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1. Mai 2017

Schluss mit dem Affen-Zirkus: Verwaltungsgericht Lüneburg erklärt angeordnete Abgabe von Zirkus-Schimpanse Robby für rechtskräftig

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Nie wieder im Smoking Roller fahren: Auf den ehemaligen Zirkus-Schimpansen Robby wartet ein artgemäßes Leben © VIER PFOTEN
  • Die 2015 durch das Kreisveterinäramt Celle angeordnete Abgabe des Menschenaffen wurde für rechtskräftig erklärt.
  • Schimpanse Robby wird seinen Lebensabend in einer Auffangstation mit anderen Artgenossen verbringen.
  • VIER PFOTEN begrüßt die Entscheidung als wichtiges Signal an die Bundesregierung, ein Wildtierverbot für Zirkusse zu beschließen.
Lüneburg, 27. April 2017 - Der Jubel auf Seiten der Tierschützer ist groß: Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat heute Vormittag geurteilt, dass die angeordnete Abgabe von Zirkus-Schimpanse Robby aus dem Circus Belly durch das Kreisveterinäramt Celle rechtskräftig ist. Mit dem Urteil folgt das Gericht der Empfehlung der im Prozess beteiligten Gutachter, darunter die renommierte Primatologin Dr. Signe Preuschoft von der Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN. Laut den Gutachtern könne der etwa 40-jährige, von Hand aufgezogene Robby in einer spezialisierten Auffangstation mit anderen Schimpansen erfolgreich resozialisiert werden und seinen Lebensabend mit Artgenossen verbringen. Die niederländische Auffangstation AAP hat bereits angeboten, Robby aufzunehmen. VIER PFOTEN nimmt das Gerichtsurteil als Anlass, die Bundesregierung erneut aufzufordern, ein bundesweites Wildtierverbot im Zirkus zu beschließen.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Deutschland:
"Die Abgabe von Robby muss Signalwirkung für die Bundesregierung haben. Robby wird seinen Lebensabend nun zwar artgemäß verbringen können, doch Hunderte Wildtiere warten weiter sehnlichst auf ein Wildtierverbot im Zirkus. Die CDU muss ihre Hinhaltetaktik diesbezüglich endlich beenden!"

Bundesparteien mahnen Wildtierverbot anGleich drei Fraktionen haben sich Anfang April in punkto Wildtierverbot im Zirkus an die Bundesregierung gewandt. In einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen, in einem Antrag der Bundestagsfraktion der Linken und sogar aus den eigenen Reihen in Form einer Schriftlichen Anfrage eines CDU-Bundestagsmitglieds fragen die Fraktionen nach, wann sich die Bundesregierung zum nunmehr dritten Bundesratsbeschluss zum Verbot bestimmter wildlebender Tiere im Zirkus vom März 2016 äußern wird. Doch anstatt zu dem seit über einem Jahr vorliegenden Beschluss der Bundesländer Stellung zu beziehen, verweist die Bundesregierung auf einen langwierigen Prüfungsprozess, ohne zu sagen, wann der Prozess abgeschlossen sein wird.

Dr. Signe Preuschoft, Primatologin von VIER PFOTEN im "Fall Robby":
"Wir sind unsagbar froh über das heutige Gerichtsurteil. Nach 32 Jahren im Zirkus hat es Robby wirklich mehr als verdient, ein artgemäßes Leben zu führen. Endlich ist Schluss mit den unnatürlichen Fahrten auf dem Tret-Roller, dem engen Smoking-Kostüm, dem Lärm und dem Stress der Manegenauftritte, den endlosen Stunden im tristen, kargen Gehege. Robby hatte sein Leben lang keinerlei Recht auf Selbstbestimmung und war immer ein Wesen zweiter Klasse. Die Trennung von Robby und Zirkusdirektor Köhler wird für beide Seiten zwar nicht einfach werden, doch für das Tier ist es die einzige Möglichkeit, endlich ein Privatleben und Artgenossen zu haben, zu klettern, zu baden und sich artgemäß zu bewegen."

Weitere Informationen zum "Fall Robby": http://www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/aktuell/archiv/schimpanse-robby-muss-zunaechst-im-circus-...
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