Zum heute veröffentlichten
Bericht der EU-Kommission zur EU-Holzhandelsverordnung erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:
Klar ist, die
Verordnung hilft dem Regenwald nicht. Die fehlende und mangelhafte Umsetzung der
Verordnung lässt das Einfallstor für illegal geschlagenes Holz in die EU
sperrangelweit offen. Das Ziel illegal geschlagenes Holz aus der EU fernzuhalten
ist krachend gescheitert. Weiterhin gibt es in Europa und Deutschland Holz aus
Regenwaldzerstörung auf dem Markt. Allen muss klar sein: Für den Klima- und
Artenschutz sind Tropenwälder von überragender Bedeutung – wir können es uns
nicht leisten, weiterhin jährlich weltweit bis zu 13 Millionen Hektar
Waldfläche abzuholzen.
Einerseits
haben einige EU-Länder die Verordnung noch nicht umgesetzt, andererseits wurde
sie – wie in Deutschland – völlig mangelhalft umgesetzt. Die EU muss nun
nachbessern und Schlupflöcher schließen. Es ist absurd, warum bedrucktes Papier
nicht unter die Verordnung fällt, während unbedrucktes
Papier nachweisen muss, dass es nicht aus Regenwaldzerstörung stammt.
Auch die
Bundesregierung darf bei der Regenwaldzerstörung nicht wegsehen. Das Holzhandelssicherungsgesetz
ist windelweich und muss dringend überarbeitet werden. Es fehlen eine
eindeutige Kennzeichnungspflicht, schärfere Kontrollen und Sanktionen, die eine
tatsächlich abschreckende Wirkung haben.
Die weltweite
Zerstörung von Wäldern ist ein riesiges Problem für den Artenreichtum und
befeuert weiterhin die Klimakrise. Die EU ist dringend aufgerufen mehr für den
Schutz des wertvollen Lebensraums Wald zu tun und muss die Verordnung
überarbeiten.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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