7. September 2013

Nächster ROBIN WOOD-Mobilisierungs-Saloon am 9. September in der "Hamburger Botschaft": Netzrückkauf und Klimaschutz

* Klimakatastrophe Vattenfall
* Nächster ROBIN WOOD-Mobilisierungs-Saloon am 9. September in der "Hamburger Botschaft": Netzrückkauf und Klimaschutz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe KollegInnen,

beim Volksentscheid über den Rückkauf der Netze geht es nicht um einen
Haufen „Kabel und Rohre“. Ziel des Volksentscheids ist es, die
Voraussetzungen für eine klimaverträgliche, demokratisch kontrollierte
und sozial gerechte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zu
schaffen. Welche Rolle die lukrativen Verteilnetze für die Energiewende
spielen und wie der Rückkauf den Klimaschutz voranbringen kann, sind die
zentralen Themen beim zweiten ROBIN WOOD-Mobilisierungs-Saloon am
kommenden Montag in der „Hamburger Botschaft“. In offener Runde
diskutieren Verena Kern, Redakteurin beim Online-Magazin
klimaretter.info und Daniel Häfner von ROBIN WOOD.

„Die Energiewende ist im Kern die Entscheidung für einen beschleunigten
Strukturwandel - hin zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz. Dieses
Projekt den großen Konzernen zu überlassen, ist naiv und unrealistisch“,
argumentiert Kern. „Man muss sich nur die Zahlen anschauen: Eon,
Vattenfall und Co. steuern bislang nur fünf Prozent der installierten
Ökostromleistung bei. Ihre Gewinne machen sie nach wie vor mit Kohle und
Atom, und dieses Geschäftsmodell verteidigen sie als profitorientierte
Unternehmen so lange, wie es geht.“

Die HamburgerInnen können die Umsetzung dieses Geschäftsmodells im
Stadtteil Moorburg besichtigen. Dort hat Vattenfall ein neues
Steinkohlekraftwerk gebaut. Es blockiert die Energiewende und wird alle
Klimaschutzbemühungen der Hansestadt auf Jahrzehnte zunichte machen,
wenn es - wie geplant - im kommenden Jahr seinen kommerziellen Betrieb
aufnimmt.

Weniger diskutiert in der Hamburger Öffentlichkeit wird bislang, welche
immensen Klimaschäden Vattenfall durch Abbau und Verstromung von
Braunkohle in der Lausitz anrichtet. Das wird ROBIN WOOD-Aktivist Daniel
Häfner aus Cottbus in die Debatte einbringen.

In der Lausitz betreibt Vattenfall mehrere extrem klimaschädliche
Braunkohlekraftwerke. Außerdem hat der Konzern dort gerade den
Aufschluss weiterer Tagebaue beantragt. Mehr als 3.000 Menschen müssten
dafür ihr Zuhause verlassen, Dörfer sollen komplett vernichtet und das
Grundwasser soll abgesenkt werden. „Die Betroffenen in der Lausitz
schauen gespannt auf Hamburg“, berichtet Häfner. „Wir setzen darauf,
dass uns ein erfolgreicher Volksentscheid in Hamburg indirekt hilft.
Denn der Konzern wird umso weniger Macht und Einfluss auf die Politik
nehmen können, je mehr seiner Geschäftsfelder unter öffentliche
Kontrolle kommen.“

Wir laden Sie herzlich ein, sich in die Diskussion einzumischen und über
die Veranstaltung zu berichten:

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„Klimakatastrophe Vattenfall“ mit Verena Kern (Klimaretter) und Daniel
Häfner (ROBIN WOOD), Moderation: Monika Lege (ROBIN WOOD)

Termin:         Montag, 9. September, Beginn: 19.30 Uhr

Ort:             HAMBURGER BOTSCHAFT, Sternstr. 67, Nähe U/S Bahn Sternschanze
            oder U-Bahn Feldstr.,
            Wegbeschreibung: www.hamburger-botschaft.de/lage.html

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