(BUP) Pünktlich zum 4. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima outet
sich die Französische Regierung und macht eine Kehrtwende von der
Kehrtwende in der Atompolitik.
„Wie Präsident Hollande in den
letzten Tagen bekannt gegeben hat, soll Fessenheim nun doch nicht
abgeschaltet werden“, erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische
Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, „weiterhin hat
der Direktor des AKW Cattenom bei der heutigen Vorstellung der
Jahresbilanz einen an Lächerlichkeit grenzenden Sicherheitszustand des
Reaktors vermitteln wollen."
EDF sei zudem der Meinung, das Kraftwerk könne noch 20 Jahre am Netz bleiben.
Ensch-Engel
weiter: „Während in Fukushima die verheerenden Folgen des Atomunfalls
immer stärker zu Tage treten, verstärkt Schilddrüsenkrebs bei Kindern
auftritt und sich der Atommüll am Strand stapelt, versucht man hier das
stets vorhandene Gefahrenpotential des Schrottreaktors herunter zu
spielen.“
Neben den zahlreichen Mängeln am Baukörper des Reaktors
seien viele Fragen, wie die des Notfallplanes oder die Klärung der
unbekannten Drohnenüberflüge, noch offen. Hierzu habe sich Guy Catrix
sehr zugeknöpft gezeigt.
„DIE LINKE fordert dringend die Intervention
der Bundesregierung und der Saarländischen Landesregierung, da EDF in
2016 die Zehnjahresrevision des Kraftwerkes vornehmen und eine
Laufzeitverlängerung beantragen wird. Für uns ist nur die Abschaltung
des Reaktors akzeptabel“, so Ensch-Engel abschließend.
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