„Der
verherrlichte Wettbewerb bei Datenkommunikation führt weiter zu
abgehängten Regionen. Kunden werden mit falschen Angaben zu verfügbaren
Übertragungsraten betrogen. Ein falscher Anbieter, ein falsches Netz
bedeuten für die Kunden gerade heute, in Zeiten der
Kontaktbeschränkungen für Infektionsschutz, dass Kontakte zu Familie und
Freunden sowie die Arbeitsfähigkeit erschwert bis unmöglich werden“,
erklärt Ralph Lenkert, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Beirat der
Bundesnetzagentur, anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse der
Breitbandmessung durch Bundesnetzagentur. Lenkert weiter:
„DIE
LINKE fordert seit Jahren, den Wettbewerb beim Ausbau der Infrastruktur
für Mobil- und Festnetze zu beenden und stattdessen die Anbieter zur
Zusammenarbeit zu verpflichten, weiße und graue Flecken in der
Verfügbarkeit müssen endlich verschwinden. Dass einige Bundesländer wie
Thüringen jetzt über eigene Gesellschaften die Lücken schließen, hilft
den bisher unerschlossenen Gebieten, aber in der Pflicht wären Telekom,
Vodafone und die anderen privaten Konzerne.
Dass im Festnetz nur
16 Prozent der Anschlüsse die angebotene Übertragungsrate erreichen und
bei 30 Prozent nicht einmal die Hälfte erreicht wird, und im Mobilfunk
gar nur 1,5 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer vertragsgemäße Datenraten
und nur 16 Prozent wenigstens die Hälfte des Angebotes erhalten, ist
ein Betrug, der beendet werden muss und für den
Telekommunikationsanbieter spürbare Bußgelder verdient haben.“
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