Durch die
Zerstörung des Regenwaldes finanzieren europäische Firmen den Bürgerkrieg in
der Zentralafrikanischen Republik - dieser Vorwurf ist gravierend und muss
aufgearbeitet werden. Denn auch Deutschland importierte Holz aus der
Zentralafrikanischen Republik. Dieses Holz wurde höchstwahrscheinlich illegal
geschlagen und es flossen Millionen an Rebellengruppen dafür. So konnten
Unternehmen auch während des Bürgerkrieges ungehindert Holz einschlagen.
Die bisherigen
Gesetze in Deutschland und Europa reichen nicht aus, um illegales Holz auf dem
deutschen und europäischen Markt zu verhindern. Für den Klima- und Artenschutz
sind Tropenwälder von überragender Bedeutung – wir brauchen sie zum Erhalt
unserer Lebensgrundlagen und können es uns nicht leisten, weiterhin jährlich
weltweit bis zu 13 Millionen Hektar Waldfläche zu verlieren.
Die
Bundesregierung hat bisher viel zu wenig unternommen, um dieser Naturzerstörung
– und im Fall der Zentralafrikanischen Republik dem damit zusammenhängenden
Bürgerkrieg - entgegenzuwirken. Das Holzhandelssicherungsgesetz ist windelweich
und muss überarbeitet werden. Es fehlen eine eindeutige Kennzeichnungspflicht
und schärfere Kontrollen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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