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24. Mai 2017

Griechenland: Geflüchtete brauchen sichere und angemessene Unterkünfte


Evakuierung von drei Flüchtlingslagern in Athen für heute geplant / Amnesty-Mitarbeiter stehen vor Ort für Interviews zur Verfügung

ATHEN/LONDON, 23.05.2017 - Amnesty International erklärt angesichts der für den 23. Mai geplanten Evakuierung von drei Lagern im Stadtteil Elliniko der griechischen Hauptstadt Athen: „Die griechischen Behörden müssen sicherstellen, dass Flüchtlinge und Migranten, die umquartiert werden, sichere und angemessene Alternativunterkünfte erhalten“.

„Niemand bedauert die Schließung dieser unbewohnbaren und unsicheren Lager, aber angesichts des Versagens der Behörden, die dort lebenden Menschen über die bevorstehende Schließung und ihre Evakuierung zu informieren, sind die Bewohner noch verängstigter und voller Sorgen”, sagt Monica Costa Riba, regionale Kampagnenbeauftragte bei Amnesty International.

„Es hat keine Konsultation der Bewohner der Elliniko-Lager gegeben. Sie sind im Dunkeln gelassen worden, wann und wohin sie umziehen sollen. Die verantwortlichen Behörden müssen dringend garantieren, dass niemand im Zuge der Schließung der Lager obdachlos oder anderen Gefahren ausgesetzt wird. Die Menschen müssen sichere und angemessene Unterbringungsmöglichkeiten haben, die auch die besonderen Schutzbedürfnisse von Frauen und Mädchen berücksichtigen.”

Amnesty International hatte für den 21. und 23. Mai Besuche in den Lagern beantragt, die abgelehnt wurden. Amnesty-Vertreter konnten jedoch Bewohner der Lager außerhalb von Elliniko interviewen.

Ein Mann aus Afghanistan erzählte den Amnesty-Vertretern: „Sie geben uns keine Informationen, dadurch entstehen große Ängste. Sie wollen uns verwirren, damit wir keine eigenen Entscheidungen treffen können, und dann entscheiden sie für uns“.
Eine Frau aus Afghanistan erklärte gegenüber Amnesty International: „Wir haben alle angesprochen, aber niemand sagt uns irgendetwas. Ich mache mir große Sorgen, dass ich auf der Straße landen werde“.

Eine weitere Frau aus Afghanistan beschrieb die außerordentlich schlechten Bedingungen in Elliniko, darunter die mangelhaften sanitären Verhältnisse, die eingeschränkte Privatsphäre und die unsichere Situation, und erklärte: „Wir sind hier durch die Hölle gegangen. Ich gehe in kein anderes Lager mehr”. 
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