Hamburg,
18. 8. 2015 – US-Präsident Barack Obama hat dem Shell-Konzern die
finale Genehmigung für Öl-Probebohrungen in der arktischen
Tschuktschensee erteilt. Damit hat Shell erstmalig die Erlaubnis, nicht
nur oberflächliche Bohrungen durchzuführen, sondern auch in tiefere,
potenziell ölführende Schichten vorzudringen.
Unterdessen treibt laut einer Mitteilung der dänischen Marine vor der Ostküste Grönlands vermutlich ein Ölteppich in der Arktis. Aufgrund widriger Wetterbedingungen könne jedoch derzeit keine genauere Aussage gemacht werden. Lediglich ein Schiff konnte bisher in die Region entsandt werden. Lisa Maria Otte, Arktis-Expertin von Greenpeace, kommentiert:
„Das aktuelle Beispiel des möglichen Ölunfalls vor Grönland zeigt die Hilflosigkeit der Behörden im Umgang mit den widrigen Wetterbedingungen in der Arktis. Rund eine Woche ist vergangen, ohne dass die dänische Marine vor Ort Proben nehmen und konkrete Angaben zum möglichen Unglück machen konnte.
Und Obama führt mit seiner Entscheidung die eigenen Klimaschutz-Bemühungen ad absurdum. Ölbohrungen in arktischen Gewässern sind ein klimapolitischer Irrweg: Wenn wir unter einer globalen Erwärmung von zwei Grad Celsius bleiben wollen, dürfen wir das Öl aus den arktischen Gewässern nicht fördern und verbrennen!
Greenpeace fordert Shell auf, jegliche Ölbohrungen in der Arktis sofort zu beenden.“

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