BITTE ADDEN!

BITTE ADDEN!
ADD THIS!

15. Oktober 2018

Samuel Jablon “Unstung” Interview at FREIGHT+VOLUME



James Kalm indulges his growing interest in poetry while also delving into a longtime interest, text in painting. This program features an extended interview with painter/poet Samuel Jablon in which he discusses his studies at the Naropa University, the exhibition as an extended poem, how language and text translates into painting, and the crossover between the poetry and painting communities in New York City. This program was recorded October 10, 2018.

Russland: Amnesty-Mitarbeiter entführt und misshandelt

 
Ein Mitarbeiter von Amnesty International, der Demonstrationen in der nordkaukasischen Region Inguschetien beobachtete, wurde entführt, geschlagen und Scheinhinrichtungen unterzogen. Die Täter gaben an, den russischen Sicherheitskräften anzugehören. Amnesty International hat Beschwerde eingelegt und fordert Aufklärung.

BERLIN, 15.10.2018 – Oleg Kozlovsky, Researcher von Amnesty International und russischer Staatsangehöriger, war am 5. Oktober in Inguschetiens Hauptstadt Magas eingetroffen, um die anhaltenden friedlichen Proteste gegen das kürzlich von Inguschetien und Tschetschenien unterzeichnete Grenzabkommen zu beobachten.

In der Nacht zum 6. Oktober wurde Oleg Kozlovsky von einem Mann in ein Auto gelockt, der behauptete, ein Vertreter der Protestorganisatoren zu sein. Kozlovsky wurde an einen Ort außerhalb der Stadt gebracht, wo er in einer zweistündigen Tortur ausgezogen, bedroht, geschlagen und misshandelt wurde. Die Männer unterzogen Oleg Kozlovsky zwei Scheinhinrichtungen.

„Sie hielten mir eine Waffe an den Kopf und sagten mir, dass sie mich töten würden. Die Männer sagten, sie seien Offiziere des lokalen Zentrums für Extremismusbekämpfung, einer Spezialeinheit der Polizei. Sie wollten die Namen meiner Kontakte in Inguschetien erfahren und drohten, meine Frau und meine Kinder zu töten, wenn ich über das Geschehene berichten würde“, sagte Oleg Kozlovsky.

„Aber ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen. Es ist unerlässlich, dass die Welt die Risiken kennt, denen Menschenrechtsverteidiger und Aktivisten in Russland ausgesetzt sind“, so Kozlovsky weiter. Nachdem es den Tätern nicht gelungen war, Oleg Kozlovsky zu ihrem Informanten zu machen, konfiszierten sie sein Telefon und seine Kamera und ließen ihn in der benachbarten Republik Nordossetien frei. Zuvor sagte ihm einer der Männer: „Komm niemals wieder und schreib keinen Dreck über Inguschetien“.

„Das war ein brutaler und schockierender Angriff auf unseren Kollegen“, sagt Marie Struthers, Direktorin für Osteuropa und Zentralasien bei Amnesty International. „Doch die Behörden sollten wissen, dass wir uns davon nicht einschüchtern lassen. Wir haben formal Beschwerde bei den russischen Behörden eingelegt“.

Kozlovsky wurde in Sichtweite von Hotelmitarbeitern und Überwachungskameras und inmitten starker Polizeipräsenz auf den Straßen von Magas entführt. „Die Verantwortlichen für diesen feigen Angriff müssen umgehend gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Struthers.

Nach Shitstorm wegen Kinderpulli im Neonazi-Look: C&A entschuldigt sich - Utopia.de

Im Online-Shop von C&A gab es vor kurzem einen Pulli zu kaufen, der in Design und Farbe beliebter Neonazi-Mode erschreckend ähnlich sieht. Nachdem sich User in sozialen Netzwerken bei C&A beschwert hatten, hat die Modekette das Kleidungsstück aus dem Sortiment genommen.



Nach Shitstorm wegen Kinderpulli im Neonazi-Look: C&A entschuldigt sich - Utopia.de

Iberogast: Bayer will den Hinweis auf Nebenwirkungen erst nach einem Todesfall ändern - Utopia.de

Nachdem ein Mensch nach der Einnahme von Iberogast an Leberversagen gestorben sein soll, muss der Pharmakonzern Bayer jetzt den Beipackzettel für sein rezeptfreies Magen-Darm-Mittel ändern. Künftig muss hier vor seltenen, aber schwerwiegenden Leberschäden gewarnt werden. 



Iberogast: Bayer will den Hinweis auf Nebenwirkungen erst nach einem Todesfall ändern - Utopia.de

Ecosia: Die nachhaltige Suchmaschine, die Bäume pflanzt - Utopia.de

Wie wäre es, ganz nebenbei Bäume zu pflanzen und unser Klima zu verbessern? Die Suchmaschine Ecosia macht genau das – für deine Suchanfragen pflanzt sie Bäume. Warte nicht länger, such mit Ecosia.



Ecosia: Die nachhaltige Suchmaschine, die Bäume pflanzt - Utopia.de

Bhutan im Glück: Bruttosozialglück statt Bruttoinlandsprodukt - Utopia.de

Die ganze Welt misst das Bruttoinlandsprodukt. Die ganze Welt? Nein, ein kleiner Staat im Himalaya geht einen anderen Weg: Bhutan hat den Indikator „Gross National Happiness“ (GNH) erfunden – auf Deutsch: das „Bruttosozialglück“. Ein Versuch, Wohlfahrt aus einer ganzheitlichen Perspektive zu erfassen.



Bhutan im Glück: Bruttosozialglück statt Bruttoinlandsprodukt - Utopia.de

Grünes Gas Label: Was taugt das Gütesiegel für Biogas/Ökogas? | Utopia.de

Auch sein Gas kann man nachhaltiger einkaufen: Mit dem Label Grünes Gas geht das inzwischen sogar mit zertifizierter Nachhaltigkeit.



Grünes Gas Label: Was taugt das Gütesiegel für Biogas/Ökogas? | Utopia.de

Öffentliche Einnahmen im 1. Halbjahr 2018 um 6,5 %, Ausgaben um 3,5 % höher als im Vorjahr

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS)
Nr. 395 vom 15.10.2018

WIESBADEN – Die Einnahmen des Öffentlichen Gesamthaushalts stiegen im ersten
Halbjahr 2018 um 6,5 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 auf 715,4 Milliarden
Euro. Zum Öffentlichen Gesamthaushalt gehören die Kern- und Extrahaushalte von
Bund, Ländern, Gemeinden/Gemeindeverbänden und Sozialversicherung. Die
Ausgaben erhöhten sich um 3,5 % auf 688,6 Milliarden Euro. Die Angaben
beziehen sich auf vorläufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte der
vierteljährlichen Kassenstatistik. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
weiter mitteilt, errechnet sich hieraus für die erste Jahreshälfte 2018 ein
kassenmäßiger Finanzierungsüberschuss – in Abgrenzung der Finanzstatistiken –
von 26,8 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte der
Überschuss 6,3 Milliarden Euro betragen.

Gorleben könnte doch Endlager werden - Aktuelle Nachrichten aus Niedersachsen - WESER-KURIER

Bei der Suche nach einem Endlager für Atomabfälle soll die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe helfen. Umweltschützer befürchten, dass damit der Salzstock Gorleben wieder in der Auswahl ist.



Gorleben könnte doch Endlager werden - Aktuelle Nachrichten aus Niedersachsen - WESER-KURIER

Klage gegen Frankreich vor IStGH wegen Atomtests im Südpazifik | Tiroler Tageszeitung Online – Nachrichten von jetzt!

„Das sind wir all den Menschen schuldig, die als Folge des Atom-Kolonialismus gestorben sind“, erklärte der federführende Aktivist Oscar Temaru.



Klage gegen Frankreich vor IStGH wegen Atomtests im Südpazifik | Tiroler Tageszeitung Online – Nachrichten von jetzt!

Charles Darwin

 "Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"

Charles Darwin

Thomas Mann

„Befehlen und Gehorchen, sie bildeten zusammen nur ein Prinzip, eine unauflösliche Einheit; wer zu gehorchen wisse, der wisse auch zu befehlen, und ebenso umgekehrt;…“
Thomas Mann

J.R.R. TOLKIEN

Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen.

J.R.R. TOLKIEN

Offener Brief: Klimaschutz statt Flüssiggas aus Nordamerika | WeAct

Sehr geehrte Frau Umweltministerin Schulze, 
Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister Altmaier, 
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Schreiben fordern wir Sie dazu auf, keine Garantie für einen Ungebundenen Finanzkredit (UFK-Garantie) in Höhe von bis zu 4 Milliarden US-Dollar zum Bau eines Flüssiggasterminals und Erschließung der Gasfelder in Goldboro, Kanada, an das Unternehmen Pieridae Energy zu vergeben.[1] Eine öffentlich gedeckte Bürgschaft der Bundesregierung für die Förderung und den Import von gefracktem Gas aus Nordamerika nach Europa darf nicht erteilt werden.



Offener Brief: Klimaschutz statt Flüssiggas aus Nordamerika | WeAct

Solarmodul und KFZ-Lobby - Energiewende Rocken

Seit 1970 ist Erdöl 35 mal teurer geworden. Photovoltaik ist dagegen 300 mal billiger geworden.


Solarmodul und KFZ-Lobby - Energiewende Rocken

Strompreis: Netzkosten deutlich höher als EEG-Umlage



Hamburg (ots) - Deutschlands Haushalte zahlen immer mehr Geld für das Stromnetz. Während die EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde sinkt, steigen 2019 die Haushaltskosten für das Stromnetz auf durchschnittlich 8 Cent pro Kilowattstunde. Grund dafür sind steigende Netzentgelte sowie die neue Offshore-Umlage, mit der Stromleitungen für Meeres-Windparks finanziert werden. Jährlich zahlen Stromkunden mindestens 25 Milliarden Euro für Bau und Betrieb der Stromleitungen. Dies geht aus Berechnungen des Ökostromanbieters LichtBlick hervor.

"Die Netzkosten erreichen immer neue Rekordhöhen. Sie machen ein Viertel der Stromrechnung aus. Wir brauchen effiziente Kostenkontrollen und weniger Bürokratie beim Netzbetrieb. So könnten die Verbraucher um Milliardenbeträge entlastet werden", so Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick. So fordert LichtBlick geringere Garantierenditen für Netzbetreiber und einen Zusammenschluss der über 800 lokalen Betreiber in 25 regionale Netzcluster.

Besonders stark steigen die Netzentgelte in diesem Jahr zum Beispiel in Bremen (plus 25 Prozent), Paderborn (plus 20 Prozent), Hamburg (plus 13 Prozent), Dortmund (plus 11 Prozent) und Hannover (plus 9 Prozent). Im Durchschnitt erhöhen sich die Netzentgelte um zwei Prozent. Dies geht aus einer LichtBlick-Analyse von 25 großen Stromnetz-Betreibern hervor. Grundlage für die Berechnungen ist ein Haushalts-Stromverbrauch von 4000 Kilowattstunden pro Jahr.

Kritik übt LichtBlick auch an der Offshore-Umlage: "Mit der Auslagerung von Netzkosten in eine eigene Umlage werden die Verbraucher getäuscht. Ohne diesen Taschenspielertrick wären die Netzentgelte noch stärker gestiegen", erläutert Lücking. Auf den Kosten bleiben die Verbraucher aber trotzdem sitzen. Denn alle Stromanbieter müssen die Netzentgelte und Offshore-Umlage ihren Kunden in Rechnung stellen und an die Netzbetreiber weiterreichen.

Download:

Eine Analyse der Netzentgelte 2019 und die LichtBlick-Forderungen zur Netzreform finden Sie unter www.lichtblick.de/presse

Über LichtBlick:

LichtBlick ist ein Ökostromanbieter. Über eine Million Menschen - die LichtBlicker - vertrauen bereits auf die reine Energie des Pioniers und Marktführers für Ökostrom und Ökogas. Das innovative Unternehmen entwickelt mit SchwarmEnergie® digitale Energielösungen für Haushalt und Gewerbe. LichtBlick beschäftigt 460 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von 700 Millionen Euro. Info: www.lichtblick.de

Ausstieg aus staatlicher Förderung für Erneuerbare Energien: Green City AG zum Sinken der EEG-Umlage

Green City AG

München (ots) - Mit dem Sinken der EEG-Umlage von 6,792 Cent pro Kilowattstunde auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde läutet der Ökostrom-Produzent Green City AG aus München die nächste Phase der Energiewende ein. Die Talfahrt für die Förderung der Erneuerbaren habe jetzt erst begonnen, prognostiziert das Unternehmen. Der Grund: Keine andere Energieform produziert bereits heute so günstig Strom wie neu errichtete Solar- und Windkraftwerke.

"Die Anschubfinanzierung der Erneuerbaren Energien ist vorbei", kommentiert Green City AG-Vorstand Jens Mühlhaus die heutige Bekanntgabe der EEG-Umlage 2019. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die massiv gesunkenen Erzeugungskosten für neue regenerative Kraftwerke auch in den kommenden Jahren zu einer Absenkung der EEG-Umlage führen werden. Keine Energieform kann derzeit so günstig Strom produzieren wie neu erbaute Wind- und Solarkraftwerke. Damit wird der nächste Schritt in Richtung einer dauerhaft nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung gemacht. "Jede neue Anlage wird den Kostendruck auf die Fossilen weiter erhöhen. Mit der heutigen Bekanntgabe bewegen wir uns erstmals auf das Post-EEG-Zeitalter zu - dem wirtschaftlichen Betrieb ohne staatliche Förderung," so Mühlhaus.

Betrieb ohne EEG-Vergütung

Die Green City AG aus München rüstet sich mit ihrem Stromtarif "Green City Power" bereits heute für die Zeit ohne feste EEG-Vergütung. Für ihre ersten Windkraftanlagen setzen die Münchner Projektierer und Betreiber für Erneuerbare Energien-Anlagen auf ein direktes Produzenten-Abnehmer-Verhältnis ohne Umweg über die Strombörse. Damit macht sich das Energie- und Verkehrswendeunternehmen bereits heute sukzessive unabhängig von politischen Entscheidungen zur Förderung von Erneuerbare Energien-Anlagen.

Mehr Informationen unter www.greencity-power.de

Über die Green City AG: Lebenswerte Städte schaffen

Durch die Beschleunigung der Energie- und Verkehrswende verbessert Green City die Lebensqualität in Städten und Kommunen. Als Tochter des Umweltschutzvereins Green City e.V. leistet die Green City AG einen maßgeblichen Beitrag für eine ressourcenunabhängige und klimafreundliche Energieversorgung durch 100% Erneuerbare Energien sowie den schnellstmöglichen Übergang in das Zeitalter der Elektromobilität. Um die Energie- und Verkehrswende in die Tat umzusetzen, konzentriert sich das Unternehmen auf die Geschäftsfelder Renewables, Power, Finance, Drive und Experience. Für ihre hohen Nachhaltigkeitsstandards wurde die Green City AG u.a. mit dem Europäischen Solarpreis 2017, dem Sustainability Award, dem TÜV-Siegel "Wegbereiter der Energiewende", dem Energy Globe Award sowie dem Best Community Award ausgezeichnet. Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research bewertet die Green City AG außerdem mit dem Prime-Status B+.

Alle Daten und Fakten zur Green City AG unter www.greencity.de/ag/unternehmen/fakten/

Studie zur Wärmewende: Elektrifizierung von Gebäudeheizungen mittels Wärmepumpen für Strommarkt unproblematisch - Reservekapazitäten für Dunkelflauten sind finanzierbar

Aurora Energy Research

Berlin/Oxford (ots) -

 - Ein starker, politisch gewünschter Ausbau von Wärmepumpen hätte 
überschaubare Effekte auf den Baseload-Strompreis (+1 bis +5 EUR
/ MWh in 2035), Spitzenstrompreise hingegen würden stark
ansteigen 
- Kosten für Reservekapazitäten, um auch in Stunden mit hoher
Wärmepumpennachfrage und geringer Erneuerbaren-Erzeugung im
Winter nicht von Importen abhängig zu sein, sind im Vergleich zu
den Gesamtkosten der Wärmewende gering: 800 Millionen Euro pro 
Jahr. Alleine die Installation von fünf Millionen Wärmepumpen
bis 2035 kostet zehnmal so viel 
- Ohne regulatorische Änderungen, kein schneller
Wärmepumpenausbau. Die im Klimaschutzplan der 
Bundesregierung angestrebte Reduktion der CO2-Emissionen im 
Gebäudesektor bleibt damit in weiter Ferne

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor von heute 120 Millionen Tonnen bis 2030 auf rund 70 Millionen Tonnen zu senken und bis 2050 einen "nahezu klimaneutralen Gebäudebestand" zu erreichen. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Optionen: Zum einen den Einsatz synthetischer Brennstoffe zur Wärmeerzeugung, zum anderen die Elektrifizierung der Heizungen mit Hilfe von Wärmepumpen. Letzteres wirft allerdings Fragen auf, insbesondere im Kontext eines Kohleausstiegs: Welche Auswirkungen hätte eine Elektrifizierung des Gebäudesektors auf die Börsenstrompreise? Und wie verhält sich der Markt in Stunden mit "kalter Dunkelflaute"?

Diesen Fragen ist das Analysehaus Aurora Energy Research in einer neuen Studie nachgegangen, in der zwei Szenarien betrachtet werden: Ein "Medium-Scenario", in dem bis 2035 zweieinhalb Millionen Wärmepumpen installiert werden, die rund elf Prozent der Wärmenachfrage in Gebäuden decken, und ein "High-Scenario" in dem 2035 fünf Millionen Wärmepumpen rund 20 Prozent des Bedarfs decken. Zentrales Ergebnis: Ein starker Ausbau der Wärmepumpenversorgung hätte auf den Basisstrompreis relativ geringe Auswirkungen, im "Medium-Scenario" steigt der durchschnittliche Börsenstrompreis bis 2035 um 1 EUR/MWh, im "High-Scenario" um 5 EUR/MWh.

Größer ist der Effekt bei den Spitzenstrompreisen: Sie würden vor allem in kalten Stunden mit geringer Erneuerbaren-Erzeugung stark ansteigen, und so zeitweise Knappheit signalisieren. "In einigen Stunden müssten dann Reservekraftwerke aktiviert werden", sagt Casimir Lorenz, Autor der Studie bei Aurora Energy Research. "Um in diesen Zeiträumen nicht Strom importieren zu müssen, bräuchte es entsprechende Spitzenlastkapazitäten. Allerdings zeigen unsere Berechnungen, dass der Anstieg der Spitzenstrompreise in einem normalen Wetterjahr dennoch nicht ausreicht, dass sich zusätzliche Investitionen in Gaskraftwerke lohnen."

Wetten auf Extremwetterjahre für Investoren kaum interessant

In Extremwetterjahren mit außergewöhnlich kalten Wintern und langanhaltend niedriger Erneuerbaren-Erzeugung sieht das anders aus. Häufigkeit und Dauer der Reserveaktivierungen würden in solchen Jahren ansteigen und die Spitzenstrompreise weiter in die Höhe treiben. Das wiederum würde Investitionen in flexible Kapazitäten lohnenswert machen. "Angesichts der Unsicherheit, ob und wann Extremwetterjahre eintreten, ist es jedoch fraglich, ob Investoren auf diese Ereignisse wetten würden, um ihre erwartete Rendite zu erzielen", sagt Lorenz.

Wahrscheinlicher wäre ein Zubau von Gaskraftwerken, der durch Kapazitätszahlungen unterstützt wird. Im "High-Scenario" kommt die Studie in einem Extremwetterjahr Mitte der dreißiger Jahre in einzelnen Stunden auf eine nationale Kapazitätslücke von 16 GW. Um diese Lücke durch flexible Gaskraftwerke zu schließen, würden jährliche Kapazitätszahlungen von etwa 800 Millionen Euro fällig. Was nach substanziellen Kosten klingt, relativiert sich im Vergleich zu anderen Investitionen, die zur Dekarbonisierung des Wärmesektors erforderlich sind: Um bis 2035 auf fünf Millionen Wärmepumpen in den Gebäuden zu kommen, lägen die jährlichen Investitionskosten bei rund acht Milliarden Euro.

Umlagen mindern Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen

Bisher sind allerdings überhaupt erst 800.000 Wärmepumpen im Einsatz. Deren Wirtschaftlichkeit ist eine zentrale Voraussetzung für die Wärmewende: "Um mehr Wärmepumpen in den Gebäudebestand zu bringen, müssten zunächst einmal die jetzigen Renovierungs- und Neubauraten deutlich ansteigen und Wärmepumpen bei Renovierungen wirtschaftlich attraktiver gemacht werden", sagt Lorenz. "Bei heutigen Modernisierungsraten, würden bis 2035 immer noch nur knapp acht Prozent der Wärmenachfrage im Gebäudesektor durch Wärmepumpen gedeckt." Vor allem bei Renovierungen von Bestandsgebäuden lohnen sich Wärmepumpen im Vergleich zu Gasheizungen noch nicht. Das liegt vor allem an den hohen Umlagen auf den Strom zum Betrieb der Anlagen. Würden die Umlagen für Haushaltskunden mit Wärmepumpe um 40 Prozent (rund 9 Cent pro kWh) gesenkt, wäre die Technologie auch bei Renovierungen wettbewerbsfähig.

Eine Kurzversion der Studie finden Sie hier: https://www.auroraer.com/insight/?fwp_insight_type=type-commentary

Eine Einladung zu unserem öffentlichen Webinar zum Thema "Kalte 
Dunkelflauten" 
am 19.10. um 10 Uhr (Passwort: Aurora2018) finden sie hier: 
https://bit.ly/2ycVNBc
Über Aurora Energy Research

Aurora Energy Research ist ein Energiemarktmodellierungs- und -beratungsunternehmen mit Fokus auf die deutschen, europäischen und globalen Energiemärkte. Unsere Analysen unterstützen langfristige strategische Entscheidungen unserer Klienten, darunter die meisten großen deutschen und europäischen Energieversorgungsunternehmen. Unsere Überzeugung ist, dass stringente Modellierung, basierend auf robuster Methodik und detailierten Daten, tiefgreifende Einblicke in mittel- und langfristige Marktentwicklungen bieten kann. Wir kombinieren hochinnovative Modelle mit einem tiefgreifenden Verständnis von Energie- und Finanzmärkten, um verlässliche, unabhängige Beratung zu bieten. Aurora Energy Research wurde Anfang 2013 von Dieter Helm, Cameron Hepburn und Colin Mayer gegründet, drei Professoren der Universität Oxford, die seit Jahrzehnten Unternehmen und politische Entscheidungsträger beraten. Mittlerweile hat das Unternehmen ca. 90 Mitarbeiter in Oxford und Berlin. www.auroraer.com

NABU: Vogelschutz im Stromnetz muss besser werden


Bundesweite Erfassung von toten Vögeln an Stromleitungen läuft seit einem Jahr

Berlin (ots) - An den über 60.000 Kilometer Hoch- und Höchstspannungstrassen, die Deutschland durchziehen, verenden nach einer NABU-Studie 1,5 bis 2,8 Millionen Vögel pro Jahr. Um hier genauere Daten zu erhalten, haben der NABU und die Renewables Grid Initiative (RGI) 2017 eine Hotline und eine Online-Meldemöglichkeit für Vogelfunde an Stromtrassen eingerichtet. "Wir möchten Klarheit darüber, wie viele Vögel an Freileitungen sterben und welche Arten besonders betroffen sind", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Es ist außerdem wichtig, dieses Naturschutzproblem bekannter zu machen. Mit überschaubarem Aufwand kann die Zahl der Vögel, die mit Leitungen kollidiert, verringert werden."

Die bisher eingegangen Meldungen zeigen, dass Stromleitungen aller Spannungsebenen tödliche Risiken für Vögel bedeuten können. Schwäne, Kraniche und Gänse führen die Liste der Kollisionsopfer an, also Vögel deren Sehvermögen an offene Landschaften angepasst ist und die zu schwerfällig sind, um abrupt Hindernissen ausweichen zu können und gegen die Leitungen fliegen.

"Die vier für das Höchstspannungsnetz verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber haben neben ihrem langjährigen Engagement an eigenen Leitungsabschnitten die Einrichtung des Meldeportals unterstützt, um erstmals Daten im gesamten Bundesgebiet systematisch erfassen und analysieren zu können", so Antina Sander, Projektkoordinatorin der Renewables Grid Initiative. Auch viele Verteilnetzbetreiber haben ein großes Interesse an einer fundierten Informationslage zur Lösung dieses Problems. In deren Verantwortungsbereich verenden auf ungesicherten Strommasten der kleineren Mittelspannungsleitungen außerdem noch immer viele Greifvögel, Eulen und Störche durch Stromschläge.

Bei den bisher 30 Meldungen mit insgesamt 87 Vögeln handelt es sich um Zufallsfunde und keine systematischen Kontrollen. "Die Meldungen sind ein erster Hinweis, um Leitungsabschnitte zu identifizieren, an denen Vögel sterben. Je mehr Funde uns übermittelt werden, desto besser wissen die Netzbetreiber, wo sie etwa Vogelschutzmarkierungen anbringen müssen oder welche Gebiete sie bei der Netzausbauplanung besser umgehen sollten", so NABU-Vogelschutzexperte Eric Neuling.

Die Naturschutzbehörden der Länder sind dafür verantwortlich, die Sicherung von Leitungen voranzutreiben. Bis auf Brandenburg und Thüringen gibt es aber in keinem Bundesland eine zentrale Erfassung solcher Funde. Die Meldemöglichkeit von NABU und RGI soll durch eine bundeseinheitliche Fallsammlung, Auswertung und Information an die Netzbetreiber diese Lücke schließen.

Ergebnisse und Meldungen unter www.nabu.de/vogelfund-stromleitung

REWE führt bundesweit Mehrwegfrischenetz als Alternative zum Knotenbeutel ein

Köln (ots) - Weiterer Schritt der Plastikreduzierung im Obst- und Gemüsesortiment

REWE erleichtert den Kauf von unverpacktem Obst und Gemüse. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen als erster großer Lebensmittelhändler in Deutschland bundesweit Mehrwegfrischenetze eingeführt. Mit dieser hygienischen und praktischen Alternative zum Knotenbeutel haben die Kunden die Möglichkeit, Einwegplastik einzusparen.

"Immer mehr Menschen suchen Lösungen, wie sie im Alltag den Plastikmüll reduzieren können. Wir sehen uns hier in der Pflicht, dem Kundenbedürfnis gerecht zu werden und unsere vielfältigen Initiativen zur Plastikreduktion weiterhin mit großem Nachdruck zu verfolgen", betont Daniela Büchel, die als Mitglied der Geschäftsführung der REWE Markt GmbH unter anderem auch den Bereich Nachhaltigkeit verantwortet. "Wir sind daher sehr stolz darauf, nach der Abschaffung der Plastiktragetasche bei REWE mit dem Mehrwegfrischenetz nun auch eine Alternative zu den dünnen Plastiktütchen im Obst- und Gemüsesortiment anbieten zu können." Die Verwendung des Mehrwegfrischenetzes wird vom NABU empfohlen.

Der Einführung vorausgegangen war im Oktober und November 2017 ein siebenwöchiger Test in mehr als 100 REWE-Märkten, bei dem ein Vorgängermodell angeboten wurde. Auf Basis der Testergebnisse hat REWE über Monate daran gearbeitet, wie sich das Mehrwegfrischenetz, seine Praxistauglichkeit für die Kunden und Marktmitarbeiter sowie die Form seiner Präsentation im Markt und damit die Akzeptanz beim Verbraucher weiter verbessern lassen. Büchel: "Bei bundesweit mehr als 3.300 REWE-Märkten und deren Unterschiedlichkeit ist die gleichzeitige Einführung der Mehrwegfrischenetze ein komplexes Vorhaben, das auch Zeit brauchte."

Die Mehrwegfrischenetze kosten im Zweierpack 1,49 Euro und werden zusätzlich zu den Knotenbeuteln angeboten. Der Kunde hat somit die Wahl. Wer sich für die Mehrwegalternative entscheidet, kann das Netz immer wieder zum Obst- und Gemüse-Einkauf in allen REWE-Märkten verwenden. Beim Abwiegen an der Kasse wird die entsprechende Tara des Netzes automatisch vom Warengewicht abgezogen. Dafür ist am Netz ein Barcode-Etikett fest angenäht, das vom Kunden deshalb auch nicht entfernt oder unkenntlich gemacht werden sollte. Darüber hinaus verfügt es über ein weiteres Etikett mit Verbraucherinformationen (u.a. Material- und Waschhinweise), das mittels Perforation einfach abtrennbar ist.

REWE arbeitet an vielfältigen Initiativen zur Reduktion von Plastikverpackungen und zum Ressourcenverbrauch. Die bisher bekannteste Maßnahme ist sicherlich die Abschaffung der Plastiktragetaschen an den Kassen der Supermärkte in 2016, mit der REWE Branchenvorreiter war. Weitere sind das "Natural Labeling", also das Kennzeichnen mit Laser, von Avocados und Süßkartoffeln, die Reduzierung von Folienstärken sowie die Umstellung von Folienverpackung auf Klebebanderolen oder Klebeetiketten bei Bananen. Ebenso gehört der Einsatz von Graspapier bei den Schachteln verpackter Äpfel oder von Recyclat bei Plastikflaschen für z. B. Flüssigwaschmittel zu den Initiativen. REWE hat als erster Lebensmittelhändler in diesem Monat mit der sozialen Marke "share" die erste Mineralwasserflasche eingeführt, die vollständig aus Altplastik (Recyclat) besteht. Sie verbraucht keine neuen Ressourcen wie Rohöl und schließt so den Kreislauf aus Produktion und Recycling.

Auch bei Einwegverpackungen setzt REWE zusammen mit PENNY und toom Baumarkt Zeichen und möchte bis 2020 sämtliches Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment streichen. Darunter fallen alle Einweg-Teller, -Becher, -Schalen und -Besteck aus Plastik, von denen jährlich insgesamt 146 Millionen Stück innerhalb der REWE Group verkauft werden. Mögliche Alternativen sind perspektivisch aus Graspapier, Palmblatt, Holz oder landwirtschaftlichen Agrarresten. Alle drei Unternehmen haben darüber hinaus im Juli bekanntgegeben, Plastik-Trinkhalme sukzessive aus dem Verkauf zu nehmen. Mit dem Verzicht spart die REWE Group zukünftig in ihren Märkten über 42 Millionen Einweg-Plastikhalme pro Jahr ein. Ab Frühjahr 2019 bietet der Konzern Alternativen aus FSC/PEFC-zertifiziertem Papier, Weizengras oder Edelstahl in seinen Sortimenten an.

Über REWE:

Mit einem Umsatz von 21,2 Mrd. Euro (2017), mehr als 120.000 Mitarbeitern und über 3.300 REWE-Märkten gehört die REWE Markt GmbH zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE-Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige REWE-Kaufleute betrieben.

Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von rund 58 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren 345.000 Beschäftigten und 15.300 Märkten in 21 europäischen Ländern präsent.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...