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12. Oktober 2013
Ein Loch im Zaun kann Leben retten // VIER PFOTEN gibt Tipps für die Igelsaison
Hamburg, 8. Oktober 2013 – Herbstzeit ist Igelzeit. In Gärten finden Igel häufig bessere Bedingungen vor, als in den bereinigten Agrarlandschaften und Monokulturen auf dem Lande. Gerne nisten sie sich unter Laub- und Holzhaufen oder im Geräteschuppen ein. Doch lauern in Städten und Gärten auch viele Gefahren auf die kleinen Insektenfresser, warnt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. So gut der Igel durch sein Stachelkleid geschützt zu sein scheint: schwerem Gartengerät, Hundeattacken oder Autoverkehr ist er hilflos ausgeliefert. Auch grobmaschige Zäune, Gartenteiche und achtlos weggeworfener Müll bergen Gefahren für den Igel.
„Gerade im Herbst fallen für Gartenbesitzer viele Aufräumarbeiten an. So manches Igelnest wird dabei versehentlich zerstört, Igel werden verscheucht, verletzt oder getötet. Deshalb ist bei der Arbeit mit Rasenmäher, Elektrosensen und Mistgabel besondere Vorsicht geboten“, rät Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Laub- und Komposthaufen sollten nur sehr behutsam gewendet werden. „Stoßen Sie auf ein Igelnest, so decken Sie dieses wieder zu, damit die Tiere nicht auskühlen“, empfiehlt Dr. Stephany. Kellerfenster- und schachte sollten immer gesichert werden, damit keine Igel hineinfallen können. Treppen können mit einfachen Ziegelsteinen als Zwischenstufen Igel-gerecht umgebaut werden. Und im Gartenteich kann ein breiter Ast oder eine Holzlatte als Ausstiegshilfe dienen.
„Immer wieder werden schwer verletzte Igel in die Wildtierstationen gebracht. Dabei kann man mit ein wenig Rücksicht und ein paar Tricks den Igeln das Leben wesentlich erleichtern“, erklärt Christian Erdmann von der Wildtierstation Hamburg, die von VIER PFOTEN unterstützt wird. „Zum Beispiel bleiben Igel auf der Suche nach Futter häufig in grobmaschigen Gartenzäunen stecken. Wenn Sie ihren Zaun jedoch mit kleinen Öffnungen versehen, ermöglichen Sie den Tieren ein gefahrloses Passieren.“
Wenigstens 500 Gramm sollte ein junger Igel bis Anfang November wiegen, um den ersten Winterschlaf aus eigener Kraft zu überstehen. „Wer einen Igel in seinem Garten beobachtet, kann ihm ein Schälchen Katzentrockenfutter oder ungewürztes Ei und eine flache Schale mit frischem Wasser anbieten. „Milch ist dagegen absolut tabu für Igel, da sie sie nicht verwerten können und davon Durchfall bekommen können“, warnt Wildtierexperte Erdmann. Schwache, verletzte oder kranke Igel, die zum Überleben Unterstützung brauchen, sind häufig daran zu erkennen, dass sie sich am Tage zeigen. VIER PFOTEN rät, sich in solchen Fällen an eine Igelpflegestation zu wenden.
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