(BUP) Die Landtags-Grünen fordern die CSU-Regierung auf, sich an der
Bundesratsinitiative von neun Bundesländern zu beteiligen, die ein
Verbot von Reserveantibiotika in der Tiermast anstreben. „Unser Antrag
dazu wurde letzten November abgelehnt“, erklärt Rosi Steinberger,
Sprecherin für Verbraucherschutz. „Die CSU muss jetzt aber ihre völlig
verfehlte Politik und gesundheitsgefährdende Blockadehaltung aufgeben.“
Reserveantibiotika
sind spezielle Antibiotika, die nur bei Infektionen mit resistenten
Erregern angewandt werden, also zur Bekämpfung von Bakterien, die gegen
Standardantibiotika bereits immun sind. Rosi Steinberger: „Wenn
Antibiotika, die in der Humanmedizin als letztes Mittel reserviert
werden, zur Behandlung in der Tiermast verschrieben werden, dann
gefährdet das die Gesundheit von Millionen von Menschen.“
Bereits
jetzt seien durch den massiven Einsatz von Antibiotika in der Tiermast
einige Resistenzen entstanden. Die bisherigen Regelungen im
Arzneimittelgesetz würden nicht ausreichen, um die Bildung resistenter
Bakterienstämme durch den Einsatz außerhalb der Humanmedizin zu
verhindern. „Im Rahmen der Gesundheitsfürsorge ist es staatliche
Pflicht, für einen kontrollierten Einsatz der Reserveantibiotika und
eine Verhinderung von Resistenzen zu sorgen“ so Rosi Steinberger. „Die
Verantwortungslosigkeit der CSU und ihre Ignoranz gegenüber der
Gesundheitsvorsorge muss ein Ende haben.“
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