich keine radikale Änderung vollzieht.

Hochwertiges Papier und Karton aus landwirtschaftlichen Abfällen - sonnenseite.com

Hochwertiges Papier und Karton aus landwirtschaftlichen Abfällen - sonnenseite.com



PaperWise produziert hochwertiges Papier und Karton, das die Umwelt dauerhaft entlasten soll.

Wie viel Stickstoff ist zu viel? - sonnenseite.com

Wie viel Stickstoff ist zu viel? - sonnenseite.com



Stickstoffeinträge aus der Luft sind in der Schweiz zu hoch und schädigen naturnahe Ökosysteme.

Sprit aus Abfällen soll Jobs schaffen - sonnenseite.com

Sprit aus Abfällen soll Jobs schaffen - sonnenseite.com



Europas Verkehrssektor könnte deutlich klimafreundlicher werden, wenn mehr Abfälle zu Agrosprit umgewandelt würden.

Kein Sekt ohne Selters: Der Energiewende fehlt Wasserkraft

Kein Sekt ohne Selters: Der Energiewende fehlt Wasserkraft



Kaum jemand spricht über Wasserkraft. Angesichts des riesigen
Potenzials zur Stromerzeugung sollte man dies aber schnellstmöglich
ändern.

Sahra Wagenknecht: Merkels Starrsinn kostet deutsche Steuerzahler Milliarden

"Jeder vernünftige Mensch weiß, dass Griechenland endlich einen Schuldenschnitt und eine Reaktivierung der eigenen Wirtschaft braucht, ganz sicher aber keine weiteren Kürzungsdiktate, die das Land noch tiefer in die Krise treiben. Das ganze Reformlisten-Hickhack hat lediglich das Ziel, davon abzulenken, dass es die deutsche Bundesregierung unter Merkel und Schäuble und die europäischen Institutionen waren, die seit 2010 über 200 Milliarden an europäischen Steuergeldern veruntreut haben, um die Schulden eines überschuldeten Landes bei den Banken zu bezahlen und die das Land zugleich mit ihren Auflagen in eine immer dramatischere Krise getrieben haben", kommentiert Sahra Wagenknecht die Diskussionen um die neue Reformliste. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Nach wie vor will die Bundesregierung mit allen Winkelzügen verhindern, dass der demokratisch legitimierte Wille der griechischen Bevölkerung nach einer sozial gerechteren Politik und der Belastung der griechischen Oberschicht anstelle weiteren Sozialabbaus umgesetzt wird. Es ist daher völlig absurd, wenn sich jetzt Hinterbänkler aus der Union darüber aufregen, wenn sich die griechische Regierung nach kooperativeren Geldgebern umsieht. Mit ihrer undemokratischen Verweigerungsstrategie schaufelt die Bundesregierung dem deutschen Steuerzahler ein Milliardengrab. Nur bei einer radikalen Abkehr von der gescheiterten Bankenrettungs- und Kürzungspolitik wird Griechenland irgendwann wenigstens einen Teil seiner Schulden zurückzahlen können."

CDU macht falsche Job-Versprechen für TTIP: foodwatch fordert Korrektur von Parteibroschüre - Offener Brief an Angela Merkel und Peter Tauber

 

Berlin, 30. März 2015. Job-Aussichten aufgebauscht: Mit fehlerhaften Zahlen wirbt die CDU in Parteibroschüren und Interviews für das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Die Verbraucherorganisation foodwatch forderte Parteichefin Angela Merkel und Generalsekretär Peter Tauber in einem Offenen Brief auf, die Angaben zu korrigieren.

In einer CDU-Broschüre über die "Bedeutung und Inhalte von TTIP" heißt es: "Die Schätzungen über zusätzliche Arbeitsplätze in der EU reichen von 400.000 bis 1,3 Millionen." Eine Aussage, die nachweislich falsch ist. Richtig ist: Beide genannten Zahlen gehen auf das Münchener ifo-Institut zurück. Dabei sind 400.000 zusätzliche Arbeitsplätze jedoch keineswegs die Untergrenze der Schätzungen, sondern der Höchstwert in einer von zwei ifo-Studien. Er ist berechnet worden für ein hypothetisches TTIP-Szenario, über das das ifo-Institut selbst schreibt: "Hier handelt es sich um ein sehr optimistisches Szenario, welches erhebliche Unsicherheiten involviert." Bei den 1,3 Millionen Jobs EU-weit handelt es sich um den Höchstwert einer noch optimistischeren Berechnung für ein hypothetisches Szenario einer zweiten ifo-Studie. Insgesamt beginnen die Schätzungen für alle TTIP-Szenarien bei rund 12.000 (!) zusätzlichen Stellen EU-weit. Der falsche Eindruck, den Leser der CDU-Broschüre gewinnen müssen, ist, dass die EU in jedem Falle mindestens 400.000 zusätzliche Jobs durch TTIP zu erwarten hätte.

foodwatch forderte die CDU zur Korrektur der Aussagen bis zum 8. April auf. In dem Offenen Brief schrieb foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode: "Wir vermissen eine aufrichtige Abwägung von Chancen und Risiken. Vielmehr haben wir die Wahrnehmung, dass die CDU über die Risiken nicht ernsthaft diskutiert, die Chancen des Abkommens dagegen aufbauscht."

In der genannten Broschüre, erstmals veröffentlicht im Juli 2014, (www.cdu.de/artikel/bedeutung-und-inhalte-transatlantisches-freihandelsabkommen-eu-usa) heißt es auch, in Deutschland würden durch TTIP "bis zu 200.000" Arbeitsplätze neu entstehen. So äußerte sich auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber gegenüber Medien (www.handelsblatt.com/politik/deutschland/debatte-um-freihandelsabkommen-cdu-will-jetzt-bei-ttip-mehr-profil-zeigen/10734606.html). Auch diese Behauptung kritisierte foodwatch als manipulativ. Sie rundet die optimistischste Schätzung aus den ifo-Studien (die sich für Deutschland auf rund 181.000 zusätzliche Jobs belaufen) nicht nur großzügig auf. Vielmehr bezieht sich auch diese Zahl auf den Höchstwert für das optimistischste, mit erheblichen Unsicherheiten behaftete, hypothetische Szenario einer ifo-Studie. Niedrigere Schätzungen aus anderen Szenarien verschweigt die CDU ebenso wie die vom ifo-Innstitut selbst genannten "Unsicherheiten" und den Umstand, dass es sich bei all den genannten Zahlen um mögliche Gesamteffekte handelt, die nach 10 bis 15 Jahren eintreten könnten. Der jährliche Effekt wäre also ohnehin erheblich geringer.

"Die CDU pickt sich die höchsten Zahlen heraus, bauscht diese noch zusätzlich auf, verschweigt wesentliche Einschränkungen und Informationen zur Einordnung: Wer so agiert, informiert nicht aufrichtig über mögliche Beschäftigungseffekte von TTIP. Offenbar geht es darum, die Öffentlichkeit zu manipulieren", kritisierte Lena Blanken, Volkswirtin bei foodwatch.

In den vergangenen Wochen hatten bereits zunächst der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft falsche Angaben zu möglichen wirtschaftlichen Effekten von TTIP korrigieren müssen. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) reagierte in der vergangenen Woche auf einen Offenen Brief von foodwatch: Er überarbeitete eine fehlerhafte Internetseite und löschte ein Redemanuskript von VDA-Präsident Matthias Wissmann, in dem dieser ebenfalls Falschinformationen über die Studien zu TTIP verbreitet hatte.

Um die Auswirkungen von TTIP auf demokratische Prozesse zu thematisieren, startete foodwatch heute eine E-Mail-Aktion unter www.ttip-bundestag.foodwatch.de. Darin können sich Bürgerinnen und Bürger direkt an ihre Wahlkreisabgeordneten wenden.

Links:
- E-Mail-Aktion - Bürger befragen ihre Abgeordneten zu TTIP: www.ttip-bundestag.foodwatch.de
- Fragen & Antworten zu TTIP: www.ttip-faq.foodwatch.de

Buchtipp:
Thilo Bode: "Die Freihandelslüge. Warum TTIP nur den Konzernen nützt - und uns allen schadet", DVA 2015, 272 Seiten, 14,99 Euro - "Eine eindrucksvolle Philippika" (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung) - Mehr Infos zum Buch: bit.ly/1zeO3op  
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