(BUP) „Der Bundesverband WindEnergie (BWE) unterstützt die von campact,
BUND, NABU und Greenpeace getragen öffentliche Aktion vor dem Kanzleramt
und unterstreicht am Mittwoch so noch einmal, dass die in Elmau
beschlossenen Klimaschutzziele durch verbindliche nationale Regelungen
umgesetzt werden müssen. Hierfür wäre die von Minister Sigmar Gabriel
vorgeschlagene Klimaschutzabgabe ein praktikables, einfaches und
effektives Modell. Gerade mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in Paris
darf es jetzt keine faulen Kompromisse geben“, machte BWE-Präsident
Hermann Albers deutlich.
Am Mittwoch entscheiden die Spitzen der
Koalition im Kanzleramt über die Grundsätze des deutschen
Klimaschutzbeitrags. Es steht zu befürchten, dass der Entwurf des
Klimaschutzgesetzes von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel beerdigt und
durch ein milliardenschweres Subventionsprogramm für die fossile
Energiewirtschaft ersetzt wird. Die Menschenkette vor den Toren des
Kanzleramtes soll zusammen mit der Übergabe von 300.000 Unterschriften
ein starkes Zeichen setzen, dass dies nicht im Interesse der Wählerinnen
und Wähler ist.
„Wir wissen, dass die Bundesregierung sich
aktuell einer Fülle von Herausforderungen gegenüber sieht. Trotzdem darf
die in Deutschland sehr erfolgreiche Transformation der
Energiewirtschaft nun nicht durch Abwarten und Zögern abgebremst werden.
Die Marktverzerrungen durch Überkapazitäten im Strommarkt sind enorm.
Es besteht die Chance, dass die Klimaschutzabgabe zum geordneten Rückzug
fossiler Überkapazitäten beiträgt. Diese Chance darf Deutschland sich
nicht entgehen lassen“, so Hermann Albers.
Quelle: wind-energie.de
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