Zum Staatsbesuch des indonesischen Präsidenten Joko Widodo erklären Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:
Die
Bundesregierung muss die Regierungsgespräche nutzen, um bessere
Anbaubedingungen für Palmöl einzufordern. Statt umweltschädlicher
Großplantagen, die zur Vertreibung der Landbevölkerung und zur
Zerstörung der Biodiversität führen, muss durch verbindliche Umwelt- und
Sozialstandards nachhaltiger Anbau gefördert werden. Auch die
Europäische Union steht in der Pflicht. Es braucht ein europäisches
Importverbot für Palmöl, das keine sozialen und ökologischen
Mindeststandards erfüllt.
Die
Kennzeichnungspflicht für Palmöl muss verbindlich auf alle Produkte
ausgeweitet werden. Die Zeit der freiwilligen Initiativen im
Siegel-Dschungel ist eindeutig vorbei. Nur verbindliche Standards können
Verbraucherinnen und Verbraucher davor schützen Palmöl zu konsumieren,
das unter unmenschlichen Bedingungen und zu Lasten der Umwelt produziert
wurde.
Indonesien
als größter Palmölexporteur der Welt verliert aufgrund des Raubbaus
große Teile seiner Biodiversität. Nach den verheerenden Waldbränden in
Indonesien im letzten Jahr, werden weiterhin Regenwälder vernichtet und
Aktivistinnen und Aktivisten verfolgt, die sich für den Erhalt
wertvoller Waldflächen und für faire Arbeitsbedingungen auf den
Plantagen einsetzen.
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