"Es ist unerträglich, dass noch immer über den Mindestlohn diskutiert werden muss. Die betroffenen Beschäftigten haben noch nicht einmal ihre erste Gehaltsabrechnung seit Inkrafttreten der Lohnuntergrenze erhalten, da kommt die CDU schon mit den nächsten Änderungswünschen daher. Offensichtlich muss die Arbeitgeberlobby nur mit dem Finger schnippen und schon springt die CDU", erklärt Klaus Ernst. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Das Geschrei der Arbeitgeber in Sachen Mindestlohn ist eine Provokation. Trotz Finanzkrise sind die Gewinn- und Unternehmenseinkommen von 2000 bis 2013 real um 24 Prozent gestiegen. Viele Beschäftigte sind dagegen seit Jahren von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt. Die Reallöhne stagnieren seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Diskussion ist beschämend. Der Mindestlohn ist immer noch ein Niedriglohn. Für Geschäftsmodelle, die auf Lohndumping fußen, von der Regierung Unterstützung zu fordern, ist schon dreist. Dass nun aber Schlupflöcher zur Umgehung des Mindestlohns geschaffen werden, ist schlicht skandalös."
22. Januar 2015
Klaus Ernst: Diskussion über weitere Mindestlohn-Einschränkungen ist unerträglich
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Die Diskussion sollte nicht nur über den Mindestlohn der Arbeitnehmer geführt werden. Nicht jeder Onlinehändler beispielsweise hat die Kapazitäten den Mitarbeitern mehr zu zahlen, da es ja auch genug Ausgaben für den Onlinehandel gibt. Ein besonderes Beispiel: Das Verpackungsgesetz (https://www.lizenzero.de/verpackungslizenzierung/verpackungsverordnung/). Wie viel hat es bisher wirklich gebracht? Wie viele halten sich dran? Und warum wird denn nicht auch der Verbraucher in Verantwortung gezogen? Immerhin möchte dieser die Produjte ja gerne haben.
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