Veröffentlicht am 30.10.2012
Çamburnu ist ein kleines Bergdorf
im Nordosten der Türkei. Dank des mild-feuchten Klimas des Schwarzen
Meeres leben die Bewohner seit Generationen vom Teeanbau, von der
Fischerei und im Einklang mit der Natur. Doch die Idylle ist gefährdet,
als die Regierung vor zehn Jahren den Beschluss fasst, direkt oberhalb
des Dorfes eine Mülldeponie zu bauen. Trotz der Proteste des
Bürgermeisters und der Dorfbewohner entsteht eine Anlage, die wichtige
Sicherheits- und Baustandards nicht erfüllt und fortan durch Unfälle
und Havarien kontinuierlich die Umwelt verschmutzt. Die Luft ist
verpestet, das Grundwasser verseucht, in der alljährlichen Regenzeit
spült das Wasser den Müll die Abhänge herunter, Vogelschwärme und
streunende Hunde belagern das Dorf. Den Teebauern, deren Plantagen
unterhalb der Deponie liegen, ist die Lebensgrundlage genommen. Die
Folgen sind verheerend und für jeden sichtbar und dennoch werden täglich
weitere Tonnen Müll in die Deponie gefahren.
Der preisgekrönte Filmemacher Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Crossing the Bridge -- The Sound of Istanbul") kommt 2006 nach Çamburnu, um im Heimatdorf seiner Großeltern das Finale seines Spielfilms "Auf der anderen Seite" zu drehen. Als er von der drohenden Umweltkatastrophe erfährt, entscheidet er, mit seinen Mitteln dagegen anzukämpfen. Mehr als sechs Jahre dokumentiert er den Kampf des kleinen Dorfes gegen die mächtigen Institutionen, hält auch die unweigerlichen Katastrophen fest, die das ehemalige Paradies immer wieder heimsuchen. MÜLL IM GARTEN EDEN ist zugleich ein bemerkenswertes Porträt der türkischen Gesellschaft abseits der Metropolen und ein bewegendes Plädoyer für Zivilcourage.
Der preisgekrönte Filmemacher Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Crossing the Bridge -- The Sound of Istanbul") kommt 2006 nach Çamburnu, um im Heimatdorf seiner Großeltern das Finale seines Spielfilms "Auf der anderen Seite" zu drehen. Als er von der drohenden Umweltkatastrophe erfährt, entscheidet er, mit seinen Mitteln dagegen anzukämpfen. Mehr als sechs Jahre dokumentiert er den Kampf des kleinen Dorfes gegen die mächtigen Institutionen, hält auch die unweigerlichen Katastrophen fest, die das ehemalige Paradies immer wieder heimsuchen. MÜLL IM GARTEN EDEN ist zugleich ein bemerkenswertes Porträt der türkischen Gesellschaft abseits der Metropolen und ein bewegendes Plädoyer für Zivilcourage.
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