(BUP) SPD und Grüne haben sich im Rahmen ihrer Koalitionsverhandlungen
auf die Elbvertiefung verständigt. Sobald ein entsprechendes
Gerichtsurteil vorliegt soll sofort mit den Baggerarbeiten begonnen
werden.
Dazu erklärt Sabine Boeddinghaus, Vorsitzende der
Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit GRÜN geht
Elbvertiefung. Anders kann man das erneute schnelle Abrücken der
Hamburger Grünen von ihren Grundpositionen nicht kommentieren. Schon
beim Kohlekraftwerk Moorburg war man seinerzeit in Verhandlungen mit der
CDU schnell umgefallen. DIE LINKE hält die Elbvertiefung aus
ökologischen und wirtschaftlichen Gründen nach wie vor für falsch. Wir
setzen stattdessen auf eine Hafenkooperation.“
Die als Erfolg für
die Grünen in Aussicht gestellten Landstromanschlüsse an den
Containerterminals sind kein wirksamer Ausgleich für die Elbvertiefung.
Solange der Senat nicht ernsthafte Maßnahmen ergreift, die Reeder zum
Einsatz umweltfreundlicher Treibstoffe zu bewegen, wird sich an der
Luftverschmutzung nichts ändern. Selbst die Umweltbehörde attestiert,
dass der Landstromanschluss beim Cruise Terminal Altona kaum reale
Verbesserungen bringt.
Heike Sudmann, verkehrspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft,
ergänzt: „Das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zum Thema Verkehr
zeigt deutlich, dass es mit einem rot-grünen Senat keine Verkehrswende
geben wird. Durchgesetzt hat sich die Autolobby, die keinen Millimeter
des Straßenraums hergeben will. Mit einer unterirdischen Bahn stellt
sich nicht mehr die Frage nach einer Umverteilung des Straßenraums
zugunsten des umweltfreundlichen Verkehrs. Wie der im Vergleich zur
Stadtbahn viermal so teure U-Bahn-Bau finanziert werden soll, haben die
Anhängerinnen der Schuldenbremse nicht erklärt. Bescheiden ist das Ziel,
den Anteil des Radverkehrs in den 20er Jahren auf 25% zu erhöhen. Wer
in den nächsten vierzehn Jahren nicht mehr schaffen will, hat keine
Ambitionen.“
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