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31. Oktober 2016

Martin Luthers Judenschriften - Die dunkle Seite der Reformation (Archiv)

Martin Luthers Judenschriften - Die dunkle Seite der Reformation (Archiv)



Wenn demnächst 500 Jahre Reformation gefeiert werden, drängt sich auch die Frage nach Martin Luthers Antisemitismus auf. Zentrales Dokument seines Judenhasses ist die 1543 entstandene Schrift "Von den Juden und ihren Lügen". Welches Erbe hat Luther damit hinterlassen?
"Tod durch den Strang" lautet das Urteil. Obwohl Julius Streicher, der angeklagte Judenhetzer und Herausgeber des antisemitischen Schmierblattes "Der Stürmer" während des Nürnberger Prozesses bis zuletzt versucht hatte, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Etwa mit dieser Aussage zu seinem Judenhass:
"Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meiner Stelle…"

Martin Luthers Judenschriften - Die dunkle Seite der Reformation (Archiv)

Martin Luthers Judenschriften - Die dunkle Seite der Reformation (Archiv)



Wenn demnächst 500 Jahre Reformation gefeiert werden, drängt sich auch die Frage nach Martin Luthers Antisemitismus auf. Zentrales Dokument seines Judenhasses ist die 1543 entstandene Schrift "Von den Juden und ihren Lügen". Welches Erbe hat Luther damit hinterlassen?
"Tod durch den Strang" lautet das Urteil. Obwohl Julius Streicher, der angeklagte Judenhetzer und Herausgeber des antisemitischen Schmierblattes "Der Stürmer" während des Nürnberger Prozesses bis zuletzt versucht hatte, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Etwa mit dieser Aussage zu seinem Judenhass:
"Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meiner Stelle…"

Harald D. aus Hamburg E. / Gruppe Gutzeit




Veröffentlicht am 30.10.2014
Ein kleiner Song über einen Mann, der eine gute Idee hatte, aber alles alleine machen wollte. Am Ende stand er mit leeren Händen da. Er hielt das Wort Solidarität für eine linke Erfindung ...



Weltpremiere: In Frankreich erzeugen Straßen jetzt Solarstrom | Greenpeace Magazin

Weltpremiere: In Frankreich erzeugen Straßen jetzt Solarstrom | Greenpeace Magazin



Die französische Energieministerin Ségolène Royal will in den kommenden fünf Jahren rund 1000 Kilometer Straße mit Solarzellen auslegen lassen.

Verluste der deutschen Banken: Auf der Spur des verlorenen Geldes - taz.de

Verluste der deutschen Banken: Auf der Spur des verlorenen Geldes - taz.de



BERLIN taz | Eine Billion Euro sind einfach weg. Verschwunden. Dieses deutsche Vermögen gibt es nicht mehr; es ist im Ausland abhandengekommen. Doch niemand regt sich auf. Die allermeisten Deutschen wissen nicht einmal, dass Jahr für Jahr Milliarden verlorengehen.

Der Postillon: Rufschädigung: Brauerei verbietet EU-Kommissar, den Namen Oettinger zu verwenden

Der Postillon: Rufschädigung: Brauerei verbietet EU-Kommissar, den Namen Oettinger zu verwenden



Oettingen (dpo) - Die Brauerei Oettinger aus Bayern sieht ihren guten Ruf durch den deutschen EU-Kommissar Günther Oettinger beschmutzt. Nun ging der Bierhersteller juristisch gegen den Politiker vor und untersagt ihm, öffentlich den Namen "Oettinger" zu verwenden. 

Petition · EU-Parlament: Führen Sie endlich einen Globalen Mindestlohn ein: 1 Dollar/Stunde als Menschenrecht. · Change.org

Petition · EU-Parlament: Führen Sie endlich einen Globalen Mindestlohn ein: 1 Dollar/Stunde als Menschenrecht. · Change.org



Führen Sie endlich einen Globalen Mindestlohn ein: 1 Dollar/Stunde als Menschenrecht.

E-Auto-Quote in China schreckt deutsche Autokonzerne auf - SPIEGEL ONLINE

E-Auto-Quote in China schreckt deutsche Autokonzerne auf - SPIEGEL ONLINE



China schockiert die deutsche Autoindustrie mit einer neuen E-Auto-Quote. Hersteller sollen entsprechend ihrer Fahrzeugverkäufe einen festen Anteil Elektroautos vorweisen - oder ihre Produktion drosseln.

Greenpeace-Kommentar zur geplanten E-Auto-Quote in China

Berlin, 31. 10. 2016 – China plant eine ehrgeizige Quote für Elektroautos, berichten mehrere Medien. Schon ab dem Jahr 2018 sollen Hersteller auf dem weltgrößten Automarkt einen festen Anteil E-Autos nachweisen. Dieser Anteil soll Jahr für Jahr angehoben werden. Es kommentiert Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup:


„Der Verbrennungsmotor stirbt viel schneller, als es die deutsche Autolobby wahrhaben will. Wenn die deutsche Schlüsselindustrie ihrer Modellpalette nicht rasch umbaut, verpasst sie ähnlich wie die großen Energieversorger den Anschluss an die Zukunft. Das Ziel muss sein, ab 2025 nur noch emissionsfreie Autos zu verkaufen, statt sich weiter an den Diesel zu klammern. Bei VW, Daimler und BMW müssen jetzt endlich die Ingenieure Vollgas geben, statt wie bisher die Lobbyisten.“ 

Martin Luther - Antisemit, Sexist und Anti-Revolutionär

Martin Luther - Antisemit, Sexist und Anti-Revolutionär



31.10.2016: Das Lutherjahr beginnt.
Er war geistiger Brandstifter von Holocaust und mittelalterlicher Aufstandsbekämpfung, zudem theologischer Wegbereiter des Absolutismus, Frauenhasser, Befürworter des Mordens an Andersgläubigen und Gebrechlichen. Das soll nun gefeiert werden. Von Staat und Kirche. Widerlich!

Martin Luther

Luther, der Frauenhasser:

"Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, daß die Männer durch sie geboren werden."

"Will die Frau nicht, so komm' die Magd!"

"Ob sie sich aber auch müde und zuletzt todt tragen, das schadet nichts, laß' sie nur todt tragen, sie sind darumb da."

"Darumb hat das Maidlein ihr Punzlein, daß es dem Manne ein Heilmittel bringe."

"... wer mag alle leichtfertigen und abergläubischen Dinge erzählen, welche die Weiber treiben... es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, daß sie sich äffen und trügen lassen."

30. Oktober 2016

Greenpeace: "Pestizid-Standards der Supermärkte sind zu lasch" - Utopia.de

Greenpeace: "Pestizid-Standards der Supermärkte sind zu lasch" - Utopia.de



Greenpeace hat in einer aktuellen Untersuchung die zehn führenden deutschen Supermärkte gefragt, wie sie den Einsatz von Pestiziden regeln. Das Ergebnis: Alle müssen ihre Anstrengungen deutlich erhöhen.

Greenpeace: "Pestizid-Standards der Supermärkte sind zu lasch" - Utopia.de

Greenpeace: "Pestizid-Standards der Supermärkte sind zu lasch" - Utopia.de



Greenpeace hat in einer aktuellen Untersuchung die zehn führenden deutschen Supermärkte gefragt, wie sie den Einsatz von Pestiziden regeln. Das Ergebnis: Alle müssen ihre Anstrengungen deutlich erhöhen.

Der "BLAUE ENGEL" im Alltag



Veröffentlicht am 09.01.2015
Das Video zeigt kurz und kompakt, wo der Blaue Engel uns im Alltag überall begegnet.

Der Blaue Engel – Gut für mich. Gut für die Umwelt. Über 12.000 umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen von rund 1.500 Unternehmen sind mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Mehr Informationen unter: https://www.blauer-engel.de/de


In der Türkei arbeiten minderjährige Flüchtlinge für europäische Modeketten - Utopia.de

In der Türkei arbeiten minderjährige Flüchtlinge für europäische Modeketten - Utopia.de



In türkischen Textilfabriken werden offenbar Flüchtlingskinder aus Syrien ausgebeutet. Illegal beschäftigen die Firmen Flüchtlinge, die schlecht bezahlt und rechtlos für internationale Modemarken wie Asos, Zara und Mango produzieren. Das zeigen Undercover-Recherchen der BBC.

Joschka Fischer

„Zimmermann ist als Löwe gesprungen und als Bettvorleger gelandet.“

Joschka Fischer

Rente muss gerecht bleiben | Team Sahra

Rente muss gerecht bleiben | Team Sahra



GUTE RENTE FÜR ALLE 

STATT LOBBYPOLITIK FÜR UNTERNEHMEN UND FINANZMAFIA

"Problemen die Stirn zu bieten, ist entscheidende Triebfeder für den Erfolg beim Umweltschutz"




Würzburg (ots) - "Die Bereitschaft, Problemen die Stirn zu bieten, ist entscheidende Triebfeder für den Erfolg beim Umweltschutz - für Ihre Erfolge, liebe Preisträger, und für die erfolgreiche Arbeit der Umweltstiftung. Ihre Leistungen bestätigen mir: Wir können optimistisch in die Zukunft schauen. Wir können guten Mutes sein, ein Verhalten zu erlernen, das die Reichtümer unseres Planeten zu schätzen und die Grenzen seiner Belastbarkeit zu respektieren weiß." - Mit diesen Worten würdigte heute in Würzburg Bundespräsident Joachim Gauck die neuen Träger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die DBU selbst im 25. Jahr ihres Bestehens. Aus seinen Händen nahmen in Würzburg der Unternehmer Bas van Abel (39, Amsterdam), die Wissenschaftlerin Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke (64, Cottbus) und der Unternehmer Walter Feeß (62, Kirchheim/Teck) den höchstdotierten unabhängigen Umweltpreis Europas in Empfang. Van Abel erhält 250.000 Euro. Die zweite Hälfte des Preisgeldes teilen sich Mettke und Feeß.

Hartnäckige Überzeugungsarbeit - getragen von ökologischer Verantwortung

Vor rund 1.200 Festgästen - darunter Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Stamm, die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und ihr niedersächsischer Amtskollege Stefan Wenzel, der Vorsitzende der ökologischen Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz und Weihbischof in der Erzdiözese Freiburg Dr. Bernd Uhl sowie der Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Georg Bednorz - betonte Gauck, der Bausektor gehöre zu den Wirtschaftsfeldern, für die besonders große Mengen hochwertiger Rohstoffe benötigt würden. Deren Recycling sei deshalb umso wichtiger. Durch die Preisträger Mettke und Feeß habe sich herumgesprochen, wie erfolgreich sich Baustoffe für den Straßen- und Gebäudebau wiederverwenden ließen. Die Bereitschaft dazu hätten beide entscheidend befördert - als Wissenschaftlerin und als Unternehmer. Triebfedern des Erfolgs seien dabei die unermüdliche Suche nach neuen Möglichkeiten und hartnäckige Überzeugungsarbeit - getragen von ökologischer Verantwortung.

"Impulse geben, um Nachhaltigkeit Alltag werden zu lassen"

Auch Preisträger van Abel weise Wege zu verantwortungsbewusstem Handeln. Beim Fairphone gehe es um einen fairen Ausgleich von Umweltschutz, wirtschaftlichen Interessen und sozialen Belangen. Hochachtung zollte Gauck dem Preisträger dafür, wie er diese komplexe Aufgabe gemeistert habe - von der Gewinnung der Rohstoffe über die Fertigung der Geräte bis hin zur Reparatur und zum Recycling. Umweltschutz sei stets angewiesen auf zahlreiche Mitstreiter, auf den Ideenreichtum und den Forscherdrang, auf die Leidenschaft und die Überzeugungskraft der Vielen. Denn die Zuversicht, dass grünes Wachstum gelingen könne, dass die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie keine Utopie sei, gründe in der Vielfalt der Möglichkeiten, sich einzubringen und mitzuwirken. Er wünsche sehr, so der Bundespräsident, dass das Beispiel aller drei Preisträger Schule mache und dass ihre Leistungen "Impulse geben, um Nachhaltigkeit Alltag werden zu lassen".

DBU sensibilisiert Millionen Menschen in Deutschland für die Bedeutung ökologischer Zusammenhänge

Das Staatsoberhaupt würdigte aber auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt anlässlich ihres 25. Geburtstags in diesem Jahr. Bundespräsident und DBU verbinde eine lange, ausgezeichnete Partnerschaft. Bereits die Genese der DBU bestätige, dass Ökonomie und Ökologie keine Gegensätze sein müssten. Schon die Gründerväter hätten auf das Potenzial der kleinen und mittelständischen Unternehmen gesetzt. Denn umweltfreundliche Verfahren, Dienstleistungen und Produkte seien Motor für Wachstum und Arbeitsplätze. Dabei sei vor 25 Jahren Skepsis gegenüber der "Green Economy" in den klassischen Industriezweigen allerdings noch weit verbreitet gewesen. Die Fördermaßnahmen der DBU hätten deshalb einen doppelten Effekt: Sie trieben die Entwicklung umweltschonender Produkte und Verfahren an. Zugleich gelinge es, Sorgen abzubauen, Umweltschutz schade der Wettbewerbsfähigkeit. Die DBU habe Millionen Menschen in Deutschland für die Bedeutung ökologischer Zusammenhänge sensibilisiert. Ihre Förderprojekte bewiesen, wie viele Möglichkeiten es gebe, durch Umwelt- und Ressourcenschutz Lebensbedingungen zu verbessern. Der Bogen spanne sich vom Klima-, Boden- und Gewässerschutz über den Schutz der Artenvielfalt, den sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen bis zur umweltgerechten Abfallverwertung und zu verantwortungsbewusster Ernährung.

"Substantielle Minderung der Treibhausgase steht uns noch bevor"

Als Ansporn und Ermutigung wertete Gauck die Dynamik, die den Ratifizierungsprozess des Klimaschutzabkommens von Paris vorangetrieben habe. Dass auch die USA, China, Indien und die Europäische Union das Abkommen ratifiziert haben, sei ein großer diplomatischer Erfolg, bei dessen Zustandekommen sich die Bundesregierung stark habe einbringen können. Insgesamt erlebten wir in diesen Wochen eine erfreuliche Koalition von Staaten, die sich weniger als ein Jahr nach der Klimaschutzkonferenz von Paris auf das Inkrafttreten des Abkommens hätten einigen können. Gauck: "Aber wir wissen auch, die eigentliche Bewährungsprobe, die substantielle Minderung der Treibhausgase, steht uns noch bevor."

Klima- und Umweltschutz insgesamt nicht zuletzt eine Frage des Verhaltens

Gefordert sei nicht nur die Politik. Denn Klima- und Umweltschutz insgesamt seien nicht zuletzt eine Frage des Verhaltens, auch des Kaufverhaltens des Einzelnen. Diese Erkenntnis sei nicht neu, sie aber zu beherzigen, falle dennoch schwer. Umweltschutz überall mitzudenken, sei ein mühsamer, manchmal unbequemer Lernprozess. Technologischer Fortschritt könne umweltschonendes Verhalten in vieler Hinsicht erleichtern. Gauck: "Aber die kritische Selbstbefragung, wie wir wohnen und uns fortbewegen, was wir konsumieren und wie wir mit Dingen verfahren, die wir nicht mehr brauchen, diese Selbstbefragung wird deshalb nicht entbehrlich." Denn mehr Energieeffizienz bedeute nicht unbedingt, dass tatsächlich Ressourcen eingespart werden. Manchmal reagierten wir Menschen - hocherfreut über die Sparsamkeit effizienter Produkte -, indem wir mehr kauften und mehr verbrauchten als notwendig. Jeder Konsument könne und solle hier verantwortungsvoll entscheiden. Gauck: "Wir dürfen uns ruhig zutrauen, unsere eigenen Konsumgewohnheiten und Ansprüche hin und wieder zu prüfen. Was lässt sich ändern, was kann ich verbessern?"

Mit unglaublich viel Mut, Engagement, Idealismus und gegen zahlreiche Widerstände

In einer von "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers moderierten Gesprächsrunde gingen als Mitglieder der Jury des Deutschen Umweltpreises, auf deren Vorschlag hin das Kuratorium der Stiftung die jeweiligen Preisträger eines Jahres auswählt, Prof. Dr. Katharina Hölzle, Inhaberin des Lehrstuhls für Innovationsmanagement und Entrepreneurship der Universität Potsdam, und Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, auf die Leistungen der Preisträger 2016 ein. Hölzle und Schön betonten, alle drei Preisträger lösten "vertrackte Probleme", für die es keine einfachen Lösungen gebe, mit unglaublich viel Mut, Engagement, Idealismus und gegen zahlreiche Widerstände. Als Macher und Idealisten schafften sie es, Lösungen umzusetzen und die sehr komplexen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen konkret anzupacken.

Beton umweltverträglicher gemacht und Rohstoffverbrauch in neue Bahnen gelenkt

Hölzle unterstrich, Mettke und Feeß stünden für ein Umdenken in einer traditionell sehr konservativen Branche. Sie machten Beton umweltverträglicher und lenkten den Rohstoffverbrauch in neue Bahnen. Mettke arbeite seit 40 Jahren an der Thematik. Dass in Berlin für Hochbau-Neubauten jetzt und zukünftig Recyclingbeton eingesetzt werden müsse, sei Angelika Mettkes Verdienst. Mit seiner ökonomischen und ökologischen Denkweise nähere sich Walter Feeß mit seinem Vorzeigeunternehmen dem Baustoffrecycling von der praktischen Seite. Von Widerständen habe er sich nie beeindrucken lassen. In seiner Branche sei er immer vorangegangen.

"Wirtschaft und Ökologie in eine neue Balance gebracht"

Zu van Abel betonte Schön, er habe ein Problem global gelöst, das die Großunternehmen der Branche nicht angingen und gezeigt, dass es auch anders geht. Bei seiner Handyproduktion betrachte er auch, wie es den Menschen in einem transparenten Produktionsprozess gehe, wie ihre Arbeitsbedingen, ihre Löhne seien. Banken hätten ihn nicht unterstützt, über Crowdfunding - also das Einwerben von finanziellen Unterstützern - habe er sich finanziert und sein reparaturfähiges, länger nutzbares Produkt auf den Weg gebracht. Schön: "Sie haben Wirtschaft und Ökologie in eine neue Balance gebracht und gezeigt, dass nachhaltige Wirtschaftsweise möglich ist und Fairness und Gewinnstreben zusammenzubringen sind."

"'Umweltschutz muss Freude machen' Leitspruch unserer Arbeit"

Nachdem Gauck und die DBU-Kuratoriumsvorsitzende und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, die Auszeichnungen überreicht hatten, wies DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann in seinen Schlussworten darauf hin, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit heute - durchaus nach Rückschlägen - in der Mitte aller gesellschaftspolitischen Institutionen angekommen seien. Den Durchbruch habe im Vorjahr das Klimaschutzabkommen von Paris gebracht, das nun tatsächlich in Kraft treten werde. Bundespräsident Gauck habe diesen Prozess maßgeblich gefördert: Zum einen durch seine zutreffenden Worte zur Bedeutung des Umweltschutzes, wonach Umweltschutz ein zivilisatorischer Lernprozess ist, der uns ein Leben lang begleitet. Zum anderen habe Gauck fünfmal in Folge den Deutschen Umweltpreis überreicht, obwohl sicher auch andere Themen weit vorne auf der Agenda gestanden hätten. Bottermann an Gaucks Adresse: "Eines bleibt für uns immer mit Ihrer Amtszeit verbunden: die in Osnabrück 2013 geborene Formulierung 'Umweltschutz muss Freude machen' ist der Leitspruch unserer Arbeit."

Demokratie für Sudbury | WeAct

Demokratie für Sudbury | WeAct



Sehr geehrter Herr Dr. Ludwig Spaenle,

>> Bayern entwickelt die Qualität im Schulwesen konsequent weiter <<

steht auf Ihrer Webseite https://www.km.bayern.de/.
Und jetzt soll die Sudbury-Schule in der Gemeinde Reichling verboten werden.
Etwa 45 Schüler, die ihre Schule lieben sind schockiert - ebenso Eltern und Lehrer.
Ein gerade erst vor 2 Jahren gestartetes Projekt, bei dem Demokratie am lebendigen Leibe gelebt wird, soll so im Keim erstickt werden.

Ich möchte, dass die Sudbury-Schule ihren Betrieb fortführen kann und appelliere an Sie, das verhängte Verbot aufzuheben.

Warum ist das wichtig?

Die Welt schreit nach demokratischen Schulsystemen ohne Zwang, aber in Bayern hat man hierfür kein Ohr.
Eine sehr wichtige Chance, Integration zu praktizieren und in Form von Projekten zu erproben, was möglich ist, wird schlicht weggeworfen. Unter dem Aspekt der z. Zt. herrschenden Herausforderungen bei der Bewältigung der Zuwanderung wäre ein internationales Lernen schon im Kindesalter absolut notwendig.

Lernfabriken ...meutern! - Bildung ist anders, Bildungsprotestkonferenz vom 18. bis 20. November 2016 in Duisburg/Essen.


Die Bedingungen, unter denen Bildung stattfindet, sind katastrophal: völlig undemokratische Strukturen; Leistungsdruck durch Turboabitur, Notenwahn und Regelstudienzeit; soziale Ausgrenzung durch Gebühren und mangelnde Förderungsmöglichkeiten; wachsender Einfluss von Unternehmen; Unterfinanzierung vom Personal bis zur Gebäudeinstandhaltung; überarbeitete Lehrende; zu große Klassen und Kurse. Dies alles führt nicht nur zu miserablen Lehr- und Lernbedingungen, es macht Menschen krank. Daher ist es auch kein Geheimnis mehr: Das derzeitige Bildungs- und Wissenschaftssystem ist gescheitert. Es wird den Ansprüchen, die seit der Aufklärung erhoben werden, nicht ansatzweise gerecht.

Nehmen wir unsere Bildung selbst in die Hand – meutern wir die Lernfabriken! Lasst uns für eine Gesellschaft kämpfen in der echte Bildung möglich ist!

Mineralöl-Belastung: Ikea stoppt Verkauf von Donuts - McDonald's, Le Crobag, Happy Donuzz & Co. wollen belastete Produkte offenbar im Handel lassen


Berlin, 28. Oktober 2016. Wegen Verunreinigungen mit Mineralöl hat Ikea den Verkauf von Donuts gestoppt. Das erklärte die Möbelkette gegenüber der Verbraucherorganisation foodwatch. Einer Laboranalyse der Zeitschrift Öko-Test (Oktober-Ausgabe) zufolge war in den tiefgefrorenen "B & B Pinky"-Donuts aus dem Ikea-Sortiment eine "stark erhöhte" Konzentration der potenziell gesundheitsgefährdenden gesättigten Mineralöle (MOSH) nachgewiesen worden. Auf Anfrage von foodwatch teilte Ikea nun mit: "Alle Donuts werden mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment genommen und nicht mehr in Ikea Einrichtungshäusern verkauft. (...) Derartige Ergebnisse sind für Ikea nicht akzeptabel und werden auch nicht toleriert."

Andere Anbieter hingegen lassen ihre laut Öko-Test ebenfalls - zum Teil sogar noch stärker - belasteten Donuts offenbar vorerst im Angebot. Auf Anfrage von foodwatch nach den Konsequenzen aus dem Test verwiesen Le Crobag, McDonald's, Happy Donazz, Edeka, Globus und Real zwar auf Gespräche mit den Lieferanten, Minimierungsstrategien oder eine intensive Suche nach der Quelle der Verunreinigungen, aber nicht auf einen Verkaufsstopp. Backwerk, Dunkin‘ Donuts, Rewe und Tasty Donuts antworteten gar nicht auf die foodwatch-Anfrage.

"Ikea handelt konsequent, indem das Unternehmen den Verkauf belasteter Produkte unverzüglich stoppt", sagte Johannes Heeg von foodwatch. Er forderte die anderen Anbieter auf, die potenziell gesundheitsgefährdenden Donuts ebenfalls sofort aus dem Handel zu nehmen. "Der Nachweis von bedenklichen Mineralölkonzentrationen muss einen sofortigen Verkaufsstopp nach sich ziehen. Die höchst unterschiedlichen Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass wir den Schutz der Verbraucher nicht den Herstellern und Händlern überlassen dürfen. Bundesregierung und EU müssen endlich sichere Grenzwerte für Mineralöle vorschreiben."

Öko-Test hatte für seine aktuelle Ausgabe Donuts von 15 Anbietern untersucht. Alle erhielten die Note "ungenügend", unter anderem aufgrund von hohen Mineralölbelastungen. Bei elf Produkten waren die Werte für gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) laut Öko-Test "stark" oder "sehr stark" erhöht - MOSH reichern sich im menschlichen Körper an und können zu Organschäden führen. In vier dieser Produkte wurden laut Öko-Test zudem aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Diese gelten als potenziell krebserregend und erbgutschädigend. MOAH sollten daher auch nicht in kleinen Spuren in Lebensmitteln nachweisbar sein. foodwatch hat alle 11 Anbieter der Produkte mit stark erhöhten Mineralölwerten angeschrieben und nach Konsequenzen aus dem Testbericht gefragt. Die Antworten der Unternehmen dokumentiert die Verbraucherorganisation auf ihrer Internetseite.

Mit einer E-Mail-Aktion unter www.mineraloel-aktion.foodwatch.de fordert foodwatch die Europäische Kommission auf, die Verbraucher durch gesetzliche Vorgaben an die Hersteller vor den in zahlreichen Lebensmitteln vorkommenden Mineralölbelastungen zu schützen. In der vergangenen Woche hatten foodwatch-Aktivisten die bisher schon mehr als 100.000 Unterschriften aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis übergeben.


Link:
E-Mail-Aktion für einen besseren Schutz vor Mineralölbelastungen: www.mineraloel-aktion.foodwatch.de

Siemens speichert Windenergie als Wärme - News - Erneuerbare Energien Hamburg

Siemens speichert Windenergie als Wärme - News - Erneuerbare Energien Hamburg



Steine für die Energiewende: Eine Schüttung aus Basalt ist das Speichermedium, mit dem Siemens ab 2017 überschüssigen Windstrom speichert, um ihn bei Flaute ins Netz zu speisen. Gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem städtischen Energieversorger Hamburg Energie forscht das Unternehmen schon jetzt an der Speicherlösung, die Maßstäbe bei der Wirtschaftlichkeit setzt.

Armut und Ausgrenzung von Kindern nicht kleinreden

In Deutschland sind 19,6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Das belegt das Statistische Bundesamt mit den im Rahmen der Europäischen Vergleichsstatistik EU-SILC 2015 veröffentlichten Daten, die Mängel bei Ernährung, Heizen, Wohnung, Arbeitsmarktzugang der Eltern, Überschuldung und Einkommen auswertet. Katja Kipping, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Parteivorsitzende, erklärt zum Entwurf des Armuts- und Reichtumsbericht:

 „Die Bundesregierung versucht, die Armut und Ausgrenzung von Kindern kleinzureden. Fakt ist, dass ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in Armut und sozialer Ausgrenzung lebt. Dagegen helfen kein Kleinreden und Beschönigen, sondern politische Maßnahmen. DIE LINKE fordert mit Wohlfahrtsverbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften eine Grundsicherung für alle Kinder und Jugendlichen, die die Existenz und Teilhabe der Kinder und Jugendlichen ermöglicht, und den Ausbau der sozialen Infrastruktur und von Dienstleistungen. Nur so kann Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen beseitigt werden.“

Rüstungsexporte - Neues Rekordjahr für Deutschland

„Sigmar Gabriel hat die größten Steigerungen der Waffenexporte in der Geschichte der Bundesrepublik zu verantworten“, kommentiert der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Jan van Aken, die aktuellen Zahlen des Rüstungsexportberichtes, der am Mittwoch im Kabinett verhandelt wird, und dessen Zahlen bereits heute veröffentlicht wurden. Van Aken weiter:

„2015 war schon ein Rekordjahr, das er in diesem Jahr offenbar nochmals übertroffen hat: Für das erste Halbjahr 2016 dürften die Zahlen noch einmal deutlich höher als die von DPA gemeldeten vier Milliarden Euro liegen, da Sammelausfuhrgenehmigungen noch nicht berücksichtigt worden sind – diese allein machen ein bis zwei Milliarden Euro aus.  Diese dramatischen Zahlen zeigen, dass das ganze System der Exportkontrolle überhaupt nicht funktioniert. Wir brauchen jetzt endlich klare, gesetzliche Verbote und als allererstes ein sofortiges Verbot von Kleinwaffenexporten. Denn die Vorstellung, dass jeden Tag irgendwo auf der Welt mit deutschen Waffen und deutscher Munition gemordet wird, ist unerträglich.


Wenn sich die von dpa gemeldeten Zahlen bestätigen, ist der Anstieg der Rüstungsexporte in kriegsführende Länder ganz besonders besorgniserregend. Saudi-Arabien führt gerade einen brutalen Krieg im Jemen - trotzdem haben sich die Waffenexporte aus Deutschland an die Saudis offenbar verdreifacht. Gleiches gilt für den massiven Anstieg der Waffenexporte an die Türkei, die gerade dabei ist völkerrechtswidrig und gegen den Willen der dortigen Regierung im nächsten Nachbarland, dem Irak, eine militärische Eskalation zu riskieren. Damit macht sich Deutschland auch mitschuldig an den Toten in Jemen, Kurdistan und dem Irak.“  

Türkei: Konsequenzen ziehen aus Folterbericht

„Die aktuellen Berichte über Folter und Misshandlungen in der Türkei müssen Konsequenzen haben. EU-Beitrittsverhandlungen mit einem Folterstaat sind blanker Hohn und müssen sofort ausgesetzt werden. Jede weitere Polizei- und Waffenhilfe für die Türkei wäre verbrecherisch und muss gestoppt werden. Der UN-Sonderberichterstatter für Folter muss umgehend Zugang in die türkischen Gefängnisse erhalten“, fordert Sevim Dagdelen, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heute veröffentlichten Berichtes der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch über Folter in der Türkei. Dagdelen weiter: 

„Die Bundesregierung schweigt seit Langem zu den ernsthaften Berichten über Folter und Misshandlungen von Gefangenen, die bereits vor Monaten von Amnesty International veröffentlicht wurden. Durch diese Tatenlosigkeit und die gleichzeitige Unterstützung des Erdogan-Regimes mittels der Öffnung weiterer EU-Beitrittskapitel, die militärisch-polizeiliche Zusammenarbeit und die Entsendung der Bundeswehr fällt es Erdogan leicht, seine Gewaltpolitik durchzusetzen. Bei deutschen Rüstungsexporten ist die Türkei inzwischen von Platz 25 auf Platz 8 aufgestiegen. Damit wird klar, dass Erdogan seinen schmutzigen Krieg gegen die Kurden auch mit deutschen Waffen führt. Die Bundesregierung kann nicht einmal ausschließen, dass deutsche Exportwaffen an islamistische Terrormilizen in der Region weitergereicht werden.


Die Bundesregierung muss ihre Partnerschaft mit Erdogans Türkei beenden. Eine weitere Beihilfe für den Folterstaat Türkei darf es nicht geben. Die Bundeswehr muss aus der Türkei abgezogen und Waffenexporte gestoppt werden." 

Tarifflucht ist Ergebnis arbeitnehmerfeindlicher Politik

„Wer Tarifflucht ernsthaft bekämpfen will, muss sich ohne Wenn und Aber auf die Seite der Beschäftigten stellen. Betriebsräte- und Gewerkschaftsrechte gehören gestärkt, damit diese gegen das ständige Unterlaufen von Tarifverträgen oder die Zerschlagung von Belegschaften vorgehen können“, sagt Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, angesichts der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes, wonach 2014 nur noch 45 Prozent der Beschäftigten in einem tarifgebundenen Betrieb arbeiteten. Krellmann weiter:

„Niedriglohnsektor, Angst vor Hartz IV, ausufernder Befristungswahnsinn und der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen disziplinieren Belegschaften. Die Möglichkeit von OT-Mitgliedschaften für Arbeitgeber und die Einschränkung des Streikrechts tragen darüber hinaus dazu bei, dass sich Unternehmer ohne ausreichende Gegenwehr aus der Tarifbindung verabschieden. In den vergangenen Jahren wurde alles unternommen, um die Tarifbindung nachhaltig zu schwächen. Dass Arbeitgeber durch gesetzliche Öffnungsklauseln Tarifverträge immer häufiger dazu missbrauchen können, gesetzliche Mindeststandards legal zu unterlaufen, ist nicht nur das Vermächtnis rot-grüner Politik. Auch die derzeitige Bundesregierung folgt blind diesem Trend: Weniger Mindestlohn oder längere Arbeitnehmerüberlassung sind demnächst mit Tarifvertrag kein Problem. Das ist die Umkehr der Kernfunktion von Tarifverträgen und knallharte Politik gegen die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Arbeitgeber und ihre Verbände reiben sich derweil die Hände.

Tarifverträge sind dazu da, die Wettbewerbskonkurrenz auf dem Rücken von Beschäftigten zu verhindern. Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen bekommt angesichts der aktuellen Entwicklung einen neuen Stellenwert. Die Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen ist überfällig, denn Arbeitgeber missbrauchen ihr Vetorecht zunehmend, um gleiche und gute Standards einer Branche systematisch zu verhindern. DIE LINKE will den Arbeitgebern ihr Vetorecht nehmen und fordert die Bundesregierung auf, der Verbandsflucht der Arbeitgeber endlich einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben.“

Ungleichheit zwischen Frauen und Männern hat sich vergrößert

„Gleichstellung im Schneckentempo ist die Quintessenz des Gender Gap Reports. In Deutschland ist sogar Rolle rückwärts angesagt – seit 2006 ist Deutschland im weltweiten Ranking von Platz fünf auf Platz 13 abgerutscht. Das sollte ein Weckruf sein. Leider ist aus dem Hause Schwesig in dieser Legislatur nicht mehr viel zu erwarten, Lohngerechtigkeit auf jeden Fall nicht. Von den ohnehin dürftigen Eckpunkten ist nach zähen Koalitionsverhandlungen ein Entgeltgleichheitsgesetz übrig geblieben, bei dem sich die Frage stellt, welchen Sinn es jenseits eines Hakens an den Koalitionsvertrag hat“, sagt Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zur Veröffentlichung des aktuellen Gender Gap Reports des Weltwirtschaftsforums. Möhring weiter:

„Besonders erschreckend an den Ergebnissen des Reports ist vor allem ein Blick auf die einzelnen Bereiche. Hier wird Deutschland mit Platz 100 ein besonders katastrophales Zeugnis hinsichtlich der Bildungschancen ausgestellt. Aber auch gesundheitliche Chancen sind zwischen den Geschlechtern höchst ungleich. Wir brauchen dringend eine Debatte über den dahinter liegenden strukturellen Sexismus, eine Analyse der Wirkungen und einen umfassenden Maßnahmenkatalog. Ich will nicht 170 Jahre darauf warten, dass Frauen endlich volle Rechte und Möglichkeiten haben. Das sollte seit vorvorgestern so sein." 

De Maizière betreibt Politik der Ängstlichen

„Die hohe Taktzahl der irrationalen Vorschläge aus dem Innenministerium ist besorgniserregend. In Zeiten, in denen starke und überzeugte Demokraten gefragt sind, entscheidet sich Bundesinnenminister de Maizière lieber für eine Innenpolitik der Ängstlichen“, erklärt Frank Tempel, für die Fraktion DIE LINKE stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses, mit Blick auf aktuelle Meldungen zur Ausweitung der Videoüberwachung. Tempel weiter:

 „Was de Maizière bewusst ignoriert, ist, dass Videokameras noch niemandem zu Hilfe geeilt sind. Sie helfen höchstens, nachdem etwas passiert ist, bringen im Einzelfall also null Sicherheit. Wenn ein für die Verfassung zuständiger Innenminister für so ein Placebo unsere Grundrechte verkaufen will, ist er eine Fehlbesetzung. Wer in der Bundesregierung für sich in Anspruch nehmen will, verantwortungsvoll zu handeln, muss sich von dieser populistischen Innenpolitik fernab jeder Fakten und mit einer beliebigen Haltung gegenüber der Verfassung distanzieren.“

Angriff Bayerns auf Kinder- und Jugendhilfe zurückweisen

"Der erneute Angriff der bayerischen Landesregierung auf die Kinder- und Jugendhilfe ist nicht hinnehmbar", erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum erneuten Vorstoß der bayerischen Landesregierung auf der Jahreskonferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder in Rostock die Leistungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu kürzen. Müller weiter:

"Zum wiederholten Mal startet die bayerische Landesregierung unter dem Vorwand der Leistungseinschränkung und Präzisierung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einen Angriff auf die gesamte Kinder- und Jugendhilfe. Die Bayerische Landesregierung fordert erneut, dass über 18-jährige Jugendliche keine Hilfen mehr aus der Kinder- und Jugendhilfe erhalten sollen. Hier soll Geld zu Lasten von Heranwachsenden, die Unterstützung benötigen, gespart werden. Das ist zutiefst inhuman und fördert die gesellschaftliche Spaltung. DIE LINKE steht und kämpft für eine starke Kinder- und Jugendhilfe, damit alle Kinder und Jugendliche eine Zukunft haben und die Unterstützung bekommen, die sie brauchen."

Klare Kante gegen Erdogans Weg in die Diktatur

„Erdogan treibt die Türkei immer schneller in Richtung Diktatur und Bürgerkrieg. Verhaftungen und Ausreiseverbote von Oppositionspolitikern, Massenentlassungen im öffentlichen Dienst und ein Krieg gegen die Kurden im In- und Ausland mit zahlreichen Kriegsverbrechen türkischer Todesschwadronen und Sicherheitskräfte tragen die Handschrift des türkischen Präsidenten Erdogan", erklärt Sevim Dagdelen, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag. Dagdelen weiter: 

„Die Bundesregierung ist aufgefordert schnell zu handeln, statt weiter auf eine enge Partnerschaft zu setzen. Sie muss ein deutliches Zeichen in Richtung Ankara senden, dass sie den Weg der Türkei in eine islamistische Diktatur nicht unterstützt. Dies betrifft eine umgehende Einstellung der deutschen Waffenlieferungen, wie auch den Abzug der Bundeswehr aus der Türkei. Die Bundesregierung muss auch klarstellen, dass mit einem Staat, der die Todesstrafe einzuführen gedenkt und der Gebietsansprüche nicht nur gegenüber Syrien und dem Irak, sondern auch gegenüber den EU-Mitgliedsstaaten Griechenland und Bulgarien stellt, keine Beitrittsverhandlungen geführt werden können."

Minimalismus: 3 Methoden für Einsteiger

Minimalismus: 3 Methoden für Einsteiger



Minimalismus als Lebensstil heißt: bewusster Verzicht, um Platz für das Wesentliche zu schaffen. Dinge loszulassen fällt jedoch oft schwer. Diese Tipps helfen dir, innerhalb weniger Wochen minimalistisch(er) zu werden – und zu bleiben.

Erich Fried

„Das Leben wäre vielleicht einfacher wenn ich dich nicht getroffen hätte. Es wäre nur nicht mein Leben.“

Erich Fried

30 Jahre nach Sandoz-Chemieunglück: Wieder Lachse im Rhein


Hendricks: Sandoz-Katastrophe hat Umdenken in Politik und Wirtschaft bewirkt
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt legen neuen Gewässerbericht vor
Der Zustand der deutschen Flüsse hat sich weiter verbessert. Im Rhein und vielen weiteren Flüssen lassen sich deutlich mehr Fischarten als vor 30 Jahren beobachten. Lachse, die zwischenzeitlich fast ausgestorben waren, fühlen sich in deutschen Gewässern wieder heimisch. Die Donau weist in Teilen des Flusslaufes einen guten bis sehr guten ökologischen Zustand auf und schneidet unter allen deutschen Flüssen am besten ab. Bei Weser und Ems gibt es nach wie vor Handlungsbedarf, hier wie auch in anderen Flussgebieten kommt es dauerhaft zu hohen Nitrateinträgen in das Grundwasser. Vielfach belasten Quecksilber-Altlasten die Gewässerqualität. Alle Details zum Zustand der deutschen Flussgebiete enthält der neue Gewässerbericht zur Wasserrahmenrichtlinie, den Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt heute veröffentlicht haben. Laut dieser Richtlin ie sollen alle Flüsse und Seen, Küstengewässer und das Grundwasser bis spätestens zum Jahr 2027 in einem „guten Zustand“ sein. Bundesumweltministerin Hendricks: „Grundwasser, Seen, Flüsse sind unsere Lebensadern. Ihr Schutz hat oberste Priorität. Es gibt erste Erfolge: Wir haben heute viel mehr Kläranlagen. Hunderte Uferkilometer sind wieder naturnah und es gibt weniger Hindernisse für wandernde Fischarten. Am Ziel sind wir aber noch lange nicht. Jahrhundertelange Belastungen können wir nicht in kurzen Zeiträumen beseitigen. In den kommenden Jahren werden daher weitere Maßnahmen folgen müssen, zum Beispiel strengere Regeln für die Düngung.“
Die Ergebnisse zum chemischen Zustand der Flüsse sind zweigeteilt: 86 Prozent der Oberflächenwasserkörper (Flüsse und Seen) erreichen einen allgemein guten chemischen Zustand. Das bedeutet: die Flüsse weisen derzeit keine neuen Schadstoffbelastungen auf. Bezieht man jedoch Stoffe ein, die  seit sehr langer Zeit die Umwelt belasten und quasi allgegenwärtig sind - z. B. Quecksilber aus der jahrhundertelangen Verbrennung von Kohle oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe aus Weichmachern von Kunststoffen - fällt die Bewertung deutlich schlechter aus. Wegen dieser andauernden Belastungen ist kein „Oberflächenwasserkörper“, womit Seen, Flüsse, Flussmündungen und Küstengewässer gemeint sind, in einem guten chemischen Zustand. Die selbe Problematik trifft auch für viele Gewässer in anderen EU-Mitgliedsstaaten zu.

Beim Grundwasser erreichen 96 Prozent der Grundwasserkörper einen „guten mengenmäßigen Zustand“ und 64 Prozent einen „guten chemischen Zustand“. Dort, wo der der chemische Zustand als „schlecht“ bewertet wird, gibt es meistens zu hohe Nitratkonzentrationen. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA): „Die zu hohen Nitrateinträge, die unser Grundwasser belasten, stammen überwiegend aus der Landwirtschaft. Diese muss ihrer Verantwortung für sauberes Wasser gerecht werden. Wir brauchen daher dringend bessere rechtliche Vorgaben zur Düngung, um unser Grundwasser wirksam zu schützen.“ Wichtig wären beispielsweise die obligatorische Einführung einer betrieblichen Gesamtnährstoffbilanzierung und ein verbesserter Vollzug der zu novellierenden Düngeverordnung.

Der chemische Zustand der Gewässer wird in Deutschland anhand von europaweit einheitlich geregelten Anforderungen bewertet. Sie umfassen Umweltqualitätsnormen für 33 prioritäre Stoffe, wie Atrazin oder Benzol sowie für bestimmte andere Schadstoffe,  z. B. DDT sowie den Aktionswert für Nitrat nach der Nitratrichtlinie. Die Grundlage für die Anforderungen bildet die im Oktober 2000 in Kraft getretene europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Sie gilt als großer Meilenstein in der Wasserpolitik. Ihre Umsetzung trägt dazu bei, dass z. B. der Zustand des Rheins heute deutlich besser ist als beispielsweise zu Zeiten des Sandoz-Unglücks. Damals wurden 30 Tonnen Chemikalien freigesetzt. Nachdem es in der Nacht vom 31.10. auf den 01.11.1986 bei der Schweizer Chemiefirma Sandoz gebrannt hatte, gelangten etwa 10 Tonnen zum Teil hochgiftiger Pestizide über das Löschwasser in den Oberrhein. In dem rot gefärbten Fluss starben auf einer Strecke von etwa 400 Kilometern Fische und Kleinlebewesen. Sogar die Trinkwasserversorgung am Rhein war betroffen und musste in einigen Regionen zeitweilig umgestellt werden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: “Die damalige Katastrophe bewirkte ein Umdenken in Politik und Industrie. Die schon im Dezember 1986 beschlossenen Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Rheinwasserqualität und zur Störfallvorsorge sowie das ein Jahr später verabschiedete Aktionsprogramm Rhein führten zu einer deutlichen Verbesserung der Wasserqualität. Der Rhein hat sich heute wieder sehr gut erholt.“

Weitere Informationen:

Die Grundlage für die Bewertung der Gewässerzustände in Deutschland bilden heute umfangreiche Überwachungsprogramme. Die Überwachung der Oberflächengewässer und des Grundwassers hat zum Ziel, schlüssige Ergebnisse für die Bewertung des Gewässerzustands und einen Überblick über die Belastungen zu erhalten. Sie dient weiterhin als Grundlage für die Maßnahmenplanung und als Erfolgskontrolle, um zu sehen, ob die umgesetzten Maßnahmen auch die entsprechende Wirkung zeigen. Für die Überblicksüberwachung haben die Bundesländer in den Oberflächengewässern knapp 600 Messstellen festgelegt. Dazu kommen 14.000 Messstellen, die der operativen Überwachung der Oberflächengewässer dienen. 

Solarpanele vorgestellt: Tesla will auf die Dächer | tagesschau.de

Solarpanele vorgestellt: Tesla will auf die Dächer | tagesschau.de



Bislang stellt Tesla vor allem Autos her - doch das soll sich ändern. Firmenchef Musk hat neue Solardächer vorgestellt, die "genauso attraktiv" wie seine Elektroautos sein sollen. Doch vor der Serienproduktion muss er noch einige Probleme lösen.

Nach Berichten über Tierschutz-Probleme: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bauernfunktionär | tagesschau.de

Nach Berichten über Tierschutz-Probleme: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bauernfunktionär | tagesschau.de



Nach Berichten von NDR und SZ über massive Tierschutz-Probleme in Ställen von führenden Agrarverbandsvertretern sind Behörden aktiv geworden. Unter anderem ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster gegen den Vorsitzenden des Zentralverbands der Deutschen Schweineproduktion.
Von Oda Lambrecht und Christian Baars, NDR

Fukushima aktuell: Atomenergie-Werbeschild wird eingelagert | spreadnews.de | Nachrichten

Fukushima aktuell: Atomenergie-Werbeschild wird eingelagert | spreadnews.de | Nachrichten



Unsere heutigen Themen zum Wochenende:
  • Atomenergie-Werbeschild in Museum gebracht
  • Zeitrahmen zur Evakuierungsaufhebung für Bezirk von Kawamata
  • Fischfang-Fortschritte in Fukushima

AKW-Betreiber bringen Leuthard in Not - SonntagsZeitung - tagesanzeiger.ch

AKW-Betreiber bringen Leuthard in Not - SonntagsZeitung - tagesanzeiger.ch



Beznau-Betreiberin Axpo bestreitet die Gültigkeit wichtigster ­Sicherheitsbestimmungen – Politiker sind schockiert und halten die Sicherheitsgarantien der Energieministerin für hinfällig.

Deutscher Umweltpreis mahnt: natürliche Rohstoffe besser schützen und nachhaltiger nutzen

Deutscher Umweltpreis mahnt: natürliche Rohstoffe besser schützen und nachhaltiger nutzen
Mit DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann (2.v.r.) freuen sich die neuen Träger des Deutschen Umweltpreises der DBU über ihre Auszeichnung (v.l.): Walter Feeß., Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke und Bas van Abel
Quellenangabe: "obs/Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)/Peter Himsel"


Würzburg (ots) - DBU würdigt Unternehmer van Abel und Feeß und Wissenschaftlerin Mettke - Bundespräsident übergab Preise

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist zum 24. Mal vergeben. Aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck und der DBU-Kuratoriumsvorsitzenden und Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, nahmen heute in Würzburg der Unternehmer Bas van Abel (39, Amsterdam) sowie die Wissenschaftlerin Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke (64, Cottbus) und der Unternehmer Walter Feeß (62, Kirchheim/Teck) den höchstdotierten, unabhängigen Umweltpreis Europas in Empfang. Die DBU will mit der Auszeichnung der Pioniere und kreativen Wegbereiter für den Schutz und die nachhaltige Nutzung natürlicher Rohstoffe darauf hinweisen, dass entschlossenes Handeln zwingend nötig ist, um die Lebensgrundlagen des Planeten auch für zukünftige Generationen zu sichern. Die Erde werde in Teilen schon jetzt über ihre Belastungsgrenzen hinaus strapaziert. Van Abel erhält 250.000 Euro. Die zweite Hälfte des Preisgeldes teilen sich Mettke und Feeß.

Längerer Lebenszyklus für Smartphones und Beton

Die DBU würdigte den Gründer und Geschäftsführer von Fairphone B.A., Bas van Abel, weil er in der Informations- und Kommunikationsbranche neue Wege gefunden habe, um dem übersteigerten Verbrauch von Handys und Smartphones entgegenzutreten. Angelika Mettke von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg und Walter Feeß, Geschäftsführer der Heinrich Feeß Erdbau GmbH & Co. KG, trieben den Einsatz von wiederverwertbaren Betonteilen und Recycling-Beton voran. In beiden Branchen zerstöre der Abbau von Rohstoffen flächendeckend wertvolle Lebensräume. Es gebe aber Möglichkeiten, diese Nutzung zu drosseln, indem auf einen längeren Lebenszyklus der Produkte - seien es Smartphones oder Beton - gesetzt werde.

Van Abel: Sozial-, Arbeitsschutz- und Umwelt-Standards vor Ort verbessern

Van Abel verfolge das Ziel, ein nach ethischen Grundsätzen produziertes Smartphone mit möglichst geringem Schaden für die Umwelt und ohne Ausbeutung von Menschen herzustellen. Einzelbauteile des reparaturfreundlich konstruierten Fairphones wie Akku oder Display seien austauschbar, so dass Rohmaterialien durch längere Lebenszyklen geschont und Kreisläufe durch Recycling geschlossen würden. Sozial-, Arbeitsschutz- und Umwelt-Standards sollten vor Ort verbessert werden, damit die Menschen in Konfliktregionen zu fairen Konditionen beschäftigt würden und der Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich ausfalle. Für die gesamte Wertschöpfungskette habe Fairphone Strategien entwickelt, um die derzeit vorherrschenden Bedingungen zu verbessern. Damit setze Fairphone bewusst ein Zeichen gegen die heute gängigen Mobiltelefone, die mit wertvollen und oft nur unter großen Umweltbelastungen zu gewinnenden Metallen und Komponenten bestückt seien und nach wenigen Jahren ausgemustert oder weggeworfen würden, obwohl sie noch voll funktionstüchtig seien.

Mettke und Feeß: Eingefahrene Strukturen in der Rohstoffwirtschaft durchbrechen

Mettke und Feeß hätten eingefahrene Strukturen in der Rohstoffwirtschaft durchbrochen, dem sorglosen Umgang mit Ressourcen einen Riegel vorgeschoben und dem Grundsatz "Verwerten vor Deponieren" eine neue Qualität verliehen. Hinzu komme das Problem des Flächenverbrauchs. Denn für konventionellen Beton würden Schotter und Kies in großen Gruben abgebaut und über lange Wege zwischen Abbaugebiet und Baustelle transportiert. Der Flächenverbrauch sei immens und hinterlasse karge Landschaften, die aufwändig für die Natur wieder hergestellt werden müssten. Außerdem gingen wertvolle land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen verloren.

Umweltprobleme aus Abriss- und Rückbauprozesse für Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Altbeton aus Abbruch-Bauten für Recycling-Beton zu verwenden, sei ein wichtiges Standbein, um den Flächenverbrauch einzudämmen und Deponien zu entlasten. Mettke habe Umweltprobleme aus Abriss- und Rückbauprozessen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, Stoffkreisläufe neu gestaltet und damit viele neue qualifizierte Arbeitsplätze möglich gemacht. Als Wegbereiter für Recycling-Beton habe Feeß mit unternehmerischem Mut einen florierenden Baustoffhandel aufgebaut. Beide stellten die zentralen Fragen nach der Herkunft, der Herstellung und der Kreislaufwirtschaft und versuchten so, an den Systemen etwas zu ändern, zu verbessern.

Unternehmen müssen Umgang mit Ressourcen bewusster angehen

Die Preisträger selbst machten in Filmen, die während des Festaktes eingespielt wurden, ihre Positionen und Einstellungen noch einmal deutlich. Van Abel unterstrich, seine Vision sei, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und ihren Umgang mit Ressourcen bewusster angingen: "Jetzt ist es doch leider so: ökonomisch geht es aufwärts, ökologisch geht's aber den Bach runter. Wir müssen das ins Gleichgewicht bringen. Wirtschaft und Ökologie müssen sich zusammentun, Hand in Hand gehen. Das ist für mich die Zukunft." Wir wüssten zwar um die schlimmen Arbeitsbedingungen, unter denen verschiedene Mineralien, die für Smartphones benötigt werden, gewonnen würden. Wir wüssten "um die ganz alltägliche Kinderarbeit", dass es keine faire Mine im Kongo gebe, dort Krieg herrsche und Menschen nichts zu essen hätten, "aber wir sehen die Verbindung zwischen den Produkten und diesem Elend nicht mehr". Deshalb sei es für ihn das Wichtigste gewesen, auf diese Zusammenhänge hinzuweisen. Van Abel: "Unsere Kunden sollen ihr Fairphone kennen und sich dafür verantwortlich fühlen. Und ihr Mobiltelefon so lange nutzen, wie es nur geht. Denn: bei einer fünfjährigen statt einer zweieinhalbjährigen Nutzung müssen nur halb so viele neue Smartphones hergestellt werden. Und das ist dann ein riesiger Beitrag für den Umweltschutz."

Jährlich zwei Millionen Tonnen Bauschutt vermeidbar

Mettke forderte, es müsse bei den Menschen ein Umdenken einsetzen. Die Ressourcen, die nicht unendlich verfügbar seien, müssten viel sorgfältiger und besser genutzt werden. Sie habe einmal überschlagen, dass jährlich zwei Millionen Tonnen Bauschutt vermieden werden könnten, wenn die Betonplatten wieder eingesetzt würden. Nur: Von diesen potenziellen Material-, aber auch den Energieeinsparungen spreche niemand. Auch die Qualität der Betonelemente werde immer wieder in Frage gestellt. Dabei habe sie "über tausend Betonelemente geprüft, unterschiedliche Bautypen" und "sensationelle Festigkeitswerte feststellen können".

Verantwortung gegenüber kommenden Generationen gerecht werden

Auch Feeß kritisierte, dass er sich "oft alleine gelassen" fühle und immer kämpfen müsse. Die Akzeptanz von Recycling-Material und -Beton sei nicht so leicht zu erreichen. Dabei lägen die Vorteile auf der Hand. Sein Unternehmen bereite Abfälle wieder auf, wo sie anfallen. Das spare "enorm viele Lkw-Kilometer" und verringere Transportwege, Lärm, Kohlendioxid- und Feinstaubausstoß. Feeß: "Ein Riesenvorteil für unsere Umwelt." Er hoffe und wünsche sich, dass der Staat seiner Vorbildfunktion öfters gerecht werde und seine Gebäude in Recyclingbeton baue, denn dann "zieht der Privatmann umso schneller nach". Seine Vision sei, "dass die Leute irgendwann mal infiziert werden und wissen, es gibt keine Alternative. Wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen, wenn wir die Verantwortung gegenüber unseren kommenden Generationen gerecht werden wolle, dann müssen wir mehr unsere Abfälle verwerten."

Toner Low




Veröffentlicht am 14.06.2015
𝔗𝔬𝔫𝔢𝔯 𝔏𝔬𝔴 2005 ℜ𝔬𝔞𝔡𝔨𝔦𝔩𝔩 ℜ𝔢𝔨𝔬𝔯𝔡𝔷
𝔇𝔲𝔱𝔠𝔥 𝔖𝔱𝔬𝔫𝔢𝔯 𝔇𝔬𝔬𝔪 http://tonerlow.bandcamp.com/album/to...

1. 𝔇𝔢𝔳𝔦𝔩𝔟𝔬𝔱
2. 𝔊𝔯𝔞𝔰𝔰 08:40
3. ℑ𝔫𝔱𝔢𝔯𝔩𝔲𝔡𝔢 17:36
4. 𝔐𝔲𝔯𝔭𝔥𝔶 19:43
5. 𝔖𝔲𝔫𝔫 𝔒𝔣 26:39
6. 𝔑𝔶𝔪𝔯𝔬𝔡 (𝔚𝔢 𝔚𝔦𝔩𝔩 ℭ𝔬𝔫𝔮𝔲𝔢𝔯) 31:48


Rheinmetall: Boom mit Bomben | ZEIT ONLINE

Rheinmetall: Boom mit Bomben | ZEIT ONLINE



Der Rüstungskonzern Rheinmetall umgeht mit Tochterfirmen im Ausland deutsche Exportkontrollen und verdient prächtig. Auch am Bürgerkrieg im Jemen.

29. Oktober 2016

Friedrich Schiller

„Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.“

Friedrich Schiller

Ron Kritzfeld

„Engländer: teesüchtige Seetüchtige.“

Ron Kritzfeld

Chinesische Weisheit

"Eine Tasse Tee auf Erden
getrunken, ist weit besser als
die dicke Suppe im Totenreich
gelöffelt."

Chinesische Weisheit

Lucius Annaeus Seneca

Wenn ein Seemann nicht weiß, welches Ufer er ansteuern muß, dann ist kein Wind der richtige.

Lucius Annaeus Seneca 

Gorch Fock

Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen

Gorch Fock

Mutter Teresa

Morgen ist noch nicht gekommen, und gestern ist vorbei. Wir leben heute.

Mutter Teresa

Chinesische Weisheit

"In der Fremde einen alten
Freund zu treffen, ist wie
labender Regen nach langer
Trockenheit."

Chinesische Weisheit

Thomas von Aquin

Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.

Thomas von Aquin 

Johann Wolfgang von Goethe

Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.

Johann Wolfgang von Goethe

Pietro Metastasio

Oft verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.

Pietro Metastasio

Steigende EEG-Umlage: Können wir uns die Energiewende noch wirklich leisten?





Veröffentlicht am 24.10.2016
Jedes Jahr im Oktober wird die EEG-Umlage für das nächste Jahr festgelegt. Durch die EEG-Umlage hat die Energiewende ein vermeintliches Preisschild und viele halten sie inzwischen für unbezahlbar. Doch sind nur die erneuerbaren Energien für die steigenden Preise verantwortlich, sind fossile Energien wirklich preiswerter und können wir uns die EEG-Umlage bald wirklich nicht mehr leisten? Diese und andere Fragen beantwortet das Video.

Vorbilder für Deutschland: Norwegen und China machen konsequente Verkehrswende vor | Greenpeace Magazin

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Ab 2025 will Norwegen keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zulassen. Auch andere Länder treten für emissionsfreie Autos aufs Gas. In Deutschland ist die Idee unbeliebt, Verkehrsminister Dobrindt lehnt ein Aus für Verbrennungsmotoren als „Unsinn“ ab.

Vermeintlich billige Kohle ist eine Schuldenfalle | Greenpeace Magazin

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Internationale Umwelt- und Entwicklungsorganisationen warnen: Der Ausbau von Kohlekraftwerken in sogenannten Entwicklungsländern bedeutet keinen Fortschritt, sondern verstärkt die Armut der Bevölkerung noch.

CETA, Wallonien und die Sache mit Europa: Wir klären 10 Mythen auf | Campact Blog

CETA, Wallonien und die Sache mit Europa: Wir klären 10 Mythen auf | Campact Blog



CETA ist vor allem in einer Hinsicht rekordverdächtig: Selten hat ein Abkommen mehr Verwirrung gestiftet. Höchste Zeit für einen Fakten-Check.

28. Oktober 2016

goood - Deutschlands sozialer Mobilfunkanbieter




Hochgeladen am 29.09.2016
Du hast es täglich in der Hand! Wir wollen die Gesellschaft unterstützen und die Umwelt schützen. Deshalb haben wir goood gegründet! goood ist der soziale Mobilfunkanbieter Deutschlands. Unser Prinzip: Du telefonierst super günstig und unterstützt eine Hilfs- und Charity-Organisationen deiner Wahl oder die gemeinnützigen Vereine bei dir um die Ecke! Einfach Mal die Welt verbessern!

http://www.goood.de

Verschärfte Umweltvorschriften für Schiffe sind beschlossene Sache Von Eckart Gienke, dpa | Greenpeace Magazin

Verschärfte Umweltvorschriften für Schiffe sind beschlossene Sache Von Eckart Gienke, dpa | Greenpeace Magazin



Containerschiffe werden mit Schweröl angetrieben und gelten deshalb als besonders umweltbelastend. Doch damit ist bald Schluss. Strenge Umweltvorschriften könnten ein Zeitalter gasbetriebener Schiffe einleiten.

Pariser Klimaabkommen erfordert radikale Transformation der Wirtschaft statt fragwürdige Technologien zum Klimaschutz


Berlin/Aachen (ots) - Eine Woche vor Inkrafttreten des Pariser Klimaschutzabkommens haben das Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Heinrich-Böll-Stiftung die Staatengemeinschaft zu wirksamen Klimaschutzmaßnahmen und einer gerechten sozial-ökologischen Transformation aufgerufen. Dringend erforderlich seien der Ausstieg aus der Kohleverstromung, eine drastische Verringerung der CO2-Emissionen in der Landwirtschaft, der Schutz von Wäldern und Böden und die Abkehr von fossilen Brennstoffen im Verkehrssektor.

In einer gemeinsamen Publikation mit dem Titel "Kurswechsel 1,5 Grad. Wege in eine klimagerechte Zukunft" stellen die Organisationen die Gefahren der Erderwärmung für Ernährung und Ökosysteme dar und analysieren sogenannte negative Emissionstechnologien wie Geoengineering, Klimakompensation und den Anbau von Energiepflanzen. Diesen fragwürdigen Technologien werden Konzepte zur Einhaltung des in Paris vereinbarten 1,5-Grad-Ziels gegenübergestellt, die Klimagerechtigkeit und Armutsbekämpfung in den Mittelpunkt rücken.

"Es ist unvernünftig, kostspielig und ökologisch riskant, auf unerprobte Projekte zur Speicherung klimaschädlicher Gase oder zur chemischen Behandlung der Erdatmosphäre zu setzen. Wir brauchen rasche, realistische und wirklich wirksame Lösungen wie den Kohleausstieg, den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, das Verbot von Verbrennungsmotoren und den Schutz von Wäldern und Böden. Werden diese unerlässlichen Maßnahmen verschoben und stattdessen fragwürdige Technologien gefördert, dann schließt sich das kurze Zeitfenster für wirksamen Klimaschutz", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagte: "Klar ist, dass effektiver Klimaschutz und eine gerechte, nachhaltige Entwicklung nur gemeinsam gedacht werden können. Eine Zukunft für die Menschen auf diesem Planeten ist nur möglich, wenn wir nicht auf großtechnologische Lösungen setzen, sondern Energie- und Agrarwende schnellstmöglich vorantreiben. Denn Technologien wie das Geoengineering setzen darauf, in Zukunft CO2 aus der Atmosphäre zu saugen oder Sonnenlicht von der Erde fernzuhalten. Das ist eine gefährliche Ablenkung von den notwendigen Schritten, die wir bereits heute umsetzen können. Mit dem Pariser Abkommen ist der Kurswechsel überfällig."

"Die vage Hoffnung, wir könnten mit den Folgen eines um drei oder mehr Grad erwärmten Erdplaneten irgendwie umgehen, ist mehr als trügerisch. Es liegt mit in unserer Verantwortung, für das Leben von Millionen von Menschen Sorge zu tragen, indem wir uns konsequent für eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal 1,5 Grad einsetzen. Dies ist nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche und kulturelle Herausforderung, der wir uns nicht entziehen dürfen, die wir aber gemeinsam leisten können", erklärte MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel.

Die gemeinsame Publikation "Kurswechsel 1,5 Grad. Wege in eine klimagerechte Zukunft" ist im Internet zu finden unter www.bund.net/pdf/kurswechsel

Zeitumstellung am 30. Oktober: Wie Haushalte jetzt besonders viel Strom sparen

Tipps zum Reduzieren der Stromkosten
Höherer Verbrauch in den Wintermonaten
Langfristig sparen mit Online-Ratgebern

co2online gGmbH
Berlin (ots) - In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Dann gehen die Lampen im Haushalt wieder früher an - ein guter Zeitpunkt, um den eigenen Stromverbrauch zu prüfen. Denn hier gibt es in vielen Haushalten jede Menge Sparpotenzial. Darauf weist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH (www.co2online.de) hin.

In den Herbst- und Wintermonaten ist der durchschnittliche Stromverbrauch deutlich höher als im Frühjahr und Sommer. Das liegt daran, dass es früher dunkel wird und die meisten Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Die Folgen: Das Licht brennt länger, Elektrogeräte wie Fernseher, Computer oder auch Wasserkocher werden häufiger genutzt. In der kalten Jahreszeit lohnt es sich daher besonders, auf den Stromverbrauch zu achten.

Tipp 1: Lampentausch rechnet sich

Auch wenn die Glühlampen noch funktionieren, lohnt sich der Wechsel. Denn Energiesparlampen und LEDs verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen. Die Sparlampen sind zwar teurer in der Anschaffung, haben allerdings auch eine höhere Lebensdauer. Mittlerweile gibt es sie in den verschiedensten Helligkeitsstufen, Farbtönen und auch zum Dimmen.

Tipp 2: Heimliche Stromfresser abschalten

In der Winterzeit werden Elektrogeräte häufiger genutzt - ob in der Küche oder im Wohnzimmer. Auch hier machen sich ein paar einfache Tipps bezahlt: Ein Wasserkocher erhitzt Wasser für Heißgetränke oder zum Kochen am sparsamsten. Dabei sollte immer nur so viel Wasser eingefüllt werden, wie auch tatsächlich benötigt wird. Wichtig ist, Elektrogeräte nach dem Benutzen komplett vom Netz zu nehmen. Gerade Geräte wie Fernseher, Receiver, Stereoanlage oder Computer verbrauchen im Standby-Modus unnötig Strom. Hier helfen abschaltbare Steckerleisten, die es günstig in jedem Baumarkt gibt.

Tipp 3: Warmwasser-Verbrauch reduzieren

In vielen Haushalten wird das Wasser mithilfe eines elektrischen Durchlauferhitzers erwärmt. Das treibt die Stromkosten in die Höhe. Abhilfe schaffen einfache Maßnahmen: Zum Beispiel kostet Duschen wesentlich weniger als Baden. Mit einem Sparduschkopf lässt sich der Wasserverbrauch um rund die Hälfte senken. So muss auch viel weniger Wasser erhitzt werden. Wer seine Stromkosten noch weiter senken möchte, kann beim Wäschewaschen auf Vorwäsche und hohe Temperaturen verzichten. Wird die Wäsche statt im Trockner auf dem Wäscheständer getrocknet, spart auch das Geld. Und ganz nebenbei hilft es bei zu trockener Heizungsluft.

Noch mehr Tipps zum Senken der Stromkosten gibt es auf www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen.

Stromkosten vergleichen und dauerhaft senken

Mit dem "StromCheck" (www.co2online.de/stromcheck) kann der eigene Stromverbrauch in wenigen Minuten analysiert werden. Er liefert nicht nur einen Vergleich zu ähnlichen Haushalten, sondern auch individuelle Tipps zum Sparen. Wer seine Stromkosten langfristig überblicken und senken will, sollte ein Energiesparkonto (www.energiesparkonto.de) anlegen. Mit dem kostenlosen Online-Werkzeug und der passenden App "EnergieCheck" bleibt der Energieverbrauch im Blick und das Sparen fällt leichter - auch in der Winterzeit.

Über die co2online gemeinnützige GmbH

Die gemeinnützige co2online GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Mit onlinebasierten Informationskampagnen, interaktiven EnergiesparChecks und Praxistests motiviert co2online Verbraucher, mit aktivem Klimaschutz Geld zu sparen. Die Handlungsimpulse, die die Aktionen auslösen, tragen nachweislich zur CO2-Minderung bei. Unterstützt wird co2online dabei von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie einem Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

DBU erhält weitere 23 Flächen des Nationalen Naturerbes

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Haltern am See (ots) -
 Bund überträgt ehemalige Militärflächen - Bundesumweltministerin lobt Einsatz

Mehr Raum für Natur: Nach der heutigen Vertragsunterschrift übernimmt die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die DBU Naturerbe GmbH, mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 weitere 23 Flächen des Nationalen Naturerbes mit rund 9.000 Hektar vom Bund. Insgesamt ist sie dann als Treuhänderin verantwortlich für den Erhalt und die Entwicklung auf 70 vor allem ehemals militärisch genutzten Übungsplätzen mit rund 69.000 Hektar. "Das Nationale Naturerbe ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte", betonte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in Haltern. Über die vergangenen zehn Jahre hinweg sei es dem Bund gelungen, rund 156.000 Hektar dauerhaft für den Naturschutz zu sichern und nicht etwa zu privatisieren. "Die DBU spielt als größter Flächenempfänger im Nationalen Naturerbe eine tragende Rolle", erklärte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jens Spahn. Mit ihren Unterschriften besiegelten Hendricks, Spahn, Cajus Caesar als Vorsitzender des DBU Naturerbe-Beirates sowie DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann die Übertragung im Beisein von Johannes Remmel, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen, und Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel.

Meilenstein für Naturschutz nimmt weiter Gestalt an

Ein Meilenstein für den Naturschutz in Deutschland nimmt weiter Gestalt an: "Auf ehemals militärisch genutzten Flächen finden sie urwüchsig wirkende Landschaften, die in Deutschland ihresgleichen suchen: Vom Menschen wenig beeinflusste alte Kulturlandschaften und Wälder, die oft bis zum Horizont reichen", betonte Bottermann. Durch den geringen Nährstoffeintrag und aufgrund der speziellen Militärnutzungen haben sich dort kleinräumige, vielfältige Lebensräume etablieren können, die eine besondere Bedeutung für den Naturschutz hätten. Auf den DBU-Naturerbeflächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Damit leistet die DBU-Tochter einen Beitrag, um die Ziele der "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" zu erreichen. Darin formuliere der Bund beispielsweise das Ziel, fünf Prozent der deutschen Waldfläche bis 2020 einer natürlichen Entwicklung zu überlassen.

DBU-Tochter flankiert nationale Naturschutzziele

"Langfristig werden wir im DBU Naturerbe rund 55.000 Hektar Wald aus der Nutzung nehmen und so rund zehn Prozent für die nationale Zielerreichung beitragen", erläuterte Bottermann. Neben der Waldrenaturierung sei vor allem auch die Offenlandpflege gerade von halboffenen Landschaften wichtig für den Schutz der biologischen Vielfalt als Grundlage für das Leben der Menschen und ihrer Entwicklung. Das Naturerbe leiste einen Beitrag, dem Rückgang der Biodiversität entgegen zu wirken. Auch für Landesumweltminister Remmel seien die DBU-Naturerbeflächen "Hotspots" der Artenvielfalt. "Gerade auch die Flächen im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen können im Biotopverbund helfen, den Artenverlust in der Region einzudämmen", sagte Minister Remmel.

Flächenkulisse schafft Naturschutzschwerpunkt im Westen

Aus der Flächenkulisse des dritten Übertragungspaketes nach 2008 und 2013 ergibt sich für die DBU erstmals auch ein Naturschutzschwerpunkt im Westen: 19 der 23 übertragenen Liegenschaften liegen in Westdeutschland - zehn davon in Nordrhein-Westfalen und fünf in Niedersachsen. Bislang war die DBU-Tochter für 47 Flächen mit rund 60.000 Hektar verantwortlich, wobei die meisten Flächen in den neuen Bundesländern liegen "Sie können auf ihren umfangreichen Erfahrungen in Ostdeutschland aufbauen und haben mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Sparte Bundesforst, einen langjährigen Wegbegleiter und verlässlichen Partner bei der Umsetzung vor Ort", sagte Spahn. Als Staatssekretär des Bundesfinanzministeriums als übergeordnete Behörde der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Vertreter der Flächengeber freue er sich, dass die DBU-Tochter den bestehenden Dienstleistungsvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erweitern wolle, und so die Bundesförster weiterhin als Ansprechpartner vor Ort tätig sein würden. "Naturschutzarbeit kostet Geld und ist immer von einem guten partnerschaftlichen Miteinander der Akteure vor Ort abhängig", erklärte Bottermann. Bis zu fünf Millionen Euro im Jahr werde die Stiftung ins DBU Naturerbe investieren. Das sei für kommende Generationen gut investiertes Geld, stellte Caesar dar: "Die Entscheidung des Bundes, 156.000 Hektar für Naturschutzkernzonen zu sichern, kann gar nicht hoch genug bewertet werden".

Bundesumweltministerin: "Das sind teilweise halbe Nationalparke"

Die Bundesumweltministerin unterstrich die historische Dimension des Nationalen Naturerbes: Für Hendricks sei es ein Geschenk, "das uns die Überwindung der deutschen Teilung und die europäische Friedensordnung nach dem Ende des Kalten Krieges gemacht haben." Viele Truppenübungsplätze würden nicht mehr benötigt. "Aber es geht nicht nur um Erinnerungs-Landschaften. Die Größe der Flächen ist in unserem dicht besiedelten Land von unschätzbarem Wert für die Natur. Das sind teilweise halbe Nationalparke", so die Ministerin. Von den Flächen könnten auch die Regionen profitieren.

Naturerbe öffnet Türen zu Landschaften

So öffne das Naturerbe Türen zu Landschaften, die oft jahrzehntelang für die Öffentlichkeit gesperrt waren. Für Bürgermeister Klimpel ein wesentlicher Punkt: schließlich stelle die Naturerbefläche Borkenberge in Haltern am See einen schönen Naherholungsraum dar. "Nach meiner festen Überzeugung ist die DBU-Tochter hier genau die richtige Partnerin, um allen Seiten, die ihre berechtigten Ansprüche haben, auch gerecht zu werden", meinte Halterns Repräsentant. Bottermann betonte: "Dort, wo es naturschutzfachlich möglich ist und es die militärischen Altlasten sicherheitstechnisch zulassen, wollen wir Betretungsmöglichkeiten anbieten." Gegebenenfalls würde die DBU-Tochter auch einzelne Wege vom Kampfmittelräumdienst räumen lassen, um für Besucher Naturerlebnisse zu schaffen.

Auf drei Flächen wird noch militärisch geübt

Im aktuellen Rahmenvertrag ist für drei Flächen und für eine begrenzte Zeit ein weiterer militärischer Übungsbetrieb festgeschrieben. Dies ist bei den Übungsplätzen Schwanewede (Niedersachsen/Bremen), Dudenhofen (Rheinland-Pfalz) und Paderborn-Lieth (Nordrhein-Westfalen) der Fall. "Im Haushaltsausschuss des Bundestages haben wir jedoch großen Wert darauf gelegt, dass diese naturschutzfachlich bedeutsamen Flächen nach Aufgabe durch die militärische Nutzung umgehend an die DBU-Tochter übergeben werden", erläuterte Caesar als Ausschussmitglied eine Besonderheit im Rahmenvertrag.
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