BBU fordert das Aus für militärische Flugübungen

(Bonn, 20.01.2014) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
(BBU) fordert das Ende aller militärischen Flugübungen. Nach dem Absturz
eines Tornados am Donnerstag (16. Januar) beim Atomwaffenlager Büchel
in Rheinland-Pfalz sieht der BBU erneut bestätigt, dass bei
militärischen Flugübungen immer Absturzrisiken mit verheenden
Auswirkungen gegeben sind.
Nach Angaben des BBU sind in der
Bundesrepublik zahlreiche Militärflughäfen in Betrieb. Bereits der
normale Flugbetrieb stellt dabei eine massive Lärmbelastung für die
Bevölkerung und zudem eine erhebliche Umweltbelastung dar. Weiterhin
kommt es beim Flugbetrieb immer wieder zu Abstürzen.
Als
Beispiele der militärischen Fluggefahren benennt der BBU die Standorte
Ramstein, Geilenkirchen und Nordhorn-Range. Bei der Ramstein-Katastrophe
wurden 1988 70 Menschen getötet, 1000 wurden verletzt. 1999 stürzte ein
amerikanisches Tankflugzeug vom Typ Boeing KC-135E der Washington Air
National Guard beim Nato-Flugplatz Geilenkirchen ab; vier Soldaten
starben. Beim Bombenabwurfgelände Nordhorn-Range, etwa 10 km vom
Atomzentrum Lingen entfernt, kam es wiederholt zu Fehlwürfen außerhalb
des Testgeländes. "In Lingen befinden sich mehrere Atomkraftwerke und
Atomanlagen. Es ist unfassbar, dass in der Region militärische
Übungsflüge durchgeführt werden", so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.
Auch in diesem Jahr richten sich die Ostermärsche der Friedensbewegung
gegen die Lagerung der Atomwaffen in Büchel und auch gegen die Gefahren
der militärischen Flugübungen. Ein Ostermarsch wird direkt in Büchel
stattfinden, einer an der Urananreicherungsanlage in Gronau (sie ist
nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert), und viele weitere Ostermärsche
werden im gesamten Bundesgebiet organisiert. Eine Übersicht bereits
bekannter Ostermarschtermine findet man unter http://www.friedenskooperative.de/termine.htm
.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. ist Teil
der weltweiten Friedensbewegung und warnt auch besonders vor den
öklogischen Folgen der Rüstungspolitik. Der BBU ist Mitglied in der
bundesweiten "Kooperation für den Frieden" und würde es begrüßen, wenn
auch Initiativen der Friedensbewegung dem BBU beitreten würden. Der BBU
hält eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen der Friedensbewegung und der
Umweltbewegung für sehr wichtig. Mehr zur Mitgliedschaft im BBU unter http://www.bbu-online.de/html/antrag.htm
.
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