15. August 2015

Ensch-Engel: Flickschusterei bei Energiewende zu Lasten der Verbraucher beenden


(BUP) Vor dem Hintergrund, dass intelligente Strom-Zähler auch für Privat-Haushalte eingeführt werden sollen, erklärt Dagmar Ensch-Engel, energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag:

„Der Einbau von modernen Messsystemen ist ein netter aber hilfloser Versuch die Energieversorgung zu demokratisieren. Intelligente Stromzähler wären vom Grundsatz her zwar tatsächlich ein guter Ansatz, da aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen fehlen, haben laut Angaben der Bundesnetzagentur viele Hersteller drauflos gebaut und ca. 500 000 Geräte installiert. Leider können die meisten Geräte jedoch nicht mit jedem Stromversorger kommunizieren."

So würden jährlich 50 Millionen Euro für fragwürdige Pilotprojekte aufgewendet und diese Kosten dann über die Netzentgelte auf die Stromkunden umgelegt.

Ensch-Engel weiter: „Es ist dem Verbraucher nicht vermittelbar, dass er für einen Zähler 100 Euro zahlen soll, aber nur eine Ersparnis von 1,25 Euro im Monat erzielen kann."

DIE LINKE sehe die Stromkunden als Versuchskaninchen der Nation. „Auf dem Energiemarkt werden immer wieder neue Systeme zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger ausprobiert, was für die Hersteller und Versorger relativ risikolos ist, da letztendlich der Endverbraucher die Kosten trägt. DIE LINKE fordert die Regierung daher auf, die Experimentierphase endlich zu beenden und bei der Energiewende im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden." Die Versorgung mit Strom gehöre zur öffentlichen Daseinsfürsorge, jedem Menschen müsse es möglich sein, zu bezahlbaren Preisen Strom zu beziehen. Die derzeitig praktizierte Flickschusterei gehe an diesen Zielen vorbei.

Bild: pixabay.com

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