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8. November 2013
Flirrende Klangteppiche, ausgebreitet im dunklen Raum, ein »musikalisches Zeremoniell« für 100 Metronome, sechs unterschiedlich gestimmte Flügel auf einer Bühne und ein Instrument, das ohne Berührung gespielt wird: Vom 14. bis 17. November präsentieren die Elbphilharmonie Konzerte gemeinsam mit Kampnagel ein neues Festival, das die Vielfalt der zeitgenössischen Musik in den Fokus rückt. »Greatest Hits«
»Greatest Hits«
Festival für zeitgenössische Musik auf Kampnagel / 14.-17. November 2013
Flirrende Klangteppiche, ausgebreitet im dunklen Raum, ein »musikalisches
Zeremoniell« für 100 Metronome, sechs unterschiedlich gestimmte Flügel auf einer
Bühne und ein Instrument, das ohne Berührung gespielt wird: Vom 14. bis 17. November
präsentieren die Elbphilharmonie Konzerte gemeinsam mit Kampnagel ein neues
Festival, das die Vielfalt der zeitgenössischen Musik in den Fokus rückt. »Greatest Hits«,
das sind vier Tage dicht gepackt mit rund 20 Veranstaltungen, außergewöhnlichen Hör-
Abenteuern und einem intensiven Dialog zwischen Künstlern und Publikum. Neben
internationalen Formationen und renommierten deutschen Ensembles stellen sich
Protagonisten der Hamburger Musikszene vor. Ein Schwerpunkt ist der elektronischen
Musik gewidmet, ein weiterer dem österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas.
Ausgerechnet »Greatest Hits« heißt das neue Elbphilharmonie Festival, bei dem Musik in den
Mittelpunkt gestellt wird, die noch immer bei vielen in dem Ruf steht, eher schwer genießbar
zu sein. Dass die zeitgenössische Klassik aber mindestens so viele Gesichter besitzt wie
Hamburg selbst, das wissen oft nur die Insider. So beleuchtet »Greatest Hits« die
unterschiedlichsten Facetten der Musik von heute. Das Festival nimmt sich außerdem nicht
nur der ganz jungen Werke an, sondern sorgt bewusst für die Wiederaufführung teils
unbekannter Kompositionen. Auf dem Programm stehen neben Ligeti, Cage und Messiaen
auch Komponisten wie José María Sánchez-Verdú, Francesco Filidei, Alexander Schubert und
Enno Poppe. Zum Abschluss wird auch der Gründungsvater der sogenannten Moderne nicht
fehlen: Igor Strawinsky mit seiner berühmten Ballettmusik »Le Sacre du printemps«.
Mehrere Veranstaltungen sind dem 1953 geborenen Georg Friedrich Haas gewidmet. Der
Österreicher gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Schon früh
gelangte er zu der Erkenntnis, dass sich zwischen Ganz- und Halbtönen weitere verwendbare
Tonhöhen verstecken. Aus diesen Mikrotönen erschafft er einen faszinierenden
Klangkosmos, der ebenso fremd wie vertraut anmutet – beispielsweise bei seinem
Streichquartett »In iij Noct.«, welches das amerikanische JACK Quartet auf Kampnagel in
völliger Dunkelheit präsentiert. Haas‘ Klavierkonzert »limited approximations« bringen gleich
sechs Pianisten auf im Zwölftelton-Abstand unterschiedlich gestimmten Konzertflügeln zur
Aufführung, begleitet durch das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter
der Leitung von François-Xavier Roth.
Ein Date mit Deutschlands besten Ensembles für aktuelle Musik: Bei »Ensemble –
Gesellschaft« präsentieren sich an zwei Abenden insgesamt sechs deutsche Formationen,
darunter das Hamburger Ensemble Resonanz, das ensemble recherche und das ensemble
mosaik. Beim »Blind Date Music Talk«, einer Art Speed-Dating in den Pausen, treten die
Musiker mit dem Publikum in direkten Dialog. Vielleicht wird ja in dem einen oder anderen
Gespräch klar, weshalb das Ensemble nicht nur als ideale Form des gemeinsamen
Musizierens gilt sondern auch als perfekte Lebensform.
Neben international renommierten Formationen widmet »Greatest Hits« auch Hamburger
Künstlern wie dem Decoder Ensemble oder dem Komponisten Burkhard Friedrich einen
Schwerpunkt. Damit dient das Festival als neue Plattform für eine äußerst vitale lokale
Musikszene, die das Leben der Stadt Tag für Tag aktiv mitgestaltet und bereichert. Bühne frei
also für die »local heroes«.
Wie sehr sich die Avantgarde in der Klassik mit anderen Genres, auch mit der Popmusik,
vermischt, wird in der elektronischen Musik deutlich. Mit der erfolgreichen Reihe »ePhil«
im KörberForum haben sich die Elbphilharmonie Konzerte bereits einige Expertise auf
diesem Gebiet angeeignet. Eine Festival-Sonderausgabe beleuchtet die Anfänge der
elektronischen Musik: Hier kommen nicht nur die Urahnen elektronischer Instrumente zum
Einsatz – wie zum Beispiel das ganz ohne Berührung zu spielende »Theremin«. Auch das
älteste Musikstück mit live-Elektronik wird präsentiert. Darüber hinaus erlebt das »Greatest
Hits«-Publikum Klassiker der elektronischen Musik von Stockhausen oder Ligeti in
ungeahnter Klangqualität, und zwar dank einer »Wellenfeldsynthese«.
Ein besonderes Bonbon: Bei Mitmachaktionen werden die Besucher zum gemeinsamen
Musizieren eingeladen. Eine begleitende Vorlesungsreihe in der Sektion
Erwachsenenbildung am Hamburger Konservatorium intensiviert den Dialog über die
vielgestaltige Musik von heute.
Infos und Tickets unter: www.greatest-hits-hamburg.de
Eine Kooperation der Elbphilharmonie Konzerte mit Kampnagel.
Mit freundlicher Unterstützung von
Wir danken Torsten Hecke und Christoph Müller für ihr besonderes Engagement.
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