Deutsche
Umwelthilfe begrüßt Bund-Länder-Initiative zur Steigerung der
Sanierungsrate im Gebäudebereich und fordert weitere Maßnahmen
für Effizienzsteigerungen
Berlin, 21.1.2015: Hausbesitzer sollen in Zukunft einen Teil der Kosten für das Dämmen der Wände sowie
den Einbau neuer Heizkessel oder Fenster von der Steuer absetzen können.
Das
sieht ein Programm von Bund und Ländern vor, das der Umweltausschuss
des Bundesrats morgen (22.1.2015) diskutiert. Die Deutsche Umwelthilfe
(DUH) fordert den Bundesrat auf,
dem Vorschlag zuzustimmen und appelliert an die Bundesregierung, auch
die übrigen angekündigten Sofortmaßnahmen zum Schutz des Klimas zügig
auf den Weg zu bringen.
Die
Initiative soll eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Volumen von fünf
Milliarden Euro haben. Bislang ist jedoch umstritten, ob alle Länder den
Vorschlag unterstützen werden.
Im Gegenzug für das Programm hat die Bundesregierung den Ländern
vorgeschlagen, die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerker-Leistungen
zu kürzen. Absetzbar sollen von den Arbeitskosten bis 6.000 Euro nur
noch Beträge oberhalb von 300 Euro sein. Die DUH hält
ein solches Instrument der Gegenfinanzierung für sinnvoll.
„Die
steuerlichen Abschreibungen sind der erste Schritt in einem Jahr, in
dem wichtige Weichen für den Erfolg der Gebäudeeffizienz gestellt
werden. Dabei darf es aber nicht
bleiben, sonst sind sie lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt der DUH-Bundesgeschäftsführer
Sascha Müller-Kraenner und verweist auf Berechnungen der KfW
Bankengruppe, nach denen insgesamt Investitionen in Höhe von 840
Milliarden Euro nötig sind, um das Ziel eines klimaneutralen
Gebäudebestands bis 2050 zu erreichen.
Auch
müsse für den Erfolg der Effizienzbemühungen im Gebäudebereich
unbedingt der Verbraucher adressiert und überzeugt werden. Die
zurückgehenden Sanierungsraten zeigten jedoch,
dass bei der Aufklärung der Bevölkerung noch großer Nachholbedarf
bestehe, um das zu Unrecht existierende negative Image der energetischen
Gebäudesanierung abzuschütteln.
„So lange Hausbesitzer nicht verstehen, warum sie dämmen oder eine
neue Heizung und Fenster einbauen sollten und sie nicht umfassend und
objektiv über die Vorteile der energetische Sanierung aufgeklärt werden,
wird die von Ministerin Hendricks ausgerufene
Wärmewende nicht gelingen“, erklärt die Expertin für Energieeffizienz Barbara Metz.
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