12. März 2015

Dagmar Ensch-Engel: Kehrtwende von der Kehrtwende in der Atompolitik

(BUP) Pünktlich zum 4. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima outet sich die Französische Regierung und macht eine Kehrtwende von der Kehrtwende in der Atompolitik.

„Wie Präsident Hollande in den letzten Tagen bekannt gegeben hat, soll Fessenheim nun doch nicht abgeschaltet werden“, erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, „weiterhin hat der Direktor des AKW Cattenom bei der heutigen Vorstellung der Jahresbilanz einen an Lächerlichkeit grenzenden Sicherheitszustand des Reaktors vermitteln wollen."

EDF sei zudem der Meinung, das Kraftwerk könne noch 20 Jahre am Netz bleiben.

Ensch-Engel weiter: „Während in Fukushima die verheerenden Folgen des Atomunfalls immer stärker zu Tage treten, verstärkt Schilddrüsenkrebs bei Kindern auftritt und sich der Atommüll am Strand stapelt, versucht man hier das stets vorhandene Gefahrenpotential des Schrottreaktors herunter zu spielen.“

Neben den zahlreichen Mängeln am Baukörper des Reaktors seien viele Fragen, wie die des Notfallplanes oder die Klärung der unbekannten Drohnenüberflüge, noch offen. Hierzu habe sich Guy Catrix sehr zugeknöpft gezeigt.
„DIE LINKE fordert dringend die Intervention der Bundesregierung und der Saarländischen Landesregierung, da EDF in 2016 die Zehnjahresrevision des Kraftwerkes vornehmen und eine Laufzeitverlängerung beantragen wird. Für uns ist nur die Abschaltung des Reaktors akzeptabel“, so Ensch-Engel abschließend.

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