„Das
Modellprojekt zur Reduzierung von Ticketpreisen im ÖPNV in den fünf
Städten Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen zielt in die
richtige Richtung, ist aber viel zu klein gedacht. Angesichts von
Luftverschmutzung und Staus in den Innenstädten müssen alle Kommunen in
die Förderung aufgenommen werden. Dazu ist eine deutliche Aufstockung
der entsprechenden Haushaltsmittel notwendig“, erklärt Andreas Wagner,
Sprecher für ÖPNV der Fraktion DIE LINKE. Wagner weiter:
„Die
Bundestagsfraktion der LINKEN fordert einen Milliardenfonds, um den
Ausbau des ÖPNV langfristig zu fördern sowie eine stufenweise Senkung
der Ticketpreise bis hin zum Nulltarif. Es dürfen keine Städte von einer
möglichen Förderung ausgenommen werden. Der Fonds kann aus den
Einnahmen der von uns geforderten Sanktionszahlungen der
Automobilhersteller wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen in Höhe von
12,8 Mrd. Euro finanziert werden.
Ohne eine Hardwarenachrüstung
von manipulierten Fahrzeugen und eine deutliche Stärkung des ÖPNV werden
weder die NOx-Werte gesenkt, noch die notwendige Verringerung des
CO2-Ausstoßes erreicht, noch die Stauproblematik gelöst. Solange dies
nicht grundlegend angegangen wird, sind befristete Modellprojekte nur
Feigenblätter.“
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