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31. August 2017

Greenwashing – vermeintliche Naturkosmetik im Test | BIORAMA

Greenwashing – vermeintliche Naturkosmetik im Test | BIORAMA



Green sells well. Daher verstecken sich viele konventionelle Kosmetikhersteller hinter einer grünen Fassade. Die App CodeCheck hilft, Greenwasher zu entlarven. Wir haben den Test gemacht.

Unu: Das rosa Einhorn unter den Elektrorollern | BIORAMA

Unu: Das rosa Einhorn unter den Elektrorollern | BIORAMA



Das gleichnamige Berliner Start-Up verkauft mit dem Unu einen attraktiven Elektroroller, der großteils überzeugt und viel Freude macht.

Hochradioaktiver Atommüll: Wie lange hält der Castor dicht? USA haben nachgesehen – | umweltFAIRaendern.de

Hochradioaktiver Atommüll: Wie lange hält der Castor dicht? USA haben nachgesehen – | umweltFAIRaendern.de



Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Atomabfälle wird deutlich länger als die bislang genehmigten 40 Jahre dauern. Für diesen Zeitraum haben staatliche Stellen und Gutachter den zur Zwischenlagerung eingesetzten Castor-Behältern Sicherheit attestiert. Das meint: Die Behälter bleiben dicht, die Einbauten und die Brennelementehüllen stabil. Doch was tatsächlich mit und in solchen Castorbehältern passiert, ist kaum bekannt. Bislang gibt es nur sehr wenige reale Untersuchungen, die Auskunft darüber geben können, ob Annahmen und Rechenmodelle mit der Realität übereinstimmen – oder nicht. Nachgesehen wurde bislang kaum. Ein mit abgebrannten Brennelementen beladener Castor ist 2000/2001 nach einer Lagerzeit von 15 Jahren in den USA geöffnet und untersucht worden. In Deutschland werden nicht nur abgebrannte Brennelemente, sondern auch hochradioaktive Glaskokillen zwischengelagert. (Foto: Castor im Zwischenlager Brunsbüttel, Vattenfall)

Forsa-Umfrage zu Elektromobilität und Ökostrom: Wo die Deutschen irren, wo sie richtig liegen und was sie wollen


Elektroauto: Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig für bessere Ökobilanz (copyright: mauritius images/Cultura/Monty Rakusen) 
Quellenangabe: "obs/Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH"

Hamburg (ots) - Hat ein mit dem heutigen deutschen Strommix geladenes E-Auto eine bessere Öko-Bilanz als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor? Brauchen wir einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien? Und welche Voraussetzungen muss die Politik für wirkungsvollere Elektromobilität schaffen? Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg ließ nachfragen und deckt Irrtümer, Wahrheiten und Notwendigkeiten auf.

Die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 sechs Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Das Programm der Grünen sieht sogar vor, ab 2030 nur noch abgasfreie Neuwagen zuzulassen, und Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) fordert eine EU-Quote für Elektroautos. Bei vielen Meinungsverschiedenheiten zur Umsetzung verfolgen alle politischen Lager das Ziel, Autos mit Verbrennungsmotoren schrittweise abzuschaffen, um Treibhausemissionen zu verringern. Doch wie viele Emissionen erzeugen Elektrofahrzeuge tatsächlich im Vergleich zu Verbrennungsmotoren? Wie schätzen Bundesbürger dies ein? Was sollte die Politik tun? Aktuelle Ergebnisse liefert eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag des Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) zum Thema Elektromobilität und erneuerbare Energien.

Falsch: Heutige E-Autos haben immer eine bessere CO2-Bilanz als Verbrennungsfahrzeuge

Jeder dritte Bundesbürger glaubt, dass Elektroautos, die mit dem derzeitigen Strommix aus rund einem Drittel Strom aus erneuerbaren Energien und zwei Drittel Strom aus konventionellen Gas- und Kohlekraftwerken betrieben werden, bessere Treibhausemissionen aufweisen als Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Das stimmt zwar bezogen auf den CO2-Ausstoß in Gramm pro Kilometer, wenn nur der für das Fahren benutzte Strom mit dem Spritverbrauch verglichen wird. Bezieht man allerdings die CO2-Bilanz der Herstellung für den Akku-Speicher mit ein, steht das Elektrofahrzeug weniger gut da. Eine Untersuchung im Auftrag der staatlichen Schwedischen Energieagentur ergab kürzlich, dass mit dem heutigen Stand der Technik bei der Akkuproduktion zwischen 3,7 und 20 Tonnen CO2 entstehen. Das bedeutet, dass ein in Deutschland mit konventionellem Strom geladenes E-Auto in der Gesamt-CO2-Bilanz schlechter abschneidet als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Nur mit 100 Prozent Ökostrom betankt, erreicht ein E-Auto, abhängig von Fahrzeugtyp und Batteriegröße, laut der schwedischen Studie nach etwa drei bis acht Jahren eine bessere CO2-Bilanz.

Richtig: Schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien notwendig

"85 Prozent der Befragten meinen, der Ausbau erneuerbarer Energien müsste noch beschleunigt werden, um zu erreichen, dass alle der geplanten sechs Millionen Elektroautos mit Ökostrom fahren können. Diese Ansicht deckt sich mit unserer Wahrnehmung, dass die Sektorenkopplung zwischen Strom- und Mobilitätssektor ökologisch nur Sinn ergibt, wenn ausreichend grüner Strom verfügbar ist", sagt Jan Rispens, Geschäftsführer vom Cluster Erneuerbare Energien Hamburg.

Wichtig: Voraussetzungen für mehr Elektromobilität

Dem schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien misst die Mehrheit der Befragten außerdem eine weitere wichtige Funktion zu: 70 Prozent sehen darin eine Grundvoraussetzung für die vermehrte Verbreitung von Elektroautos. "Diese Aussage zeigt sehr deutlich, dass es hierzulande ein hohes Bewusstsein für das Thema Energiewende im Zusammenhang mit Elektromobilität gibt", kommentiert Jan Rispens. "Staatliche Förderung oder kostenloser Strombezug spielen als Kaufanreiz hingegen eine geringere Rolle."

Darüber hinaus hält die Mehrheit der Befragten eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur (90 Prozent), eine Reichweite von Elektroautos von mindestens 500km (83 Prozent) sowie keinen oder nur einen geringen Preisunterschied zu Autos mit herkömmlichem Antrieb (80 Prozent) für zentrale Bedingungen für den Erfolg von Elektromobilität.

Nach eigenen Angaben bezieht bereits etwa ein Drittel der Befragten im Haushalt Ökostrom, zwei Drittel beziehen konventionellen Strom. "Jeder Haushalt kann auch heute schon Ökostrom nutzen, um seine Klimabilanz zu verbessern. Und viele Haushalte tun dies heute bereits. Aber jeder, der in den kommenden Jahren sein Elektrofahrzeug zu Hause laden will, sollte für seine Klimabilanz vorher unbedingt auf Ökostrom umsteigen", so Jan Rispens weiter.

Über das EEHH-Cluster

Seit der Gründung 2011 haben sich über 190 Mitgliedsunternehmen und -institutionen aus der Metropolregion Hamburg im Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH-Cluster) zusammengeschlossen. Ziel ist es, in diesem Netzwerk die Kompetenzen der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen zu bündeln und die Zusammenarbeit im Bereich der Ernereubaren Energien zu stärken und zu fördern. Ein Schwerpunkt des EEHH-Clusters bildet die Windenergie an Land und See. Weitere Informationen zum Cluster: www.eehh.de

Solar Wege- und Platzbeleuchtung von luis energy als wirtschaftliche und energiesparende Lösung




Hamburg (ots) - Smarte Straßenlaternen mit Solarenergie umweltfreundlich und intelligent

Alle Welt redet von der Energiewende, mit der luis energy Solar SP35W Straßenlaterne ist die Zukunft in der Gegenwart angekommen. Strom aus einem herkömmlichen Kraftwerk ist für eine solche die Sonnenenergie nutzende Straßenbeleuchtung kein Thema mehr. Kommunen, die angesichts klammer Kassen Kosten sparen und gleichzeitig ein Signal in Richtung Öko-Bewusstsein setzen wollen, schlagen mit der Anschaffung dieser kabelfrei mit Solarenergie gespeisten Straßenlaternen zwei Fliegen mit einer Klappe. Intelligent im Sinne von Smart Energy ist die clevere Straßenlaterne ebenfalls: Sie merkt per aktiver Bewegungserkennung, ob sich jemand im Einzugsbereich der Laterne befindet, und gibt nur dann zu 100 Prozent alles an Leuchtkraft, wenn sie eine Bewegung registriert. Ansonsten fährt die luis energy Solar Straßenlaterne gewitzt ihr Potential auf sparsame 20 Prozent herunter. Das freut nicht nur den Stadtkämmerer und den Umweltbeauftragten, sondern auch die weitaus weniger als durch klassische Straßenlaternen irritierten Insekten.

Moderne Straßenbeleuchtung muss sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich sein

Straßenbeleuchtung gibt es in Deutschland seit fast 200 Jahren. Nach den ersten Gaslaternen kam das elektrische Licht und seit dem neuen Jahrtausend sind umweltfreundliche, energiesparende Lösungen per LED-Technik und Solarenergie mit Akku zukunftsweisend. Nach vielen Jahren treuer Dienste sind die alten, energiefressenden sowie umweltbelastenden Straßenlaternen durch neue zu ersetzen. Zudem werden regelmäßig Baugebiete neu erschlossen und sparsame sowie umweltfreundliche Beleuchtungssysteme für ausreichend freie Sicht auch im Dunkeln müssen her. Anwohner, Besucher und Verkehrsteilnehmer haben ein Recht auf Sicherheit und wollen auch nach Einbruch der Dunkelheit nicht im Dunkeln tappen. Eine angemessen sichere Straßenbeleuchtung ist daher Pflicht. Doch welche Art der Beleuchtung ist die richtige? Für die Beschaffenheit der Straßenlaternen innerhalb einer Ortschaft gibt es zwar bestimmte EU-Normen, die Art und Weise der Beleuchtung schreibt der Gesetzgeber allerdings nicht eindeutig bindend vor. Das heißt im Klartext: Die Kommune muss zwar für eine sichere und technisch vorschriftsmäßige Straßenbeleuchtung sorgen, welches System und welche Laternen sie dafür jeweils wählt, bleibt ihr überlassen. Wirtschaftlichkeit spielt dabei zunehmend ebenso eine Rolle wie Umweltfreundlichkeit. Die Energie und Kosten sparenden luis energy Solar Straßenlaternen eignen sich vor allem für kleinere Straßen und Wege sowie Plätze und Parkplätze. Hier sorgen die smarten Straßenlaternen durch helle Erleuchtung bei jeder Bewegung für beruhigende Sicherheit.

luis energy Straßenlaternen sind zeit- und kostensparend aufzustellen

Mit der Anschaffung von luis energy Solar Straßenlaternen sind zeitraubende und enorm das Stadtsäckel belastende Erdarbeiten mit Ausbaggern und Kabelverlegung endgültig Schnee von gestern. Die Laternen lassen sich in wenigen einfachen Schritten durch Befestigen am Laternenmast zum Leuchten bringen. Das spart nicht nur Zeit, Material und Arbeitskraft, sondern nicht zuletzt erhebliche Kosten. Optisch überzeugen die schlanken Laternen durch ihr klares, unverschnörkeltes Design und fügen sich harmonisch in jedes Straßenbild ein. Zudem werden Kommunen mit der Entscheidung für die an Energiekosten armen Solarlaternen zum Pionier in Sachen Ökologiebewusstsein. Licht wird in den Straßen nicht mehr auf Knopfdruck großzügig und pausenlos verschwendet, sondern exakt nach Bedarf eingesetzt. Moderne LED-Leuchten sowie Hochleistungs-Solarpanels sorgen für ein Höchstmaß an Langlebigkeit und Energieeffizienz. Der eingebaute Akku der neuesten Generation erweist sich dabei als ein zuverlässiges Kraftpaket. Bis zu sechs Tage bleibt die Leuchtkraft erhalten, dank der sehr robusten Bauweise auch bei widrigsten Wetterbedingungen wie Nebel und Regen, Schnee und Eis sowie tiefster Winterdunkelheit. Das garantiert ein Dauerlicht mit mehreren Helligkeitsstufen und einem selbstständig arbeitenden Dämmerungssensor. Die Funkfernsteuerung für die persönliche Vorlieben des Erscheinungsbildes der Strassenbeleuchtung sorgt für zeitgemäßen Bedienkomfort.

Innovative Lösungen hauseigener Entwickler created in Germany

Die technischen Details der luis energy Solar Straßenlaterne sind beeindruckend: Das äußerst widerstandsfähige Heavy Duty Gehäuse für sichere Leistung bei jedem Wetter einschließlich Starkregen geht mit dem hocheffizienten Innenleben eine lösungsoptimierte Verbindung ein. Das hinter luis energy stehende deutsche Unternehmen LUIS GmbH aus Warlitz bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern greift dabei auf innovative Lösungen der hauseigenen Entwickler zurück. So sorgt der micro-gesteuerte Green Power Controller® für ein energieeffizientes Batteriemanagement bei gleichzeitiger Optimierung der Leuchtfähigkeit. Dank luis energy Daylight® bleibt das Licht sehr hell ausleuchtend und gleichzeitig im Dienst der Verkehrssicherheit nahezu blendfrei. Mit einer Betriebsdauer von mindestens 100.000 Stunden ist die luis energy Solar Straßenlaterne ein leuchtendes Beispiel für Qualität, Robustheit und Langlebigkeit created in Germany.

Weitere Informationen zum Produkt auf: https://de.luis.eu/solar-weg-und-strassenbeleuchtung/solar-strassenlaterne-luis-energy-sp35w.html

Neue Bundesregierung muss Armutsbekämpfung besser abstimmen

Brot für die Welt


Brot für die Welt legt Jahresbilanz vor - Evangelisches Hilfswerk mahnt zukünftige Bundesregierung zu nachhaltigem Handeln

Berlin (ots) - Brot für die Welt erwartet von der künftigen Bundesregierung ein besser abgestimmtes Handeln bei der weltweiten Armutsbekämpfung. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des evangelischen Hilfswerks sagte: "Das gesamte Kabinett muss mit Blick auf nachhaltige Entwicklung künftig an einem Strang ziehen." So habe in der vergangenen Legislaturperiode etwa das Entwicklungsministerium Programme gefördert, die afrikanischen Kleinbauern höhere Einkommen ermöglichen und gleichzeitig habe das Landwirtschaftsministerium mit seiner Unterstützung für die Exportoffensive der deutschen Ernährungswirtschaft in Afrika den lokalen Bauern Absatzmärkte genommen.

Füllkrug-Weitzel erklärte bei der Präsentation der Jahresbilanz in Berlin, in der abgelaufenen Legislaturperiode habe es einige positive Entwicklungen gegeben, um Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in der Welt zu überwinden. "Das Pariser Klima-Abkommen und die Agenda 2030 mit den nachhaltigen Entwicklungszielen sind Meilensteine für eine weltweit gerechte Entwicklung. Deutschland hat bei deren Zustandekommen eine Vorreiterrolle übernommen." Jetzt müsse die Bundesregierung auch bei deren Umsetzung mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehöre, klimaschädliche Emissionen schneller zu reduzieren.

Die neue Bundesregierung müsse sich auch dafür einsetzen, dass die Entwicklungsländer nicht noch mehr ausbluteten. Füllkrug-Weitzel: "Aus den Entwicklungsländern fließt viel mehr Geld ab, als sie durch Investitionen, Rücküberweisungen von Arbeitsmigranten oder Entwicklungshilfe erhalten." Allein dadurch, dass multinationale Konzerne Steueroasen nutzten, entgingen den Staaten jährlich hunderte Milliarden Dollar Einnahmen. Dieses Geld werde für Bildung, Gesundheit und weitere Aufgaben dringend benötigt. Es komme darauf an, die weltwirtschaftlichen Beziehungen fair zu gestalten. "Deutschland sollte Vorreiter werden für eine international verträgliche Handels-, Außen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik."

Mit Blick auf die Flüchtlinge, die nach Deutschland und Europa gekommen sind, kritisierte Füllkrug-Weitzel: "Die Bundesregierung hat vielfach erklärt, dass sie die Ursachen von Flucht und Vertreibung angehen will. Stattdessen geht es ihr aber eher darum, Menschen aus Europa fernzuhalten als wirklich die Ursachen zu bekämpfen." So werde ausgeblendet, dass Kriege und gewaltsame Konflikte weltweit zu den zentralen Fluchtursachen zählen. "Deutschland erlaubt Waffenexporte nach Saudi-Arabien, das sowohl im Jemen als auch in Syrien eine kriegstreibende Rolle spielt."

Brot für die Welt arbeitet in mehr als 90 Ländern mit lokalen Partnern zusammen. Mit Bezug auf die Arbeitsbedingungen sagte Füllkrug-Weitzel: "Partnerorganisationen, die sich für Menschenrechte, Demokratie und Umwelt engagieren, geraten immer öfter unter Druck. Ihnen wird die Registrierung entzogen oder der Zugang zu Geldern erschwert. Das stellt die größte Herausforderung für die internationale Projektarbeit dar."

Einnahmen und Ausgaben

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr mehr als 61,7 Millionen Euro an Spenden und Kollekten erhalten. Das ist ein deutliches Plus von 4,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (57,5 Mio. Euro). Neben Spenden und Kollekten erhielt Brot für die Welt 2016 Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED; 54,4 Mio. Euro) und Beiträge Dritter (144,6 Mio. Euro), vor allem aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks dankte allen Spenderinnen und Spendern, allen Kirchen, Gemeinden und politischen Entscheidungsträgern, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, für ihr Vertrauen: "Ihre Unterstützung hat uns ermöglicht, unsere Hilfsprogramme auszuweiten." Weltweit wurden im vergangenen Jahr 619 regionale und zwölf überregionale Projekte neu bewilligt. Zu den klassischen Schwerpunkten konnten auch Integrationsprogramme für Flüchtlinge und Binnenvertriebene etwa in Mali, im Libanon und in Jordanien gefördert werden.

Insgesamt standen dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen 273,5 Millionen Euro (2015: 255,4 Mio. Euro) zur Überwindung von Armut, Hunger und Ungerechtigkeit zur Verfügung. Davon waren 246,7 Millionen Euro oder 91,3 Prozent für die Projektarbeit bestimmt. Die Ausgaben für Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit lagen bei 2,2 Prozent und für Verwaltung bei 6,5 Prozent. Brot für die Welt liegt damit in der besten Kategorie ("niedrig") des Deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen (DZI). Es vergibt das DZI-Spendensiegel.

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Das evangelische Hilfswerk unterstützt Menschen unabhängig von ihrer Volks- oder Religionszugehörigkeit. Schwerpunkte sind die Überwindung von Hunger, die Bewahrung der Schöpfung und die Förderung von Demokratie, Frieden und Menschenrechten.

Dem Klimawandel auf der Spur: "Weltspiegel" mit Andreas Cichowicz kommt aus der Arktis Sendetermin: Sonntag, 3. September, 19.20 Uhr, Das Erste

NDR / Das Erste

Hamburg (ots) - 2017: Der amerikanische Präsident Donald Trump kündigt das in jahrelanger politischer Arbeit mühselig ausgehandelte Klimaabkommen. Auf der ganzen Welt häufen sich die Wetter-Extreme. In der Antarktis bricht ein gigantischer Eisberg vom Schelfeis ab, sechsmal so groß wie die Insel Rügen. In Grönland wütet an der Westküste der größte Brand, der je dort beobachtet wurde. Dieses Jahr herrschen dort ungewöhnlich hohe Sommertemperaturen. Die Gletscher in Alaska und Grönland schmelzen in rasantem Tempo.

Für die "Weltspiegel"-Ausgabe am Sonntag, 3. September, um 19.20 Uhr im Ersten sind Moderator Andreas Cichowicz und ein NDR-Team vor Ort an Grönlands Westküste. Am Eisfjord in Ilulissat ist der Klimawandel schon sichtbar. Er birgt für Grönland viele Risiken, aber auch Chancen. Denn für Grönland sieht eine wärmere Zukunft nicht ausschließlich düster aus: Die größte Insel der Erde könnte vom Rohstoffabbau profitieren, der durch den Klimawandel erstmals in erreichbare Nähe rückt, und sich in naher Zukunft endlich besser selbst versorgen und eine tragfähigere Landwirtschaft entwickeln. Helfen soll dabei der extrem nährstoffhaltige Schlamm, der beim Abtauen der Gletscher freigelegt wird. Vielleicht könnte er sogar ausgelaugte Böden in Afrika oder Asien wieder regenerieren. Der international bekannte Wissenschaftler Minik Rosing beschäftigt sich mit diesem Projekt, mit dem er seiner Heimat Grönland eine Zukunft ermöglichen will. Denn die Perspektivlosigkeit vieler Grönländer ist ein großes Problem für das Land, das als überseeisches Gebiet Dänemarks gilt und - noch - am dänischen Sozial-Tropf hängt. Die Selbstmordrate ist außergewöhnlich hoch, die Zahl der Schulabbrecher einzigartig. Kim Godfredtsen, ehemaliger Extremsportler, will vor allem den Kindern der Inuit in Grönlands Hauptstadt Nuuk wieder Selbstvertrauen vermitteln - in ihre Stärke und in die Stärken der eigenen Kultur.

Fernab der Zivilisation, in Thule im Nordwesten Grönlands, liegt eine US-amerikanische Militärbasis. Clas Oliver Richter und sein Team vom ARD-Studio Stockholm sind die ersten Deutschen, die dort den Alltag der Soldaten drehen dürfen. Grönland ist strategisch von größter Wichtigkeit in der Arktisregion. Die gigantischen Radaranlagen von Thule sind streng nach Osten ausgerichtet - nach Russland, das die Hoheitsrechte über 1,2 Millionen Quadratkilometer in der Arktis fordert, den Nordpol eingeschlossen. Damit würde sich Russland den Zugang zu fast 5 Milliarden Tonnen fossiler Rohstoffe verschaffen. Und auf der russischen Halbinsel Jamal im äußersten Norden Russlands liegt eine gigantische Gasförderungsanlage, für die der ungehinderte Zugang zur immer länger eisfreien Nordostpassage wirtschaftlich notwendig ist. Denn so gelangt das Gas auf dem kürzesten Weg zum zahlenden Abnehmer China. Und so bleibt Putin an der Macht - denn Gas und Öl sind für den russischen Staat überlebenswichtig.

Kindern Tiere und deren Rechte näherbringen | ErzieherIn.de - Das Portal für die Frühpädagogik

Kindern Tiere und deren Rechte näherbringen | ErzieherIn.de - Das Portal für die Frühpädagogik



„PETAKids bittet alle SchulleiterInnen, das Thema Tierrechte im Rahmen der Umweltbildung verstärkt in die Lehrpläne zu integrieren. Kinder haben ein Recht darauf, die Wahrheit über das Leben und Leiden von Tieren zu erfahren – natürlich stets altersgerecht aufbereitet“, so Sylvie Bunz, Leiterin der Kampagne PETAKids. „Nur wer viel über Tiere und den Umgang mit ihnen weiß, kann sein Handeln so ausrichten, dass kein Tier unter persönlichen Entscheidungen leiden muss.“ 

GESCHÄFTE WIE GESCHMIERT! - Schmiergeldrutsche gegen Rüstungsexporte

Kaum eine Branche ist so häufig in Schmiergeldaffären verwickelt wie die Rüstungsindustrie: Firmen wie "Krauss-Maffei Wegmann"​ und "Rheinmetall​" bestechen immer wieder Politiker und Beamte - letztlich auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Wir sagen: Korruption durch die Rüstungsindustrie wird am besten dadurch verhindert, dass man die todbringenden Exporte grundsätzlich stoppt! Mehr dazu im Video und unter: www.AUFSCHREI-WAFFENHANDEL.de Hintergrundmusik: FREE Old School Dark Rap Beat - Cutthroat (Prod. By Syndrome)

Hamburger Wirtschaft: Nachhaltigkeit auf dem Vormarsch | Hamburg News

Hamburger Wirtschaft: Nachhaltigkeit auf dem Vormarsch | Hamburg News



Oftmals sind es kleine Lösungen, die eine enorme Wirkung entfalten können. Nachhaltige Geschäftideen aus Hamburg gibt es in vielen Branchen

Forsa-Umfrage zu Elektromobilität und Ökostrom | Erneuerbare Energien Hamburg | EEHH

Forsa-Umfrage zu Elektromobilität und Ökostrom | Erneuerbare Energien Hamburg | EEHH



Hat ein mit dem heutigen deutschen Strommix geladenes E-Auto eine bessere Öko-Bilanz als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor? Brauchen wir einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien? Und welche Voraussetzungen muss die Politik für wirkungsvollere Elektromobilität schaffen? Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg ließ nachfragen und deckt Irrtümer, Wahrheiten und Notwendigkeiten auf.

Bundesregierung hat Grundlage für BKA-Datenskandal gelegt

„Die strukturelle Grundlage des Datenskandals beim BKA hat die Bundesregierung gelegt. Jetzt rächt sich, dass Bundesinnenminister de Maizière mit Unterstützung von Union und SPD im Bundestag die Sicherheitsbehörden mit immer neuen Kompetenzen und immer größeren Datenbanken ausgestattet hat, dabei aber die Kontrolle bewusst kleingehalten wurde. Wer so regiert, der kann die Verantwortung für den Datenskandal nicht an das Amt oder die zuliefernden Behörden weiterreichen, sondern muss selber dafür geradestehen. Datenmüllberge sind ein Sicherheitsrisiko, genauso wie diejenigen, die sie haben anlegen lassen“, erklärt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den BKA-Datenskandal und Äußerungen des innenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Stephan Mayer. Korte weiter:

„Nicht nur die Opposition und externe Experten fordern seit langem eine bessere Ausstattung und effektivere Kontrollmöglichkeiten für die Bundesdatenschutzbeauftragte, sondern auch das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom April 2016. Geschehen ist kaum etwas. Der Stab der Bundesdatenschutzbeauftragten lässt sich immer noch an ein paar Händen abzählen, während bei Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten personell aufgerüstet wurde ohne Ende. Dieses Missverhältnis muss schnellstens korrigiert werden, damit Verfassung und Bevölkerung geschützt werden.“

Südkorea: „Wichtige Entwicklungen zur Kriegsdienstverweigerung“

Südkorea: „Wichtige Entwicklungen zur Kriegsdienstverweigerung“



Interview mit Myungjin Moon
Myungjin Moon war für die südkoreanische Organisation World Without War vom 26. Mai bis 3. Juni 2017 in Deutschland und den Niederlanden. Er berichtete auf verschiedenen Veranstaltungen über die aktuelle Lage der südkoreanischen Kriegs­dienst­ver­weigerer. In einem Interview fasst er dies zusammen und schildert einige Erfahrungen seiner Reise. (d. Red)

Dezentraler CETA-Aktionstag zur Bundestagswahl

Dezentraler CETA-Aktionstag zur Bundestagswahl



9. SEPTEMBER 2017: CETA-AKTIONSTAG ZUR BUNDESTAGSWAHL

Gerechte Welthandelspolitik muss Wahlkampfthema sein!Die Positionen der Parteien zu CETA & Co müssen ein Wahlkriterium sein!
Abkommen wie mit den USA (TTIP), Kanada (CETA), Japan (JEFTA) und zum Dienstleistungsbereich (TiSA) sind Symptome einer falschen Wirtschafts- und Handelspolitik. Wir brauchen weder diese Freihandelsabkommen, noch eine Politik, die lediglich den Interessen der Konzerne folgt. Was wir brauchen, ist ein soziales und ökologisches Wirtschaften und eine darauf beruhende gerechte Handelspolitik.
Millionen Menschen haben nicht nur gegen CETA, TTIP & TiSA ihre Stimme erhoben, sondern auch Alternativen eingefordert. Die demokratischen Parteien müssen diesen Willen umsetzen und einen Politikwechsel herbeiführen. Das fordern wir ein. 
Darum gehen Attac-Gruppen und lokale Bündnisse am 9. September auf die Straße, mischen sich ein und machen Druck für eine andere Handelspolitik!
Der Aktionstag wird ausgerufen vom Netzwerk Gerechter Welthandel auf eine Initiative von Attac.

So ungesund sind die neuen McDonald‘s-Saucen | erdbeerlounge.de

So ungesund sind die neuen McDonald‘s-Saucen | erdbeerlounge.de



Coole Sache: Mit den neuen McDonald‘s-Saucen, die es nicht nur im Supermarkt, sondern derzeit auch zu jedem McMenü gratis dazu gibt, kannst du dir das Geschmackserlebnis nach Hause holen. Aber Vorsicht – besonders viel Gutes steckt in den stylischen Fläschchen leider nicht drin.

Fledermäuse pflanzen Bäume : Naturefund

Fledermäuse pflanzen Bäume : Naturefund



Bäume pflanzen mit Tieren?

Ja, tatsächlich! Fledermäuse sind auch für die Erhaltung der Artenvielfalt von Pflanzen wichtig. In Costa Rica im Süden der Pazifikküste, in einem der letzten Küstenregenwälder der Welt, forsten wir gemeinsam mit den Tierchen wieder auf.

Ziviler Ungehorsam bei Ende Gelände: Kein Abdruck von diesem Finger - taz.de

Ziviler Ungehorsam bei Ende Gelände: Kein Abdruck von diesem Finger - taz.de



ERKELENZ/BERLIN taz | Es war eine merkwürdige Szene, die sich am Samstagmittag im Klimacamp im Rheinland abspielte: Viele Aktivisten ruderten minutenlang mit gespreizten Fingern ihre Hände durch die Luft. Was aussah wie eine neue Meditationstechnik, war in Wirklichkeit eine Maßnahme zur Verschleierung der eignen Identität: Viele derjenigen, die sich anschließend auf den Weg zur Schienenblockade machten, hatten sich die Fingerkuppen mit Sekundenkleber bestrichen – um zu verhindern, dass die Polizei später Fingerabdrücke von ihnen nehmen kann.

Deutsche Umwelthilfe kündigt Klagewelle an - Fahrverbote in weiteren Städten möglich - SPIEGEL ONLINE

Deutsche Umwelthilfe kündigt Klagewelle an - Fahrverbote in weiteren Städten möglich - SPIEGEL ONLINE



Düsseldorf, München, Stuttgart: Hier hat die Deutsche Umwelthilfe bereits Gerichtsentscheidungen erwirkt, die den Weg ebnen für Diesel-Fahrverbote. Jetzt hat die Organisation weitere Städte im Visier.

Landwirtschaft häuft Klimaschulden an - klimaretter.info

Landwirtschaft häuft Klimaschulden an - klimaretter.info



Böden sind für den Klimaschutz besonders wichtig. Sie binden große Mengen Kohlenstoff, insgesamt mehr als alle Wälder zusammen. Damit sind sie nach den Meeren der zweitgrößte CO2-Speicher der Welt. Dieser gespeicherte Kohlenstoff wird durch landwirtschaftliche Nutzung freigesetzt. In welchem Umfang das bislang geschehen ist, haben nun Wissenschaftler aus den USA und den Niederlanden untersucht. Ihre Studie zur "Klimaschuld des menschlichen Ackerbaus" ist gerade im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen.

Elektroauto: Die Mär vom Sondermüll auf Rädern | ZEIT ONLINE

Elektroauto: Die Mär vom Sondermüll auf Rädern | ZEIT ONLINE



Sind die Batterien von Elektroautos am Ende nur mehrere Hundert Kilogramm Schrott? Von wegen. Noch fehlt aber eine Industrie für das Recycling der verschlissenen Akkus.

Im Amazonas-Wald droht Goldrausch - klimaretter.info

Im Amazonas-Wald droht Goldrausch - klimaretter.info



Brasilien hat unter der liberal-konservativen Übergangsregierung von Michel Temer eine Kehrtwende in seiner Naturschutzpolitik eingeleitet. Amazonas-Schutzgebiete werden verkleinert, der Umwelt-Etat wird auf die Hälfte zusammengestrichen. In der vergangenen Woche gab Präsident Temer ein riesiges Naturschutzgebiet im Norden des Landes für den Bergbau frei. Nun hat ein Gericht das Dekret ausgesetzt – vorerst.

Pilot weigert sich, abgelehnten Asylbewerber nach Afghanistan zu fliegen | Euronews

Pilot weigert sich, abgelehnten Asylbewerber nach Afghanistan zu fliegen | Euronews



Bigzads Cousine, Arash, sagte der Zeitung THE INDEPENDENT: “Samim sagte, sie seien im Gang vor der Tür des Flugzeugs gewesen, als der Pilot herauskam und sagte:“Ich fliege nicht. Sein Leben ist gefährdet. “

30. August 2017

Gute Arbeitsbedingungen statt Gejammer über vermeintlichen Fachkräftemangel

„Vorhandene Fachkräfteengpässe hängen oft mit schlechter Bezahlung und unattraktiven Arbeitsbedingungen zusammen, wie etwa in den Pflegeberufen. Das Klagen vieler Arbeitgeber über einen vermeintlichen Fachkräftemangel ist nicht ernst zu nehmen, solange es um Bereiche geht, in denen Ausbildungsplätze angebaut wurden, kaum betriebliche Weiterbildung angeboten wird und Menschen aufgrund eines Migrationshintergrundes, eines Hauptschulabschlusses oder länger andauernder Erwerbslosigkeit bei Einstellungsverfahren keine Chance haben. Die Zeit der Rosinenpickerei nach billigen und gut ausgebildeten Fachkräften muss ein Ende haben“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Fortschrittsbericht der Bundesregierung Fachkräftekonzept. Zimmermann weiter:

„Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik muss die Bundesregierung mehr Geld für Weiterbildung zur Verfügung stellen. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung ist längst überfällig. Zudem gibt es Millionen Menschen, die unfreiwillig in Teilzeit- oder Minijobs tätig sind und gerne mehr arbeiten würden, und viele hochmotivierte und gut qualifizierte Erwerbslose. Hier gilt es anzusetzen, statt über den vermeintlichen Fachkräftemangel zu jammern.“ 

Gipfeltreffen in Paris zur EU-Flüchtlingspolitik: Deutsche und französische Vorschläge sind eine Farce


Geplante engere Zusammenarbeit der EU mit Niger und Tschad ist aufgrund der aktuellen Menschenrechtslage vor Ort problematisch   

BERLIN, 29.08.2017 – Das gestrige Gipfeltreffen in Paris zur europäischen Flüchtlingspolitik hatte vor allem ein Ziel: Das Leid von Schutzbedürftigen und Migranten soll aus dem Blickfeld der Europäer verschwinden, indem die europäischen Außengrenzen de facto vollends nach Afrika verlagert werden. „Die Vorschläge der deutschen und französischen Regierungen zum Umgang mit Flüchtlingen und Migranten aus Subsahara-Afrika sind eine Farce“, sagt Franziska Vilmar, Expertin für Asylpolitik bei Amnesty International in Deutschland. „Migrationskooperationen mit dem Tschad, mit Niger und Libyen schätzt Amnesty zum gegenwärtigen Zeitpunkt wegen der dortigen Menschenrechtssituation als problematisch ein.“

Der Armee des Tschad werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, so haben Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr wiederholt mit exzessiver Gewalt friedliche Demonstrationen niedergeschlagen, dabei wurden immer wieder Menschen erschossen. In Niger ließ die Regierung im vergangenen Jahr im Kampf gegen Boko Haram Hunderte Menschen einsperren, denen ohne ausreichende Beweise Unterstützung von Boko Haram unterstellt wurde.    

„Der Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) solle Asylverfahren vor Ort im Niger und im Tschad durchführen, ist aufgrund fehlender Kapazitäten beim UNHCR bisher völlig unrealistisch“, so Vilmar. Hinzu kommt, dass es bei der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten überhaupt keine Bereitschaft gibt, Flüchtlinge oder Migranten aufzunehmen.

„Die neuen Vorschläge aus Deutschland und Frankreich zur Flüchtlingspolitik lenken ab von akuten Problemen, bei denen es dringenden Handlungsbedarf gibt: Weiterhin machen sich Menschen auf den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa, um Folter und Haft in Libyen zu entkommen“, sagt Vilmar.

Dieses von Konflikten erschütterte Land hat - aufgerüstet und geschult durch die EU - seine eigene Seenotrettungszone ausgerufen und Rettungsschiffe von Menschenrechtsorganisationen vertrieben. Die europäischen Staaten haben die libyschen Gewaltdrohungen gegen Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer billigend in Kauf genommen.  

„Amnesty International fordert die europäischen Regierungen dringend dazu auf, eine europäische Seenotrettung im Mittelmeer einzurichten“, so Vilmar.

Mehr zur Situation in Libyen und zur Fluchtroute über das Mittelmeer finden Sie in dem Amnesty-Bericht „A perfect storm: The failure of European policies in the Central Mediterranean“: bit.ly/AmnestyLibyen

Zucker-Lobby belügt Abgeordnete des Bundestags - foodwatch entlarvt sieben "Zucker-Mythen" von Lebensmittelindustrie und führenden Politikern


- Lobbyverband der Zuckerindustrie versucht mit Falschaussagen Politiker des Bundestags zu beeinflussen
- foodwatch fordert Richtigstellung von Verbandschef Günter Tissen
- Auch Spitzenpolitiker täuschen Öffentlichkeit mit Fehlinformationen über Zucker


Berlin, 30. August 2017.
 Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker hat versucht, Politiker des Deutschen Bundestags mit Falschaussagen zu beeinflussen. Damit geht die Zuckerlobby erneut gegen gesundheitspolitische Initiativen vor, die einen Rückgang des Zuckerkonsums zur Folge hätten. Seit Jahren fordern Mediziner im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung gesetzliche Maßnahmen wie Werbeverbote, eine verbesserte Nährwertkennzeichnung und Sondersteuern für Zuckergetränke. In einem Rundschreiben vom 27. April 2017 erklärte der Lobbyverband der Zuckerwirtschaft etwa, dass "die Deutschen heute nicht mehr, sondern eher weniger Kalorien aufnehmen als früher". Trotz Nachfrage durch die Verbraucherorganisation foodwatch konnte der Verband diese Aussage jedoch nicht belegen. Laut der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist die Kalorienaufnahme in Deutschland seit den 1960er-Jahren deutlich angestiegen, auch die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bestätigen dies. foodwatch startete heute eine E-Mail-Aktion unter www.zucker.foodwatch.de, in der sie den Geschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker, Günter Tissen, auffordert, die Falschaussage nicht zu wiederholen und von den Internetseiten des Verbands zu löschen.

"Die Zuckerindustrie verhält sich wie früher die Tabak-Konzerne: Mit Falschaussagen werden die Gefahren der Produkte verschleiert und unliebsame politische Initiativen verhindert. Jetzt belügt die Lobby sogar Abgeordnete des Deutschen Bundestags, um ihr Geschäftsmodell zu verteidigen", sagte Oliver Huizinga, Leiter Recherche und Kampagnen von foodwatch.

foodwatch kritisierte, dass in der Debatte um Übergewicht und Zucker zahlreiche Mythen verbreitet werden. Das trifft sowohl auf führende Vertreter der Lebensmittelwirtschaft als auch auf Spitzenpolitiker wie Bundesernährungsminister Christian Schmidt zu. foodwatch veröffentlichte heute ein Papier mit den sieben größten "Zucker-Mythen":

Mythos 1: "Der Mensch hat einen Zuckerbedarf."
Bundesernährungsminister Christian Schmidt behauptete in einer ARD-Talkshow, dass "jeder Mensch Zucker" brauche. Tatsache ist: Es gibt keinen Bedarf, Zucker als Lebensmittel aufzunehmen. Das menschliche Gehirn benötigt zwar eine bestimmte Menge an Glukose am Tag. Der Körper ist jedoch in der Lage, diese Glukose beispielsweise aus Stärke aufzuspalten, die etwa in Brot und Nudeln enthalten ist.

Mythos 2: "Zuckergetränke machen nicht dick."
Zwischen dem Konsum zuckergesüßter Erfrischungsgetränke und Übergewicht "besteht keine Kausalität", sagt die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg). Das ist falsch: Es herrscht ein breiter wissenschaftlicher Konsens darüber, dass ein erhöhter Konsum zuckergesüßter Getränke die Entstehung von Übergewicht fördert - sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Zahlreiche medizinische Fachgesellschaften teilen diese Auffassung, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die British Medical Association und die internationale Adipositas Gesellschaft "World Obesity".

Mythos 3: "Der Zuckerverbrauch ist konstant."
Die Lebensmittellobby behauptet, dass die Absatzzahlen für Zucker seit Jahrzehnten konstant seien. Deshalb könne Zucker gar keine wesentliche Ursache für den Anstieg von Übergewicht sein. Doch das ist nicht richtig: Zwar ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Haushaltszucker (Saccharose) seit etwa 1985 konstant bei 30 bis 35 kg im Jahr. Doch diese Statistik lässt andere Zuckerarten außen vor, darunter Glukose, deren Verbrauch sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten mehr als versechsfacht hat. Insgesamt ist der Pro-Kopf-Verbrauch der Zuckerarten Saccharose, Isoglukose, Glukose und Honig im Zeitraum von 1960 bis 2012 um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Mythos 4: "Ernährungsbildung ist das beste Mittel gegen Übergewicht."
Ernährungsbildung "schon im Kindesalter" sei "das beste Gegenmittel" gegen Fehlernährung und die gesundheitlichen Folgen, so der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Ähnlich äußerte sich auch Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands der Lebensmittelwirtschaft (BLL). Fakt ist: Nach Auswertung zahlreicher Studien kommt Professor Manfred James Müller, einer der Vorstandssprecher des staatlich geförderten Kompetenznetzes Adipositas, zu dem Schluss, dass mit Ernährungsbildung die Häufigkeit von Übergewicht bei Kindern lediglich um ein Prozent gesenkt werden kann. "Diese Strategie ist gescheitert, die steigende Zahl chronisch Kranker zeigt dies deutlich", folgert die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), ein Zusammenschluss aus 17 medizinisch-wissenschaftlichen Fachorganisationen. Sie fordert stattdessen, eine gesunde Lebensweise zu erleichtern, beispielsweise durch eine Änderung des Lebensmittelangebots, der Kennzeichnung oder des Marketings an Kinder.

Mythos 5: "Wir nehmen heute nicht mehr, sondern weniger Kalorien auf als früher."
"Die Deutschen nehmen heute nachweislich nicht mehr Kalorien auf als früher", so Günter Tissen, Geschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ). Daten der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigen allerdings: Die Kalorienaufnahme in Deutschland ist seit den 1960er-Jahren deutlich angestiegen. Zu diesem Schluss kommen auch die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Mythos 6: "Lebensmittelsteuern zeigen nicht die gewünschte Wirkung."
Ist eine Zuckersteuer oder eine Hersteller-Abgabe auf überzuckerte Getränke ein Mittel gegen Übergewicht? Führende Politiker meinen "Nein". Die "Erfahrungen in anderen Ländern" zeigten, dass "Strafsteuern auf zucker-, fett- und salzhaltige Produkte bzw. Verbote keinen nachhaltigen Erfolg" hätten, so Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Doch das Gegenteil stimmt: In Mexiko, Finnland, Berkeley oder auch Frankreich ging der Zuckergetränke-Konsum nach Einführung einer Limo-Steuer zurück. In Ungarn änderten 40 Prozent der Hersteller nach Einführung einer Steuer ihre Rezepturen. Es sei bewiesen, so die WHO, dass eine 20-prozentige Sondersteuer einen etwa 20-prozentigen Rückgang im Konsum zur Folge hat.

Mythos 7: "Jeder ist selbst für sein Gewicht verantwortlich. Wer staatliches Handeln fordert, hält die Verbraucher für unmündig"
"Verantwortung für seine Gesundheit hat jeder selbst", sagt Bundesernährungsminister Christian Schmidt. Was logisch klingt, hat einen Haken: Wir leben in einer Welt, die dick macht. Es wird uns erschwert, die gesunde Wahl zu treffen. Die frühere Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, hat dies in einer Rede im Jahr 2013 auf den Punkt gebracht: "Kein einziger Staat hat es geschafft, die Fettleibigkeits-Epidemie in allen Altersgruppen zu stoppen. Hier mangelt es nicht an individueller Willenskraft. Hier mangelt es am politischen Willen, sich mit einer großen Industrie anzulegen."

Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland - 23 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen - ist laut Robert-Koch-Institut fettleibig (BMI ≥ 30). Adipositas bei Kindern sowie Erwachsenen hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Das verursacht nicht bloß individuelles Leiden der Betroffenen, sondern auch erhebliche gesamtgesellschaftliche Kosten: Allein durch Adipositas entstehen in Deutschland jährlich etwa 63 Milliarden Euro Folgekosten. Die WHO und die OECD sprechen von einer "globalen Adipositas-Epidemie". Ein Zusammenschluss von deutschen Fachgesellschaften warnt vor einem "Tsunami chronischer Krankheiten", denn Adipositas erhöhe nachweislich das Risiko für die Entstehung von zahlreichen chronischen Krankheiten, darunter Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes sowie diverse Krebsarten.


Link:
- E-Mail-Aktion an Zucker-Lobby: www.zucker.foodwatch.de
Quellen und weiterführende Informationen:- Sieben Mythen zu Zucker und Übergewicht mit detaillierten Quellenangaben: www.zucker-mythen.foodwatch.de 
- E-Mail des Zuckerverbands an Abgeordnete des Ernährungsausschusses im Bundestag sowie darauf folgender Schriftwechsel mit foodwatch: tinyurl.com/y8fbrue6 
- Zucker Infodienst 02/2017 des Zuckerverbands: tinyurl.com/y8ycoglt 

Nach Kritik von foodwatch: Lebensmittel-Lobby verbreitet in der Debatte um Zuckerkonsum und Übergewicht erneut Falschaussagen


Berlin, 30. August 2017. Die Lobbyverbände der Zucker- und Lebensmittelindustrie täuschen die Öffentlichkeit erneut mit falschen Aussagen über Zucker und Übergewicht. Die Deutschen würden "heute nicht mehr, sondern eher weniger Kalorien aufnehmen als früher", erklärte die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) in einer schriftlichen Reaktion auf die sieben größten "Zucker-Mythen" der Lebensmittelindustrie, die die Verbraucherorganisation foodwatch heute veröffentlichte. Der Spitzen-Lobbyverband der Lebensmittelwirtschaft (BLL) äußerte sich gleichermaßen. Beide Lobbyverbände beziehen sich auf Zahlen der Universität Gießen und des Max Rubner-Instituts. Diese Zahlen seien jedoch aus "methodischen Gründen" gar nicht miteinander vergleichbar, erklärte das Max Rubner-Institut gegenüber foodwatch. "Die Schlussfolgerung (...) kann nicht aus den Ergebnissen gezogen werden", so das Institut. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker hatte ihre Falschaussage zuvor in einem Rundschreiben an Abgeordnete des Deutschen Bundestags verbreitet.

"Die Lebensmittelindustrie lügt wie gedruckt. Mit wiederholten Falschaussagen verschleiert sie die Gefahren von Zucker und blockiert wichtige gesundheitspolitische Initiativen. Die Lobbyverbände sollten bei den Fakten bleiben und ihre Falschaussagen zurücknehmen", forderte Oliver Huizinga, Leiter Recherche und Kampagnen von foodwatch.
In ihrer Stellungnahme verbreitete die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker noch weitere Unwahrheiten, die foodwatch zuvor als Mythen entlarvt hatte. So erklärt der Lobbyverband, Zucker sei "kein Dickmacher und deswegen auch kein Risikofaktor für Zivilisationskrankheiten". Das widerspricht unter anderem der Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach "eine höhere Aufnahme freier Zucker die Nährstoffqualität" bedrohe, "was zu einer ungesunden Gewichtszunahme und einem erhöhten Risiko von Adipositas" und anderen Krankheiten führe. Auch die Aussage der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker, eine "Regulierung des Zuckerkonsums" könne "nicht der richtige Ansatz sein, Karies vorzubeugen", bezeichnete foodwatch als falsch und verwies auf die Worte von Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer: "Zuckerreduktion bedeutet Kariesreduktion".

foodwatch kritisierte, dass in der Debatte um Übergewicht und Zucker zahlreiche Falschaussagen verbreitet würden. Das treffe sowohl auf führende Vertreter der Lebensmittelwirtschaft als auch auf Spitzenpolitiker wie Bundesernährungsminister Christian Schmidt zu. Dieser behauptete etwa in einer ARD-Talkshow, dass jeder Mensch Zucker brauche. Tatsache ist: Es gibt keinen Bedarf, Zucker als Lebensmittel aufzunehmen. Das menschliche Gehirn benötigt zwar eine bestimmte Menge an Glukose am Tag. Der Körper ist jedoch in der Lage, diese Glukose beispielsweise aus Stärke aufzuspalten, die etwa in Brot und Nudeln enthalten ist. 

Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland - 23 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen - ist laut Robert-Koch-Institut fettleibig (BMI ≥ 30). Adipositas bei Kindern sowie Erwachsenen hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Das verursacht nicht nur individuelles Leiden der Betroffenen, sondern auch erhebliche gesamtgesellschaftliche Kosten: Allein durch Adipositas entstehen in Deutschland jährlich etwa 63 Milliarden Euro Folgekosten. Die WHO und die OECD  sprechen von einer "globalen Adipositas-Epidemie". Ein Zusammenschluss von deutschen Fachgesellschaften warnt vor einem "Tsunami chronischer Krankheiten",  denn Adipositas erhöhe nachweislich das Risiko für die Entstehung von zahlreichen chronischen Krankheiten, darunter Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes sowie diverse Krebsarten.

Link:

- E-Mail-Aktion Zucker-Mythen: www.zucker.foodwatch.de

Quellen und weiterführende Informationen:


- Die sieben größten Mythen über Zucker und Fehlernährung: www.zucker-mythen.foodwatch.de
- Schriftliche Korrespondenz zwischen foodwatch und dem Max-Rubner Institut: www.tinyurl.com/y75hc7al
- WHO zu Zucker als Risikofaktor: www.who.int/elena/titles/free-sugars-adults-ncds/en/
- Bundeszahnärztekammer zu Zuckerreduktion: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b14/140925_Statement_Oesterreich_Foodwatch_PK.pdf
- Stellungnahme der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker: www.tinyurl.com/yarrdorf
- Stellungnahme des Lobbyverbands der Lebensmittelindustrie (BLL): www.bll.de/de/der-bll/positionen/zuckermythen-zucker-mythen-im-faktencheck

Vitamine: Viele sind zu hoch dosiert

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Eine Extraportion Vitamine kann schaden. Wenn sie aus Kapseln oder Tabletten kommt.


Viele frei verkaufte Vitaminpräparate überschreiten deutlich die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlenen Tageshöchstdosierungen in Nahrungsergänzungsmitteln. Das zeigt eine Stichprobe der Stiftung Warentest in Drogerien, Reformhäusern, Apotheken, Supermärkten und im Internet: Von 35 exemplarisch eingekauften Mitteln liegen 26 laut Packungsangabe deutlich, 10 davon mit dem bis zu 34-Fachen sogar drastisch über dem empfohlenen Wert. Der ausführliche Report erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift test.

Vitamine aus Pillen und Kapseln können vor allem im Übermaß schaden. In der Stichprobe überschreiten acht von zehn bei Amazon bestellten Mittel die Empfehlungen deutlich bis drastisch. Zwei Vitamin-E-Präparate beispielsweise liefern das 17-Fache. Teils noch höher dosiert sind fünf Arzneien, die in Drogerien und Reformhäusern im Regal standen. Für ihren Marktcheck verglich die Stiftung Warentest die Tagesdosen auf den Packungen der gekauften Produkte mit den Empfehlungen von BfR und Überwachungsbehörden.
Vitaminpillen haben ein positives Image. Wer sich jedoch gesund und ausgewogen ernährt, kann auf Zusätze in der Regel verzichten. Denn auch hier gibt es ein Zuviel des Guten: Mehrere der Nährstoffe können in sehr hohen Mengen Nebenwirkungen haben oder krank machen. Das gilt vor allem für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, die sich im Körper anreichern können. Überdosiert kann zum Beispiel Vitamin D die Nieren schädigen, Betakarotin bei Rauchern Lungenkrebs begünstigen und Vitamin E die Blutgerinnung beeinträchtigen.
Der Report Vitamine erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 31.08.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/vitamine abrufbar.

Bundestagswahl 2017: Keine Partei erfüllt Zwei-Grad-Ziel

Bundestagswahl 2017: Keine Partei erfüllt Zwei-Grad-Ziel



Der Knackpunkt: Allein durch Einsparung von Treibhausgasen sei die Erderwärmung nicht gänzlich einzugrenzen. Erforderlich seien sogenannte “Negativemissionen”. Und an dieser Stelle kommen Technologien ins Spiel, die höchst umstritten sind und unter anderem von sämtlichen einflussreichen Umweltorganisationen abgelehnt werden. 

Bundestagswahl 2017: Die energiepolitischen Standpunkte der Parteien

Bundestagswahl 2017: Die energiepolitischen Standpunkte der Parteien



Wenn am 24. September die Wahllokale in ganz Deutschland öffnen, dürften energiepolitische Themen relativ weit oben auf der Agenda der Wähler stehen. Und auch wenn Angela Merkels Wiederwahl laut anhaltender Umfragewerte nur noch Formsache zu sein scheint, könnten Antworten auf Fragen nach der Energiewende, dem Klimaschutz, der Mobilität und nicht zuletzt den Strompreisen den ein oder anderen Sitz bringen bzw. kosten. Im Folgenden die wichtigsten energiepolitischen Standpunkte zur Bundestagswahl 2017.

Armutsgefährdung in den Bundesländern weiter unterschiedlich

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS)
Nr. 298 vom 29.08.2017

Armutsgefährdung in den Bundesländern weiter unterschiedlich

WIESBADEN – Das Armutsrisiko war - gemessen an der Armutsgefährdungsquote - im
Jahr 2016 in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg mit 11,9 % und
Bayern mit 12,1 % am geringsten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, wies das bundesweit höchste Armutsrisiko Bremen mit 22,6 % auf,
gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,4 % und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4 %.
Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung der relativen
Einkommensverteilung.

AfD-Sprecher Meuthen im Verdacht der illegalen Parteienfinanzierung


 
„Swiss Connection“: Schweizer Goal AG finanzierte Anzeigen und Plakate für AfD-Politiker
 
Berlin, 30.08.2017 – Anonyme Geldgeber unterstützen die AfD seit Langem mit millionenschweren Wahlkampfhilfen. Zumindest Teile davon sind vermutlich illegal. Das belegt ein Bericht des ZDF-Magazins Frontal21. Demnach schaltete die Schweizer Goal AG Anzeigen und Großplakate für AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen, die dieser nicht als Parteispende deklariert hat. Diese Unterstützung hatte Meuthen bislang verheimlicht.
 
Nach Recherchen des ZDF Magazins Frontal 21 und des Recherchezentrums Correctiv hat die Schweizer PR-Agentur Goal AG eine Großplakat- und Anzeigenkampagne für den AfD-Sprecher Jörg Meuthen finanziert und dazu sein Einverständnis erhalten. Nach Einschätzung von LobbyControl handelt es sich dabei um eine Sachspende im Sinne des Parteienrechts. Es besteht der Verdacht der illegalen Parteienfinanzierung.

Die Goal AG hat bereits die AfD-Politiker Markus Pretzell und Guido Reil mit Geldzahlungen beziehungsweise Plakaten unterstützt. Im Fall von Pretzell hatte Goal-Chef  Alexander Segert gesagt, dass das Geld von einem Kunden der Agentur stamme. Reil wiederum hat ausgesagt, dass die Goal AG für die Großplakate im NRW-Wahlkampf einen „Auftraggeber“ gehabt hätte.

AfD profitiert seit Langem von dubioser Wahlkampfhilfe
Das Parteiengesetz verbietet anonyme Spenden, auch anonyme Sachspenden. „Guido Reils eigene Aussagen legen nahe, dass es sich hier um verbotene Strohmann-Spenden handelt“, sagt Ulrich Müller von LobbyControl. Angesichts der Parallelen zwischen den Unterstützungsaktionen für Jörg Meuthen und Guido Reil dränge sich der Verdacht auf, dass auch im Falle der Kampagne für Meuthen das Geld von anonymen Dritten kam.

„Meuthen muss jetzt vollständig aufklären, welche Maßnahmen die Goal AG zu seinen Gunsten durchgeführt hat, wie er darin eingebunden war und was er über die Finanzierung wusste. Es geht hier um keine Kleinigkeit: Die AfD profitiert seit Langem von millionenschwerer, höchst dubioser Wahlkampfhilfe – und die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wer dahinter steht“, sagt Müller. Die Goal AG hat bislang nicht auf eine Anfrage von LobbyControl geantwortet, von wem ihre Unterstützung von Jörg Meuthens Wahlkampf 2016 bezahlt wurde.

Meuthen versuchte, Kooperation mit Goal AG zu verschleiern

Bereits im Mai hatte Frontal 21 gezeigt, dass die Goal AG die Meuthens Webseite für die Landtagswahl erstellt hatte (jmeuthen.de, bereits länger offline). Damals hatte Meuthen dies LobbyControl gegenüber als „unentgeltlichen“ Freundschaftsdienst von Alexander Segert bezeichnet. Auf die Frage nach weiteren Projekten der Goal AG für ihn hatte Meuthen damals geantwortet, dass er die Goal AG nicht mit Projekten beauftragt habe und keine geschäftliche Beziehungen zu der Agentur hatte. „Meuthen hat noch im Mai versucht, das Ausmaß der Unterstützung durch die Goal AG zu verschleiern. Das ist nicht akzeptabel“, kritisiert Müller.

Gegenüber Frontal21 hat Meuthen die Anzeigen und Großplakate eingeräumt und behauptet, dass die Aktionen der Goal AG „nach eingeholter sorgfältiger juristischer Beurteilung weder eine Parteispende für die AfD noch eine Spende für mich persönlich“ darstellen würden. „Solange Meuthen nicht erklärt, auf welcher Basis diese Einschätzung beruht, ist seine Aussage nur als unbelegte Schutzbehauptung zu werten“, so Müller.

Bundestagsverwaltung prüft den Fall bereits
„Mit der Unterzeichnung einer Freistellungserklärung hat Meuthen an den Unterstützungsaktionen mitgewirkt und sie akzeptiert. Er kann sich deshalb nicht darauf berufen, dass es sich um eine unabhängige Aktion der Goal AG gehandelt habe“, erläutert Müller.  „Meuthen sollte seine juristische Stellungnahme für die Bundestagsverwaltung veröffentlichen." Diese prüft bereits, ob die von der Goal AG erstellte Webseite als Parteispende zu verstehen ist.

Das Thema Wahlwerbung aus anonymen Quellen hat damit unwiderruflich den AfD-Vorstand erreicht. „Mit Meuthen wusste ein AfD-Vorstandsmitglied von Anfang an, dass die Goal AG im Verborgenen den Wahlkampf der AfD unterstützte“, so Müller.

Hintergrund

Weitere Informationen zur verdeckten Wahlwerbung für die AfD finden Sie in unserer Online-Enzyklopädie Lobbypedia unter zwei Einträgen zur Goal AG und dem Verein zur Erhaltung der Rechtstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten

Energieexperte über Ende Gelände: „Einige tausend Tonnen CO2 weniger“ - taz.de

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Die Kraftwerksblockade im Rheinland hat die Stromversorgung nicht gefährdet, sagt Volker Quaschning. Aber einen Effekt hatte sie.

Schulanfang: Polizei kontrolliert Elterntaxis | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - Hallo Niedersachsen

Schulanfang: Polizei kontrolliert Elterntaxis | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - Hallo Niedersachsen



Schulanfang: Polizei kontrolliert Elterntaxis

Hallo Niedersachsen - 


Das neue Schuljahr hat begonnen. Eine gefährliche Zeit, denn gerade Schulanfänger sind im Straßenverkehr noch ungeübt. Doch häufig geht die Gefahr von den sogenannten Elterntaxis aus.

"Perfektion ist langweilig" | Monopol – Magazin für Kunst und Leben

"Perfektion ist langweilig" | Monopol – Magazin für Kunst und Leben



In der Werbung ist er ein Star. Jetzt stellt der Niederländer Erik Kessels seine Kunst im Düsseldorfer NRW-Forum aus

Neo Rauch - Gefährten und Begleiter | Offizieller Trailer HD | Jetzt im Kino



Website: http://NeoRauch-DerFilm.de Facebook: https://www.facebook.com/NeoRauch.Der... Neo Rauch ist einer der weltweit erfolgreichsten deutschen Maler seiner Generation. Seine Bilder faszinieren durch ihren rätselhaften Realismus, die Figuren scheinen wie aus der Zeit gefallen. Schlafwandlerisch gehen sie ihren Tätigkeiten nach. Das, was der Maler auf der Leinwand zeigt, bewegt sich zwischen Traum, Phantasie und schwer greifbarer Wirklichkeit, zugänglich und eigenwillig zugleich. Nie ist das Bildgeschehen eindeutig oder konkret – und doch zieht es den Betrachter in seinen Bann. Im Mittelpunkt des Films steht Neo Rauch selbst: Erstmals seit Jahren spricht er vor der Kamera über seinen Zugang zur Kunst, seine Bilderwelten und die vom frühen Verlust seiner Eltern geprägte Vergangenheit. Filmemacherin Nicola Graef zeigt den Künstler bei der Arbeit im Atelier, beobachtet den kritischen Austausch mit seiner Frau, der Malerin Rosa Loy, und diskutiert mit internationalen Sammlern, Galeristen und Kunstliebhabern das Phänomen Neo Rauch.

Auktionsrekord für Udo-Lindenberg-Zeichnung in Mainz | Monopol – Magazin für Kunst und Leben

Auktionsrekord für Udo-Lindenberg-Zeichnung in Mainz | Monopol – Magazin für Kunst und Leben



Ein Bild von Udo Lindenberg ist in Mainz für rund 12 000 Euro versteigert worden.

FÜR EINE NEUE FRIEDENS- UND ENTSPANNUNGSPOLITIK


Weltfriedenstag

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die
Bundesregierung, sich für eine neue und konsequente Entspannungspolitik
zwischen NATO und Russland einzusetzen. Der Krieg in der Ostukraine findet
trotz des Minsker Abkommens kein Ende. Die OSZE berichtete jüngst von 300
bis 1.500 Waffenstillstandsverletzungen täglich. Militärische Manöver
und Truppenverlegungen in Grenznähe, der Aufbau eines
NATO-Raketenabwehrprogramms in Osteuropa, der NATO-Beitritt Montenegros,
die Verlegung von atomwaffenfähigen Kurzstreckenraketen ins russische
Kaliningrad und konventionelle wie atomare Aufrüstung auf beiden Seiten
treiben die Eskalationsdynamik voran und haben ein gefährliches Niveau
erreicht. Besonders bedrohlich wird diese gegenseitige
Kräftedemonstration durch die sehr reale Gefahr einer möglichen
nuklearen Eskalation.

Die deutsche Regierung sollte in Osteuropa weiterhin ihren Einfluss auf die
nationalen und internationalen Konfliktparteien ausüben, um sie zu
ernstgemeinten Verhandlungen und Vertrauen schaffenden Maßnahmen zu
bewegen. Dazu gehört die Sicherung der bestehenden „Grundpfeiler der
europäischen Sicherheit“, insbesondere die NATO-Russland-Grundakte
sowie das Abkommen über die Reduzierung und Begrenzung konventioneller
Streitkräfte in Europa (KSE) und der Washingtoner Vertrag über nukleare
Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag). Im März 2015 hatte Russland seine
Mitarbeit in der KSE offiziell aufgekündigt, nachdem die USA angekündigt
hatten, für ein Manöver zeitweise rund 3.000 US-Soldaten ins Baltikum zu
verlegen. Russland und die USA werfen sich gegenseitig Verstöße gegen
den INF-Vertrag vor.

Sicherheit und Frieden in Europa kann es nur mit, aber nicht gegen Russland
geben. Die IPPNW spricht sich dafür aus, den Grundgedanken von Michael
Gorbatschow und Egon Bahr wieder aufzunehmen, dass wir alle in einem
gemeinsamen europäischen Haus leben und daher eine gemeinsame Sicherheit
brauchen. Die Friedensorganisation fordert zudem eine Abkehr von der
Sanktionspolitik, die zu einer Verhärtung auf politischer Ebene geführt
hat.

Die Initiative „Neue Entspannungspolitik JETZT!“, der die IPPNW
angehört, veranstaltet gemeinsam mit den NaturFreunden sowie
Gewerkschaften am  1. September 2017 um 16 Uhr am Brandenburger Tor in
Berlin eine Kundgebung zur Erinnerung an den Beginn des 2. Weltkrieges.

„In einer Welt, in der einzelne Politiker per Knopfdruck Hunderte von
Atomwaffen binnen Minuten zünden könnten, kann ein Konflikt jederzeit
eskalieren. Anders als vergangene Kriege würde ein Atomkrieg das
Überleben der gesamten Menschheit bedrohen. Es gibt daher nur eine
vernünftige Option: Wir brauchen eine neue und konsequente
Entspannungspolitik,“ erklärt der IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen, der
auf der Kundgebung für die IPPNW reden wird.

Weitere Informationen zu der Kundgebung unter
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/1-09-2017-Kundgebung_zum_Antikriegstag_2017.pdf
(Link:
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/1-09-2017-Kundgebung_zum_Antikriegstag_2017.pdf
)

Stereotype Instagrambilder: Blogger machen sich mit Video über Influencer lustig

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Die "Dandy Diary"-Blogger haben die Instagram-Accounts zahlreicher Influencer durchforstet und in Anlehnung an den Künstler Hans Eijkelboom Kategorien gebildet: Mädchen auf Inflatables, Mädchen mit süßen Hunden, Mädchen auf dem Coachella-Festival

Ai Weiwei wird 60 | Monopol – Magazin für Kunst und Leben

Ai Weiwei wird 60 | Monopol – Magazin für Kunst und Leben



Im Reich der Mitte verfolgt, im Westen wie ein Superstar gefeiert: Der chinesische Exil-Künstler und Polit-Aktivist Ai Weiwei wird 60

E-Mail Aktion: Zucker-Lobby: Hören Sie auf zu lügen! | foodwatch

E-Mail Aktion: Zucker-Lobby: Hören Sie auf zu lügen! | foodwatch



Die Zucker-Lobby agiert wie früher die Tabak-Konzerne: Sie täuscht, manipuliert und verbreitet falsche Informationen, um ihr Geschäftsmodell zu verteidigen. Will sie auf diese Weise verhindern, dass unsere Lebensmittel gesündere Rezepturen mit weniger Zucker bekommen? Die Methoden der Lobbyisten sind zweifelhaft, sie schrecken nicht mal davor zurück, die zuständigen Politiker im Bundestag anzulügen. Dem müssen wir gemeinsam etwas entgegen setzen: Fordern Sie die Zucker-Lobby jetzt auf, ihre Falschaussagen zu korrigieren!
foodwatch hat diese E-Mail-Aktion am 30. August 2017 gestartet.

Infobrief 06/2017 / Offener Brief an Schulz / Enspire Award

Infobrief 06/2017 / Offener Brief an Schulz / Enspire Award



  • Offener Brief an Martin Schulz zu SPD-Klimaschutzzielen
  • Bewerbung zum Enspire Award läuft

Kampf gegen Walfang in Japan: Sea Shepherd gibt vorerst auf - taz.de

Kampf gegen Walfang in Japan: Sea Shepherd gibt vorerst auf - taz.de



Die NGO stellt ihre Aktionen gegen die japanischen Fischfänger ein. Diese haben technologisch aufgerüstet und können die Aktivisten per Satellit orten.

Turkey's 12,000-year-old Hasankeyf settlement faces obliteration | World news | The Guardian

Turkey's 12,000-year-old Hasankeyf settlement faces obliteration | World news | The Guardian



Der
Bau des Ilisu-Staudamms in der Türkei ist seit Jahrzehnten umstritten.
Vermutlich wird nicht nur das Ökosystem im Tigris-Delta bedroht. Nun
sollen auch 12.000 Jahre alte Zitadellen zerstört werden, berichtet der Guardian. Mehr zur Geschichte des Damms nahe der Grenze zum Irak und Syrien hat Wikipedia.

South Asia Is Also Experiencing The Worst Flooding In Decades And The Photos Are Horrifying

South Asia Is Also Experiencing The Worst Flooding In Decades And The Photos Are Horrifying



In
Nepal, Bangladesch und Teilen Indiens sind bei Überschwemmungen durch
den Monsun in den letzten Tagen über 1.200 Menschen gestorben, berichtet
BuzzFeed.

Ausschreibungssystem fehlt Verlässlichkeit - BWE unterstreicht Bereitschaft an zügiger Korrektur mitzuarbeiten


Nach der 2. Ausschreibung für die Windenergie an Land zeigt sich, dass der Systemwechsel zur wettbewerblichen Preisfeststellung in dem für die internationale Leistungsstärke essentiellen deutschen Heimatmarkt schnell korrigiert werden muss. Nur durch ein zügiges Handeln des Gesetzgebers lässt sich eine gefährliche Schwächung der deutschen Windindustrie vermeiden, die stark in international dynamisch wachsenden Märkten präsent ist.

Hersteller- und Zulieferer brauchen angesichts der industruellen Zyklen zur Einführung von Innovationen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen. Diese sollte das Ausschreibungssystem mit klar erkennbaren jährlichen Realisierungsmengen gewährleisten. Heute wird klar, dass dies nicht der Fall ist. Die mit den Ausschreibungen staatlicherseits verordnete Reduzierung des Zubaus von heute über 4.000 Megawatt auf lediglich 2.800 Megawatt und die verunglückte gesetzliche Definition der neuen Akteursgruppe 'Bürgerenergie' macht die Berechenbarkeit des jährlich möglichen  Zubaus nahezu unmöglich.

"Damit wird den Akteuren der Branche die Grundlage für weitere Investitionen in die Energiewende genommen. Angesichts der durchschnittlich 3 bis 5jährigen Genehmigungsverfahren sind hiervon auch die Projektträger massiv betroffen. Insgesamt stehen so gut 143.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Bundestag und Bundesregierung müssen deshalb schnell handeln", so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.

Der BWE bleibt bei seiner bereits im November 2016 deutlich gemachten  Ablehung der Regelungen zur Bürgerenergie. Die Marktteilnehmer richten sich nach gesetzlichen Vorgaben, die der BWE für grundfalsch hält und die jetzt zu massiven Unsicherheiten für den Zubau ab 2019 sowie deutlichen regionalen Verzerrungen  führen. Wenn der Gesetzgeber etwas für von Bürgern getragene Projekte tun will, sollte es Ausnahmen von Ausschreibungen geben. "Wir wissen, dass sich die Bundesregierung angesichts der Kleinteiligkeit des deutschen Marktes mit der Nutzung einer solchen Ausnahme schwer tut. Allerdings haben wir bereits während des Gesetzgebungsverfahren deutlich gemacht, dass sich z.B. über die Definition der Projektgröße, der kommunalen Gebietszuschnitte und/oder der Zahl der Projekte, die von einem Projektierer begleitet werden, einfach handhabbare Kriterien finden lassen", machte Hermann Akbers deutlich. Frankreich hat die von der EU-Kommission zugelassene Möglichkeit von Ausnahmen genutzt. Deutschland kann dies ebenso.

"Wir sehen die Chance, dass der Gesetzgeber noch in der voraussichtlich letzten Plenarsitzung vor der Bundestagwahl aktiv werden kann. Mit wenigen Korrekturen lässt sich weiteres Unheil vermeiden. Die BImSchG-Genehmigung und die 24+6monatige Umsetzungsfrist müssen zu generellen Voraussetzungen für die Ausschreibung schon in der nächsten Runde werden", macht Hermann Albers deutlich, der dem Gesetzgeber auch die klare Bereitschaft des Branchenverbandes zur gemeinsamen Arbeit für die Stärkung der Windindustrie und die erfolgreiche Energiewende zusicherte. "Wir wollen, dass die Bundesregierung die Zusagen aus Paris und zum deutschen  Klimaschutzplan einhalten kann. Wir unterstützen Bundesregierung und Bundestag in den gemeinsamen Anstregungen Klimaschutz und ökonomischen  Erfolg zu verbinden." 

Da die fehlerhafte Regelung der Bürgerenergie spekulative Gebote auf eine heute noch nicht in Genehmigungen abgebildete Anlagentechnologie bewirkt hat, fordert der BWE zusätzlich die Bundesnetzagentur auf, den Höchstpreis für die Ausschreibung am 1. November neu festsetzen.

Nur so lässt sich erreichen, dass bestehende, an klar definierte Anlagentypen gekoppelte Genehmigungen werthaltig bleiben. Sie wurden durch die Unternehmen solide und mit hohem finanziellem Aufwand erarbeitet,  und durch einen deutlich messbaren Personalaufwand in staatlichen Behörden erbracht. Für die Zukunft wird es erforderlich, typenfreie Genehmigungen zu schaffen.
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