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14. Dezember 2017

Noch immer schlechte Karten für Fische: Deutsche Umwelthilfe und Our Fish kritisieren Versagen der EU-Fischereiminister, Überfischung zu beenden


EU-Fischereirat beschließt Fangquoten für 2018 in Atlantik und Nordsee – Fast die Hälfte der Fischbestände werden immer noch überfischt – Wissenschaftliche Empfehlungen werden ignoriert – Europäischer Aal und Seebarsch zahlen hohen Preis

Brüssel/Berlin, 13.12.2017: Obwohl sich alle EU-Mitgliedsstaaten 2014 rechtlich dazu verpflichtet haben, die Überfischung in den europäischen Gewässern bis 2015 oder schrittweise bis spätestens 2020 zu beenden, haben die EU-Fischereiminister heute zugestimmt, sich über rechtliche, wissenschaftliche und moralische Vorgaben hinwegzusetzen und die Überfischung vieler Fischbestände in der Nordsee und im Atlantik fortzusetzen.

Die EU-Fischereiminister verhandelten vom 11. bis zum 13. Dezember die Fangquoten im Jahr 2018 für mehr als 120 Fischbestände in der Nordsee und im Atlantik. In ersten Erklärungen des Rates heißt es, die zulässigen Gesamtfangmengen lägen inzwischen für 53 Fischbestände im Einklang mit wissenschaftlichen Gutachten für nachhaltige Fangquoten gegenüber 44 im Jahr 2017. Die Deutsche Umwelthilfe und Our Fish kritisieren, dass weiterhin für zu wenige Bestände der größtmögliche Dauerertrag als Nachhaltigkeitsmaßstab respektiert wird.

„Es scheint zwar kleine Fortschritte bei der Eindämmung der Überfischung gegeben zu haben, die EU-Fischereiminister zeigten sich aber nicht besonders ehrgeizig, das Ziel einer nachhaltigen Bewirtschaftung aller EU-Fischbestände sicher zu stellen", sagte Rebecca Hubbard, Direktorin des Our Fish-Programms. „Die nächtlichen Marathonverhandlungen der EU-Fischereiminister zeugen immer noch von einer gefährlichen Tradition. Sie verstoßen gegen das EU-Recht anstatt die Überfischung aller Fischbestände zu beenden.“

„Die Frist, Überfischung in den europäischen Gewässern zu beenden, endet in zwei Jahren. Die Fischereiminister müssen politischen Mut beweisen, um die Zukunft der europäischen Fischbestände im Interesse ihrer Bürger zu gewährleisten und nicht nur die Interessen einiger weniger großer Industrieunternehmen zu schützen", fuhr Hubbard fort.

„Eines der größten Probleme, mit denen wir in den europäischen Meeren konfrontiert sind, ist, dass trotz einer bestehenden Anlandeverpflichtung die Rückwürfe nicht ausreichend kontrolliert werden. So können Rückwürfe weiterhin stattfinden, trotzdem werden gleichzeitig die zulässigen Gesamtfangmengen wegen der verpflichtenden Anlandungen erhöht. Dadurch ist der Erhalt der Bestandsgrößen stark gefährdet", sagte Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer. „Vier Jahre nach der Fischereireform hätten wir von Landwirtschaftsminister Schmidt verstärkte Bemühungen erwartet, das Problem der Überfischung so anzugehen, wie es das Gesetz vorsieht. Völlig unzureichend sind zum Beispiel die nun vereinbarten dreimonatigen jährlichen Schließungen der kommerziellen Fischerei für über zwölf Zentimeter große Exemplare des vom Aussterben bedrohten europäischen Aals gegenüber dem ursprünglichen Kommissionsvorschlag, ein Fangverbot einzuführen."

Im Einzelnen:

Europäischer Aal

Inzwischen existieren weniger als fünf Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße des europäischen Aals. Die Fischereiminister fördern mit den neuen Fangquoten das Aussterben des Aals. Wissenschaftler empfehlen seit Jahrzehnten einen Fangstopp, die Europäische Kommission forderte ein Verbot der Fischerei auf erwachsene Aale.

Keltische See

Auch nach dem Ratstreffen bleibt die Keltische See eine Region, die besonders stark von Überfischung betroffen ist. Der Rat setzte die Fangmengen für Wittling, Kabeljau und Schellfisch deutlich oberhalb des Vorschlags der EU-Kommission fest, einschließlich einer außerordentlichen Erhöhung von 23 Prozent für Schellfisch.

Europäischer Barsch

Trotz der Tatsache, dass die Fischereiminister eine gewisse Verantwortung für die Begrenzung des Beifangs des europäischen Barsches bei industriellen Trawlern übernommen haben, wurde der große Schritt zur Sicherung der Zukunft des Seebarschs verpasst. Die Wissenschaftler raten seit zwei Jahren, die Fischerei auf Barsch in Europa auf Null zu setzen, da der Bestand seit 2010 stark zurückgegangen und die Zukunft des Barsches stark gefährdet ist.

Über Our Fish

Our Fish will sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die Gemeinsame Fischereipolitik umsetzen und für nachhaltige Fischbestände in den europäischen Gewässern sorgen.

Our Fish arbeitet mit Organisationen und Personen in ganz Europa zusammen, um eine starke und beharrliche Kernbotschaft zu verbreiten: Die Überfischung muss beendet und die nachhaltige Befischung der europäischen Meere gewährleistet werden. Our Fish fordert die ordnungsgemäße Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik und die effektive Kontrolle der europäischen Fischereien.

Our Fish ruft alle EU-Mitgliedstaaten dazu auf, nachhaltige Fanggrenzen auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen festzulegen und durch Überwachung und Dokumentation aller Fänge sicherzustellen, dass ihre Fangflotten den Nachweis einer nachhaltigen Fischerei erbringen.

Energie-Studie: Deutschen fehlt Wissen beim Heizen

Energie-Studie: Deutschen fehlt Wissen beim Heizen
Energie-Trendmonitor 2017
Quellenangabe: "obs/STIEBEL ELTRON/Stiebel Eltron"

Holzminden (ots) - 82 Prozent der Bundesbürger wollen das Klima über CO2-Einsparungen schützen. Gleichzeitig ist aktuell nicht einmal jedem zweiten Verbraucher wichtig, auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen, so Erkenntnisse aus dem Stiebel Eltron Energie-Trendmonitors 2017, für den 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Das Problem: Die Heizung ist in der privaten Klimabilanz bei Verwendung konventioneller fossiler Kessel für den größten Anteil an CO2-Emmissionen privater Haushalte verantwortlich. Mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs der privaten Haushalte entfallen darauf, die Räume zu heizen. Derzeit sind die fossilen Brennstoffe Erdgas und Mineralöl dafür noch die Hauptenergieträger und setzen bei der Verbrennung klimaschädliche Emissionen frei. "Deshalb beginnt die private Energiewende mit dem Umsteigen auf ein umweltfreundliches Heizsystem", sagt Frank Jahns, Geschäftsführer der Stiebel-Eltron-Vertriebsgesellschaft. "Die Wärmepumpe kommt beispielsweise als Heizungsanlage ganz ohne Verbrennung aus. Rund drei Viertel der Energie bezieht sie kostenlos aus der Umwelt - Luft, Erdreich oder Grundwasser. Das ist außerdem gegenüber Systemen wie der Brennwerttechnik deutlich energieeffizienter."

Allerdings weiß nur jeder dritte Deutsche, dass Wärmepumpen in jedem Haus - auch nicht perfekt gedämmten Bestandsbauten - genutzt werden können. Ob Neubau oder Bestand - wer sich für eine Wärmepumpe als Heizsystem entscheidet, kann dafür staatliche Förderung beantragen. Diese wird in Form von Zuschüssen gewährt. Systemlösungen, die Warmwasser, Wärme, Kühlung und Lüftung abdecken, gibt es heute intelligent abgestimmt aus einer Hand. Auch hier erleichtern staatliche Förderungen die Investitionsentscheidung.

"Die Investition in die Wärmepume macht das eigene Zuhause zukunftssicher", sagt Jahns. "Denn es nutzt die vorhandene Umgebungswärme sowie zunehmend erneuerbare Energien." Je mehr "grüner Strom" für Antrieb und Pumpe eingesetzt wird, desto umweltfreundlicher wird das System über die Lebensdauer. Ein weiteres Plus: Im Sommer kann die Wärmepumpenanlage für die Kühlung der Räume genutzt werden. Diese Tatsache ist allerdings laut Umfrage im Moment nur gut jedem Dritten bekannt.

Über Stiebel Eltron

Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von rund 478 Millionen Euro (2016) zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, Wärme- und Haustechnik. Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine klare Linie - für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit über 3.100 Mitarbeitern weltweit setzt das Unternehmen von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das Resultat sind effiziente und innovative Lösungen für Warmwasser, Wärme, Lüftung und Kühlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen Holzminden, in Eschwege sowie an drei weiteren Standorten im Ausland (Tianjin/China, Bangkok/Thailand, Poprad/Slowakei).

NEW 4.0: Energiewende auf norddeutsche Art

NEW 4.0: Energiewende auf norddeutsche Art
Innovatives Pilotprojekt: Sektorenübergreifender Ansatz im Multi-Megawatt Hybridspeicherprojekt in Brunsbüttel (Bild: Wind to Gas Energy)
Quellenangabe: "obs/Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH"

Hamburg (ots) - Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg und rund 60 weitere Partner entwickeln in Hamburg und Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes "NEW 4.0" innovative Energiesysteme der Zukunft. Zwei Projekte setzen auf Sektorenkopplung und versprechen damit, die Branche nachhaltig zu verändern.

In Hamburg und Schleswig-Holstein hat sich im Rahmen des Großprojekts NEW 4.0 eine Innovationsallianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen gefunden. Über 100 richtungsweisende Einzelprojekte werden von den beteiligten Unternehmen realisiert. Auch das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) ist mit dabei, um die Ergebisse des Großforschungprojektes in Fachkreisen zu vermarkten. "Das Besondere an der NEW 4.0-Allianz ist die Vielfalt der beteiligten Partner", so Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg. "Mit so viel Kompetenz aus unterschiedlichen Branchen werden spannende Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt - wie etwa das Hybridspeicherprojekt in Brunsbüttel oder die Power-to-Heat-Anlage in Hamburg."

Pilotprojekt in Brunsbüttel: Power von einer Million Smartphone-Akkus

Innovativer Ansatz: Je nach Wetterlage schwankt das Angebot an Erneuerbaren Energien - das führt zu Frequenzschwankungen im Stromnetz. NEW 4.0-Partner Wind to Gas Energy will diese mit einem Batteriespeicherkraftwerk ausgleichen und das Netz stabilisieren. Zwei containergroße Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von einer Million Smartphone-Akkus ziehen je nach Netzsituation innerhalb von Millisekunden Strom aus dem Netz oder geben Strom ans Netz ab. Derzeit erforscht Wind to Gas auch weitere Nutzungsmöglichkeiten: So soll eine Power-to-Gas-Anlage in Kürze aus Windstrom Wasserstoff erzeugen. Dieser wird anschließend ins Erdgasnetz eingespeist und kann in anderen Energiesektoren wie Wärme und Mobilität genutzt werden. "Der Netzausbau hinkt hinterher, sodass derzeit oft Strom abgeregelt werden muss, wenn zuviel Wind herrscht. Mit der Power-to-Gas-Technologie muss man nicht abschalten. Der Überschuss wird in einen alternativen Energieträger umgewandelt - Wasserstoff," sagt Tim Brandt, Geschäftsführer von Wind to Gas.

Power-to-Heat im Hamburger Karolinenviertel: Windstrom wird zu Heizwärme

Aus alt mach neu: Auch das EEHH-Clustermitglied Vattenfall setzt auf Sektorenkopplung und baut seinen dreißig Jahre alten Elektrokessel im Hamburger Karolinenviertel zu einer Power-to-Heat-Anlage um. Damit nutzt das Unternehmen überschüssigen Strom, um ihn in Fernwärme umzuwandeln und das Stromnetz zu stabilisieren. "Mit unserer Power-to-Heat-Anlage können wir zukünftig Windstrom in Wärme zum Heizen umwandeln. Dadurch verringern wie die Nutzung fossiler Energien und CO2-Emissionen und leisten einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Energiewende in Hamburg", sagt Projektleiter Bernd Gross. Die Anlage ist kurzfristig und flexibel einsetzbar und erzeugt heißes Wasser, beziehungsweise Wärme, die in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Sie wird eine der größten Power-to-Heat-Anlagen Deutschlands und voraussichtlich im Sommer 2018 in Betrieb genommen.

Erneuerbare Energien in Zeiten der Digitalisierung

NEW 4.0 ist Teil des Förderprogramms "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das länderübergreifende Großprojekt soll zeigen, wie bis 2035 die gesamte Region mit regenerativem Strom versorgt und die Energiewende intelligent vernetzt werden kann. Das Cluster EEHH und rund 60 weitere Projektpartner arbeiten daran, Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung zu entwickeln.

Über das EEHH-Cluster

Seit der Gründung 2011 haben sich über 190 Mitgliedsunternehmen und -institutionen aus der Metropolregion Hamburg im Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH-Cluster) zusammengeschlossen. Ziel ist es, in diesem Netzwerk die Kompetenzen der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen zu bündeln und die Zusammenarbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien zu stärken und zu fördern. Ein Schwerpunkt des EEHH- Clusters bildet die Windenergie an Land und See.

JA Solar stellt neuen Weltrekord bei Ausgangsleistung für 60-Zellen-Module, die aus Mono-Si-PERC-Zellen bestehen, auf

JA Solar Holdings Co., Ltd.
Peking (ots/PRNewswire) - JA Solar Holdings Co., Ltd., einer der größten Produzenten der Welt für hochleistungsfähige Solarkraftprodukte, gibt heute bekannt, dass es bei der Ausgangsleistung seiner 60-Zellen-PV-Module, die aus Mono-Si-PERC-Zellen bestehen, die Marke von 325 W geknackt hat. Die tatsächliche Ausgangsleistung von 326,67 W, von TÜV SÜD gemessen und zertifiziert, stellt für 60 Zellen umfassende Mono-Si-PV-Module einen neuen Weltrekord dar.

Als einer der größten Produzenten der Welt für PV-Produkte leistet JA Solar mithilfe von Erfindungen und Innovationen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von modernen PV-Technologien. Im Jahr 2010 hat das Unternehmen die Anmeldung einer Erfindung für seine industriell einsatzfähige PERC-Zellen-Struktur und die Herstellungsmethode eingereicht. Das entsprechende Patent wurde 2012 von der Abteilung für Patente und Warenzeichen der nationalen chinesischen Behörde für Geistiges Eigentum (National Bureau of Intellectual Properties) genehmigt. 2013 war JA Solar das erste Unternehmen, das bei der Konversionseffizienz von industriellen PERC-Solarzellen unter Verwendung des Siebdruckverfahrens zur Metallisierung die 20-Prozent-Marke übersprungen hat. Im darauffolgenden Jahr hat es die Serienproduktion von Zellen und Modulen auf PERC-Basis aufgenommen. JA Solar besitzt zudem die Patentrechte für zweiseitige PERC-Zellen als chinesisches Patent, das 2016 von der nationalen chinesischen Behörde für Geistiges Eigentum erteilt wurde.

Die PERC-Technologie hat sich im Bereich hochleistungsfähige PV-Produkte in den vergangenen Jahren mehr und mehr zum Standardansatz entwickelt. Laut SEMI PVITR werden PERC-Produkte bis zum Jahr 2020 40 Prozent der Gesamtmenge bei den Produktauslieferungen ausmachen. Die Vorteile der PERC-Technologie haben ebenso wie die breite Akzeptanz dieser Technologie im Hinblick auf Stromgestehungskosten und Netzparität einen erheblichen Einfluss auf die mithilfe von Solarkraft erzeugte Energie. Derzeit kann JA Solar mit seinen 60-Zellen-PV-Modulen, die aus Mono-Si-PERC-Zellen bestehen, eine durchschnittliche Ausgangsleistung von 300 W anbieten. Dieser neu aufgestellte Weltrekord ist das Ergebnis des unentwegten Engagements von JA Solar bei der fortlaufenden Leistungsverbesserung und seiner starken Anstrengungen in Sachen Forschung und Entwicklung sowie dem hingebungsvollen Vorantreiben von moderner PV-Technik. Außerdem ist es ein Ergebnis der Vorbereitung darauf, die technischen Herausforderungen durch die "Front Runner"-Initiative zu meistern, die von der chinesischen Regierung als ein Vorzeigeprojekt für die PV-Branche fortgesetzt wird. Bereits seit ihrem offiziellen Start sind PERC für die Initiative die bevorzugten Produkte. 2016 stellte JA Solar PV-Module mit einer Gesamtleistung von 422 MW bereit, wobei 40 Prozent davon Mono-Si-PERC-Module für die erste 1-GW-Demonstrationsphase dieser "Front Runner"-Initiative waren. Damit war das Unternehmen der größte Modullieferant in dem Projekt.

"Der aufgestellte neue Weltrekord mit einer Ausgangsleistung von mehr als 325 W von einem 60 Zellen umfassenden Mono-Si-PV-Modul ist ein bemerkenswertes Ergebnis, das durch die PERC-Technologie möglich wurde", sagte Dr. Wei Shan, Chief Technology Officer bei JA Solar. "Außerdem ist es ein Zeugnis für die unvergleichlichen Anstrengungen bei JA Solar, die sich auf die Entwicklung von hoch effizienten, kostengünstigen PV-Produkten konzentrieren, die den ständig wachsenden Bedarf an sauberer Energie mithilfe von technischen Innovationen und fortlaufenden Leistungsverbesserungen befriedigen, und es ist zudem ein Beleg für das Engagement und die Tradition von JA Solar bei der Bereitstellung von hochleistungsfähigen PV-Produkten mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit für unsere Kunden."

BUND testet Weihnachtsbäume: 76 Prozent mit Pestiziden belastet - Auch illegales Pestizid gefunden


Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Nadeln von 17 Weihnachtsbäumen von einem unabhängigen Labor auf Rückstände von knapp 140 Pestiziden untersuchen lassen. Bei 13 der analysierten Bäume, also bei 76 Prozent, wurde das Labor fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von welchen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden.

In den Nadeln von neun Bäumen und damit am häufigsten wurde das Insektizid Lambda-Cyhalothrin festgestellt, das als das schädlichste zurzeit in der EU zugelassene Pestizid gilt. Es ist unter anderem akut toxisch, schädigt Nervenzellen und das Hormonsystem, ist giftig für Bienen und Wasserlebewesen und reichert sich in Organismen an. In Weihnachtsbaumplantagen wird es zur Insektenbekämpfung eingesetzt. Ein weiterer bei dem BUND-Weihnachtsbaumtest gefundener Wirkstoff, Parathion-Ethyl - früher bekannt als E 605 oder umgangssprachlich als "Schwiegermuttergift" -, ist illegal und darf aufgrund seiner äußerst hohen Giftigkeit bereits seit 15 Jahren in der EU nicht mehr verwendet werden. In zwei Weihnachtsbäumen wurde auch das umstrittene Totalherbizid Glyphosat nachgewiesen.

"In Weihnachtsbaumplantagen werden jede Menge Herbizide, Insektizide und Fungizide eingesetzt. Auffällig und beunruhigend ist die hohe Mehrfachbelastung, viele Weihnachtsbäume sind einem regelrechten Pestizidcocktail ausgesetzt", sagte die BUND-Pestizidexpertin Corinna Hölzel. Mehr als die Hälfte der getesteten Bäume war mit mindestens zwei Wirkstoffen belastet, ein Baum enthielt sogar Rückstände von vier Pestiziden. Die untersuchten Weihnachtsbäume stammten überwiegend von deutschen Plantagen und wurden von BUND-Aktiven stichprobenartig in Baumärkten, Gartencentern und im Straßenverkauf an 15 Orten im gesamten Bundesgebiet erworben.

Die Verwendung von Pestiziden in der Land- und Forstwirtschaft ist in erster Linie ein Umweltproblem. "Die Gifte gelangen in Böden und Gewässer, sie schädigen Insekten und zerstören auch Nahrungsquellen und Lebensräume weiterer Nützlinge", sagte die BUND-Pestizidexpertin. Nicht zu vernachlässigen seien jedoch auch mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf Menschen. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pestizide in geschlossenen und beheizten Räumen in die Raumluft ausdünsten", so Hölzel.

Der BUND rät Verbrauchern dazu, zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume zu kaufen, die garantiert frei von Schadstoffen sind, oder einen Baum aus heimischen FSC-zertifizierten Wäldern, die nicht mit Pestiziden behandelt werden. Bio-Bäume erkennen Verbraucher am Siegel der Öko-Anbauverbände Bioland, Naturland oder Demeter.

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Birkenstock boykottiert Amazon - Utopia.de

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Birkenstock liefert künftig keine Schuhe mehr an Amazon – der Schuhhersteller hat sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Amazon eingestellt. Der Grund: Amazon geht nicht gegen Fälschungen vor.

Zeitungsbericht: Lage vieler Kulturschaffenender prekär

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Trotz Wirtschaftsaufschwung in Deutschland ist die Lage vieler Künstler und Kreativer immer noch prekär

Online-Auktion setzt sich für Schutz der Weltmeere ein

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Bei einer Online-Auktion kann man noch bis zum 20. Dezember auf Werke bieten, um zum Schutz der Weltmeere beizutragen

Britischer Tourist soll Banksy fotografiert haben

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Ein britischer Tourist behauptet, er habe den Streetart-Künstler Banksy beim Anfertigen einer neuen Wandarbeit in Bethlehem fotografiert

Zeichen gegen australische Flüchtlingspolitik: Künstlerin Candice Breitz benennt aus Protest ihre Videoarbeit um

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Die südafrikanische Künstlerin Candice Breitz hat ein von ihr auf der NGV Triennale in Melbourne ausgestelltes Werk umbenannt, um gegen die Beteiligung einer umstrittenen Sicherheitsfirma zu protestieren

Raus aus der Massentierhaltung, SPD! | BUND-Aktion

Raus aus der Massentierhaltung, SPD! | BUND-Aktion



Raus aus der Massentierhaltung, SPD!

Eine neue Bundesregierung für Deutschland – im Jahr 2017 ein kompliziertes Projekt. Nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche und eindringlichen Worten des Bundespräsidenten ist die SPD nun doch zur Stelle. Eine Neuauflage der GroKo ist nicht ausgeschlossen, die ersten Gespräche aber betont ergebnisoffen. Hier kommen wir auf den Plan. So früh wie möglich müssen wir der SPD zeigen: Wer sich auf Gespräche zur Regierungsbildung einlässt, kommt an unseren Forderungen nicht vorbei! Und die sind eindeutig. Der Ausstieg aus der Massentierhaltung gehört auf den Verhandlungstisch und auch in den Koalitionsvertrag. Ohne faule Kompromisse. Riesige Mastanlagen mit Millionen Tieren, Kükenschreddern und der massive Einsatz von Antibiotika im Stall – das alles muss endlich ein Ende haben.
Wir fordern: Der Umbau der Tierhaltung muss in den Koalitionsvertrag – mit einem genauen Zeitplan, einer gesicherten Finanzierung und konkreten Vorgaben, welche Gesetze geändert werden müssen.
Tier- und Umweltschutz waren große Themen in Martin Schulz aktueller Parteitags-Rede: „Das Umsteuern in der Umweltpolitik muss dazu führen, dass ökologische Grundrechte den gleichen Stellenwert bekommen wie soziale und individuelle Grundrechte. Die Erfüllung dieses Versprechens, das wir der nächsten Generation eine intakte Welt hinterlassen, das ist der Prüfstein für unsere politische Existenzberechtigung.“
Große Worte, an denen wir den wiedergewählten Vorsitzenden der SPD und seine Partei jetzt messen werden. Den Worten müssen Taten folgen!

Sagen Sie der SPD jetzt, dass sie sich für einen Umbau der Tierhaltung einsetzen muss. Kommt die GroKo, muss die SPD den Umbau in den Koalitionsvertrag bringen!

Sigmund Freud

Gedanken sind die Proben zu Handlungen.

Sigmund Freud

13. Dezember 2017

Buddha

„Zornig auf einen anderen zu sein, ist wie einen Becher Gift trinken und hoffen, dass der andere davon stirbt“ 

Buddha

dena-Umfrage: Interesse an Dieselfahrzeugen weiter gesunken

dena-Umfrage: Interesse an Dieselfahrzeugen weiter gesunken
Kaufabsicht von Neuwagenkäufern 2017 im Vergleich zu 2016.
Quellenangabe: Deutsche Energie-Agentur (dena). Energie, Mobilität, Elektromobilität, Elektrofahrzeuge, alternative Antriebe, Dieselfahrzeuge, Energieeffizienz, Energiewende, Verkehrswende, Pkw-Label. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/43338 /


Berlin (ots) -

- Mehrheit der Verbraucher orientiert sich an Benzinern
- Alternative Antriebe profitieren nicht von der Entwicklung

Fahrzeuge mit Dieselantrieb verlieren die Gunst der Verbraucher. Das Kaufinteresse sinkt im Vergleich zum Vorjahr weiter von 21 auf nur noch 17 Prozent. Alternative Antriebe können von dieser Entwicklung nicht profitieren: Die Kaufabsicht für Elektrofahrzeuge inklusive Hybridantriebe ist ebenfalls leicht rückläufig und sinkt um 2 Prozent auf 21 Prozent. Benziner hingegen legen um 3 Prozent zu und stoßen mit 52 Prozent auf das höchste Kaufinteresse. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter potenziellen Neuwagenkäufern.

Immerhin 10 Prozent der Befragten wollen beim nächsten Kauf ein reines Elektrofahrzeug erwerben. Die Kaufabsicht für Elektro-Hybridantriebe liegt bei 11 Prozent. Für weitere alternative Antriebe wie Wasserstoff, Erdgas und Flüssiggas würden sich insgesamt 5 Prozent der Befragten entscheiden.

Vorbehalte der Verbraucher bei alternativen Antrieben

Als Gründe gegen den Kauf alternativer Antriebe nennen die Befragten unter anderem die unzureichende Infrastruktur (89 Prozent), den zu hohen Kaufpreis (87 Prozent) und die zu wenig ausgereifte Technologie (78 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Bedenken verstärkt. Dass der zu hoch empfundene Kaufpreis eine entscheidende Rolle spielt, zeigt eine weitere dena-Umfrage von August 2017. Demnach würden sich 23 Prozent für ein Elektrofahrzeug entscheiden, wäre der Preis für alle Fahrzeugantriebe gleich - die Kaufabsicht würde sich also mehr als verdoppeln.

Mehr als die Hälfte der potenziellen Neuwagenkäufer (55 Prozent) gibt an, nicht genug über alternative Antriebe zu wissen, 13 Prozent weniger als 2016. "Verbraucher fühlen sich zwar besser über alternative Antriebe informiert, bewerten sie aber schlechter als ein Jahr zuvor. Positive Marktentwicklungen wie die Verbesserung der Infrastruktur, des Preis-Leistungs-Verhältnisses der Fahrzeuge und des Technologiereifegrads werden von den Verbrauchern noch nicht ausreichend wahrgenommen. Das zeigt, dass sachliche Informationsplattformen wie das Pkw-Label, aber auch eine konsistente Haltung der Politik sehr wichtig sind, um die Marktentwicklung zu beschleunigen", so Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Wichtiges Informationsangebot für Käufer: das Pkw-Label

Das Pkw-Label hilft, sich beim Autokauf zu orientieren. Es zeigt auf einen Blick, zu welcher Energieeffizienzklasse ein Neuwagen gehört, wie viel Kraftstoff er verbraucht und welche Kosten für Energie und Kfz-Steuer anfallen. Die dena empfiehlt Verbrauchern deshalb, beim Autokauf auf das Pkw-Label zu achten. Bei den Kraftstoffkosten sind die alternativen Antriebe, im Gegensatz zu den bestehenden Vorurteilen, sogar günstiger als Diesel oder Benzin.

Die Informationsplattform Pkw-Label ist eine Initiative der dena und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Weitere Informationen unter www.pkw-label.de.

Zur Umfrage


Die Umfrage wurde von der dena im Rahmen der Informationsplattform Pkw-Label beauftragt und von Kantar Emnid durchgeführt. Von September bis November 2017 wurden dazu 1.000 potenzielle Neuwagenkäufer befragt. Die Umfrageergebnisse stehen unter http://bit.ly/2z7YmVU zur Verfügung.


Die Selbstheilungskräfte aktivieren | Apotheken Umschau

Die Selbstheilungskräfte aktivieren | Apotheken Umschau



Gedanken und Gefühle können auf den Organismus wie eine Arznei wirken. Lässt sich dieser Effekt von Psyche auf Körper gezielt beeinflussen? Experten sagen: Ja!
von Sonja Gibis

Hippokrates

"Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt." 

Hippokrates

Hoffnung auf naturverträgliche Krabbenfischerei/Verpflichtung macht Weg frei für MSC-Zertifikat/Naturschutzverbände einigen sich mit Krabbenfischerei, sehen aber Verbesserungsbedarf des MSC-Standards


Hamburg (ots) - Die Krabbenfischerei der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste hat das MSC-Zertifikat erhalten. Dies war bis vor kurzem umstritten: Die Naturschutzverbände WWF, NABU und Schutzstation Wattenmeer hatten im August Widerspruch gegen die Zertifizierung eingelegt, da sie die MSC-Kriterien als nicht erfüllt und die Schutzziele des Nationalparks Wattenmeer als gefährdet ansahen. Nach Verhandlungen und einer erzielten Vereinbarung zwischen Naturschutzverbänden und Krabbenfischern, zogen sie den Einspruch zurück und machten den Weg für das MSC-Siegel frei. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Fischerei zu zusätzlichen Anstrengungen für den Schutz von Arten und Lebensräumen, so dass die Krabbenfischerei nun mit den bestehenden Kriterien des MSC knapp vereinbar ist.

"Wir freuen uns über die mit der Krabbenfischerei vereinbarten Fortschritte bei der Beifang-Vorsorge und beim Schutz des Meeresbodens. Die zusätzlichen Anstrengungen machen jetzt zwar eine MSC-Zertifizierung möglich, bis die Krabbenfischerei aber auch nationalpark-tauglich ist bleibt noch ein Wegstück zu gehen. Erst wenn große Teile der Wattenmeer-Nationalparks nicht mehr befischt werden und die Natur sich dort wieder frei entwickeln kann, ist eine Balance zwischen Schutz und Nutzung erreicht", sagt Hans-Ulrich Rösner vom WWF. Derzeit findet rund ein Viertel der deutschen Krabbenfischerei noch im Wattenmeer hinter den Inseln statt, also im Kern jener drei Nationalparks, die das Wattenmeer eigentlich schützen sollen - genau dort, wo die meisten Jungfische leben und wo die Natur auf einem großen Teil der Fläche eigentlich ungestört sein muss.

"Die MSC-Zertifizierung der Krabbenfischerei war alles andere als ein Selbstläufer. Die feinen Ma-schen der über den Meeresgrund geschleppten Netze beeinträchtigen die empfindlichen Lebensgemeinschaften im Wattenmeer. Viel zu viele junge Schollen, Seezungen und Kabeljaue verenden dabei als ungewollter Beifang", so Kim Detloff vom NABU. "Durch die jetzt vereinbarten Auflagen hoffen wir auf echte Verbesserungen."

"Wir haben der MSC-Zertifizierung nur mit großen Bauchschmerzen zugestimmt. Nun müssen die dafür gemachten Auflagen und die Selbstverpflichtungen von der Krabbenfischerei auch umgesetzt werden", sagt Harald Förster von der Schutzstation Wattenmeer. "Wir hoffen, künftig mit der Krabbenfischerei gemeinsame Wege zu finden, den Schutz des Wattenmeeres zu verbessern, den Nationalpark-Zielen gerecht zu werden und verschwundenen Arten eine Rückkehr zu ermöglichen."

Die Naturschutzverbände verbinden ihre Zustimmung zur Zertifizierung der Krabbenfischerei aber auch mit einer Kritik am bestehenden Standard des MSC: "Meeresschutzgebiete sind leider ein blinder Fleck im MSC-Standard. Hier muss nachgebessert werden, damit Fischereien künftig zu deutlich mehr Vorsorge in empfindlichen Gebieten verpflichtet sind, als es nun erreicht werden konnte", so WWF, NABU und Schutzstation Wattenmeer. Die grenzüberschreitende Krabbenfischerei im Wattenmeer umfasst rund 400 Kutter. Gemeinsam fangen sie etwa 30.000 Tonnen Krabben pro Jahr, das entspricht 90 Prozent des gesamten Fangs der Nordseegarnele.

NABU kritisiert Verschiebung der Neonikotinoid-Entscheidung auf EU-Ebene


Berlin/Brüssel (ots) - Der NABU kritisiert, dass die besonders insektenschädlichen Neonikotinoide EU-weit weiterhin erlaubt sind. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten hatten sich am gestrigen Dienstag nicht auf ein Ende der ökologisch hoch bedenklichen Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam verständigen können. Stattdessen vertagte der Ausschuss für Pestizide die Abstimmung auf Mitte März 2018.

"Statt das notwendige, schnelle Ende der Insektengifte einzuläuten, schiebt die Kommission die Entscheidung weiter auf die lange Bank. Das ist ein gefährliches Spiel auf Zeit. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat sich gestern - nach seinem Glyphosat-Alleingang - erneut als Handlanger der Agrarchemie präsentiert. Dabei ist die Faktenlage klar: Neonikotinoide sind hochgradig gefährlich für Insekten, Fledermäuse und Vögel. Wie ein unsichtbarer Feind haben sie sich in der Umwelt ausgebreitet. Um das Insektensterben aufzuhalten, müssen alle Neonikotinoide schnellstmöglich verboten werden", forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hatte darauf verwiesen, zunächst eine erneute Risikobewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) abwarten zu wollen. Diese soll im Februar vorliegen. Dabei ist die Faktenlage eindeutig: Eine Fülle wissenschaftlicher Studien weist schädliche Auswirkungen auf zahlreiche Insektenarten nach. Auch das Zugverhalten von Singvogelarten wird durch die Einnahme gebeizten Saatguts massiv gestört und Fledermäuse können sich räumlich weniger gut erinnern und orientieren.

Die EU-Kommission hatte bereits Anfang 2017 ein Komplett-Verbot der drei Wirkstoffe vorgeschlagen - wobei deren Anwendung unter Glas weiterhin erlaubt sein sollte. Der NABU begrüßt die Verbote, fordert jedoch ein ausnahmsloses Verbot aller Neonikotinoide. Denn trotz eines seit 2013 geltenden Teilverbotes bleibt die eingesetzte Menge EU-weit hoch. Ein Grund sind die großzügig verteilten Sondergenehmigungen: Zwischen 2014 und 2016 wurden über 60 Ausnahmen bewilligt. Auch in Deutschland werden trotz des Teilverbots jährlich rund 200 Tonnen Neonikotionoide auf die Felder gebracht. Hierzulande sind neben den drei genannten Wirkstoffen auch Acetamiprid und Thiacloprid erlaubt.

Weitere Informationen zu Neonikotinoiden und der Allianz "Save the Bees Coalition", die sich für ein EU-weites Verbot einsetzt:

http://ots.de/6ZhOD

Glyphosat-Skandal beweist Notwendigkeit einer Reform der Pestizid-Zulassungsverfahren


BUND legt Fünf-Punkte-Forderungskatalog vor


Berlin/Brüssel (ots) - Anlässlich der aktuellen Diskussion über EU-weite Zulassungsbeschränkungen von drei bienengefährdenden Pestiziden und der skandalösen Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine umfassende Reform von Pestizid-Zulassungsverfahren auf europäischer und nationaler Ebene. "Die Glyphosat-Wiederzulassung hat die Defizite der Zulassungsverfahren für Pestizide eindrücklich belegt", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Weil der Krebsverdacht nach wie vor gilt, hätte das Vorsorgeprinzip greifen müssen, Glyphosat hätte sofort und ohne Ausnahmen verboten werden müssen. Auch die negativen Umweltfolgen wurden nicht angemessen berücksichtigt, obwohl Glyphosat maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft beiträgt", so Weiger.

Der BUND fordert, die 2018 anstehende Überarbeitung der EU-Pestizidgesetzgebung zu nutzen, um den Zulassungsprozess für Pestizide so zu reformieren, dass die Umwelt sowie die menschliche Gesundheit künftig angemessen geschützt werden. Hierfür hat der BUND einen fünfstufigen Forderungskatalog erarbeitet. Wesentliche Forderungen sind Studien durch unabhängige wissenschaftliche Institute anstatt durch die antragstellenden Pestizidhersteller, federführende Verantwortlichkeit für Pestizide durch das Bundesumweltministerium, eine stärkere Berücksichtigung von Umweltaspekten im gesamten Verfahren, der Ausbau von Monitoring-Maßnahmen sowie mehr Transparenz bei den Zulassungsverfahren.

"Alle im Zulassungsverfahren eingereichten Studien müssen öffentlich zugänglich und durch unabhängige Wissenschaftler überprüfbar sein. Bisher herrscht eine gefährliche Nähe zwischen Zulassungsbehörden und Chemiekonzernen", sagte der BUND-Vorsitzende. Dies habe auch die Glyphosat-Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bewiesen, die umfangreich Aussagen aus Industriestudien plagiiert habe, ohne diese kenntlich zu machen. "Zur Transparenz gehört auch die Information, welche Experten an Studien beteiligt sind und wer sie warum benannt hat, inklusive einer etwaigen Zusammenarbeit mit der Industrie", sagte Weiger.

Zum Fünf-Punkte-Forderungskatalog des BUND: www.bund.net/zulassungsverfahren-pestizide
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