(BUP) Die SPD-Landtagsfraktion wendet sich gegen eine Ausweitung des
Skigebiets am Riedberger Horn im Allgäu und legt dazu einen aktuellen
Antrag vor. Seit Herbst 2014 laufen dort Planungen und
Anhörungsverfahren für neue Liftanlagen und Skipisten. Die Gemeinden
Balderschwang und Obermaiselstein wollen einen Zusammenschluss ihrer
Skigebiete erreichen und haben daher ein sogenanntes
Zielabweichungsverfahren vom Landesentwicklungsplan beantragt. Dazu der
SPD-Umweltsprecher Florian von Brunn: „Ich fordere Minister Söder auf,
den Ausverkauf unserer Heimat zu verhindern. Wenn wir am Riedberger Horn
ein Skigebiet in einer besonderen Schutzzone zulassen, schaffen wir
einen gefährlichen Präzedenzfall."
Durch die Erweiterung des
Skigebietes am Riedberger Horn ginge geschützte Natur für immer
verloren. "Dort gibt es einen der berühmten Allgäuer Grasberge mit hoher
Artenvielfalt“, erklärt SPD-Umweltsprecher Florian von Brunn. Das
Riedberger Horn liegt in der Schutzzone C des Alpenplans des
Landesentwicklungsprogramms und ist damit seit 1972 geschützt.
Verkehrserschließungen
unzulässig, die einzige Ausnahme bilden notwendige landeskulturelle
Maßnahmen wie Alm- und Forstwege. Das Naturjuwel ist eines der
wichtigsten Überlebensgebiete für die vom Aussterben bedrohten
Birkhühner und FFH-Schutzgebiet (Flora Fauna Habitat). Hinzu kommt: Für
den Ausbau der Skipisten sollen auch mehrere Hektar Schutzwald gerodet
werden. „Das verstößt auch gegen den Bergwaldbeschluss des Bayerischen
Landtags von 1984", erklärt von Brunn.
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