(BUP) Hessen richtet als erstes Bundesland zwei so genannte
3R-Stiftungsprofessuren ein, um Tierversuche zu reduzieren und möglichst
komplett zu ersetzen. Die GRÜNEN im Landtag sehen damit ein bedeutendes
tierschutz- und hochschulpolitisches Anliegen verwirklicht, das sie
schon lange verfolgen. „Das politische Ziel ist für uns GRÜNE ganz klar,
Tierversuche überflüssig machen zu können. Auf diesem Weg spielt die
weitere Forschung an 3R-Verfahren eine zentrale Rolle“, sagt Daniel May,
hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Es
war uns daher wichtig, dass die von uns mitgetragene Landesregierung
Verantwortung übernimmt, um den Tierschutz zu stärken.“ Das Prinzip 3R
soll Tierversuche reduzieren (reduce), die Last der Versuchstiere
verringern (refine) und letztlich die Tierversuche ganz ersetzen
(replace).
„Wir freuen uns sehr, dass Wissenschaftsminister
Boris Rhein heute die Einrichtung einer entsprechenden Professur an der
Goethe-Universität Frankfurt und einer Juniorprofessur an der
Liebig-Universität Gießen bekannt gegeben und die Bewilligungsbescheide
übergeben hat, damit das 3R-Prinzip wissenschaftlich weiter erforscht
und im Sinne des Tierwohls vorangebracht werden kann.“ Die Einrichtung
stärke sowohl beide Universitäten in ihrer Profilbildung als auch das
Anliegen 3R und damit das Tierwohl.
Die GRÜNEN haben sich auch
bei der Novelle des Hessischen Hochschulgesetzes für eine Stärkung des
Tierschutzes eingesetzt. „Für uns ist es schon lange ein zentrales
hochschulpolitisches Ziel, in Lehre und Forschung die Zahl der
Tierversuche so weit wie möglich zu reduzieren“, erläutert May. Im
Regierungsentwurf für ein neues Hochschulgesetz ist daher eine neue
Regelung eingefügt worden, die das 3R-Prinzip grundsätzlich für alle
Tierversuche in der Forschung der hessischen Hochschulen verankert.
„Hessen ist das erste Land, das diesen Schritt geht.“
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