„Die
Gewinne der Immobilienwirtschaft steigen seit zehn Jahren so extrem an
wie die Belastungen durch Mieten. Während die Immobilien- und
Finanzwirtschaft in der Krise noch gewinnt, müssen sich viele die Miete
vom Mund absparen, um ihren Laden oder ihre Wohnung nicht zu verlieren.
Wer Immobilien besitzt, muss jetzt einen Beitrag leisten. Es braucht
einen Mietenstopp, wie in anderen Ländern. Wo durch Einkommenseinbrüche
während der Pandemie die Belastung durch Mieten zu groß wird, müssen
Mieten erlassen oder gemindert werden“, fordert Caren Lay,
stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des
Berichts über die Immobilien- und Wohnungsmärkte des DIW Berlin. Lay
weiter:
„Die Bundesregierung muss rechtlich klarstellen,
dass all jene, die aufgrund der Pandemie ihrem Geschäft nicht nachgehen
können und in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, die Miete für
ihre Geschäftsfläche senken können.
Selbst bei normalen Einkommen
ist kaum noch eine Wohnung in Innenstädten leistbar. Damit sich der
Wohnungsmarkt entspannen kann, muss die Bundesregierung die Spekulation
eindämmen, Boden- und Immobilienkäufe der Kommunen erleichtern und den
sozialen Wohnungsbau stärker fördern. Die Zahl geförderter
Sozialwohnungen sank zuletzt auf 1,14 Millionen. Bedarf gibt es für rund
5 Millionen preisgebundener Wohnungen. Um dieses Ziel zu erreichen,
braucht es ein öffentliches Wohnungsbauprogramm nach Wiener Vorbild.
Anstatt auf zuletzt eine Milliarde Euro zu kürzen, muss der Bund
jährlich 10 Milliarden Euro in kommunalen, gemeinnützigen und sozialen
Wohnungsbau investieren.“
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