3,5
Millionen verbrauchte Einwegbecher in der Hinrunde – Bayern München
verantwortlich für den größten Abfallberg der Bundesliga – DUH
veröffentlicht neues Hintergrundpapier zu Mehrwegbechern
Berlin, 17.12.2014:
Die traurige Bilanz der am 21. Dezember 2014 endenden Hinrunde der
Fußballbundesliga
wird ein Abfallberg aus 3,5 Millionen Einwegplastikbechern sein.
Spitzenreiter ist der FC Bayern München mit 639.000 verbrauchten
Einwegbechern, gefolgt vom FC Schalke 04 und dem Hamburger SV. Die
Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) fordert alle Bundesligisten
auf, Konsequenzen aus diesen Abfallbergen zu ziehen und geschlossen auf
umweltfreundliche Mehrwegbecher zu setzen.
Obwohl
Mehrwegbecher klare Vorteile haben, besteht in den Stadien der
Fußballbundesliga ein Trend zum Umstieg auf Einwegbecher. Nach
Einschätzung der DUH sind die von Vereinen
oder Stadionbetreibern angeführten Gründe für den Einsatz von Einweg
nicht belegt oder nachweislich falsch. Für mehr Transparenz und zur
Versachlichung der Diskussion veröffentlicht die DUH ein
Hintergrundpapier, in dem unsachliche Argumente gegen den Einsatz
von Mehrwegbechern entkräftet werden.
„In
den Bundesligastadien gibt es massive Angriffe der Einwegindustrie
gegen umweltfreundliche Mehrwegbecher. Mit Ex- und Hopp lässt sich viel
Geld verdienen und deshalb werden
gezielt Unwahrheiten in die Welt gesetzt. Wenn Vereine und
Stadionbetreiber behaupten, Einwegbecher seien eine ökologisch sinnvolle
Alternative zu Mehrwegbechern, dann ist das falsch und nicht belegbar“,
kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Resch
verweist auf Interessen der Biokunststoffindustrie, die den Verbrauchern
einen angeblichen Umweltvorteil von biologisch abbaubaren Einwegbechern
vorgaukeln möchte.
Einschlägige
Ökobilanzen attestieren Mehrwegbechern gesamtökologische Vorteile
gegenüber Einwegbechern – egal ob aus Mais oder Rohöl. Durch die
Entwicklung sicherheitsoptimierter
Mehrwegbecher stehen sie zudem im Einklang mit höchsten
Sicherheitsansprüchen bei Großveranstaltungen. Sie verfügen über
besonders abgerundete Kanten und entleeren sich im Falle eines Wurfes in
Sekundenschnelle.
„Viele Bundesligisten setzen seit vielen Jahren erfolgreich
Mehrwegbecher ein und beweisen damit: Mehrweg im Stadion, das ergibt
Sinn und funktioniert“, sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft
Thomas Fischer.

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