14. Juli 2015

Ensch-Engel: Gefährliches atomares Dreieck in Großregion

(BUP) DIE LINKE kritisiert die Entscheidung der französischen Regierung für das weltweit erste Endlager für hochradioaktiven Atommüll im lothringischen Bure. In dieser Woche wurde das "Gesetzt Macron" - ein Gesetzt zum Wirtschaftswachstum -   verabschiedet.

Dazu erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag: „Laut Presseberichten, wurde in letzter Minute der Passus für das Endlager Bure hinzugefügt. Diese Vorgehensweise ist undemokratisch und zeigt, wie skrupellos die Interessen der Atomlobby durchgeboxt werden.“

Viele Bürger auf beiden Seiten der Grenze fühlten sich überrumpelt und seien erschüttert, wie wenig die Stellungnahmen der verschiedenen Interessensgemeinschaften bewirkt hätten.

Ensch-Engel weiter: „Offensichtlich gab es auch kein Vetorecht für die Anrainerstaaten, somit wird in unserer Großregion der Grundstein für das wohl gefährlichste atomare Dreieck in Europa gelegt: Zwei Pannenreaktoren in Cattenom und Tihange und nun auch noch das Atomendlager. Das macht Angst." Durch diese Entscheidung sehe DIE LINKE die atomare Gefährdung in unserer Region in einem Maße potenziert, die nicht zu akzeptieren sei, so Ensch-Engel.

„Ich appelliere deshalb an den Umweltminister Jost und unsere "saarländischen" Bundespolitiker, sofort zu intervenieren und dringend das Gespräch mit den französischen Nachbarn zu suchen, um eine grenzüberschreitend annehmbare Lösung zu finden.“

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