WideBlick - Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind.
(Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Peeling, Duschgel, Lippenstift: In erschreckend vielen
Kosmetikprodukten steckt Mikroplastik. Die winzigen Plastikpartikel
gelangen mit dem Abwasser in die Umwelt und richten dort unabsehbare
Schäden an. Produkte mit Mikroplastik zu meiden ist gar nicht so schwer –
es gibt gute Alternativen.
Galileo Spezial vom 20.03.2011 - Tschernobyl - 25 Jahre nach dem Super-Gau
Hier gehts zum Interview mit Steffan Gödde GoogleDocs (Textdatei): http://bit.ly/1vQgOqm
Ein
Vierteljahrhundert nach dem GAU ist die radioaktive Strahlung in und um
Tschernobyl noch immer bis zu 1000 Mal höher als normal.
Galileo-Moderator Stefan Gödde besucht den Kontrollraum des
stillgelegten Reaktorblocks 3, der auch 25 Jahre nach dem Störfall noch
täglich beaufsichtigt werden muss.
Der Super-GAU von Tschernobyl
beginnt am 26. April 1986: Eine Übung am Reaktorblock Vier gerät außer
Kontrolle. Die Folge: Eine Kernschmelze, mehrere Explosionen und damit
der sogenannte Super-GAU, also ein technisch nicht mehr kontrollierbarer
atomarer Unfall. Der tonnenschwere Deckel des Reaktors ist zerstört, große Mengen Radioaktivität werden in die Luft geschleudert. Für
„Galileo-Spezial" besucht Moderator Stefan Gödde das ukrainische
Sperrgebiet. Er will sich mit eigenen Augen ein Bild machen, wie das
Gebiet um Tschernobyl 25 Jahre nach dem Super-GAU aussieht. Welchen Einfluss hat die Strahlung auch heute noch auf Menschen, Tiere und die Umwelt? 11 Tage lang ist das Team für die Filmaufnahmen im Sperrgebiet.
Stefan Gödde besucht eine Bewohnerin in der Sperrzone Stefan
Gödde besucht Maria. Sie war 53 Jahre alt, als der Unfall passierte und
wurde wie viele andere evakuiert. Bald darauf entscheidet sie sich, in
ihre Heimat - 12 Kilometer vom Reaktor - entfernt zurückzukehren. Seit
dem lebt sie mit ihrem Mann auf ihrem Hof, hält Ochsen und Hühner, baut
ihre Kartoffeln in der Erde von Tschernobyl an. Maria lädt Stefan zum
Essen ein, ob er das Angebot annimmt?
Stefan Gödde inmitten des stark verseuchten Reaktorgebietes 25
Jahre nach dem atomaren Super-GAU kann man die Strahlung noch überall
im verseuchten Gebiet messen. Stefan Gödde hat deswegen immer einen
Geigerzähler und einen Dosimeter dabei. So kann er kontrollieren, welche
Strahlung um ihn herum herrscht und ob er sich schnell zurückziehen
muss. Drei Kilometer tief in der Sperrzone. Noch ist der Reaktor weit
weg. Stellenweise steigt die Strahlung stark an. Vor dem Galileo-Team
liegen auf einmal hunderte von Fahrzeugen. Autos, LKWs, Helikopter. Es
ist der größte Friedhof in Tschernobyl: Der Fahrzeugfriedhof. Alles
Fahrzeuge, mit denen Tschernobyl evakuiert wurde. Und die so stark
verstrahlt sind, dass niemand sie mehr nutzen kann.
In Tschernobyl arbeiten immer noch Menschen An
der Grenze zum Reaktor. Hier wird das Ausmaß der Katastrophe sichtbar
-- und wie schlimm sie hätte werden können. Denn nur einer der vier
aktiven Reaktoren führte zum Super-GAU in Tschernobyl. Die drei anderen
Reaktoren blieben unter Kontrolle, konnten nach unten gefahren werden.
Zwei weitere Reaktoren stehen als Rohbau daneben.
(BUP) Das Bundeskabinett hat heute zwei Gesetzentwürfe gebilligt, die
den Beitritt Deutschlands zum Nagoya-Protokoll ermöglichen. Das
Nagoya-Protokoll ist ein neuartiges Instrument für den internationalen
Naturschutz. Es trägt dazu bei, den Wert der biologischen Vielfalt bei
der Herstellung neuartiger Produkte besser zu berücksichtigen und setzt
wirtschaftliche Anreize für die Bewahrung und nachhaltige Nutzung der
Natur.
Biologische Vielfalt ist wertvoll. Weltweit stellen
Ökosysteme und die darin beheimateten Lebewesen nicht nur die Grundlage
unseres Lebens dar – sie bergen auch ein gewaltiges Potenzial für
Forschung und Produktentwicklung. Beispielsweise kann eine Heilpflanze
aus dem tropischen Regenwald - als sogenannte "genetische Ressource" -
Grundlage für die Entwicklung eines neuen Medikaments sein. Wildpflanzen
können zu neuen Sorten gezüchtet werden und auch die Kosmetikindustrie
und die Biotechnologiebranche können exotische Pflanzen nutzen, um neue
und innovative Produkte zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund hat
die internationale Staatengemeinschaft 2010 auf der zehnten
Weltbiodiversitätskonferenz in Japan das Nagoya-Protokoll beschlossen.
Das Nagoya-Protokoll stellt Regeln auf, die zu beachten sind, wenn
Tiere, Pflanzen oder sonstige Lebewesen für Forschung und Entwicklung in
anderen Ländern genutzt werden. Hierdurch soll gewährleistet werden,
dass die Vorteile aus der Nutzung solcher "genetischer Ressourcen"
ausgewogen und gerecht mit dem Herkunftsland geteilt werden. Länder mit
hoher biologischer Vielfalt sollen auch wirtschaftlich davon
profitieren, dass sie Lebensräume und Arten schützen und erhalten.
Gleichzeitig soll gewährleistet werden, dass Forscher die Gesetze des
Herkunftslandes respektieren und für ihre Forschung nur biologisches
Material nutzen, das im Herkunftsland legal erlangt wurde. Durch die
In-Wert-Setzung genetischer Ressourcen wird so ein starker Anreiz für
den Naturschutz weltweit gesetzt.
Das Nagoya-Protokoll ist am 12.
Oktober 2014 in Kraft getreten. Bislang sind ihm 58 Staaten und die EU
beigetreten. Mit den beiden heute beschlossenen Gesetzen stellt das
Kabinett die Weichen für den deutschen Beitritt zum Nagoya-Protokoll:
Zukünftig soll das Bundesamt für Naturschutz kontrollieren, ob Nutzer
von genetischen Ressourcen die einschlägigen Regeln zu Zugang und
Vorteilsausgleich befolgen. Zudem wird das Patentgesetz geändert, so
dass künftig auch bei der Anmeldung von Patenten nachvollzogen werden
kann, ob biologisches Material aus anderen Ländern verwendet wurde und
ob dieses gegebenenfalls legal erlangt wurde.
(Bonn, Berlin, 29.04.2015) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) begrüßt die jüngsten Anti-Fracking-Aktivitäten im deutsch-niederländischen Grenzraum. Am letzten Donnerstag hatten NRW-Umweltminister Remmel, Umweltverbände, Kommunen und Bürgerinitiativen auf einer gut besuchten Veranstaltung in Aachen gemeinsam die Pro-Fracking-Pläne der Bundesregierung abgelehnt. Gefordert wurde ein Fracking-Verbot. Der BBU war mit den Vorstandsmitgliedern Oliver Kalusch, Ulla Weiß und Marika Jungblut sowie mit Mitgliedsinitiativen vertreten. Parallel zu dieser Veranstaltung erklärten Bürgermeister von sieben Kommunen im deutsch niederländischen Grenzgebiet ihre Ablehnung von Fracking und stellten die Sachlage dar: Durch das Regelungspaket der Bundes-Umweltministerin Hendricks wird im Kern der Weg für Fracking freigemacht. Statt sich der Sorgen der Menschen anzunehmen, versuchte die Ministerin als Reaktion, ihre bekannten Irreführungen über die Rechtsänderungsentwürfe zu verbreiten.
Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Es ist mehr als deutlich, dass der gesellschaftliche Widerstand gegen Fracking immer größer wird. Bürgerinitiativen, Kommunen und erste Landes-Umweltminister kämpfen gemeinsam gegen das Pro-Fracking-Recht der Bundesregierung. Statt dies ernst zu nehmen und die Fracking-Pläne fallen zu lassen, verbreitet die Bundes-Umweltministerin die seit Monaten bekannten Falschbehauptungen und Irreführungen. Die Taktik, nicht zu den eigenen Plänen zu stehen und der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, kann nur als ein Ausdruck von Missachtung gegenüber den Sorgen der Menschen gedeutet werden.“
So existiert der angeblich „dicke Riegel für Fracking“, von dem Hendricks spricht, nicht. Fracking soll auf Dreiviertel der Fläche Deutschlands möglich sein. Dies gilt auf dieser Fläche uneingeschränkt für die Erdöl- und Metallgewinnung, uneingeschränkt für die Gasförderung im Sandgestein (Tight-Gas-Lagerstätten), problemlos unterhalb von 3.000 m bei Schiefergestein, problemlos zu Forschungszwecken in allen Tiefen im Schiefergestein, sowie zwischen 0 m und 3.000 m Tiefe ab 2018 im Schiefergestein, falls dies eine einseitig besetzte Fracking-Kommission auf Bundesebene mit Mehrheit beschließt. Damit erweist sich der angeblich „dicke Riegel“ als riesiges offenes Scheunentor für Fracking.
In diesem Zusammenhang bekommt auch die Aussage der Ministerin, sie schaffe „Rechtssicherheit“, eine andere Bedeutung. Mit dem Regelungspaket wird es den Gaskonzernen ermöglicht, gegen den erklärten Willen der Bevölkerung, rechtssicher zu fracken. Existierende Ländermoratorien werden durch das geplante Recht ausgehebelt. Die Möglichkeit eines Unternehmens, vor einem Verwaltungsgericht problemlos eine Genehmigung für Fracking zu erstreiten, wird durch Hendricks Pläne erst geschaffen.
Besonders peinlich ist die stereotyp vorgebrachte Aussage der Ministerin, ein ausnahmsloses Fracking-Verbot würde gegen Verfassungsrecht verstoßen. Denn der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte bereits 2011 in einem Gutachten festgestellt, dass das Gegenteil der Fall ist und ein Fracking-Verbot problemlos möglich ist.
Im Anschluss an diese Falschdarstellungen zeigt die Ministerin der staunenden Öffentlichkeit einen vermeintlichen Hoffnungsschimmer: Sie sei überzeugt, dass Fracking nicht kommen werde, weil aus wirtschaftlichen Gründen wenig Neigung für die Anwendung der Technik bestehen würde. Für den BBU ist es befremdlich, dass sich die Menschen bei Fragen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes nicht auf klare gesetzliche Regelungen, sondern auf subjektive Einschätzungen und Prognosen von Politikern verlassen sollen. Für den Umweltverband hat die Ministerin damit endgültig die Ebene der Seriosität verlassen.
Für den BBU ist klar: Umweltministerin Hendricks hat nicht die Absicht, ihre umweltzerstörende Politik, von der lediglich die Gaskonzerne profitieren, zu korrigieren. Diese Verantwortung haben nun die Bundestagsabgeordneten. Der BBU fordert daher alle Bundestagsabgeordneten auf, der Ministerin und der Bundesregierung die Gefolgschaft zu verweigern, im Interesse der Bevölkerung abzustimmen und das Regelungspaket im Bundestag abzulehnen.
„Das
sind die netten Leute, die Beliebten, die mit allen gut Freund sind,
die Gerechten, die human jede Gemeinheit entschuldigen und unbestechlich
jede nicht genormte Regung als sentimental verfemen. Sie sind
unentbehrlich durch Kenntnis aller Kanäle und Abzugslöcher der Macht,
erraten ihre geheimsten Urteilssprüche und leben von deren behender
Kommunikation. Sie finden sich in allen politischen Lagern,
auch dort, wo die Ablehnung des Systems für selbstverständlich gilt und
damit einen laxen und abgefeimten Konformismus eigener Art ausgebildet
hat. Oft bestechen sie durch eine gewisse Gutartigkeit, durch
mitfühlenden Anteil am Leben der andern: Selbstlosigkeit auf
Spekulation. Sie sind klug, witzig, sensibel und reaktionsfähig: sie
haben den alten Händlergeist mit den Errungenschaften der je vorletzten
Psychologie aufpoliert. Zu allem sind sie fähig, selbst zur Liebe, doch
stets treulos. Sie betrügen nicht aus Trieb, sondern aus Prinzip: noch
sich selber werten sie als Profit, den sie keinem anderen gönnen. An den
Geist bindet sie Wahlverwandtschaft und Haß: sie sind eine Versuchung
für Nachdenkliche, aber auch deren schlimmste Feinde. Denn sie sind es,
die noch die letzten Schlupfwinkel des Widerstands, die Stunden, welche
von den Anforderungen der Maschinerie freibleiben, subtil ergreifen und
verschandeln.' Ihr verspäteter Individualismus vergiftet, was vom
Individuum etwa noch übrig ist.”
Die Energiewende in Deutschland hat ein Problem: sie ist im
Prinzip nur eine Stromwende. Punkte wie Wärme und Verkehr werden kaum
beachtet, obwohl sie einen Großteil des Endenergieverbrauchs in
Deutschland ausmachen.
ZDF
Die Anstalt 28.4.2015 28.04.2015 28.4.15 28.04.15 28. April 2015 27.
April 15 Max Uthoff Claus von Wagner Christoph Sieber Carolin Kebekus
Lisa Politt
Berlin (ots) - 15 Jahre Wölfe in Deutschland: Diese Erfolgsgeschichte des Naturschutzes könnte schon bald ein jähes Ende nehmen. Die Europäische Kommission stellt Europas Naturschutzgesetzgebung auf den Prüfstand - mit möglicherweise fatalen Folgen für bedrohte Arten und Tausende Schutzgebiete in Deutschland. "Wenn unsere schlimmsten Befürchtungen wahr werden, könnte der Wolf in naher Zukunft seinen Schutzstatus verlieren und möglicherweise wieder zum Abschuss freigegeben werden", warnte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Von Mai bis Juli befragt die EU-Kommission zwölf Wochen lang in einem "Stimmungstest" die europäische Öffentlichkeit zu einer möglichen "Modernisierung" der zwei wichtigsten EU-Gesetze für den Natur- und Artenschutz. Als Folge des sogenannten "Fitness-Checks" könnten die Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) und die Vogelschutzrichtlinie erheblich geschwächt werden. Dadurch wären 27.000 Schutzgebiete in ihrem Status bedroht, davon über 5.000 in Deutschland. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe stünde ebenso zur Debatte wie der Schutz von Fledermäusen, Bibern und Buchenwäldern.
"Für den Wolf und zahlreiche andere Arten sind die verbindlichen Naturschutzgesetze der EU überlebensnotwendig. Nur dank ihnen genießt der Wolf in Deutschland höchsten Schutzstatus und darf weder gejagt noch gefangen werden", so Tschimpke.
Der NABU will mit seiner Aktion "Naturschätze retten" auf die Bedeutung starker EU-Naturschutzgesetze aufmerksam machen und ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich in den kommenden Wochen an der EU-Konsultation zu beteiligen. Auf www.NABU.de/wolf-check gibt der NABU dazu Hilfestellungen und Hinweise. Außerdem macht der Naturschutzverband mit einem 40-sekündigen Animationsfilm auf die aktuelle Bedrohung aus Brüssel aufmerksam. Hierin lässt er den Wolf sinnbildlich einen "Fitness-Check" durchlaufen.
Zum bundesweiten Tag des Wolfes am 30. April hat sich der NABU erneut für ein flächendeckendes Wolfsmanagement in den Bundesländern und die Einrichtung eines bundesweiten Kompetenzzentrums Wolf ausgesprochen. Dieses sollte Erfahrungen und Daten aus dem bundesweiten Wolfsmanagement bündeln, analysieren und zentral zur Verfügung stellen. "Entscheidend für eine erfolgreiche dauerhafte Rückkehr des Wolfes ist die Akzeptanz in weiten Teilen der Bevölkerung. Diese kann nur gelingen, wenn die Öffentlichkeit auch Zugang hat zu Informationen zum Wolf - etwa zur aktuellen Verbreitung, zu Konflikten, aber auch zu Lösungen", so NABU-Wolfsexperte Moritz Klose.
In den vergangenen Wochen hatte die Anwesenheit von Wölfen in einzelnen Teilen Deutschlands erneut große Unsicherheiten hervorgerufen. Für Panikmache und Hysterie gebe es allerdings keinen Anlass, die auftretenden Konflikte seien lösbar, wie insbesondere langjährige Wolfsregionen wie die Lausitz zeigten. "Jede neue Wolfsregion muss sich auf ihren Nachbarn einstellen. Der NABU nimmt die berechtigten Sorgen der Menschen in den Wolfsgebieten sehr ernst. Er informiert vor Ort und führt mit allen Betroffenen Gespräche", so Klose weiter. 35 Wolfsfamilien (31 Rudel und vier Paare) sind aktuell in Deutschland heimisch und erwarten in den kommenden Tagen ihren Nachwuchs.
Mit Blick auf seine vor zehn Jahren gestartete Informations-Kampagne "Willkommen Wolf!" zieht der NABU eine positive Bilanz: Inzwischen ist ein Netzwerk von mehr als 500 ehrenamtlichen NABU-Wolfsbotschaftern entstanden, die vor Ort über das Wildtier informieren.
Zur Rückkehr des Wolfes hat der NABU die 66 wichtigsten Fragen gesammelt und auf www.NABU.de/wolf beantwortet. Hier gibt es außerdem jeden Mittwoch interessante Fakten und Geschichten rund um den Wolf.
Kostenfreie Pressefotos und Infografiken zum Wolf: www.NABU.de/presse/pressebilder/#wolf
Alle regionalen Aktionen zum Tag des Wolfes auf einer Deutschland-Karte: www.NABU.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/18808.html
NABU-Animationsvideo zur Bedrohung des Wolfes durch den EU-"Fitness-Check": https://youtu.be/RPqr7LE76-0
Weitere Informationen zum Fitness-Check und zur EU-Online-Konsultation: www.NABU.de/naturschaetze
Berlin (ots) - Ein kleiner Schritt für einen Mitarbeiter - ein riesiges Sparpotenzial für Unternehmen und Umwelt. Würden alle kleinen und mittleren Unternehmen Europas den Standby-Betrieb ihrer Computerarbeitsplätze abschalten, ließe sich damit der jährliche Stromverbrauch einer Großstadt wie Hamburg einsparen. Das entspricht Stromkosten von rund 3,5 Milliarden Euro. Um zu zeigen, wie Energieeffizienz im Büro funktioniert, startet heute der "European Enterprises Climate Cup". Bei dem von der Europäischen Kommission geförderten Wettbewerb, der in Deutschland unter dem Titel "Energiesparcup" läuft, treten Unternehmen aus zehn europäischen Ländern im Energiesparen gegeneinander an. Initiatorin ist die co2online gGmbH. Interessierte Unternehmen können sich bis Ende Mai auf http://www.energiesparcup.biz für die Teilnahme anmelden.
"Schon mit kleinen Veränderungen lassen sich im Büro 15 Prozent Energie sparen", erklärt Carolin Fleischmann, Projektverantwortliche bei co2online. Zum Beispiel liege der Standby-Verbrauch eines PC-Arbeitsplatzes im Schnitt bei 112 Kilowattstunden pro Jahr. Bei mehr als 21 Millionen Unternehmen in Europa mit weniger als 250 Mitarbeitern sei dies ein enormes Sparpotenzial. "Ob Elektro-Fachhändler, Künstleragentur oder Consulting-Büro - wenn man annimmt, dass jedes dieser Unternehmen mindestens fünf PC-Arbeitsplätze besitzt, bedeutet das europaweit einen völlig nutzlosen Standby-Verbrauch von rund 12 Terawattstunden." So viel Strom verbraucht eine Großstadt wie Hamburg jedes Jahr. Dabei ist die Lösung einfach: Eine abschaltbare Steckdosenleiste (Kosten ca. 15 Euro) trennt den Computer vollständig vom Netz und vermeidet Standby-Verbräuche.
Energiesparkonto unterstützt Unternehmen beim Energiemanagement
Gewinner des Energiesparcups wird das Unternehmen, das bis Mai 2016 prozentual am meisten Strom und Heizenergie gespart hat. Es erhält nicht nur einen Preis im Wert von 2.000 Euro, sondern hat zudem die Chance, den Europäischen "Climate Cup" in Brüssel zu gewinnen - und damit europaweit auf sich aufmerksam zu machen. Während des Wettbewerbs profitieren die Unternehmen von kostenlosen Energieberatungsangeboten. Die Mitarbeiter werden in Workshops und Themenwochen rund ums Energiesparen geschult: vom bewussten Umgang mit Energie am Arbeitsplatz - wie das Abschalten des Monitors in der Mittagspause, bis hin zur Wirkung kleiner Investitionen - etwa der Umstieg auf LED-Leuchtmittel. Bei Bedarf können intelligente Stromzähler installiert werden, sogenannte Smart Meter.
Ihre Sparerfolge können die Unternehmen mit Hilfe der Online-Plattform "Energiesparkonto" beobachten. Das Energie-Management-System verwaltet und bewertet den Energieverbrauch und berät bei den richtigen Entscheidungen zum Energiesparen. Spezielle Auswertungsmöglichkeiten für Bürogebäude erlauben dabei auch eine detaillierte Analyse, beispielsweise eine Anzeige des Verbrauchs pro Quadratmeter oder pro Mitarbeiter.
Über den "European Enterprises Climate Cup" und co2online
Der "European Enterprises Climate Cup" (http://www.enterprises-climate-cup.eu) findet zeitgleich in zehn europäischen Ländern statt: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Malta, Österreich und Spanien. Er wurde von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online GmbH initiiert und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Die Kampagne ist der Nachfolger des European Citizen Climate Cup. An diesem Europäischen Energiespar-Wettbewerb für Verbraucher haben sich 2012 rund 8.500 europäische Privathaushalte beteiligt. In Deutschland läuft der Wettbewerb unter dem Titel "Energiesparcup" (www.energiesparcup.biz).
Die gemeinnützige co2online GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Mit onlinebasierten Informationskampagnen, interaktiven EnergiesparChecks und Praxistests motiviert co2online Verbraucher, mit aktivem Klimaschutz Geld zu sparen. Die Handlungsimpulse, die die Aktionen auslösen, tragen nachweislich zur CO2-Minderung bei. Unterstützt wird co2online dabei von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie einem Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.
Hamburg (ots) - 56 ausgediente Plattformen sind aufgrund der Greenpeace Brent Spar Kampagne in den vergangenen 20 Jahren sicher an Land entsorgt worden. 32 weitere Plattformen, darunter vier aus dem Brent Ölfeld, werden in den kommenden zehn Jahren ebenfalls umweltschonend an Land abgewrackt und nicht im Meer versenkt. Das ist eines der Ergebnisse eines Greenpeace-Reports zur aktuellen Situation der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee, der heute in Hamburg vorgestellt wurde. "Unsere Aktion von vor zwanzig Jahren zeigt bis heute Wirkung", sagt Dr. Christian Bussau, der als Aktivist an der Besetzung der Brent Spar Plattform von Shell vor Ort dabei gewesen ist. "Dennoch müssen wir auch heute wachsam sein und die Ölindustrie an ihre Verantwortung erinnern."
Insgesamt stehen in der Nordsee und dem angrenzenden Nordostatlantik rund 750 Installationen, die im laufenden Betrieb Emissionen in die Luft oder ins Wasser abgeben. Jährlich gelangen so mehr als 8000 Tonnen Öl und 220.000 Tonnen Chemikalien in das Meer. Zudem werden 30 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids von den Plattformen emittiert - das entspricht etwa den jährlichen CO2-Emissionen von zehn Millionen PKW.
Trotz Rückgang der Ölförderung erhebliche Verschmutzungen
Seit 2000 ging die Erdölförderung um mehr als die Hälfte zurück. Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, werden bestehende Felder länger ausgebeutet und auch kleinere Felder erschlossen. Das führt zu einer steigenden Zahl emittierender Plattformen in der Nordsee. "Der Aufwand wächst und führt dazu, dass bezogen auf die geförderte Tonne Öl und Gas die Emissionen zum Teil deutlich zunehmen", so Bussau. Um die Dauerbelastung der Nordsee und des Nordostatlantik durch die Ölindustrie zu verringern, fordert Greenpeace strengere Kontrollen der Plattformen und eine deutliche Senkung der Emissionen bis schrittweise auf Null.
In der Nordsee gibt es immer wieder Unfälle auf Plattformen. 2010 kam es auf der norwegischen Gulfaks C Plattform zu einem Beinahe-Blowout. Ein Jahr später flossen 216 Tonnen Öl aus der britischen Gannet Alpha Plattformanlage ins Meer. 2012 strömten große Mengen Methan über Wochen aus einem Gasleck auf der Elgin Plattform. Auf der norwegischen Plattform Statfjord C traten 2014 rund 30 Tonnen Öl aus. Die norwegischen Behörden stellten "ernste Verstöße gegen gesetzliche Regelungen fest".
Umwelt-
und Verbraucherverbände sowie über 5.000 Getränkehändler, Brauereien,
Mineralbrunnen und Fruchtsaftabfüller antworten mit Informationskampagne
auf Angriff der Einwegindustrie auf das weltweit größte Mehrwegsystem –
Klare Kennzeichnungsregelung und Lenkungsabgabe sollen Trend zu Einweg
stoppen
Berlin, 29.4.2015:
Mehrwegflaschen schonen natürliche Ressourcen, vermeiden
Verpackungsmüll und tragen zum Klima- und Umweltschutz bei. Deutschland
verfügt
über das größte und vielfältigste Mehrwegsystem der Welt. Das sind die
Kernbotschaften der heute in Berlin vorgestellten Kampagne „Mehrweg ist
Klimaschutz“. Gemeinsam mit mehr als 5.000 teilnehmenden Partnern
informiert die aus der Deutschen Umwelthilfe (DUH)
und mehrwegorientierten Verbänden der Getränkewirtschaft bestehende
„Mehrweg-Allianz“ im bereits neunten Jahr Verbraucherinnen und
Verbraucher über die umweltschonenden Eigenschaften von Mehrwegflaschen.
Ziel der Initiative, die auch vom Verbraucherzentrale
Bundesverband (vzbv) unterstützt wird, ist es, Kundinnen und Kunden zu
einem umweltbewussten Kauf von Mehrwegflaschen und zum Verzicht auf
umweltschädliche Getränkedosen und Einweg-Plastikflaschen zu bewegen.
Das
Getränke-Mehrwegsystem gerät durch den Vormarsch unökologischer
Einwegflaschen immer weiter unter Druck – nicht zuletzt wegen des
jüngsten Generalangriffs von Coca-Cola. Die Mehrweg-Allianz setzt sich
seit
vielen Jahren für den Erhalt des umweltfreundlichen Verpackungssystems
ein. Das diesjährige Kampagnenmotiv zeigt ein Kindergesicht mit
Weltkarte, um dafür zu sensibilisieren, dass auch nachfolgende
Generationen eine lebenswerte Umwelt haben sollen.
„Die
Umweltminister Gabriel, Röttgen, Altmaier und nun Barbara Hendricks
haben jeweils eine schnelle Einweg-/Mehrweg-Kennzeichnungsregelung
angekündigt, aber nicht geliefert. Bis heute warten wir auf einen
verabschiedungsfähigen Verordnungsentwurf. Wie soll eine glaubwürdige
Klimaschutzpolitik Fahrt aufnehmen, wenn nicht einmal eine klare
Kennzeichnung durchgesetzt wird? Die aktuelle Kriegserklärung von
Coca-Cola an das Mehrwegsystem macht deutlich, dass die
Politik endlich handeln muss. Wir brauchen zusätzlich eine
Lenkungsabgabe in Höhe von 20 Cent auf alle Einweggetränke so wie sie
bereits seit 2004 zusätzlich zum Einwegpfand auf Alkopops erhoben wird“,
kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und
verweist auf die jährlichen Einsparmöglichkeiten von über einer Million
Tonnen CO2 durch die Nutzung von Mehrweg im Vergleich zur
ausschließlichen Nutzung von Einweg.
Günther Guder,
der Geschäftsführende Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen
Getränkefachgroßhandels e.V. fordert die Politik auf, Konsumenten durch
eine Kennzeichnungsvorschrift auf dem Produkt bei der klimafreundlichen
Kaufentscheidung zu unterstützen, weil immer noch rund die Hälfte aller
Verbraucher Mehrweg- nicht von Einwegverpackungen unterschieden kann.
Er betont:
„Regionale Wirtschaftskreisläufe verursachen weniger Transporte und
damit weniger CO2-Emissionen. Der bewusste Griff zur Mehrwegflasche
unterstützt nachhaltige kleine und mittelständige Betriebe und sichert
bundesweit 170.000 Arbeitsplätze.“
Der Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland e.V.,
Roland Demleitner, erklärt: „Durch eine Lenkungsabgabe würden
Getränke in unökologischen Einweg-Getränkeverpackungen teurer, und die
Verbraucher würden auf das Angebot in Mehrweg ausweichen. Dadurch würden
vor allem regionale Produkte und die sie
anbietenden kleinen und mittleren Getränkehersteller gefördert, die
Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region schaffen und erhalten.“
Der frühere Umweltstaatssekretär und Geschäftsführer der Stiftung Initiative Mehrweg,
Clemens Stroetmann, ergänzt: „Abfallvermeidung ist nach der
Neufassung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes keine unverbindliche
Wunschvorstellung, sondern Gesetzesbefehl. Seine Befolgung in der
Getränkewirtschaft setzt funktionierende Mehrwegsysteme
voraus. Mit bis zu 50 Wiederbefüllungen und einem anschließenden
hochwertigen Recycling sind Glas-Mehrwegflaschen seit vielen Jahrzehnten
ein Synonym für umweltfreundliche Verpackungslösungen.“
Stroetmann tritt dem Argument der Einweglobby entgegen, der Verbraucher selbst habe seine Wahl für Einweg schon getroffen. „Das ist ein Märchen“,
sagt Stroetmann. In den meisten Fällen habe der Verbraucher gar keine
Wahl mehr zur Entscheidung, weil
nur Einweg angeboten werde. Er fordert deshalb vor allem den Handel
auf, diese Wahlfreiheit des Verbrauchers wiederherzustellen.
Dass immer noch einzelne Produktsegmente von der Einwegpfandpflicht ausgenommen sind, kritisiert
Sepp Gail, Vorsitzender des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels.
„Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist noch immer nicht
nachvollziehbar, ob sie Mehrweg oder Einweg kaufen. Warum muss für eine
Plastikflasche mit Brause Pfand bezahlt werden und für dieselbe Flasche
mit Saft nicht?“
Ausnahmeregelungen wie die für Säfte und Nektare müssten gestrichen
werden, da sie nicht mehr begründbar seien und Getränke in
Einwegverpackungen besser stellen.
Weitere Informationen sowie Informationsflyer und Druckvorlagen für Poster finden Sie unter
http://l.duh.de/mwk15.
Oberster
Gerichtshof setzt klare Zeichen für eine Verbesserung der Luftqualität
–Regierung muss neuen Luftreinhalteplan vorlegen – DUH
fordert schnelle Umsetzung von Luftreinhaltemaßnahmen
Berlin, 29.4.2014:
Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreiches hat heute in einer
Klage gegen
das Land über die anhaltende Überschreitung von
Luftschadstoffgrenzwerten entschieden. Der Inselstaat hat die Grenzwerte
für Stickstoffdioxid in der Luft in 16 Gebieten überschritten. Deshalb
hat die Umweltorganisation ClientEarth im Jahr 2011 Klage eingereicht.
Mit dem heutigen Urteil hat der Oberste Gerichtshof einstimmig
beschlossen, dass die Regierung des Vereinigten Königreiches bis zum 31.
Dezember 2015 bei der Europäischen Kommission neue Luftqualitätspläne
vorlegen muss, die „absehbar effektive, verhältnismäßige
und wissenschaftlich umsetzbare Maßnahmen“ enthalten.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die heutige Entscheidung:
„Das Urteil setzt ein klares Signal zum Vollzug der seit 2008
gültigen EU-Luftreinhalterichtlinie und der Umsetzung der Entscheidung
des EuGHs im Hinblick auf die Aufgaben der nationalen Gerichte.
Mitgliedstaaten sind verpflichtet Luftschadstoffgrenzwerte
ausnahmslos einzuhalten und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen,
um die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger zu schützen“, sagt
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.
Schon
im Mai 2013 entschied das oberste Gericht des Vereinigten Königreiches,
dass die Regierung bei der Luftreinhaltung ihre Pflicht vernachlässigt
und reichte offene rechtliche
Fragen an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) weiter. Dieser hat im
November 2014 geurteilt, dass die nationalen Gerichte jede erforderliche
Maßnahme erlassen müssen, um die Luftgrenzwerte so schnell wie möglich
einzuhalten.
Die
DUH setzt sich in Deutschland seit mehr als zehn Jahren auf
juristischen Wegen dafür ein, dass Luftreinhaltemaßnahmen in Städten
effektiv umgesetzt werden und hat in allen
Fällen das Recht auf saubere Luft erfolgreich erstritten. Die
Schadstoffbelastung der Luft gilt als das größte Gesundheitsrisiko in
Europa und führt allein in Deutschland zu rund 47.000 vorzeitigen
Todesfällen im Jahr – durch akute Herz- und Atemwegserkrankungen
oder Krebs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die
Gesamtkosten durch Krankheiten und vorzeitige Todesfälle infolge von
Luftverschmutzung allein in Deutschland auf jährlich 132.552 Millionen
Euro. Das entspricht 4,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes
(BIP) im Jahr 2013.
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Einkäufe
können befriedigend sein. Doch 90 Prozent davon bräuchten wir eigentlich
gar nicht, glaubt der Neurobiologe und Autor Gerald Hüther.
Warum shoppen Menschen bis zum Umfallen? „Weil sie mit sich und der
Welt nicht zufrieden sind“, sagt der Neurobiologe und Autor Gerald
Hüther. Wer glücklich sei, liebäugele seltener mit dem neuen Paar
Schuhe.
Warum wir 90 Prozent unserer Einkäufe gar nicht brauchen - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/panorama/macht-shoppen-wirklich-gluecklich-id10615099.html#plx124427519
Einkäufe
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gar nicht, glaubt der Neurobiologe und Autor Gerald Hüther.
Warum shoppen Menschen bis zum Umfallen? „Weil sie mit sich und der
Welt nicht zufrieden sind“, sagt der Neurobiologe und Autor Gerald
Hüther. Wer glücklich sei, liebäugele seltener mit dem neuen Paar
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Warum wir 90 Prozent unserer Einkäufe gar nicht brauchen - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/panorama/macht-shoppen-wirklich-gluecklich-id10615099.html#plx124427519
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Warum shoppen Menschen bis zum Umfallen? „Weil sie mit sich und der
Welt nicht zufrieden sind“, sagt der Neurobiologe und Autor Gerald
Hüther. Wer glücklich sei, liebäugele seltener mit dem neuen Paar
Schuhe.
Warum wir 90 Prozent unserer Einkäufe gar nicht brauchen - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/panorama/macht-shoppen-wirklich-gluecklich-id10615099.html#plx124427519
Große Unklarheit in Brandenburgs
Energiesektor: Nicht nur verschleiern Vattenfall und die Landesregierung
die wahre Zahl der Arbeitsplätze in der Kohlewirtschaft und die
Auswirkung eines Ausstiegs. Wegen Vattenfalls anstehendem Verkauf wird nun auch noch über Kohle-Exporte nach Tschechien spekuliert.
Mopo, die Welt und taz
berichten zurecht darüber: Am vergangenen Freitag trafen sich rund 100
AktivistInnen zum zweiten Mal, um eine Kampagne gegen die
Olympia-Bewerbung von Hamburg vorzubereiten. Im Anschluss haben sie eine
Presseinformation verfasst, in der sie einige der wichtigen
Gemeinsamkeiten dieser beiden Treffen zusammenfassen. Im Internet sind
die AktivistInnen unter EtwasBessersAlsOlympia
präsent. Dort findet sich auch einer erste gemeinsame Resolution, quasi
eine grundsätzliche Verständigung der “offenen Plattform gegen
Olympische Spiele in Hamburg”.
Dämmstoffe aus Schaumstoffen bestehen in der Regel aus
petrochemischen Kunststoffen und weisen sowohl in ihrer Energie- als
auch Ökobilanz Nachteile gegenüber natürlichen Dämmstoffen auf.
Natürliche Dämmstoffe haben jedoch den Nachteil, dass sie in bestimmten
Dämmanwendungen u.a. feuchteempfindlicher und damit nicht so lange
haltbar sind. Abhilfe verspricht nun ein neuartiges Schaummaterial, das
zu hundert Prozent aus Holz besteht und damit klimafreundlich und
recycelbar ist. Langfristig könnte der neue Holzschaum herkömmliche
Schaumstoffe in Wärmedämmungen vollständig ersetzen.
(BUP) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wehrt sich gegen die jüngste Forderung der
Kammerunion Elbe/Oder (KEO, ein Zusammenschluss von polnischen,
tschechischen und deutschen Industrie- und Handelskammern), die Elbe als
schiffbare Wasserstraße weiter auszubauen. Dazu erklären die
Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von
Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert, und der umweltpolitische
Sprecher der sächsischen Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Wolfram
Günther:
Dalbert: „Die Forderung der KEO, die Elbe in den
Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen, damit auch ökologisch wichtige
Vorhaben, wie das Pilotprojekt zur Stabilisierung des Flussbetts bei
Klöden, umgesetzt werden können, ist schlicht falsch. Dieses Projekt
dient dazu, die als gefährlich eingestufte Sohlerosion zu stoppen. Mit
der Schiffbarkeit und der von der KEO gewünschten Mindesttiefe von 1,60
Meter hat diese Maßnahme nichts zu tun. Das Kernproblem für eine
zuverlässige Schiffbarkeit besteht in den extremen Niedrigwasserständen.
Der Elbe fehlt seit über zwei Jahrzehnten ein halber Meter an
Wassertiefe. Dieses fehlende Wasser kann weder herbeigebaut noch
herbeigebaggert werden. Die Elbe eignet sich nicht als verlässliche und
rentable Wasserstraße. Das sollte auch die KEO anerkennen. Der Transport
von Massengütern per Binnenschiff auf der Elbe ist ein Auslaufmodell.“
„Eine
Vertiefung der Fahrrinne durch den Bau weiterer Buhnen hätte fatale
ökologische Folgen: Die Vertiefung der Elbe würde zu einem absinkenden
Grundwasserspiegel in den flussbegleitenden Auenlandschaften führen,
würde diese nach und nach austrocknen. Das hätte gravierende
Konsequenzen zum Beispiel für das Biosphärenreservat Mittelelbe oder das
Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Die Flusslandschaft Elbe ist ein
einzigartiger und vielfältiger Natur- und Kulturraum, den es zu schützen
gilt. Insbesondere die Auenlandschaften sind von herausragender
Bedeutung.“
Günther: „Die Forderungen der Kammerunion
Elbe/Oder (KEO) nach der Absicherung einer ganzjährigen Schiffbarkeit
der Elbe mit einer Mindesttiefe von 1,60 Meter, lehne ich ab. BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN treten vor dem Hintergrund der zurückgehenden Bedeutung
des Schiffsverkehrs auf der Elbe weiter dafür ein, die Elbe naturnah zu
erhalten. Die frei fließende Elbe ist eine touristische Attraktion
ersten Ranges, auch im internationalen Maßstab. Der Arbeitsplatzeffekt
und die Wertschöpfung des naturnahen Tourismus übertreffen die Relevanz
der Güterschifffahrt auf der Elbe um Größenordnungen. Für BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN ist klar: Die Elbe ist ein erstklassiger Fluss! Aber sie ist
bestenfalls eine drittklassige Wasserstraße."
Hintergrund Die
Elbe ist im Gegensatz zum Rhein ein natürlicher Niedrigwasserfluss. Die
Niedrigwassertage an der Elbe haben seit 1990 deutlich zugenommen. Nur
noch 8 Prozent der in den drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und
Torgau umgeschlagenen Güter wurden 2014 mit dem Schiff transportiert.
Der
Güterverkehr auf der Elbe, der sich schon 2013 auf einem historischen
Tiefststand von 0,8 Millionen Tonnen befand, brach 2014 um weitere 50
Prozent auf 0,4 Millionen Tonnen ein. Das sind weniger als 0,2 Prozent
der Gesamttonnen, die auf allen bundesdeutschen Wasserstraßen
transportiert wurden.
Baggerarbeiten und Buhnenverlängerungen
lehnen wir ab. Dies wäre nicht nur Geldverschwendung, sondern hätte auch
katastrophale ökologische Folgen.
Aufgrund des Klimawandels ist
auch in künftigen Jahren mit zunehmenden Niedrigwasserperioden und
Hochwasserereignissen an der Elbe zu rechnen.
Was ist Holzschaum? Welche Vorteile hat er und wie werden Holzschäume in Dämmungen eingesetzt?
Dämmstoffe aus Schaumstoffen bestehen in der Regel aus
petrochemischen Kunststoffen und weisen sowohl in ihrer Energie- als
auch Ökobilanz Nachteile gegenüber natürlichen Dämmstoffen auf.
Natürliche Dämmstoffe haben jedoch den Nachteil, dass sie in bestimmten
Dämmanwendungen u.a. feuchteempfindlicher und damit nicht so lange
haltbar sind. Abhilfe verspricht nun ein neuartiges Schaummaterial, das
zu hundert Prozent aus Holz besteht und damit klimafreundlich und
recycelbar ist. Langfristig könnte der neue Holzschaum herkömmliche
Schaumstoffe in Wärmedämmungen vollständig ersetzen.