(BUP) DIE LINKE kritisiert die Entscheidung der französischen Regierung
für das weltweit erste Endlager für hochradioaktiven Atommüll im
lothringischen Bure. In dieser Woche wurde das "Gesetzt Macron" - ein
Gesetzt zum Wirtschaftswachstum - verabschiedet.
Dazu erklärt
Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im
Saarländischen Landtag: „Laut Presseberichten, wurde in letzter Minute
der Passus für das Endlager Bure hinzugefügt. Diese Vorgehensweise ist
undemokratisch und zeigt, wie skrupellos die Interessen der Atomlobby
durchgeboxt werden.“
Viele Bürger auf beiden Seiten der Grenze
fühlten sich überrumpelt und seien erschüttert, wie wenig die
Stellungnahmen der verschiedenen Interessensgemeinschaften bewirkt
hätten.
Ensch-Engel weiter: „Offensichtlich gab es auch kein
Vetorecht für die Anrainerstaaten, somit wird in unserer Großregion der
Grundstein für das wohl gefährlichste atomare Dreieck in Europa gelegt:
Zwei Pannenreaktoren in Cattenom und Tihange und nun auch noch das
Atomendlager. Das macht Angst." Durch diese Entscheidung sehe DIE LINKE
die atomare Gefährdung in unserer Region in einem Maße potenziert, die
nicht zu akzeptieren sei, so Ensch-Engel.
„Ich appelliere deshalb
an den Umweltminister Jost und unsere "saarländischen" Bundespolitiker,
sofort zu intervenieren und dringend das Gespräch mit den französischen
Nachbarn zu suchen, um eine grenzüberschreitend annehmbare Lösung zu
finden.“
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