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3. Juli 2017

Castor auf dem Neckar: „Polizei hat Lage nicht im Griff“


Erschreckende Sicherungspannen trotz großen Polizei-Aufgebots

Zu den Sicherungspannen beim derzeitigen Castor-Transport auf dem Neckar
erklärt der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Jochen Stay:

„Die Behörden haben der Bevölkerung vorgegaukelt, sie hätten in Sachen
Sicherung des Castor-Transports auf dem Neckar alles im Griff. Jetzt
wissen wir es leider besser: Der Polizei gelingt es noch nicht einmal zu
verhindern, dass Anti-Atom-Aktivisten in der Stahlkonstruktion einer
Brücke übernachten und sich tagsüber abseilen können – wie heute in Bad
Wimpfen geschehen. Wer traut ihr dann noch zu, in Zeiten der
Terror-Gefahr mögliche Attentäter daran zu hindern, das Schiff ins
Visier zu nehmen?

Auch in Horkheim ist es Demonstranten gelungen, sich von einem Wehr über
dem Neckar abzuseilen. Wieder kam die Polizei zu spät.
Vertrauenserweckend ist das alles nicht. Wir können froh sein, dass es
sich bei den heutigen Aktionen um Aktivisten handelt, die den Transport
nicht gefährden wollen.

EnBW und baden-württembergische Landesregierung setzen die Bevölkerung
am Neckar einem absolut vermeidbaren Risiko aus. Die Castor-Verschiffung
löst nicht das Atommüll-Problem, sondern dient als Billig-Variante statt
des Baus einer robusten Lagerhalle in Obrigheim.

Wir fordern das Ende dieser unnötigen und gefährlichen Transporte.“
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