„Die
täglichen Morde an Aktivistinnen und Aktivisten in Kolumbien durch
staatliche und paramilitärische Kräfte dürfen von der internationalen
Staatengemeinschaft nicht länger hingenommen werden“, erklärt Heike
Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Die
Außenpolitikerin weiter:
„Im Jahr 2020 wurden mehr als
205 soziale Aktivistinnen und Aktivisten und 43 Mitglieder der Partei
FARC ermordet. 53 Massaker fanden statt. Die Regierung Iván Duques ist
für diese Gewalt verantwortlich. Am 10. September wurden mindestens elf
Menschen getötet und 58 Demonstranten durch den willkürlichen Einsatz
von Schusswaffen durch Polizisten verletzt. Ausgelöst worden waren die
Proteste von der Tötung des 43-jährigen Anwalts Javier Ordóñez am 9.
September in Bogotá durch die Polizei. Vier Jahre nach der
Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen dem kolumbianischen Staat
und der damaligen FARC-EP ist nicht mehr viel geblieben von mehr Frieden
und Sicherheit.
Die Bundesregierung steht in der Pflicht, diesen
von ihr mitfinanzierten Friedensprozess von der kolumbianischen
Regierung einzufordern oder die Finanzierung einzustellen, wenn die
Regierung keine Sicherheit für ehemalige FARC-Kämpfer und Aktivisten
sozialer Bewegungen herstellt.”
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen