22. Januar 2015

Wirtschaftsminister Al-Wazir : „Ökonomische Vernunft gebietet Umstieg auf erneuerbare Energien“

(BUP) Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hält den niedrigen Rohölpreis für vorübergehend: „Langfristig wird die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wieder wachsen – und damit auch der Preis, denn das Angebot ist begrenzt. Daher gebietet allein schon die ökonomische Vernunft Ressourceneffizienz und den Umstieg auf erneuerbare Energien“, sagte der Minister am Mittwoch auf dem Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg. Jede Wachstumsstrategie, die dies missachte, werde scheitern. Die Landesregierung setze Rahmenbedingungen für ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wachstum.

Zu diesen Rahmenbedingungen zählte der Minister die Energiewende, die Deutschlands Unternehmen neue Exportchancen eröffne; er nannte Investitionen ins Bildungswesen und in die Infrastruktur wie den Aufbau leistungsfähiger Datenverbindungen; er verwies auf die Förderung von Netzwerken zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um Laborentdeckungen schneller in marktfähige Produkte umzuschlagen: „So werden wir den Standort Hessen zukunftsfest machen.“

Eine Herausforderung dabei sei der Bevölkerungswandel, sagte Al-Wazir: „Mit immer weniger und im Schnitt immer älteren Einwohnern wird es immer schwerer, die Stellen in den Betrieben zu besetzen.“ Es gelte, alle Potenziale zu erschließen: „Wir werden weiterhin einen Schwerpunkt auf die Handlungsfelder Aus- und Weiterbildung legen, ein besonderes Augenmerk auf die Nachqualifizierung der Beschäftigten legen und internationale Fachkräfte durch gezielte Zuwanderung und Integration für den hessischen Arbeitsmarkt gewinnen. Außerdem möchten wir vermehrt qualifizierte Arbeitskräfte, die derzeit nicht aktiv sind, wieder in die Berufstätigkeit führen.“

Der Minister verwies auf die besondere Bedeutung von Gründerinnen und Gründern für eine vitale Wirtschaft: „Die Landesregierung unterstützt unternehmerisches Engagement und passt ihre Förderinstrumente ständig an die Erfordernisse an. Jüngstes Beispiel sind die Hessen-Mikrodarlehen mit Volumen zwischen 3.000 und 15.000 Euro. Damit füllt die Landesregierung eine Lücke, die sich für Banken und Sparkassen nicht lohnt.“

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