21. Januar 2015
Nach Bundestagsrede: PETA schickt tierschutzpolitischem Sprecher Stier Gutschein für veganen Sexshop in Berlin
(BUP) Veganes Leben beschäftigt mittlerweile auch die Politik in der Landeshauptstadt. So kritisierte ausgerechnet Dieter Stier, der tierschutzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, in seiner Bundestagsrede am 15. Januar 2015, dass das öffentlich-rechtlich finanzierte ARD Morgenmagazin einen Bericht über veganes Leben in Berlin sendete, anstatt beispielsweise über einen landwirtschaftlichen Betrieb zu informieren. Als besonders anstößig empfand der CDU-Bundestagsabgeordnete dabei, dass in der Reportage ein veganer Sexshop vorgestellt wurde, der Peitschen ohne Leder im Sortiment führt. Vor diesem Hintergrund schickte PETA Deutschland e.V. nun einen Gutschein genau dieses Geschäftes an den Abgeordneten Stier, um ihn von den Vorzügen eines tierleidfreien Liebeslebens zu überzeugen. Die Tierrechtsorganisation hofft, dass der Politiker sich bei dem Shop „Other Nature“ inspirieren lässt und künftig seine bei vielen Gelegenheiten gezeigte tierschutzfeindliche Haltung ablegt. Das vegane Leben ist voller Freuden – aber ohne Tierleid.
„Stier sollte sich schämen. In seiner Rolle muss er Tiere schützen, anstatt sich über einen Bericht aufzuregen, der eine Lebensweise vorstellt, die genau dieses tut. Ein Besuch im veganen Sexshop wird ihn inspirieren und seine rückwärtsgewandte Einstellung modernisieren. Vielleicht ist die vegane Lederpeitsche genau das Richtige für ihn“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin bei PETA Deutschland e.V.
Dieter Stier positioniert sich bei zahlreichen Tierschutzthemen regelmäßig aufseiten der Tiernutzer: So lobbyierte der Funktionsträger beispielsweise 2012 in zahlreichen Pferdesportverbänden gegen ein von der ehemaligen Agrarministerin Ilse Aigner bereits eingebrachtes Verbot des schmerzhaften Schenkelbrands bei Fohlen. Außerdem lehnt er ein Verbot von Wildtieren im Zirkus mit Verweis auf „leuchtende Kinderaugen“ seit Jahren ab.
PETA setzt sich für alle Tiere ein, die in der Ernährungs-, Bekleidungs-, Versuchs- und Unterhaltungsindustrie missbraucht, ausgebeutet und getötet werden. Daher begrüßt die Tierrechtsorganisation auch das Angebot des veganen Sexshops, das zeigt, dass ein tierfreundlicher Lebensstil in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem VeganStart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
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