„Mit
der Vorlage des jährlichen Berichts über die Todesstrafe leistet
Amnesty International einen wichtigen Beitrag im Kampf um die weltweite
Ächtung dieser bestialischen Bestrafung von Menschen. DIE LINKE
unterstützt Amnesty in ihrer Forderung nach einer weltweiten Abschaffung
der Todesstrafe“, sagt Zaklin Nastic, menschenrechtspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Amnesty
International-Berichts „Death Sentences and Executions 2017“. Nastic
weiter:
„Bei der Todesstrafe handelt es sich um einen
staatlich legitimierten und verordneten Mord. Diese menschenverachtende
und menschenrechtswidrige Form der Bestrafung ist eine Schande für jede
Regierung, die diese Form der archaischen Bestrafung durchführt.
Laut
Amnesty International wurden im Jahre 2017 weltweit mehrere tausend
Menschen durch die Todesstrafe hingerichtet. Alleine Saudi-Arabien, der
Iran, Irak und Pakistan sind für mehr als drei Viertel der registrierten
Hinrichtungen verantwortlich. Obwohl die Zahl der Todesurteile und
Vollstreckungen leicht zurückgegangen ist, lebten Ende 2017 weltweit
insgesamt 16 Prozent mehr Menschen mit einem Todesurteil als ein Jahr
zuvor.
Die USA bleiben weiterhin das einzige Land in ganz Nord-,
Süd- und Mittelamerika, das die Todesstrafe vollstreckt. Dort werden
infolge des Mangels an Betäubungsmitteln, die bei Giftinjektionen
benötigt werden, immer brutalere Tötungsmethoden eingesetzt.
Gleichzeitig
werden jedes Jahr tausende Menschen Opfer willkürlicher Hinrichtungen.
Diese Morde finden seitens der USA in Form von extralegalen Tötungen
mittels Drohnen statt.“
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