(BUP) Modriger Geruch und dunkle Flecken sind meist die ersten Anzeichen
für einen Schimmelpilzbefall. Knapp zwei Drittel aller Anfragen zum
Thema Raumklima, die an die Energieberatung der Verbraucherzentrale
Hamburg gerichtet sind, beziehen sich auf Feuchteschäden wie Schimmel.
Dieser macht sich nicht nur optisch negativ bemerkbar, sondern ist auch
mit Gesundheitsrisiken verbunden.
Ursache für die Entstehung
können fehlende Wärmedämmung, undichte Hausfassaden, Rohrbrüche, aber
auch falsches Heizen oder Lüften sein. Besonders jetzt im Winter sind
die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Die warme Raumluft kühlt
sich dort ab. Mit sinkender Temperatur geht aber die Aufnahmefähigkeit
der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, so dass an der Oberfläche der
Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. "In diesen Bereichen mit
besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale
Wachstumsbedingungen vor - auch ohne fühl- oder sichtbares
Kondenswasser", sagt Michael Gorten, Energieberater der
Verbraucherzentrale Hamburg.
Die wichtigste Regel zum Schutz vor
Schimmelpilz heißt: Raus mit der feuchten Luft, am besten durch
regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist
dabei hilfreich. Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits
da ist? Für Michael Gorten ist das ganz klar ein Fall für den Fachmann:
"Wir empfehlen Verbrauchern immer, den Schaden professionell beseitigen
und vor allem die Ursache klären zu lassen, sonst kommt der Schimmel in
den meisten Fällen schnell wieder." Nur Experten könnten außerdem
sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte
des Schimmelpilzes vollständig entfernt würden. Unterstützung erhalten
Betroffene bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.
Bei
allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden helfen die
unabhängigen Berater an der Energie- und Klimahotline der
Verbraucherzentrale Hamburg unter 040 - 248 32 250 (Ortstarif) oder im
persönlichen Beratungsgespräch (nach Terminvereinbarung).
Hinweis:
Die Energie- und Klimahotline wird zu 100 Prozent von der Behörde für
Stadtentwicklung und Umwelt aus dem Hamburger Klimaschutzkonzept
gefördert. Die Persönliche Energieberatung wird vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie gefördert.
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