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30. September 2014

AKW Fessenheim: Keine spätere Abschaltung


Zu Äußerungen der französischen Regierung über das AKW Fessenheim, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Mit ihren jüngsten Äußerungen, sich nicht auf ein konkretes Datum für die Stilllegung des AKW Fessenheim festlegen zu wollen, löst die französische Umweltministerin Royal auch in Deutschland Irritationen aus. Die Bundesregierung muss die französische Regierung an die Zusage von Präsident Hollande erinnern, dass das älteste französische AKW spätestens 2016 endgültig abgeschaltet wird. 

Das direkt an der deutsch-französischen Grenze liegende AKW ist besonders gefährlich. Angefangen von der veralteten Auslegung, dem überschwemmungsgefährdeten Kraftwerksgelände, über die denkbar ungünstige Lage in einem Erdbebenrisikogebiet bis hin zum dünnsten Fundament von allen französischen AKW, das zu besonders schlimmen Kernschmelze-Unfällen führen kann: Es gibt lauter triftige Gründe, Fessenheim lieber heute als morgen abzuschalten. Die Abschaltung dieses Risikomeilers aber sogar noch über 2016 hinaus zu zögern, wäre ein unverantwortliches Spiel mit dem Risiko. 

Die Bundesregierung muss die Bevölkerung vor diesem Risiko schützen und die französische Regierung mit Nachdruck an deren frühere Zusagen erinnern.



Bündnis 90/Die Grünen Bundestag

Fracking bleibt ein Risiko für Mensch und Umwelt


 
Zur Übergabe von rund 650 000 Unterschriften für ein Fracking-Verbot an Bundesumweltministerin Hendricks erklärt Dr. Julia Verlinden (Bündnis 90/Grüne), Sprecherin für Energiepolitik: 
 
Mehr als eine halbe Millionen Menschen haben mit ihrer Unterschrift deutlich gemacht, dass sie Fracking ablehnen. Sie wollen keine Verlängerung für das fossile Zeitalter. Wir fordern Ministerin Hendricks und Minister Gabriel auf, die Bedenken ernst zu nehmen. Fracking zur Förderung von Gas und Öl muss mit Hilfe des Berg- und Wasserrechtes generell ausgeschlossen werden. 
 
Kampagnen der Pro-Fracking-Lobby versuchen derzeit zu verschleiern, dass Fracking ein Risiko für Mensch und Umwelt ist. Doch Probleme wie die Entsorgung von giftigem Lagerstättenwasser, Erdbebengefahren, enormer Wasserverbrauch und negative Folgen für das Klima lassen sich nicht wegdiskutieren. Deshalb brauchen wir ein Gesetz, das Konzernen untersagt, auf Kosten von Mensch und Natur noch die letzten Kubikmeter Gas aus dem Boden zu pressen. 
 
Sollte die Bundesregierung dem Fracking Tür und Tor öffnen, würde sie gleichzeitig ihr Bekenntnis zur Energiewende in Frage stellen. Ziel der Energiewende ist es, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden und auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz umzusteigen. Statt auf Fracking zu setzen, muss die Bundesregierung also den Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien vorantreiben. Und endlich mehr tun für Energieeinsparung und Energieeffizienz."

Datenschützer: Neue EU-Kommission soll Vorratsdatenspeicherung beerdigen + Campact, Digitalcourage, der Digitale Gesellschaft und AK Vorrat übergeben über 100.000 Unterschriften




Brüssel (ots) - Mehrere Datenschutz- und Bürgerrechtsorganisationen aus Deutschland haben den designierten künftigen EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos aufgefordert, auf einen neuen Anlauf zur verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung zu verzichten. Vor der Anhörung des designierten Kommissars durch den Innenausschuss des EU-Parlamentes übergaben Campact, Digitalcourage e.V., der Digitale Gesellschaft e.V. und der Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung über 100.000 Unterschriften für den Online-Appell gegen Vorratsdatenspeicherung "Nein zur Rundum-Überwachung" an die Europa-Abgeordneten Sylvia-Yvonne Kaufmann (SPD) und Jan-Philipp Albrecht (Grüne).

Für den designierten Innenkommissar Avramopoulos, in dessen Ressort die Vorratsdatenspeicherung fällt, haben die Aktivisten das in Gold gerahmte Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung überreicht. Am heutigen Tag findet die Befragung des designierten Innenkommissars vor dem Innenausschuss statt.

Der Europäische Gerichtshof hatte die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung im April gekippt. Ob die neue EU-Kommission, die am 1. November ihre Arbeit aufnimmt, einen neuen Richtlinienentwurf zur Vorratsdatenspeicherung vorlegen wird, ist derzeit noch unklar.

"Nachdem Innenminister Maas auf Bundesebene auf die Notbremse getreten ist, liegt die Hoffnung auf einem klaren "Nein" zur Vorratsdatenspeicherung" auf EU-Ebene, um die Vorratsdatenspeicherung endgültig zu beerdigen", sagte Katharina Nocun von Campact. "Die neue EU-Kommission kann jetzt zeigen, ob sie bereit ist die Lehren aus den Snowden-Enthüllungen anzunehmen."

"Avramopoulos muss in der Frage der Vorratsdatenspeicherung Farbe bekennen: Wir fordern ihn auf, Klagen gegen Mitgliedstaaten einzuleiten, die die Vorratsdatenspeicherung gegen EU-Recht umsetzen. Zudem müssen sämtliche weitere Vorratsdatenspeicherungen, wie die Übermittlung von Fluggastdaten und Bankdaten an Drittstaaten, umgehend beendet werden.", erklärt Alexander Sander, Geschäftsführer des Digitale Gesellschaft e.V..

padeluun von Digitalcourage ergänzt: "Unser Wunsch ist, dass jegliche Art von Vorratsdatenspeicherungen europaweit verboten werden." "Auf jeden Fall ist es eine Hybris, wenn man einige wenige Verdächtige überwachen will, dafür die gesamte Bevölkerung 24 Stunden, rund um die Uhr bis in ihr Innerstes hinein auszuspionieren. In unserem Rechtssystem müssen Fahndungsmittel zweckmäßig, wirksam und verhältnismäßig sein - davon trifft nichts auf Vorratsdatenspeicherungen zu."

Kosmetika etwas weniger hormonell belastet




Berlin (ots) - Seit der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor rund einem Jahr die "Tox-Fox-App" zur Überprüfung von Kosmetika auf hormonell wirksame Chemikalien herausbrachte, sank bei den meisten Herstellern der Anteil belasteter Produkte. Enthielten 2013 noch 30 Prozent der Kosmetika diese Chemikalien, sind es derzeit noch 27 Prozent. Ausreißer sind die Firmen Procter & Gamble sowie Henkel. Bei Procter & Gamble (Hersteller z.B. von Wella, Gilette u.a.) erhöhte sich der Anteil von 46 auf jetzt 48 Prozent. Henkel (z.B. Schwarzkopf, Aok, Fa) schnitt ebenfalls schlechter ab. Bei dieser Firma stieg die Zahl der belasteten Produkte von 30 Prozent in 2013 auf jetzt 33 Prozent. Die "Tox-Fox-App" gibt Auskunft über mehr als 80000 Körperpflegeprodukte. Mehr als zehn Millionen Produkt-Checks wurden inzwischen mit dem "Tox-Fox" durchgeführt. 

Ab jetzt gibt es die kostenlose App auch als Android-Version. Mit der App kann man nicht nur über Einscannen des Barcodes belastete Produkte erkennen, sondern auch Protest-E-Mails an die Hersteller versenden. Davon machten rund 85000 Nutzerinnen und Nutzer Gebrauch. Außerdem wurden rund 20000 Produkte in die Datenbank neu eingetragen. 

"Bei den neu eingetragenen Kosmetikprodukten ist nur noch ein Fünftel mit hormonell wirksamen Stoffen belastet. Das ist weiterhin zu viel, aber der Trend geht nach unten", sagte Ulrike Kallee, Chemikalien-Expertin des BUND. "Viele Produkte kommen mittlerweile ohne hormonell wirksame Chemikalien aus. Das ist klar eine Folge des Verbraucherprotestes", so Kallee. 

Vor allem Parabene seien in vielen Körperpflegeprodukten wie Cremes, Shampoos, Rasierschaum oder Lippenstiften enthalten, bei deren Anwendung sie in den Körper gelangten. Besonders gefährdet seien Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Kinder in der Pubertät. "Ein Duschgel macht noch nicht krank. Aber die meisten Menschen nutzen jeden Tag viele verschiedene Kosmetika, deren Inhaltsstoffe als Chemikaliencocktail im Körper wirken können. Hersteller sollten daher auf Parabene in ihren Produkten verzichten", forderte Kallee. 

Hormonell wirksame Chemikalien ähneln körpereigenen Hormonen und können wichtige Entwicklungsprozesse stören. Zum Beispiel können sie dazu führen, dass sich bei Männern die Spermienqualität und -anzahl vermindert. Einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge betrifft dies in Europa bereits bis zu 40 Prozent der jungen Männer.
Weitere Informationen: 

Die kostenlose "Tox-Fox-App" finden Sie hier: www.bund.net/toxfox
Die aktuelle "Tox-Fox"-Auswertung finden Sie als PDF unter: www.bund.net/pdf/foxfacts
Die Liste der "Tox Ten" (der zehn am meisten gescannten und mit Parabenen belasteten Produkte) und weitere Informationen zu unseren aktuellen Auswertungen finden Sie unter: www.bund.net/toxten

Stiftung Menschen für Menschen: Sauberes Wasser für die Menschen in Äthiopien

München (ots) - Zugang zu sauberem Wasser ist gemäß einer Erklärung der Vereinten Nationen ein Menschenrecht. Der globale Wassermangel wächst jedoch weiter, dies zeigen aktuelle Studien. Auch das rasante Bevölkerungswachstum sorgt dafür, dass die wichtige Ressource Wasser in Entwicklungsländern knapp bleibt. Die Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe setzt sich bereits seit mehr als 30 Jahren erfolgreich und nachhaltig für eine bessere Wasserversorgung in Äthiopien ein.

Für jeden Menschen sollte sauberes Trinkwasser verfügbar sein. Leider sieht die Realität in vielen Ländern oft anders aus. In Äthiopien, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, haben etwa 60 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser. In den ländlichen Gebieten haben sogar acht von zehn Menschen nicht genug zu trinken. Brunnen und Quellen sind rar und zudem sind sie häufig mit Krankheitserregern verschmutzt. Jedes Jahr sterben in Äthiopien über 15.000 Jungen und Mädchen an Krankheiten, die durch dreckiges Wasser ausgelöst wurden.

Peter Renner, Vorstand von Menschen für Menschen und zuständig für die Projektarbeit der Stiftung in Äthiopien, betont: "Für uns ist die Bereitstellung von sauberem Wasser eine Kernaufgabe. Wasser stillt nicht nur Durst, sondern erhöht die persönliche Hygiene und verhindert dadurch gefährliche Krankheiten. Ohne sauberes Wasser ist kein menschenwürdiges Leben möglich." Bis heute gelang es der Stiftung Menschen für Menschen unter anderem mit dem Bau von 1.862 Brunnen und Quellfassungen, 70 Wasseranlagen und 77 Sammelbecken, die Lebensbedingungen von über fünf Millionen Menschen in den Projektgebieten der Stiftung nachhaltig zu verbessern.

"Sauberes Wasser eröffnet Wege aus der Armut und ist eine der wichtigsten Grundlagen für die gesellschaftliche, wie wirtschaftliche Entwicklung von Äthiopien", betont Peter Renner, der seit Ende 2013 bei der Stiftung tätig ist. Während seiner zahlreichen Äthiopienaufenthalte konnte er sich ein eigenes Bild von der Arbeit in den Projektgebieten zu machen. "Wer einmal gesehen hat, welche elementare Bedeutung Wasser für Äthiopien darstellt, sieht unseren Konsum in Europa mit ganz anderen Augen."

Beispielsweise im Projektgebiet Borena wird deutlich, was sauberes Wasser bewirken kann: Viele Jahre war hier die Ernährung von 180.000 Menschen nicht gesichert. Oftmals wurde das Wasser aus unsauberen Quellen geholt, was vor allem bei Kindern zu Magen- und Darmerkrankungen geführt hat. Seit 2011 läuft in Borena die Projektarbeit der Stiftung. Schon heute profitiert der Distrikt von einer intakten Wasserversorgung. Da der Wassertransport traditionell eine Aufgabe der Frauen ist, mussten viele Mädchen stundenlange Wege zur nächsten Wasserstelle gehen und die schweren 20 Liter Kanister zurück tragen. Oft fehlte es an Zeit, um neben der schweren Arbeit, eine Schule zu besuchen. Dank der neuen Brunnen haben nun auch Mädchen und Frauen in Borena eine Chance auf Bildung und können regelmäßig in eine Schule gehen. Des Weiteren erhielten 2.000 Gemeindemitglieder eine Ausbildung in den Bereichen Wasserwirtschaft, Sanitär- und Hygienefragen. Zu guter Letzt ermöglicht das neue Bewässerungssystem eine geregelte Landwirtschaft, welche künftig eine ertragreichere Ernte sicherstellt.

Aktuell arbeitet Menschen für Menschen in neun Regionen sowie in zahlreichen Infrastruktur- und Einzelprojekten. In sechs Projektgebieten wurde die Arbeit der Stiftung bereits erfolgreich abgeschlossen. Dort haben die Menschen ihre Lebensbedingungen in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Menschen für Menschen soweit verbessern können, dass heute ein solides Fundament für die weitere eigene Entwicklung vorhanden ist. Die Projekte wurden in die Hände der Bevölkerung und der verantwortlichen Behörden übergeben. Ein kleines Team der Hilfsorganisation wird in den nächsten Jahren einen Überblick über die Projekte in den Regionen bewahren und die Menschen in den ehemaligen Hilfsgebieten bei Bedarf mit Rat und Tat unterstützen.

Für die meisten Europäer ist Trinkwasser jederzeit und in großen Mengen verfügbar. Oft wird dabei vergessen, dass dieser Luxus für rund 11 Prozent der Weltbevölkerung unvorstellbar ist. Während jeder Europäer täglich durchschnittlich bis zu 170 Liter Wasser verbraucht, müssen viele Äthiopier mit weniger als 30 Liter auskommen.

Die globale Wasserknappheit ist längst eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Laut aktueller WWF-Studie stieg der Bedarf in den letzten hundert Jahren doppelt so stark wie das Bevölkerungswachstum. Die Folge: Trotz vieler Bemühungen bleibt das Wasser vor allem in Entwicklungsländern knapp.

Weltweit sterben immer noch Millionen Menschen im Jahr an den Folgen von verschmutztem Trinkwasser - darunter sind auch viele Kinder. Zwar ist das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser seit vier Jahren international anerkannt, verbindlich ist die Resolution allerdings nicht. Der Beschluss gilt als symbolischer Akt und ist in keinem Land einklagbar.

Quellen:
Angaben von WHO & UNICEF, FAO-Aquastat Database 2007, WWF Studie
2014, Recherchen Menschen für Menschen

Über Menschen für Menschen:

Am 16. Mai 1981 legte der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm mit seiner legendären Wette in der Sendung "Wetten, dass..?" den Grundstein für seine Äthiopienhilfe. Am 13. November 1981 gründete er die Stiftung Menschen für Menschen. Seitdem leistet die Organisation Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen sogenannter integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Bildung, Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit, Infrastruktur und setzt sich für die soziale und wirtschaftliche Besserstellung von Frauen ein. Die Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

NABU.de | Neue EU-Komission: Widerstand gegen Umweltkahlschlag

NABU.de | Neue EU-Komission: Widerstand gegen Umweltkahlschlag



16. September 2014 - In einem gemeinsamen Brief haben
der NABU sowie BUND, DNR und WWF die deutschen EU-Parlamentarier dazu
aufgerufen, der künftigen EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker ihre
Zustimmung zu verweigern, wenn es nicht zu deutlichen Nachbesserungen
für den Umweltschutz kommt. Dabei wird auf vier konkrete Forderungen
verwiesen, die in Brüssel von den Green 10, den führenden
Umweltverbänden auf EU-Ebene, veröffentlicht wurden.

NABU: Kein Vertrauen in den Umweltkommissar




Brüssel/Berlin (ots) - Nach der Anhörung des designierten EU-Umweltkommissars Karmenu Vella hat der NABU große Zweifel, ob dieser zu einem Kämpfer für wichtige Umweltbelange in der europäischen Umweltpolitik werden kann.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: "Vellas Auftritt erweckte den Eindruck von großer Unsicherheit in Sachfragen. Programmatische Ankündigungen fehlten völlig, sei es aus Unentschlossenheit oder weil sie ihm von seinem künftigen Chef Jean-Claude Juncker untersagt worden waren. Vor allem aber präsentierte Vella sich nicht als das, was jetzt dringend gebraucht wird: ein konfliktfreudiger Anwalt von Umweltbelangen in einer ansonsten eindimensional auf Wirtschaftswachstum orientierten Kommission." Miller erneuerte seine Kritik, dass ein Kandidat aus Malta, wo die illegale Jagd auf Zugvögel nach wie vor Realität ist, nun für den Umweltschutz zuständig ist.

Die Anhörung bestärke den NABU darin, insbesondere von den CDU/CSU- und SPD-Vertretern im Europaparlament dringend die Ablehnung der neuen Kommission zu fordern, solange Juncker den Umweltschutz nicht fest in Struktur und Arbeitsaufträgen der Kommission verankere. "Mit Blick auf den Klimawandel und weltweit schwindender Ressourcen ist es nach wie vor unverständlich und umweltpolitisch von vorgestern, dass diese wichtigen globalen Herausforderungen in der Kommission so einen niedrigen Stellenwert erhalten", so Miller weiter. "Wir brauchen einen Vizepräsidenten, der für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zuständig ist."

Der Tag der Anhörung brachte zudem einen Affront gegen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Dieser hatte Juncker vergangene Woche darum gebeten, einem seiner Vizepräsidenten die Zuständigkeit für Nachhaltigkeit zu geben und Vellas Arbeitsauftrag nachzubessern. "Die in letzter Minute vor der Anhörung vorgelegte Antwort kommt einer Brüskierung des Parlaments gleich. Juncker verbittet sich darin sinngemäß eine Einmischung in seine Pläne und behauptet, alle Kommissare würden bei ihrer Arbeit an die Umwelt denken, da müsse man nicht konkreter werden", so Miller. Das dürfe von Martin Schulz so nicht akzeptiert werden. "Hier droht das Motto: Wenn alle zuständig sind, ist es keiner."

Weitere Infos: www.nabu.de/themen/umweltpolitik/umweltpolitikallgemein/17052.html

Energiesparen schützt das Klima und entlastet den Geldbeutel - technewable

Energiesparen schützt das Klima und entlastet den Geldbeutel - technewable



Auf die Frage, warum Energie sparen wichtig ist, gibt es in der Regel
zwei Antworten. Die eine ist, durch das Energie sparen wird ein aktiver
Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Der andere ist, Energie sparen
entlastet den Geldbeutel [1][2]. 

Gründe zum Energie sparen gibt es zwar weitaus mehr. Dennoch will ich kurz auf die beiden genannten eingehen [3].

85 Prozent der Opfer eines Masernausbruchs waren vorher geimpft - Kopp Online

85 Prozent der Opfer eines Masernausbruchs waren vorher geimpft - Kopp Online







»Der derzeitige Ausbruch von Masern in Kalifornien – der schlimmste,
seit die Masern durch Impfung und Impfstoffe ›ausgerottet‹ wurden –
erstaunt örtliche Gesundheitsbehörden, denn 85 Prozent der Infizierten
waren vollständig geimpft.«

Fracking stoppen, Fracking-Mythen aufdecken



Berlin: Umweltschutzverbände und Bürgerinitiativen haben heute Bundesumweltministerin Barbara Hendricks rund 660000 Unterschriften für ein Verbot der Erdgas-Fördermethode Fracking übergeben. Zuvor führten sie vor dem Bundesumweltministerium eine symbolische Fracking-Bohrung durch. In einem Online-Appell hatten das Kampagnennetzwerk Campact, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und andere Initiativen gegen Fracking etwa eine halbe Million Unterschriften gesammelt, weitere rund 160000 Unterschriften sammelte das Umweltinstitut München. Die Organisationen fordern ein klares gesetzliches Verbot von Fracking durch entsprechende Änderungen im Bundesberggesetz.

Die Umweltschützer kritisieren verschiedene "Mythen", die der Durchsetzung von Fracking in Deutschland dienen sollen. So sei die Unabhängigkeit von Gasimporten durch eine verstärkte Energiewende eher zu erreichen als durch Fracking. Nicht die Förderung von mehr Erdgas sorge dafür, dass Deutschland seine Klimaziele erreiche, sondern der schnellere Ausbau erneuerbarer Energien und die zügige Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen.

"Statt die Gasförderung per Gesetz auszuweiten, sollte sich die Bundesregierung auf die Energiewende und auf den Ausbau moderner, nichtfossiler Energieträger konzentrieren", sagte Campact-Energieexperte Chris Methmann.

"Es gibt keine guten Gründe für Fracking, sondern im Gegenteil große Risiken für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen", kritisierte Ann-Kathrin Schneider, Energieexpertin beim BUND. "Hendricks und Gabriel wollen das Streitthema abräumen und Fracking in Deutschland ermöglichen. Die geplanten Gesetzesänderungen werden die Gegenwehr vieler Anwohner in potentiellen Fracking-Regionen jedoch nicht beilegen", sagte Schneider.

Franziska Buch, Energiereferentin am Umweltinstitut München, erklärte: "Die Gefahren des Fracking wie die Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft durch giftige Chemikalien, Schwermetalle, Arsen, radioaktive Stoffe sowie gesundheits- und klimaschädliche Gase sind bereits durch dokumentierte Vorfälle und wissenschaftliche Untersuchungen erwiesen."

Die geplanten Gesetzesänderungen betreffen unter anderem das Wasserhaushaltsgesetz und die Verordnung zur Umweltverträglichkeitsprüfung und sollen die umstrittene Gasförderung unterhalb von 3.000 Metern und zu Forschungszwecken auch oberhalb dieser Grenze erlauben. Nach einer Analyse des BUND und des Deutschen Naturschutzrings (DNR) würden die geplanten Gesetzesänderungen dem risikoreichen und kostspieligen Fracking lediglich die Tür öffnen.

LobbyFacts: Die größten deutschen Lobbyakteure in Brüssel


Neues Online-Recherchetool zum EU-Lobbyismus vorgestellt

Brüssel/Köln, 30. September 2014. Welche Unternehmen und Verbände geben am meisten für Lobbyarbeit in Brüssel aus? Wer beschäftigt die meisten Lobbyisten und welche Lobbyagenturen machen am meisten Umsatz mit Lobbydienstleistungen? Das heute in Brüssel vorgestellte Online-Recherchetool LobbyFacts.eu ermöglicht es erstmals, Antworten auf Fragen wie diese einfach und unkompliziert zu recherchieren. 
 
LobbyFacts richtet sich an alle, die mehr über die vielfältigen Lobbyaktivitäten von Unternehmen, Verbänden, Agenturen und Nichtregierungsorganisationen in Brüssel erfahren möchten. LobbyFacts nutzt die Daten des freiwilligen EU-Transparenzregisters, bereitet diese auf neue, übersichtliche Weise auf und bietet erweiterte Such- und Sortierfunktionen. Entwickelt wurde LobbyFacts gemeinsam von den Organisationen LobbyControl, Corporate Europe Observatory und Friends of the Earth Europe. 
 
Max Bank von LobbyControl: „LobbyFacts ist ein Angebot an alle, die wissen wollen, wer in Brüssel wie viel ausgibt, um politische Entscheidungen zu beeinflussen. Mit dem Tool wollen wir der Öffentlichkeit die Möglichkeit bieten, sich mehr Überblick über die Aktivitäten von Unternehmen, Verbänden und Agenturen in der undurchsichtige Lobbyhauptstadt Europas zu verschaffen. LobbyFacts zeigt aber auch, dass ein verpflichtendes Lobbyregister dringend notwendig. Das bisherige freiwillige Register ist gespickt mit unplausiblen oder schlicht falschen Angaben.“ 
 
Eine erste Auswertung der zehn Unternehmen und Verbände aus Deutschland mit den jeweils höchsten Lobbyausgaben zeigt: Siemens ist bei den Unternehmen mit jährlichen Lobbyausgaben von 4,4 Mio. Euro deutlicher Spitzenreiter. Auf dem zweiten Rang folgt mit einigem Abstand der Chemie- und Pharma-Riese Bayer mit 2,8 Mio. Euro. Die Summe der Lobbyausgaben der zehn Unternehmen mit den höchsten Ausgaben beträgt 24 Mio. Euro. 
 
Bei den Verbänden führt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit 3,6 Mio. Euro die Liste an – noch vor dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der jährlich 3,1 Mio. Euro aufwendet. Zusammen geben die zehn deutschen Verbände mit den höchsten Lobbyausgaben in Brüssel jährlich knapp 21 Mio. Euro aus. 
 
Von allen Unternehmen geben drei US-amerikanische Konzerne aus den Bereichen Tabak, Öl und IT am meisten für Lobbying in Brüssel aus: Philip Morris (>5 Mio. Euro), ExxonMobil (4,8 Mio. Euro) und Microsoft (4,6 Mio. Euro).
Die Liste der Lobbyagenturen mit dem höchsten Umsatz wird von Fleishman-Hillard angeführt. Die Agentur erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von knapp über 11,5 Mio. Euro mit Lobbyarbeit und beschäftigt nach eigenen Angaben 59 Lobbyisten, von denen 35 einen Hausausweis für das Europäische Parlament besitzen. Zu den Kunden der Agentur gehören Pfizer, General Motors, Monsanto, Proctor & Gamble und Lukoil. 
 
Mit LobbyFacts lassen sich außerdem leicht absurde Angaben im EU-Transparenzregister aufspüren. Da die Registranten für ihre Angaben selbst zuständig sind und eine Kontrolle der Angaben durch das Register-Sekretariat praktisch nicht erfolgt, sind die Daten oft wenig plausibel. So beschäftigt etwa der italienische Verband „Italian National Association of Tax Consultants“ nach eigenen Angaben eine Lobby-Armee von 5.000 Lobbyisten bei Lobbyausgaben von 50.000 Euro. 
 
Lobbyfacts.eu finden Sie hier: http://www.lobbyfacts.eu/
Die vollständige Auswertung der jeweils zehn Unternehmen und Verbände aus Deutschland mit den höchsten Lobbyausgaben finden Sie hier: https://www.lobbycontrol.de/2014/09/lobbyfacts-die-groessten-deutschen-lobbyakteure-in-bruessel/

IPPNW-NEWSLETTER VOM 30.09.2014


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Flucht vor Krieg. Flucht vor Hunger. Flucht vor Verfolgung. 45 Millionen
Menschen befinden sich momentan weltweit auf der Flucht. Die meisten
Menschen fliehen aus Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Libyen, Sudan.
"Es ist kein Zufall, dass sich diese Aufzählung anhört wie die
Reiseroute eines Gas-Lieferanten", sagte Alex Rosen, stellvertretender
IPPNW-Vorsitzender gestern auf einer Diskussion zur Situation der
Flüchtlinge vom Kreuzberger Oranienplatz. Auf dem Podium in der
Volksbühne diskutierten neben Flüchtlingsvertretern, Juristen und
Ärzten auch ein Flüchtling vom Oranienplatz sowie Canan Bayram, Mitglied
der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus und Hakan Taş (LINKE),
flüchtlingspolitischer Sprecher der Abgeordnetenhausfraktion. Lesen Sie
den Bericht im Neuen Deutschland (Link:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/947672.die-bewegung-geht-weiter.html
). Anfang September hatte die IPPNW sich in einem Offenen Brief an
Innensenator Henkel gewendet und die menschenunwürdigen Zustände für
die Oranienplatz-Flüchtlinge in der Hauptstadt kritisiert (siehe unten).
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Wilmen

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GRENZEN SCHLIESSEN FÜR WAFFEN UND KÄMPFER – GRENZEN ÖFFNEN FÜR HUMANITÄRE HILFE UND FLÜCHTLINGE 
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VertreterInnen einer Menschenrechtsdelegation in die Kurdischen
Autonomiegebieten im Nordirak und Rojava (Nordsyrien) fordern die
Bundesregierung dringend auf, Einfluss auf die türkische Regierung
auszuüben, die Grenze zu Syrien für Waffen und Kämpfer zu schließen.
Zudem müsse das Embargo gegen die Selbstverwaltung und Menschen in
Nordsyrien/Rojava sofort aufgehoben werden. Die humanitäre Hilfe für die
yezidischen Flüchtlinge solle auf Rojava ausgeweitet werden. Das
forderten Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler und
IPPNW-Beiratsmitglied, Dr. med. Gisela Penteker, IPPNW-Ärztin und der
Soziologe und Menschenrechtler Martin Dolzer, die vom 14.–24. September
2014 als Teil einer Menschenrechtsdelegation in die Kurdischen
Autonomiegebiete im Nordirak und Nordsyrien (Rojava) gereist waren, heute
auf einer Pressekonferenz in Berlin. Mehr ... (Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/472098459f07d85f17c615dea0ea1cae/grenzen-schliessen-fuer-waffen-und-k-1.html
)
Statement von Dr. Gisela Penteker (Link:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Statement_Penteker.pdf
)Weitere Informationen über die Delegationsreise (Link:
http://rojavadelegation.blogspot.de/ )IS greift kurdische
Selbstverwaltungsgebiete in Nordsyrien an (Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/d5753f44a160cd40182e677d0096b6dc/is-greift-kurdische-selbstverwaltung.html
), IPPNW-Pressemitteilung vom 20.9.2014


IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/Fluechtlingslager_Newroz.jpg

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BANKKUNDEN LEHNEN "DIE BOMBE AN IHRER SEITE" AB
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Im Rahmen der Kampagne „Atomwaffen – ein Bombengeschäft“ findet vom
26. September (Internationaler Tag für die Abschaffung von Atomwaffen)
bis 4. Oktober 2014 bundesweit eine Aktionswoche statt, in der vor
Bankfilialen gegen die Investition in Atomwaffenhersteller protestiert
wird. Mehr als acht Finanzinstitute in Deutschland investieren über 7
Milliarden in Firmen, die Atomwaffenkomponenten oder -Trägersysteme
produzieren. Die Commerzbank und die Deutsche Bank, zwei der größten
Geldgeber, stehen im Fokus der Aktionswoche. Lesen Sie mehr ...
(Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/c95ae612abaf8b4ad999067ba95ef96f/bankkunden-lehnen-die-bombe-an-ihre.html
)
Weitere Informationen zur Aktionswoche (Link:
http://atombombengeschaeft.de/ )Fotos von den Aktionen (Link:
https://www.flickr.com/photos/ippnw/sets/72157648082815142/ )Verstrickung
deutscher Finanzinstitute in britische Atomwaffen (Link:
http://www.ippnw.de/startseite/artikel/0d3daaef63cd4356a58e427ad3d15ff9/verstrickung-deutscher-finanzinstitu.html
), Pressemitteilung vom 18.9.2014Geschäfte mit der Massenvernichtung –
U-Boote für Israel (Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/c5f99b8e6815c38a021bded08bdb86be/geschaefte-mit-der-massenvernichtung.html
), IPPNW-Pressemitteilung vom 10.9.2014


IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/die_bombe_an_ihrer_seite.jpg

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KEINE BETEILIGUNG AN NEUAUFLAGE DES "KRIEGES GEGEN DEN TERROR"
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Anlässlich des Jahrestages des 11. September forderte die IPPNW die
Bundesregierung auf, sich nicht an der von Barack Obama geplanten Allianz
im Kampf gegen die Dschihadisten im Irak und Syrien zu beteiligen.
Stattdessen solle sie sich dafür einsetzen, dass im Kampf gegen die IS
gemäß dem Völkerrecht die Konfliktlösungsinstrumente der Vereinten
Nationen zum Einsatz kommen. Auch appellierte die IPPNW an die Regierung,
die geplante Auslieferung von Waffen in den Irak zurückzunehmen. Die
IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst warnte: "Eine Neuauflage des
sogenannten 'Krieges gegen den Terror' wird weitere Menschen, darunter
viele Zivilisten, das Leben kosten, er wird die zivile Infrastruktur
weiter zerstören – mit schrecklichen humanitären Folgen – und die
Umweltverseuchung fortsetzen". Mehr ... (Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/1a0cd6044b7007e66aa17af72e6aa7b7/keine-beteiligung-an-neuauflage-des.html
)
IPPNW-Report "Body Count" (Link:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Body_Count_Maerz2013.pdf )


IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/fallujah2004.jpg

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MENSCHENUNWÜRDIGE UND LEBENSBEDROHLICHE ZUSTÄNDE BEENDEN
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Die Ärzteorganisation IPPNW hatte den Berliner Innensenator Frank Henkel
Anfang September aufgefordert, den Flüchtlingen auf dem Dach des Hauses
in der Gürtelstraße unverzüglich Zugang zu Essen, Trinken, Medikamenten
und medizinischer Versorgung zu gewähren. Die sieben noch ausharrenden
Flüchtlinge waren seit dem 26. August 2014 ohne Nahrung und genügend
Trinkwasser. Sie hatten keine Kleidung zum Wechseln, keine sanitären
Möglichkeiten und keine ausreichende ärztliche Versorgung. Lesen Sie
mehr ... (Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/229cfeab845a09a251017fd9f5bcdba2/menschenunwuerdige-und-lebensbedrohl.html
)
Brief an Innensenator Henkel (Link:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Soziale_Verantwortung/Henkel_140904.pdf
)


IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/fluechtlinge_guertelstrasse.jpg

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ABGEREICHERTES URAN VERURSACHT KREBS 
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Der Irak hat sich im Vorfeld der UN-Generalversammlung in diesem Herbst
für einen Verbotsvertrag für Uranwaffen ausgesprochen. Die Beweise für
langfristige und schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Einsatz von
Uranmunition werden immer erdrückender. Lesen Sie mehr ...
(Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/9e86a65c0998b59f98e979983caf8c7b/abgereichertes-uran-verursacht-krebs.html
)
ICBUW-Studie (Link:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3981379/ICBUW_malignant_effects.pdf
)IPPNW-Broschüre Uranmunition (Link:
http://issuu.com/ippnw/docs/ippnw_uranmunition_web/1 )IPPNW/ICBUW-Studie
"Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition" (Link:
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/IPPNW_ICBUW_Report_DU_Munition_2012.pdf
)


IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/Kinder_du_schrott_irak.jpg

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IPPNW FORDERT FÜR DIE UKRAINE "ROADMAP ZUM FRIEDEN" STATT WEITERER SANKTIONEN
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Die auf dem EU-Gipfel von den Außenministern angedrohten weiteren
Sanktionen gegen Russland bringen eine diplomatische Lösung für die
Ukraine und ein Ende des Krieges nicht näher. Russische Gegensanktionen
sind bald zu erwarten. Die IPPNW fordert einen Ausstieg aus der
Sanktionsspirale. Mehr ...
(Link:
http://www.ippnw.de/presse/presse-2014/artikel/9c0d32ac4703f6bae8d4c76ecda5effe/ippnw-fordert-fuer-die-ukraine-ro.html
)
Dossier Nr. 7 „Ukraine“ (Link:
http://www.koop-frieden.de/fileadmin/Dossiers/Dossier_VII_Ukraine__Stand_14.08.14_.pdf
)


IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/antikriegsdemo_russland.gif

Christine Buchholz: Bundesregierung verstrickt Deutschland in einen Endloseinsatz



"Die Bundesregierung verstrickt Deutschland in einen Endloseinsatz in Afghanistan", kommentiert Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die jüngsten Erläuterungen des verantwortlichen Generals Hans-Lothar Domröse zur ISAF-Nachfolgemission "Resolute Support". Buchholz weiter:


"Kaum ein Zehntel der eingesetzten Soldaten der ISAF-Nachfolgemission 'Resolute Support' werden laut Domröse als Berater und Ausbilder tätig sein. Der Rest muss den Einsatz logistisch unterstützen und durch Kampftruppen absichern. Dies offenbart das Scheitern der Gesamtmission. Zwölf Jahre ISAF haben ein noch kaputteres Land hinterlassen Mit der Nachfolgemission verfolgt die Bundesregierung das Ziel, dieses Scheitern zu vertuschen. Sie bleibt der Öffentlichkeit jede Erklärung schuldig, was 'Resolute Support' in den nächsten drei Jahren besser machen kann.

Wir haben in Afghanistan keineswegs den ersten demokratischen Machtwechsel erlebt, wie Außenminister Frank-Walter Steinmeier behauptet. Vielmehr haben die beiden Präsidentschaftskandidaten Ghani und Abdullah unter dem Druck der US-Regierung einen schmutzigen Power-Sharing-Deal vereinbart, der die Wahlzettel Makulatur werden lässt.

Das neue Truppenstatut wird den internationalen Truppen Immunität verleihen. Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung, die auch durch die Bundeswehr begangen worden sind, bleiben ungesühnt. Dies zeigt, dass Afghanistan nach wie vor kein souveräner Staat ist. Die deutschen Truppen dürfen sich nicht weiter an dieser Besatzung beteiligen und müssen unverzüglich und vollständig abgezogen werden."

NPD-Kader als Mitarbeiter der Universität Potsdam | Antifaschistische Recherche_Potsdam//Umland

NPD-Kader als Mitarbeiter der Universität Potsdam | Antifaschistische Recherche_Potsdam//Umland



Studierende der Universität Potsdam können sich in der Bibliothek Bücher
bei einem Neonazi ausleihen. Der NPD-Kader Steve Schmidt geht in der
Universitätsbibliothek einer Ausbildung zum Fachangestellten für Medien-
und Informationsdienste nach. Eingesetzt wurde er mindestens an den
Standorten Neues Palais und Golm.

Sahra Wagenknecht: Falsches Spiel bei TTIP



"Das hinterhältige Beschwichtigungsspiel von EU-Kommission und SPD-Chef Sigmar Gabriel bei TTIP ist aufgeflogen. Die EU-Kommission will am umstrittenen Investorenschutz festhalten. Das zeigt der kommunikative Super-GAU der designierten EU-Handelskommissarin Malmström und von Kommissionschef Juncker", kommentiert Sahra Wagenknecht die Kehrtwende von Handelskommissarin Cecilia Malmström vor den Europaparlamentariern. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:


"Die designierte Handelskommissarin macht sich nicht nur lächerlich, wenn sie beim umstrittenen und zentralen Punkt des Investorenschutzes innerhalb von 24 Stunden eine 180-Grad-Wende hinlegt. Erst sollte der gefährliche Investorenschutz noch aus dem Freihandelsabkommen gestrichen werden, einen Tag später dann doch wieder nicht. Schlimmer ist der entstandene Eindruck, dass Malmström und die EU-Kommission mit der angetäuschten Streichung der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen wollten. Wer die Gefahren, die den Menschen durch die Freihandelsabkommen drohen, entschärfen will, darf nicht auf die Trickserei von Junckers EU-Kommission hereinfallen. Durch den Malmström-Juncker-GAU wurde auch den durchsichtigen Beschwichtigungsversuchen von Bundeswirtschaftsminister Gabriel der Boden unter den Füßen weggerissen.

CETA und TTIP sind ein erneuter gefährlicher Angriff auf die Arbeitnehmer und den Sozialstaat. Das Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) darf nicht ratifiziert werden und die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) müssen sofort gestoppt und vom Tisch genommen werden."

Weltweite Fahrraddemos gegen Ölbohrungen in der Arktis + Greenpeace Ehrenamtliche radeln in 31 deutschen Städten für ein Schutzgebiet



Hamburg, 30. 9. 2014 – In über 125 Städten in 27 Ländern treten an diesem Samstag Zehntausende für den Schutz der Arktis in die Pedale. An dem globalen Protest „Ice Ride“ nehmen auch ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten in Deutschland teil. In 31  Städten, darunter Hannover, Hamburg, Berlin, Leipzig und Nürnberg, organisieren die Umweltschützer Fahrraddemos. Die Teilnehmer dekorieren ihre Räder mit Motiven der arktischen Tierwelt. Zudem gibt es in einigen Städten Rahmenprogramme wie Live-Musik oder Poetryslam. Mit dem „Ice Ride“ fordern die Umweltschützer, dass Gazprom die Ölförderung in der russischen Petschorasee stoppt. „Die Arktis ist eine der letzten unberührten Regionen auf unserer Erde. Wir müssen verhindern, dass dieser einmalige Lebensraum den Interessen der Industrie, allen voran der Ölindustrie, geopfert wird“, sagt Maike Christiansen von Greenpeace. „Deshalb fordern wir weltweit Menschen auf, mit uns zusammen für ein Schutzgebiet in der Hohen Arktis zu stimmen und entweder unsere Petition oder unsere Deklaration zu unterschreiben.“

Die „Arktis-Deklaration“ haben bisher weltweit rund 1100 Menschen unterschrieben. Darunter sind viele Prominente wie Desmond Tutu, Marina Silva oder Paul McCartney. Während prominente Unterstützer die Arktis-Deklaration unterstützen, haben bereits sechs Millionen Menschen weltweit eine UN-Petition für den Schutz der Arktis unterschrieben. Allein in Deutschland sind es 485.000 Menschen, die die industrielle Ausbeutung der Hohen Arktis verhindern wollen.

UN-Generalsekretär begrüßt Greenpeace-Engagement für den Schutz der Arktis

Vor zwei Wochen hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Unterschriften in New York entgegengenommen. Dabei sagte er, dass er ein internationales Gipfeltreffen zur Arktis plane. Darüber hinaus äußerte der Generalsekretär den Wunsch, an Bord eines der Greenpeace-Schiffe in die Arktis zu reisen. 

Der „Ice Ride“ ist Teil der internationalen Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Arktis. Seit Jahren fordert die unabhängige Umweltschutzorganisation ein Schutzgebiet rund um den Nordpol. Auf www.greenpeace.de/iceride können sich Mitmacher mit ihrem Namen für den Schutz der Arktis einsetzen.

Unterstützt werden die Umweltschützer beim „Ice Ride“ regional von BUND, VCD, ADFC, Critical Mass und weiteren Akteuren.

EU muss gemeinsam Verantwortung für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer übernehmen



Generalsekretärin Selmin Çalışkan besuchte Lampedusa und Sizilien. Neuer Bericht von Amnesty zur dramatischen Situation im Mittelmeer 

BERLIN, 30.09.2014 – Ein Jahr nach der Bootstragödie von Lampedusa mit mehr als 380 Toten prangert Amnesty die Untätigkeit der Europäischen Union an, durch die die Zahl der Todesopfer weiter nach oben getrieben wird. „Es sterben weiter Tausende von Flüchtlingen und Migranten bei dem verzweifelten Versuch, Europas Küsten zu erreichen“, sagt die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Selmin Çalışkan.

Gemeinsam mit dem Schauspieler Benno Fürmann und Vertretern der französischen und italienischen Amnesty-Sektionen ist Çalışkan soeben von einer knapp einwöchigen Reise nach Rom, Lampedusa und Sizilien wiedergekommen. Dort haben sie sich ein Bild der Lage vor Ort gemacht und Solidarität gezeigt. Die Ergebnisse einer bereits im Sommer stattgefundenen Recherchemission nach Italien und Malta dokumentiert ein neuer Bericht von Amnesty „Lives adrift: Refugee and migrants in peril in the central Mediterranean”, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Weil die Landrouten über Griechenland und Bulgarien mittlerweile unter anderem durch meterhohe Zäune abgeschottet sind, versuchen Flüchtlinge zunehmend über das Mittelmeer Europa zu erreichen. „Hunderte schweben jede Woche zwischen Leben und Tod, zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Sie werden von skrupellosen Menschenschmugglern auf schäbige Boote gepfercht“, sagt Çalışkan.

Seit dem Schiffsunglück am 3. Oktober im vergangenen Jahr rettet die italienische Marine mit der Operation "Mare Nostrum" Menschen aus Seenot. Über 140.000 Menschen konnten auf diese Weise gerettet werden. Trotzdem starben auch in diesem Jahr über 2.500 im Mittelmeer bei der Flucht nach Europa. „Mit Mare Nostrum finanziert Italien im Alleingang einen humanitären Einsatz, der ganz Europa etwas angeht. Mare Nostrum ist aber keine Dauerlösung. Alle europäischen Mitgliedstaaten müssen endliche Verantwortung für die Seenotrettung im Mittelmeer übernehmen, auch Deutschland“, sagt Çalışkan, die in Rom und auf Sizilien mit hochrangigen Vertretern der italienischen Marine sprechen konnte.

Pläne, wonach eine „Frontex Plus“ genannte Operation Mare Nostrum ablösen soll, gehen nach Ansicht von Amnesty International am Kern des Problems vorbei. „Solange nicht genügend Gelder von allen EU-Staaten bewilligt und der Fokus von Frontex Plus ganz klar auf der Seenotrettung liegt, werden wieder mehr Menschen auf dem Weg nach Europa sterben“, sagt Çalışkan. Auch das Einsatzgebiet einer Nachfolge-Operation müsse vergleichbar mit dem von Mare Nostrum sein. Mit Blick auf die EU mahnt Çalışkan: „Wenn die EU weiterhin zu ihren ureigenen Werten, nämlich den Menschenrechten, stehen will, darf sie das Sterben im Mittelmeer nicht weiter hinnehmen.“

Der neue Bericht dokumentiert die Ergebnisse einer im Sommer stattgefundenen Recherchemission nach Italien und Malta. Die Rechercheure sprachen mit mehr als 50 Flüchtlingen und Migranten. In dem Bericht enthalten sind Interviews mit Überlebenden, Experten und Behördenvertretern.

HL-Sports - News > HL-SPORTS TV: War das ein „Hitler-Gruß“ oder nicht?

HL-Sports - News > HL-SPORTS TV: War das ein „Hitler-Gruß“ oder nicht?



„…ein Werder-Spieler habe beim 2:0-Jubel direkt vor den VfB-Anhängern den Hitler-Gruß gezeigt.“

Mikrowellen schaden der Gesundheit

Mikrowellen schaden der Gesundheit





Bei den Teilnehmern, die Nahrung aus der Mikrowelle zu sich genommen
hatten, wurden erschreckende Veränderungen im Blut festgestellt:



Es konnte ein Rückgang aller Hämoglobin- und Cholesterinwerte
festgestellt werden. Sowohl das hochdichte Cholesterin (HDL, "gutes"
Cholesterin) als auch das niedrigdichte Cholesterin (LDL, "schlechtes"
Cholesterin) wiesen markante Veränderungen auf. Nach dem Mikrowellen
-Essen war ein auffälliger Rückgang der Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) zu beobachten. Bei normal zubereiteter Nahrung war dies nicht der Fall.



Außerdem wies Dr. Hertel auf nicht-thermische Effekte hin, die die
Durchlässigkeit der Zellmembran durch die elektrischen Potentiale der
Mikrowelle zwischen Innenseite und Außenseite der Zelle verändern.
Beschädigte Zellen werden dadurch eine leichte Beute für Viren,
Schimmelpilze und andere Mikroorganismen.


Hemmungslose Demagogie: Schäuble geht auf Konfrontationskurs zur AfD - Politik | STERN.DE

Hemmungslose Demagogie: Schäuble geht auf Konfrontationskurs zur AfD - Politik | STERN.DE






Schäuble geht auf Konfrontationskurs zur AfD


27. September 2014, 16:21 Uhr




Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fordert seine Partei zu
einer härteren Gangart gegenüber der AfD auf. Er verglich die Partei mit
dem Europa-skeptischen Kurs mit den Republikanern.

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer | Der Sonnenflüsterer

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer | Der Sonnenflüsterer





Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!

Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer
drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die
“Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen?
Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten
wir das Husten der Kinder in Euro?

energiezukunft: Schuldenabbau dank Windenergie

energiezukunft: Schuldenabbau dank Windenergie





Im bayerischen Bidingen
sorgt ein kommunales Windrad für einen gesunden Haushalt. Die
Investition der Gemeinde betrug 4,7 Millionen Euro.
Im Vorfeld des Baus gab es einen Bürger­entscheid, in dem sich die Menschen mit Mehrheit für das Windrad aussprachen. 

29. September 2014

Bürgerinitiative Nein zu CETA eingreicht (TTIP Aktionsbündnis Österreich)

Das TTIP Aktionsbündnis Österreich reichte am 26.Oktober 2014 die  Bürgerinitiative „NEIN ZU CETA“ mit 948 Unterstützungserklärungen, welche in ganz Österreich gesammelt wurden, im Parlament ein. Die vierjährige Victoria überreichte stellvertretend für alle Kinder und deren Zukunft die Unterschriften an die Nationalratsabgeordnete Eva Glawischnig-Piesczek welche Victoria versprach: „Wir versuchen in deinem Sinne auch zusammen zu bringen, das wir die negativen Dinge die da in der Zukunft vielleicht kommen können verhindern können. Für alle Kinder dieser Welt!“.
Die Bürgerinitiative wurde anschließend vom Erstunterzeichner Werner Nosko eingereicht und wird in den nächsten Tagen auf der Parlament Homepage zu weiteren Zeichnung veröffentlicht.

Die Initiatoren erwarten sich von der Regierung eine klare Stellungnahme zu deren Position und fordern nicht zuletzt ein NEIN zu CETA.

Kommt alle zur Demonstration am 11. Oktober 2014 + Hamburger „Netzwerk STOPPT TTIP, CETA und TiSA“ gegründet

17 Gruppen und Organisationen haben sich in Hamburg zu einem „Netzwerk STOPPT TTIP, CETA und TiSA“ zusammengefunden. In einem gemeinsamen Aufruf wird für eine Demonstration gegen die derzeit in Verhandlung stehenden Freihandelsabkommen am europäischen Aktionstag, dem 11. Oktober, mobilisiert.

„Für Gemeinwohl und Demokratie statt Konzerninteressen. Keine Abkommen zu Lasten von Beschäftigten, Verbrauchern und Umwelt“, heißt es in dem Aufruf, „wir wollen keine weitere neoliberale Privatisie-rung und Deregulierung. Wir wollen soziale, ökologische und faire Handelsbeziehungen, in der EU und weltweit. Wir brauchen den globalen Ausbau von Umwelt-, Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzregeln.“

Neben dem DGB Hamburg sind unter anderem auch die Verbraucherzentrale Hamburg, der Bund für Um-welt und Naturschutz (BUND), attac, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA), der Sozialverband Hamburg (SOVD), die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e. V. (VDJ) oder die Arbeits-gemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) Teil des Netzwerks, das in den nächsten Wochen noch weiter wachsen soll.

Gemeinsame Demonstration am 11. Oktober um 13 Uhr, Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof 60). Schlusskundgebung: Gänsemarkt

AIDA erhält B.A.U.M-Umweltpreis - Wal- und Delfinschutz-Forum spricht von Skandal

Hagen (ots) - Das Netzwerk "Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management B.A.U.M." verleiht auf seiner Jahrestagung in Hamburg am 29. September in der Kategorie Großunternehmen den Umweltpreis 2014 auch an das Kreuzfahrtunternehmen AIDA mit seinem Chef Michael Ungerer und Umweltdirektorin Monika Griefahn. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) spricht von einem Skandal.

In der Kritik der Umweltschützer stehen die alljährlichen Anlandungen von AIDA-Schiffen in den Walfangländern Norwegen, Island und auf den Färöer-Inseln. Das WDSF hatte AIDA bereits im letzten Jahr insbesondere vor den Färöer-Inseln gewarnt, weil dort jedes Jahr an öffentlichen Stränden und Buchten grausamen und blutig etwa Tausend Grindwale und andere Delfinarten abgeschlachtet werden. AIDA-Gäste könnten mit ihren Kindern traumatisierte Augenzeugen dieser Gemetzel werden, heisst es warnend vom WDSF. Im letzten Jahr fielen 1.534 Meeressäuger den öffentlichen Abschlachtungen zum Opfer. Das bei den Anlandungen auf der Inselgruppe verstärkt in Restaurants und an Marktständen angebotene Wal- und Delfinfleisch sei nachweislich gesundheitsgefährdend mit Quecksilber und anderen Umweltgiften verseucht.

Die vormalige Greenpeace-Funktionärin, ehemalige Umweltministerin Niedersachsens und jetzige AIDA-Umweltdirektorin Monika Griefahn schrieb nach intensiven Konfrontationen des WDSF im Jahr 2013 entnervt einen Brief an den Premierminister der Färöer-Inseln Kaj Leo Johannesen und bat darum, den Walfang zu stoppen. Gegenüber der Süddeutschen äußerte Griefahn kürzlich zu diesem politischen Kontakt: "Im Moment können wir uns leider nur darauf einigen, dass wir uns nicht einig sind."

Monika Griefahn und AIDA-Chef Michael Ungerer sind Gründungsmitglieder des Vereins AIDA Freunde der Meeres e.V., der sich "aktiv für den Schutz der Meere" einsetzt.

Das WDSF kritisiert, dass AIDA die Anlandungen unbeirrt fortsetzt und damit die Infrastruktur der Walfangländer stärkt. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Es ist ein Skandal, wenn solch ein gegenüber der Umwelt ignorantes Unternehmen wie AIDA einen Umweltpreis erhält. Gegenüber den Gästen wurde in diesem Jahr zum Beispiel bei der Anlandung in Bergen in Norwegen noch nicht einmal im Tagesprogramm vor dem massenhaften Angebot von belastetem Minkwalfleisch auf den Fischmärkten gewarnt. Der Umweltgedanke ist bei AIDA ein reines Lippenbekenntnis."

Das Handelsblatt bezeichnete den WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller im September als "den bekanntesten Tierschützer in Deutschland". Das WDSF konnte in langwierigen Kooperationsvereinbarungen mit den deutschen Reiseanbietern TUI, FTI, Schauinsland-Reisen und alltours in diesem Jahr vereinbaren, dass weltweit keine Delfin- und Orca-Shows mehr angeboten werden. TUI und FTI verweisen neuerdings in ihren Katalogen auf diese Vereinbarung. Ebenso konnte das WDSF mehrfach Schließungen von Delfinarien aufgrund katastrophaler Haltungsbedingungen erreichen. Mehrere Klageverfahren im Bereich Delfinschutz wurden vom WDSF gewonnen. Ortmüller war bereits dreimal auf den Färöer-Inseln, um die grausamen Ereignisse der tödlichen Treibjagden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach mehrfachen WDSF-Strafanzeigen gegen unzulässige Delfinjagden auf den Färöer-Inseln wurden die gesetzlichen Vorschriften dort erheblich verschärft.

Den B.A.U.M-Sonderpreis 2014 erhält Jane Goodall, Primatenforscherin, resolute Umweltaktivistin und UN-Friedensbotschafterin. Ortmüller: "Wir haben Jane Goodall und auch die Geschäftsführung von B.A.U.M anlässlich der Preisverleihung darum gebeten, auf AIDA einzuwirken, dass mit Meeresschutz und Nachhaltigkeit nicht nur geprahlt wird, sondern dass ein Großunternehmen wie AIDA dies auch aktiv umsetzt und die Walfangländer aus dem Kreuzfahrtprogramm nimmt."

Hintergrund:

B.A.U.M.-Preisträger 2014: http://www.baumev.de/default.asp?Menue=767

WDSF-Kritik an Kreuzfahrtunternehmen: http://ots.de/8H8ic

WDSF-Strafanzeigen Färöer-Inseln: http://ots.de/Pk5oJ

WDSF-Erfolge: http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/erfolge-infos-a-links

[BI-Newsletter] Termine Oktober

Do. 02.10.14 - Infoveranstaltung "Kein Fracking im Wendland"

Die AG gegen Fracking der BI Lüchow-Dannenberg gibt einen Überblick über die aktuellen Bemühungen der Firma "Geo Exploration Technologies (GET)" im "Aufsuchungsfeld Prezelle".
Dort sucht die Firma per Hubschrauber nach Gas und Öl in mehreren tausend Metern Tiefe.
Informationen für die ansässige Bevölkerung? Fehlanzeige!

Zudem wird Andy Gheorghiu zu Gast sein, der jüngst für seine Bemühungen gegen die Fracking Vorhaben in Hessen für den taz Panter Preis 2014 nominiert wurde.
Gheorghiu wird über Erfolge und Vorgehensweise der Proteste in Hessen berichten. Ein motivierender Vortrag über die Möglichkeiten sich gegen Fracking zur Wehr zu setzen.

Infoveranstaltung "Kein Fracking im Wendland"
Donnerstag, 02.10.14 - Beginn 19.00h
Ratskeller Lüchow - großer Saal

Link zur Seite der AG => http://no-fracking-wendland.de/


Sa. 04.10.14 - Infoveranstaltung und Soli Tanznacht des "Bündnis gegen Rechts" im Wendland

Das Bündnis gegen Rechts im Wendland begrüßt Brigitte und Horst Lohmeyer aus dem Dorf Jamel in Mecklenburg-Vorpommern zu einem besonderen Vortrag.
In Jamel haben Neonazis eine Vielzahl von Häusern gekauft, um dort ihre Ideologie in einer braunen Gemeinschaft auszuleben.
Die Künstlerehepaar Lohmeyer hält mit Öffentlichkeitsarbeit und dem jährlich stattfindenden Rockfestival "Jamel rockt den Förster" dagegen.
Aktuelle Entwicklungen im Landkreis und in der Region erfahren wir von Olaf (Antifaschistische Aktion LG/UE), Uli und Martin vom Verein "Miteinander e.V.".
Ab 18.30h besteht zudem die Möglichkeit eines veganen Abendessens gegen Spende aus dem AZ Salzwedel.

Nach dem Vortrag geht es dann nahtlos in die Soliparty über, für die namenhafte Dj´s und Künstler gewonnen werden konnten.
Den Anfang machen "Holger Burner & Albino" mit gewohnt kritischen Texten zu lässigen Beats, bevor sich die Tanzgemeinde dann an "DJ Bockii" , "Der & Der Andere" und "Tiberius" erfreuen können.
Los geht´s ab 22.00h gegen 5€ Eintritt!

Infoveranstaltung und Soli Tanznacht "National Befreite Zone in einem Dorf?"
Samstag, 04.10.2014
18.30h => Veganes Essen - gegen Spende
19.30h => Infoveranstaltung - der Hut geht rum - ACHTUNG, bitte frühzeitig erscheinen - begrenzte Plätze!
22.00h => Soliparty - 5€ Eintritt




Di. 07.10.14 - Die ökologische Filmreihe präsentiert "Meat the truth"

Im Oktober präsentieren wir den Film "Meat the truth", der sich mit den ökologischen Folgen der industriellen Tierhaltung und des daraus resultierenden hohen Fleischkonsums beschäftigt.
Für eine anschließende Diskussion hat Maren Ram von der "Initiative gegen Tierfabriken" ihr Kommen zugesichert.
Maren kann ergänzend zum Film über die Lage in der Region berichten.

Ökologische Filmreihe "Meat the truth"
Di. 07.10.2014 - 19.30h
Kinosaal Platenlaase

weitere Informationen => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9088

TTIP: Zivilgesellschaft warnt vor regulatorischer Kooperation im Freihandelsabkommen zwischen USA und EU




Brüssel/Köln, 29. September 2014. Zu Beginn der 7. Verhandlungsrunde zu
einem Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP)
kritisierten dutzende zivilgesellschaftliche Organisationen, dass von
TTIP Gefahren für Demokratie und Regulierungen ausgehen - insbesondere
für den Verbraucherschutz, Umweltschutz und die Regulierung des
Finanzsektors. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisierten sie den
geheimen Charakter der Verhandlungen und forderten die
Verhandlungsführer dazu auf, ihre Pläne für sogenannte regulatorische
Kooperation auf Eis zu legen.

Die EU-Kommission hat stets behauptet, dass Regulierungen auf beiden
Seiten des Atlantiks nicht in Gefahr sind und dass TTIP nicht zu
niedrigeren Standards führe. Allerdings haben geleakte Dokumente das
Gegenteil gezeigt. Das gilt insbesondere für Vorschläge zu
regulatorischer Kooperation - auf horizontaler Ebene, aber auch im
Bereich spezifischer Sektoren, wie dem Chemie- und Finanzsektor.

Hinter dem harmlos klingenden Begriff der regulatorischen Kooperation
verbirgt sich die Idee, die Erarbeitung von Gesetzen und Regulierungen
in der EU und in den USA grundlegend zu ändern. Demnach hätten die
US-Regierung und Unternehmen in Zukunft umfassende Möglichkeiten auf
Gesetzesinitiativen in Europa Einfluss zu nehmen – lange bevor
Parlamente sie überhaupt zu Gesicht bekämen. Umgekehrt bestünde die
Einflussmöglichkeit der EU-Kommission und europäischer Unternehmen auf
die US-Gesetzgebung. Ziel dieser Änderungen bei der Gesetzgebung ist die
Harmonisierung von Gesetzgebung in Europa und den USA. Auf die damit
verbundenen Gefahren für die Demokratie hat LobbyControl bereits
mehrfach hingewiesen.

„Die Vorschläge der EU zu regulatorischer Kooperation ähneln sehr stark
den Vorschlägen der Wirtschaftsverbände. Gleichzeitig ging der bisherige
EU-Handelskommissar Karel de Gucht kaum auf die Bedenken der
Zivilgesellschaft zu regulatorischer Kooperation ein“, kritisiert
Kenneth Haar vom Corporate Europe Observatory.

„Durch diese Pläne entstünde ein großes Einfallstor für
Unternehmenslobbyisten. Wir hoffen, dass die künftige
EU-Handelskommissarin Cecilia Malström die Bedenken von Bürgerinnen und
Bürgern ernster nimmt und solche Vorschläge nicht in die Verhandlungen
einbezieht“, so Max Bank von LobbyControl. Aktuell gibt es Meldungen,
dass Malström die umstrittenen Investor-Schiedsgerichte aus TTIP
herausnehmen will. „Aber selbst dann bleiben die Pläne für
regulatorische Kooperation eine Gefahr für die Demokratie“, so Bank.

Der starke Einfluss von Unternehmenslobbyisten ist besonders
problematisch, weil die TTIP-Verhandlungen im Geheimen stattfinden.
Bürgerinnen und Bürger erfahren lediglich durch geleakte Dokumente von
möglichen Gefahren, die von TTIP ausgehen. Natacha Cingotti von Friends
of the Earth Europe: „Die geleakten Dokumente zu regulatorischer
Kooperation bestätigen unsere größten Befürchtungen bei TTIP. Ein
Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU könnte negative
Auswirkungen auf Regulierungen und Verbraucherschutz auf beiden Seiten
des Atlantiks haben.“

Neben der Aufforderung an die Verhandlungsführer regulatorische
Kooperation aus den Verhandlungen zu nehmen, haben LobbyControl,
Corporate Europe Observatory (CEO) und Friends of the Earth Europe eine
Informationsbroschüre zu regulatorischer Kooperation veröffentlicht.
Kenneth Haar von CEO: „Wir wollen eine breite öffentliche Debatte über
die EU- Handelspolitik. Denn sie betrifft alle Bürgerinnen und Bürger.
Deshalb wollen wir aufzeigen, welche Gefahren von regulatorischer
Kooperation für Demokratie und Regulierungen in Europa ausgehen.“

Skrupelloser Delfin-Tourismus in Ägypten gefährdet Delfine + Deutsche Reiseveranstalter am Geschäft mit der touristischen Delfinquälerei beteiligt.

The Code of Conduct for Dolphin Encounters

Veröffentlicht am 10.04.2012
CODE OF CONDUCT FOR DOLPHIN WATCHING
How to correctly behave during a dolphin encounter at sea?
Please, follow the Code of Conduct to protect dolphins and bring Red Sea regulations in-line with international standards. For more information please visit:

www.dolphinwatch.ch

www.hepca.com



 (lifePR) (München, 29.09.2014) Ägypten-Reisende beklagen gegenüber der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) traurige und deprimierende Erlebnisse bei Delfinbeobachtungstouren im Roten Meer. Der meist völlig unregulierte Massentourismus wird für die betroffenen Delfine immer mehr zur ernsthaften Bedrohung und gefährdet ihr Überleben. Auch deutsche Reiseveranstalter wie FTI-Touristik verdienen an der touristischen Delfinquälerei kräftig mit.

Bootsausflüge zu den Delfinen im Roten Meer, bei denen fast immer auch die Möglichkeit besteht, mit den Meeressäugern zu schwimmen, gehören für viele Touristen zum Höhepunkt ihrer Ägyptenreise. Doch an vielen Orten ist der Delfintourismus völlig aus dem Ruder gelaufen, wie zum Beispiel in Hamata, von wo aus Ausflüge zum beliebten Sataya-Riff angeboten werden.

Delfine haben kein Interesse an Touristen, sondern Angst vor ihnen
Heimgekehrte Ägyptentouristen berichten der GRD erschüttert von ihren Erlebnissen. "Wir sind zu einer kleinen Insel gefahren worden und mit zwei Schlauchbooten wurde nach Delfinen gesucht. Sobald eine Gruppe gesichtet wurde, wurde diese gejagt und wir sollten ins Wasser springen, damit diese uns über die Köpfe springen. Wir wussten nicht, dass die Delfine in die Bucht kommen, um auszuruhen. Die Delfine hatten Angst und wollten nur noch weg. Das Traurige war, wir waren nicht alleine, es sind mehrere Boote da gewesen und alle haben das Gleiche gemacht: Delfine aufspüren und jagen, damit eine Gruppe von Touristen mit ihnen schwimmen kann", berichtet ein Ehepaar aus Iserlohn.

Deutsche Reiseveranstalter am Geschäft mit der touristischen Delfinquälerei beteiligt
Wie viele der es gut meinenden Touristen dachten die deutschen Urlauber, dass die Meeressäuger an den Menschen interessiert seien und freiwillig den Kontakt zu ihnen suchen.

"Mir fehlen echt die Worte, um zu beschreiben, was wir gesehen haben", schreibt Viola F. erschüttert. "Wie erschrocken die Delfine waren und wie sie immer weg wollten und ihnen der Fluchtweg immer wieder abgeschnitten wurde. Von allen Seiten kamen Motorboote und umkreisten die kleinen Delfingruppen, die vor Schreck gar nicht wussten, wohin sie flüchten sollen. So was sollte verboten werden, dürfte gar nicht erst angeboten werden. Das ist traurig, das war eine Jagd auf Delfine."

Die GRD hat FTI-Touristik jetzt aufgefordert, das Angebot derartiger Delfinausflüge unverzüglich einzustellen und sich für ein Ende der Delfinquälerei im Namen eines angeblichen "Naturerlebnisses" einzusetzen.

Der Delfin-Tourismus vertreibt die Tiere aus wichtigen Rückzugs- und Ruheräumen
"Wenn diese Auswüchse nicht gestoppt werden, dann wird es beim Sataya-Riff bald keine Delfine mehr geben. Die Touristen vertreiben die Tiere ausgerechnet aus den Gebieten, in die sie sich von der nächtlichen Jagd zurückkehrend zum Ruhen und Schlafen zurückziehen", erklärt der Biologe Ulrich Karlowski von der GRD.

Auch in anderen beliebten Delfin-Tourismusgebieten in Ägypten, wie vor Hurghada, ist die Situation ähnlich kritisch.

Projekt "Delfinschutz im Roten Meer" für tierverträglichen Delfin-Tourismus
Mit dem Projekt "Delfinschutz im Roten Meer" arbeitet die GRD gemeinsam mit der Dolphin Watch Alliance (DWA, Schweiz) bei Hurghada unter anderem für die Etablierung von verbindlichen Regeln für tierverträgliche Delfin-Beobachtungstouren.

Diese werden dort z.B. bereits vom Robinson Club unterstützt. Im vergangenen Jahr konnten mit Hilfe der lokalen Umweltschutzorganisation HEPCA die vor Hurghada liegenden Riffe "Fanous" und "Shaab el Erg", die vorwiegend von Delfintourismusbetreibern besucht werden, für einen Monat zum befristeten Schutzgebiet erklärt und für Touristen gesperrt werden.

Naturmatratzen-Hersteller setzen verstärkt auf Biobaumwolle und tierische Fasern aus kontrolliert biologischer Tierhaltung

Mitglieder des QUL Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V. verpflichten sich zur Ausweitung des Angebots

(lifePR) (Freiburg, 29.09.2014) Baumwolle ist der Stoff, aus dem (Matratzen-)Träume gemacht werden. Sie umhüllt in Form des Bezugs den Matratzenkern oder klimatisiert im Inneren als weiches Vlies. Naturmatratzenhersteller setzen mit Vorliebe auf den nachwachsenden Rohstoff mit den guten technischen Eigenschaften. Doch für die Umwelt kann Baumwolle eine enorme Belastung sein. Weltweit werden die meisten Pestizide im Baumwollanbau eingesetzt und schädigen dabei nicht nur Flora, Fauna und das Grundwasser, sondern auch die Menschen, die auf den weitläufigen, schädlingsanfälligen Plantagen arbeiten. Grund genug um Alternativen zu suchen. Der 'kontrolliert biologische Anbau' (kbA) von Baumwolle setzt auf umweltverträgliche Fruchtfolgen und verzichtet auf Pestizide. Gentechnisch manipuliertes Saatgut lehnt man strikt ab. Das ist das Öko an der Biobaumwolle. Das Dilemma: Zwar wollen immer mehr Verbraucher beim Konsum auf die Umwelt achten, aber das Angebot ist oft nicht ausreichend.

Weltweit wird nur etwa 1% der Baumwolle 'bio' produziert, der Rest ist konventioneller Anbau. Zudem wachsen auf ca. 80% aller Baumwollplantagen mittlerweile gentechnisch veränderte Pflanzen. Darum haben auch die Mitglieder des Qualitätsverbandes umweltverträgliche Latexmatratzen e.V., die zu den Wegbereitern der Öko-Bewegung gehören, manchmal Schwierigkeiten, alles auf kbA-Basis liefern zu können.

Bei den tierischen Fasern wie Wolle, die für kuschelwarme Auflagen benötigt wird, sieht es nicht besser aus. Hier ist das Angebot noch geringer. Was kaum einer weiß: auch bei der Viehzucht werden in hohem Maße Pestizide eingesetzt, um die Wolle schon vor der Schur vor Schädlingen zu schützen. Das ist bei kontrolliert biologischer Tierhaltung verboten. Auch für die Weiterverarbeitung von kbT Wolle gibt es sehr strenge Auflagen. Synthetische oder chemische Behandlungen wie z.B. gesundheitsgefährdende Chlorbleichen oder Mottenschutz sind ausgeschlossen, so dass keine Gefährdung für Mensch und Umwelt entsteht.

Die beliebten Rohstoffe Baumwolle und Wolle oder auch Latex und latexierten Kokos in kbA- und kbT- Qualität zu beschaffen ist nicht leicht. Dennoch hat der Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen, dem derzeit elf führende Matratzenhersteller sowie Latexlieferanten und -verarbeiter angehören, kürzlich beschlossen, zukünftig mehr und mehr Materialien aus kbA und kbT zu verarbeiten. Der QUL zeichnet sich derzeit schon durch strenge Qualitätskontrollen und sehr hohe Gesundheitsstandards aus. "Die Mitglieder des QUL haben sich selbst verstärkt in die Pflicht genommen", berichtet Annette Esklony vom QUL. "Nicht nur das Endprodukt wollen wir im Fokus haben, sondern auch vermehrt auf die Produktionsbedingungen der einzelnen Materialien achten."

Der Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL e.V.) stellt seit 1994 Kriterien für die Standards von Naturmatratzen auf. Er ist heute eine der wesentlichen Instanzen zur Schadstoffprüfung von Matratzen und hat mit dem QUL-Naturlatex-Label ein eigenes Gütesiegel für höchste Verbrauchersicherheit ins Leben gerufen. Dem QUL gehören derzeit elf Matratzenhersteller sowie Latexlieferanten und -verarbeiter an. 

Netzwerk Grundeinkommen: Interview mit Aktivist Blaschke - SPIEGEL ONLINE

Netzwerk Grundeinkommen: Interview mit Aktivist Blaschke - SPIEGEL ONLINE





Grundeinkommen: "Jeder könnte sich frei entfalten"

Ein Interview aus dem Wirtschaftsmagazin "enorm" von Felix Brumm
Ein festes Gehalt für jeden,
auch ohne Arbeit - seit zehn Jahren arbeitet das Netzwerk Grundeinkommen
daran, diese Utopie Realität werden zu lassen. Aktivist Ronald Blaschke
ist mehr denn je von seiner Idee überzeugt.

USA - Atommüllkippe der Welt | Greenpeace

USA - Atommüllkippe der Welt | Greenpeace



USA - Atommüllkippe der Welt



Geht es nach der Bundesregierung, wird Savannah River Site zur
Müllhalde für das AKW Jülich. Was das für die US-Bevölkerung bedeutet,
erzählt uns Tom Clements.



John. B. Watson

"Gebt mir ein Dutzend gesunder, wohlgebildeter Kinder und meine eigene Umwelt, in der ich sie erziehe, und ich garantiere, dass ich jedes nach dem Zufall auswähle und es zu einem Spezialisten in irgendeinem Beruf erziehe, zum Arzt, Richter, Künstler, Kaufmann oder Bettler und Dieb, ohne Rücksicht auf seine Begabungen, Neigungen, Fähigkeiten, Anlagen und die Herkunft seiner Vorfahren“

John. B. Watson

scinexx | CO2-Endlager: Was passiert bei einem Leck? : Experiment testet Folgen undichter CO2-Speicher unter dem Meeresboden - Kohlendioxid, Treibhausgas, CCS - Kohlendioxid, Treibhausgas, CCS, Klimaveränderung, Ozean, Meeresgrund, Abscheidung, Speicherung

scinexx | CO2-Endlager: Was passiert bei einem Leck? : Experiment testet Folgen undichter CO2-Speicher unter dem Meeresboden - Kohlendioxid, Treibhausgas, CCS - Kohlendioxid, Treibhausgas, CCS, Klimaveränderung, Ozean, Meeresgrund, Abscheidung, Speicherung





CO2-Endlager: Was passiert bei einem Leck?


Experiment testet Folgen undichter CO2-Speicher unter dem Meeresboden

Michael Schlecht: Gute Arbeit statt atypischer Zumutungen



"Atypische Beschäftigung, also Leiharbeit, Befristung, unfreiwillige Teilzeit, ist und bleibt eine millionenfache Zumutung. Besonders skandalös ist, dass atypische Beschäftigung oft auch noch mit mieser Bezahlung einhergeht. Gute Arbeit muss flächendeckend durchgesetzt und atypische Zumutungen massiv zurückgedrängt werden", kommentiert Michael Schlecht eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, der zufolge im vergangenen Jahr 43,3 Prozent der Beschäftigten von atypischen Arbeitsverhältnissen betroffen waren und die Anzahl der atypischen Beschäftigten gegenüber den Vorjahr gestiegen ist. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:


"Wichtige Schritte für mehr gute Arbeit sind ein Verbot der Leiharbeit und des Missbrauchs von Werkverträgen. Ebenso ist die Beschränkung von Befristungen auf wenige sachgrundbezogene Ausnahmen nötig. Ein gesetzlicher Mindestlohn ohne Ausnahmen von zehn Euro ist ebenso notwendig. Zusätzlich können die Gewerkschaften durch ein Verbandsklagerecht und eine bessere Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen mehr gute Arbeit durchsetzen."

Audi, Mercedes und BMW manipulieren Spritverbrauchsangaben am dreistesten mit bis zu 50 Prozent Mehrverbrauch



Forschungsbericht des ICCT: Abweichungen zwischen offiziellen Verbrauchsangaben und Realverbrauch steigen auf durchschnittlich 38 Prozent – Das für die Kontrollen der Herstellerangaben zuständige Verkehrsministerium verweigert weiterhin Nachprüfungen – Autokäufer pro Fahrzeug mit Mehrkosten von durchschnittlich mehreren tausend Euro belastet – DUH plant Musterklagen gegen behördlich tolerierte Verbrauchertäuschung

Berlin, 29. 9.2014: Seit 2004 dokumentiert die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) jährlich, dass der Abstand zwischen offiziellem und realem Kraftstoffverbrauch bei Pkw-Neufahrzeugen immer größer wird. Der neueste Forschungsbericht des International Council on Clean Transportation (ICCT) bestätigt die Erkenntnisse des Umwelt- und Verbraucherschutzverbands. Nach den ICCT-Berechnungen lag der durchschnittliche Mehrverbrauch von neuen Fahrzeugmodellen in Europa 2013 bei 38 Prozent. 2001 waren es noch acht Prozent. Am stärksten weichen die Werte bei den drei deutschen Premiumherstellern Audi mit 50 Prozent beim A6, Mercedes mit 45 Prozent bei der neuen E-Klasse sowie BMW mit 40 Prozent beim 5er ab.

Nach Ansicht der DUH sind diese Abweichungen im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass sich die Zulassungsbehörden insbesondere in Deutschland auf die Herstellerangaben blind verlassen und – anders als beispielsweise in den USA – auf jegliche Überprüfung seitens der Behörden verzichten. Die DUH hat daher im Frühjahr eine Kampagne gegen die manipulierten Spritverbrauchsangaben der Autohersteller (www.spritfrust.de) mit dem Ziel gestartet, dass die Behörden in Deutschland den Kraftstoffverbrauch von Kundenfahrzeugen im realen Fahrbetrieb kontrollieren und bei festgestellten Abweichungen eine Korrektur der Herstellerwerte vornehmen. Ohne eine solche Feldüberwachung wird auch das in der EU ab 2017 vorgesehene neue Messverfahren für die Zulassung von Fahrzeugen, das Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP), die hohen Abweichungen kaum verringern können. Die DUH wird mit bis zu fünf Musterklagen betroffener Autohalter zusätzlichen Druck auf die Bundesregierung ausüben.

„Millionen Autokäufer werden in Deutschland mit dem Segen der Bundesregierung von Jahr zu Jahr mehr getäuscht und um jeweils mehrere tausend Euro geschädigt. Obwohl es eine eindeutige Prüfvorschrift gibt, weigert sich das Bundesverkehrsministerium, diese anzuwenden. In den USA führen bereits Abweichungen von weniger als 5 Prozent zu Strafzahlungen und Korrekturen der Herstellerangaben. In Deutschland dagegen folgt selbst auf eine Abweichung von 50 Prozent keine Überprüfung. Die Folge: Audi, Mercedes und BMW sind mit ihren Spitzenmodellen die derzeitigen Europameister beim Täuschen ihrer Kunden über die tatsächlichen Spritverbräuche und die damit verbundenen Klimagasemissionen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die Daten des ICCT zeigen, dass sich die Diskrepanz zwischen Herstellerangaben und Realverbrauch insbesondere seit der Einführung der CO2-Grenzwertgesetzgebung der EU 2007 und der CO2-bezogenen Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland 2009 deutlich erhöht hat. Mit jeder neuen Modellgeneration oder größeren Anpassungen (so genannter Facelift) eines Fahrzeugs tricksen die Hersteller mehr. Während dies schon früh an den Mehrverbräuchen bei Fahrzeugen von BMW zu beobachten war, täuschen nun auch die übrigen Hersteller und melden immer unrealistischere Spritverbrauchswerte. Sie verschaffen sich damit einen Wettbewerbsvorteil und erreichen ihre Klimavorgaben, ohne dass die tatsächlichen Verbräuche entsprechend verringert werden.

Seit Einführung der CO2-Grenzwerte für Neuwagen sind deren Verbrauchswerte auf dem Papier jährlich um vier Prozent gesunken. Nur die Hälfte dieser Minderung kommt laut ICCT auf der Straße an. Um die Klimaschutzziele der EU und Deutschlands erreichen zu können, müssen die Verbrauchsangaben realistisch sein.

Die enormen Mehrverbräuche sind aber nicht nur ein Problem für den Klimaschutz und den Geldbeutel von Verbrauchern, auch die Kfz-Steuereinnahmen sinken entsprechend durch die getrickst niedrigen Verbrauchsangaben. „Die Steuermindereinnahmen durch den Kraftstoffmehrverbrauch von Pkw zwischen Einführung der CO2-bezogenen Kfz-Steuer 2009 und dem Ende des Jahres 2013 betragen 860 Millionen Euro“, sagt Urs Maier, Projektmanager Verkehr und Luftreinhaltung. Dieser Rechnung zugrunde gelegt sind die vom ICCT ausgewerteten Daten von www.spritmonitor.de sowie die Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes.

Die DUH hat im Rahmen ihrer Kampagne gegen Mehrverbrauch die Verbrauchsangaben von 646 Autofahrern in Deutschland erhalten. Der ermittelte, durchschnittliche Mehrverbrauch beträgt 30 Prozent. Derzeit laufen Auswahlgespräche bezüglich der geplanten Musterklagen. Informationen zur Kampagne finden sich auf www.spritfrust.de
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