10. Januar 2016

CSU-Maut: Kommission schlägt Alternative vor

Zum Vorschlag der EU-Verkehrskommissarin, Violeta Bulc, europaweit einheitliche Regeln für die PKW-Maut einzuführen, erklärt Dr. Valerie Wilms, Obfrau im Ausschuss
für Verkehr und digitale Infrastruktur:

Die Kommission geht den richtigen Weg. Statt Europa mit unterschiedlichen
Mautsystemen aufzustückeln, soll es zukünftig einheitliche Regeln für die
ganze EU geben. Davon werden vor allem die Autofahrer profitieren, die
sich nicht mehr nach jeder Grenze neu orientieren und haufenweise
Vignetten an die Scheibe kleben müssen. Auch die Bezahlung nach gefahrenen
Kilometern statt mit Pauschalen ist viel gerechter.

Davon werden vor allem Ausländer profitieren, die mit Kurzzeitvignetten im Schnitt einen höheren Preis bezahlen. Das wäre die Gerechtigkeit von der Verkehrsminister
Dobrindt immer redet, da zukünftig dann jeder Nutzer in jedem Land unter
den gleichen Bedingungen fahren und zahlen würde. Wenn die Dobrindt-Maut
demnächst scheitert, muss er sich konsequenterweise für den Vorschlag der
Kommission einsetzen - denn damit wird die Ungleichbehandlung von In- und
Ausländern bei der Maut ein Ende haben.



BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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