14. Juli 2015

Karlowski: Clearfield-Raps wird unkontrolliert angebaut


(BUP) Obwohl der Pflanzen-Schutzdienst Mecklenburg-Vorpommern den Anbau von Clearfield-Raps ablehnt, wird dieser herbizidresistente Raps in unbekanntem Umfang im Land angebaut. Dabei wird von Seiten der Behörde vor allem das Gefahrenpotential von Clearfield-Raps für Resistenzbildungen betont. Außer Acht gelassen wird jedoch, dass diese Pflanzen teilweise mit der sogenannten OgM-Methode (Oligonukleotid gesteuerte Mutagenese) hergestellt werden, die Kritiker als Gentechnik einstufen.

„Die Resistenz des Clearfield-Rapses gegenüber einem häufig verwendeten Herbizid wurde bei einer neuen Generation von Pflanzen mit einer Methode erreicht, die Kritiker als Gentechnik einstufen. Diese ist aber relativ neu und wurde vom Gentechnikgesetz daher noch nicht erfasst. Diese Gesetzeslücke wird nun ausgenutzt, um das Saatgut ohne aufwendige Genehmigungsverfahren in den Verkehr bringen zu können. Sobald die Sorte zugelassen ist, kann das Saatgut ausgebracht werden. Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage (6/4069) zu diesem Thema hervorgeht, besteht auf den landeseigenen Flächen zwar sowohl für gentechnisch verändertes Saatgut, als auch für OgM-Saatgut eine Anzeigepflicht. Diese reicht meiner Meinung nach aber nicht aus. Denn es wird ganz klar betont, dass die Landesregierung keine Möglichkeit sieht, einem Eigentümer, Pächter oder sonstigem Bewirtschafter und Nutzer den Anbau zugelassener Pflanzen zu untersagen. Wir Bündnisgrünen fordern aber mit Nachdruck, dass unser Land Mecklenburg-Vorpommern gentechnikfrei bleibt. Dies kann die Landesregierung offensichtlich nicht gewährleisten. Hier ist jetzt das Landwirtschaftrsministerium gefordert, vor diesem Raps zu warnen“, so Ursel Karlowski, agrarpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion.

Bild: pixabay.com

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