„Die Forderung des
Bundesinnenministers, die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär
Geschützten durch eine Gesetzesänderung zu verlängern, ist einfach nur
widerwärtig. Sehenden Auges sucht er damit den Schulterschluss mit den
rechten Hetzern von der AfD“, kommentiert Ulla Jelpke die Ankündigung
von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, sich um die Fortsetzung der
Aussetzung des Familiennachzugs zu bemühen. Die Innenpolitikerin der
Fraktion DIE LINKE weiter:
„Befriedung im Land durch eine weitere Aussetzung des
Familiennachzugs erreichen zu wollen, heißt nichts anderes, als sich die
Forderungen der Pegida- und AfD-Rassisten zu eigen zu machen. Wer soll
dadurch befriedet werden, dass man unbegleiteten Kindern und
Jugendlichen verbietet, mit ihren Eltern zusammenzuleben, oder wenn
Familien im Mittelmeer ertrinken, weil sie die gesetzlich verordnete
Familientrennung nicht mehr ertragen haben? De Maizière stellt in bester
AfD-Manier unstreitig schutzbedürftige Menschen als Bedrohung für den
Frieden im Land dar. Das Problem in Deutschland sind aber nicht
Flüchtlinge und ihre Familien, sondern Rassismus und rechter Terror. Wer
angesichts von etwa 70.000 Menschen, zumeist Frauen und Kindern, die zu
ihren hier lebenden engen Familienangehörigen nachziehen wollen, von
einer Gefährdung für den Frieden in Deutschland spricht und deshalb ein
Bündnis mit der AfD anstrebt, ist selbst eine Gefahr für unser Land.“
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