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24. Mai 2017

.ausgestrahltNews | Castor auf dem Neckar - Tag X naht


In der vergangenen Woche hat EnBW die Genehmigung für die Verschiffung von hochradioaktivem Atommüll auf dem Neckar erhalten. Allein weil der Energiekonzern das Geld für den Bau einer Lagerhalle in Obrigheim einsparen möchte, werden der Bevölkerung fünf gefährliche Castor-Transporte zugemutet. Der Bestimmungsort der tödlichen Fracht ist das einsturzgefährdete Zwischenlager am AKW Neckarwestheim. Während EnBW nun also in Obrigheim die ersten drei Castor-Behälter belädt, werden woanders Rucksäcke geschnürt. Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner aus ganz Deutschland machen sich bereit für den Tag X. Die Behörden geben die Transport-Termine im Vorfeld nicht bekannt; es ist aber absehbar, dass das erste Castor-Schiff innerhalb der nächsten Tage oder Wochen ablegen wird.

Das regionale Bündnis "Neckar castorfrei" gibt seit Monaten vollen Einsatz, um den Widerstand in der Bevölkerung sichtbar zu machen und die Verantwortlichen aus Politik und Atomwirtschaft zur Vernunft zu bringen. Beim Wasseraktionstag am vergangenen Sonntag haben sich Atomkraftgegner*innen mit 35 Booten auf dem Neckar versammelt - andere waren per Fahrrad oder zu Fuß am Flussufer unterwegs, um gegen die 
Atommüll-Verschiebung zu protestieren.
Am Tag X sind Demonstrationen, Mahnwachen und weitere Aktionen entlang der Transportstrecke geplant - es wird ein bunter und lauter Protest. Machst Du mit? Ganz wichtig: Zuerst muss das leere Schiff, das derzeit in Neckarwestheim liegt, nach Obrigheim gebracht werden, wird dort beladen und fährt dann mit den Castoren zurück. Das Ganze kann theoretisch an nur zwei Tagen erfolgen. Deshalb beginnen die Aktionen schon beim Leertransport. Nähere Infos auf:
https://www.neckar-castorfrei.de

Auf der Bündnis-Website kannst Du den kostenlosen "SMS-Alarm" bestellen. Du erhältst eine SMS, sobald klar ist, dass es losgeht und Du Dich auf den Weg machen solltest.
Vielleicht kannst Du am Transporttag nicht persönlich vor Ort sein; Deine Unterstützung wird dennoch dringend benötigt: Mit einer Spende hilfst Du bei der Finanzierung der Kosten für den Castor-Widerstand am Neckar. Jeder Betrag zählt.

Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:
1. Infos zur Menschenkette Tihange-Aachen am 25. Juni
2. Ein offener Brief an SPD, Grüne und Linke
3. Heimliche Laufzeitverlängerung
4. Sicherheitsmängel im AKW Philippsburg
5. Anti-Atom-Aktivistin im Gefängnis
6. .ausgestrahlt braucht Verstärkung: drei Stellen ausgeschrieben
7. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Herzliche Grüße
Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

1. Menschenkette Tihange-Aachen am 25. Juni

Nicht nur der erste Castor-Transport auf dem Neckar kommt näher, sondern auch die große Menschenkette von Tihange bis Aachen. Die Aktion (und damit ein deutliches Zeichen gegen die Atompolitik in Belgien, Deutschland und den Niederlanden) kann nur gelingen, wenn sich wirklich viele Menschen auf den Weg machen – also auch Du!

Damit die Kette wirklich klappt, müssen überall auf der Strecke etwa gleich viele Leute sein. Das gelingt über das Prinzip „Wohnort bestimmt Aktionsort“. Du kannst also anhand Deines Wohnortes herausfinden, wo Dein Platz an der Kette ist. Hier findest Du genauere Infos wie es funktioniert, sowie Landkarten, auf denen Du erkennst, welcher Streckenabschnitt zu Deinem Wohnort gehört.
Werbe online mit E-Mails, in sozialen Netzwerken und auf Webseiten für die Kette und verlinke die Ketten-Seite.
Mach mit Plakaten, Postkarten und dem neuen Flyer auf die kommende Menschenkette aufmerksam. Das Material findest Du im .ausgestrahlt-Shop.

2. Ein offener Brief an SPD, Grüne und Linke
In diesen Tagen entscheiden die Parteien über die Inhalte und Positionen, mit denen sie zur Bundestagswahl 2017 antreten. Ein Blick in die Entwurfsfassungen der Wahlprogramme zeigt, dass klare Worte angebracht sind. Klare Worte an die Parteien, die ihre atomkritische Haltung nicht länger vor sich hertragen, sondern endlich auch umsetzen müssen. Ein offener Brief im .ausgestrahlt-Blog.

3. Heimliche Laufzeitverlängerung
Im Rahmen des "Atomkonsenses" in 2001 haben die Energiekonzerne ausgehandelt, dass sie "Reststrommengen" von einem abgeschalteten Reaktor auf andere AKW übertragen können. Diese Regelung hat auch die Bundestags-Entscheidung zur Begrenzung der Laufzeiten nach Fukushima überdauert. Im AKW Gundremmingen führt dies dazu, dass die Betriebsdauer eines Hochrisikoreaktors um vier Jahre verlängert wird. Hintergrundinfos zur heimlichen Laufzeitverlängerung findest Du im .ausgestrahlt-Blog.

4. Sicherheitsmängel im AKW Philippsburg
Nach fünfmonatiger Revisionsphase ist das AKW Philippsburg seit dem 15. Mai wieder am Netz. Im Dezember musste EnBW melden, dass die Notkühlung des Reaktors mehr als drei Jahrzehnte lang nicht gewährleistet war. Dass gravierende Sicherheitsmängel in Philippsburg über lange Zeiträume unentdeckt bleiben, ist keine Ausnahme. Das belegt die .ausgestrahlt-Recherche.

5. Anti-Atom-Aktivistin im Gefängnis
Die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig, eine der Gründer*innen von .ausgestrahlt, sitzt derzeit in der JVA Hildesheim. Sie weigert sich, die wegen der Blockade einer Uran-Transportstrecke gegen sie verhängte Geldstrafe zu zahlen. Zumindest einen Teil will sie absitzen, um auf das hohe Strafmaß gegen Aktivist*innen einerseits und die legalen Verbrechen der Atomindustrie andererseits aufmerksam zu machen. Zahlreiche Artikel dazu finden sich hier.

6. .ausgestrahlt braucht Verstärkung: drei Stellen ausgeschrieben
Für eine Elternzeitvertretung suchen wir vom 1. September 2017 bis mindestens 28. Februar 2019 eine*n Verantwortliche*n für Webtechnik und EDV im Umfang von 20-25 Stunden. Darüber hinaus suchen wir unbefristet eine*n Organizer*in mit 20 Stunden und eine*n Mitarbeiter*in für Büromanagement mit 35-40 Stunden, beides zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der*die für eine dieser Stellen in Frage kommt.

7. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
Am 23. Mai hat das Berufungsverfahren gegen zwei Lubmin-Castor-Blockierer*innen begonnen. Nähere Informationen findest Du hier.

Am 14. Juni findet der Erörterungstermin zum Zwischenlager am AKW Brunsbüttel statt. Infos unter
http://bit.ly/eroerterungsverfahren-brunsbuettel
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