„Gute
Arbeitsbedingungen und faire Löhne fallen nicht vom Himmel. Es ist
richtig, dass die Beschäftigten darum kämpfen. Arbeitgeber wie Deliveroo
und Nordsee haben es verdient, dass ihnen gegen das Schienbein getreten
wird. Wer hier Essen bestellt, bekommt schlechte Arbeitsbedingungen
gratis. Das Verhalten der Unternehmen gegenüber den Beschäftigten ist
auf das Schärfste zu verurteilen“, kommentiert Jutta Krellmann,
Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit der Fraktion DIE LINKE im
Bundestag, die bundesweiten Proteste der Initiative Arbeitsunrecht.
Krellmann weiter:
„Demokratie darf nicht am Werkstor
enden. Betriebsräte sind die direkteste und wirksamste
Interessensvertretung der Beschäftigten gegenüber den Arbeitgebern und
ihrem Streben nach Gewinnen. Betriebsräte sind unverzichtbar, damit Gute
Arbeit sicher, tariflich bezahlt und mitbestimmt ist.
Daher
fordert DIE LINKE die Gründung von Betriebsräten in kleinen,
mittelständischen Unternehmen wie in Filialbetrieben gesetzlich zu
erleichtern und Initiatoren und Betriebsräte besser vor
mitbestimmungsfeindlichen Arbeitgebern zu schützen. Mitbestimmungsfreie
Zonen darf es nicht geben. Betriebsräte brauchen mehr zwingende
Mitbestimmungsrechte beispielsweise bei der Personalausstattung, der
Weiterbildung oder der Arbeitsorganisation. Auch müssen Betriebsräte das
Recht erhalten, in allen wirtschaftlichen Fragen effektiv
mitzubestimmen. Der Einsatz von Leiharbeit und Werkverträgen ist in
jedem Fall von der Zustimmung des Betriebsrates abhängig zu machen.“
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen