„Es ist ein Skandal, dass die
Bundesregierung den türkischen Präsidenten Erdogan in Deutschland bei
seinem Werbefeldzug für Diktatur und Todesstrafe weiter unbehindert
schalten und walten lässt. Erdogan bringt Unfrieden und macht
Deutschland zu seiner Wahlkampfarena. Bundeskanzlerin Merkel darf dem
antidemokratischen Treiben nicht länger nur zuschauen, sondern muss
endlich handeln“, fordert Sevim Dagdelen, Sprecherin für Internationale
Beziehungen der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:
„Mit seinem Nazivergleich verharmlost Erdogan den Faschismus und
verhöhnt all seine Opfer. Zudem bedient er sich einer Logik der Drohung
und Erpressung. Es ist eine Schande für die deutsche Außenpolitik,
darauf nur mit inszenierter Empörung zu reagieren, statt rote Linien zu
ziehen.
Es braucht Konsequenzen: Die Propagandatour von Erdogan und seinen
Ministern in Deutschland muss von der Bundesregierung gestoppt werden.
Merkel muss die Bundeswehr aus Incirlik abziehen und die
Waffenlieferungen an Erdogans Türkei einstellen. Die Vorbeitrittshilfen
der EU in Höhe von jährlich 630 Millionen Euro müssen eingefroren
werden. Der Merkel-Erdogan-Pakt zur Flüchtlingsabwehr muss aufgekündigt
werden.“
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