(BUP) Zum heutigen vierten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von
Fukushima und der Debatte im Landtag über das Vorantreiben eines
europaweiten Atomausstiegs erklärt der energiepolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion, Rudolf Borchert:
„Eine echte Energiewende
ist nur mit Erneuerbaren Energien möglich. Wind und Sonne sind die
Alternativen zur Atomkraft. Der Fukushima-Jahrestag erinnert an die
Risiken und Kosten der Atomkraft. Fukushima macht deutlich, dass
Atomkraft letztlich immer nur auf Kosten der Umwelt, der Allgemeinheit
und der kommenden Generationen betrieben werden kann. So sind bis heute
die havarierten Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima nicht vollständig
unter Kontrolle. Fast 80.000 Bewohner können nicht wieder in ihrer
Heimat wohnen. Die langfristigen Folgen für Umwelt, Gesundheit sowie die
regionale Land- und Fischereiwirtschaft sind noch längst nicht
absehbar.
Zudem explodiert die Schadenssumme des Unfalls.
Schätzungen allein über die bis heute entstandenen Kosten belaufen sich
auf rund 84 Milliarden Euro. Der AKW-Betreiber Tepco hat davon lediglich
16,6 Milliarden gezahlt. Für den Rest kommt die Allgemeinheit auf.
Auch
in Deutschland werden trotz beschlossenen Atomausstiegs die
gesellschaftlichen Altlasten der Kernkraft noch lange bestehen bleiben.
So sind die Kosten und Risiken für die Endlagerung nuklearer Abfälle
nach wie vor ungeklärt. Auch der Rückbau der stillgelegten Reaktoren
wird sich über Jahrzehnte hinziehen. Und ob die Rückstellungen der
Energiekonzerne dafür reichen, ist sehr fraglich.
Wir brauchen
also mehr regenerative Energien, um weg vom Atomstrom zu kommen. Durch
die Förderung von Wind, Sonne und Bioenergie unterstützen wir eine
Entwicklung, die das Klima für die Zukunft schützt und im Gegensatz zu
fossilen und atomaren Energieträgern mittel- und langfristig für
bezahlbare und stabile Stromkosten sorgt. Für Mecklenburg-Vorpommern
sind die erneuerbaren Energien zudem eine einmalige
wirtschaftspolitische Chance mit erheblichen Wertschöpfungs- und
Arbeitsplatzpotential."
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