Das Europaparlament hat sich für die Technologiekette
zur Abscheidung, zum Transport und zur unterirdischen Verpressung von
Kohlendioxid - auch als CCS-Technologie (Carbon, Capture and Storage) bezeichnet
- ausgesprochen. Diese Entscheidung kommentiert die energiepolitische Sprecherin
der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt, Dorothea
Frederking:
"Mit der Entscheidung pro CCS hat das Europaparlament die
Tür weit aufgestoßen, Kohlendioxid unterirdisch zu verpressen. Die Fraktion von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt lehnt diesen Irrweg ab:
Gefahr des Gasaustrittes, Risiko der Versalzung von Grundwasser, kein wirksamer
Klimaschutz, aufwendige Infrastruktur... Die Liste der Nachteile und Gefahren
ließe sich beliebig lang fortsetzen!"
"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen die Menschen schützen. Wir
setzen uns deshalb weiterhin dafür ein, dass die unterirdische Endlagerung von
Kohlendioxid niemals Wirklichkeit wird - weder als großtechnische Anwendung noch
im Rahmen von Feldversuchen. Die CCS-Technologie birgt die Gefahr einer
Zeitbombe unter unseren Füßen."
"Die Landesregierung von Ministerpräsident Reiner Haseloff
hat ihre CCS-Pläne aufgrund eines Antrages der Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN und DIE LINKE zunächst einmal auf Eis gelegt. Der Ausschluss dieser
Technik wurde jedoch nie beschlossen. Sie schwebt weiterhin wie ein
Damokles-Schwert über Sachsen-Anhalt und der Altmark, die schon einmal als
Versuchsfeld vorgesehen war. Die Landesregierung muss jetzt ein Gesetz
verabschieden, dass CCS für Sachsen-Anhalt ausschließt."
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