(BUP) Zurzeit findet in Bad Homburg die Agrarministerkonferenz statt.
Dort geht es unter anderem um nationale Gentechnik-Anbauverbote (Opt
out). SPD-Verbraucherschutzpolitikerin Eleonore Mühlbauer hofft, dass
sich der von Thüringen eingeschlagene Kurs in Sachen Gentechnik-Verbot
bundesweit durchsetzt.
Als Mitglied des Europäischen Netzwerkes
der gentechnikfreien Regionen habe der Freistaat schon seit seinem
Beitritt im Jahr 2010 eine klare Positionierung eingenommen: „Gentechnik
ist im Freistaat nicht willkommen. Sortenvielfalt und gesunde
Nahrungsmittel sind uns wichtig“, sagt Eleonore Mühlbauer, die
Sprecherin für Verbraucherschutz der SPD-Fraktion. Thüringens
Verbraucherschutzminister Lauinger habe mit seiner kürzlich getroffenen
öffentlichen Äußerung zum Gentechnik-Recht diesen Kurs noch einmal
untermauert: „Thüringen will keine Gentechnik auf den Feldern des
Freistaats.“ Das habe Rot-Rot-Grün auch im Koalitionsvertrag
festgeschrieben.
Mühlbauer betont, dass es durch die Änderung einer
entsprechenden europäischen Richtlinie jetzt die Möglichkeit gebe,
gentechnisch veränderte Pflanzern ein für alle Mal von deutschen Feldern
zu verbannen. Nun zeichne sich leider ab, dass Bundesagrarminister
Schmidt „umfallen“ könnte – weg von einem anfangs verkündeten nationalen
Verbot hin zu einzelnen Anbauverboten, je nach Bundesland. „Es wäre
aber wichtig, dass sich die Bundesregierung aktiv einbringt und den
Prozess für ein einheitliches Verbot aktiv moderiert“, sagt die
Abgeordnete.
Der jetzt vorliegende Gesetzentwurf aus dem
Bundesagrarministerium sei jedenfalls nicht geeignet, im Sinne der
Verbraucher zu handeln und Gentechnik auf deutschen Feldern zu
verhindern. Denn, so Mühlbauer: „Die Zukunft unserer Landwirtschaft
liegt in der Qualität unserer Produkte. Produkte ohne Gentechnik werden
vom Verbraucher gewünscht und sind deshalb eine Chance für unsere
Landwirtschaft.“
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