2. Mai 2018

Steppenwolf

"Immer ist es so gewesen und wird immer so sein, daß die Zeit und die Welt, das Geld und die Macht den Kleinen und Flachen gehört, und den anderen, den eigentlichen Menschen, gehört nichts. Nichts als der Tod."

Steppenwolf

Windparks für Seevögel viel ungefährlicher als bisher angenommen

Das Ergebnis: 600,000 Videos wurden im Rahmen der Studie analysiert. In lediglich 2% der Videos tauchten Vögel auf. Insgesamt wurden nur 6 Zusammenstöße mit Turbinen festgehalten. So deckt die Studie auf, dass das Kollisionsrisiko von Seevögeln um einiges geringer ist als bisher angenommen, nämlich um mehr als die Hälfte weniger. Vögel passen ihr Flugverhalten entsprechend an um Turbinen zu vermeiden, so die Beobachtung der Studie. 



Windparks für Seevögel viel ungefährlicher als bisher angenommen

Greenpeace-Kommentar zum EU-Haushaltsvorschlag der Kommission


Hamburg, 2. 5. 2018 – Gelder aus dem europäischen Topf zur Agrarpolitik sollen künftig nicht mehr für den Umweltschutz eingesetzt werden. Der heute veröffentlichte Vorschlag der EU-Kommission für den EU-Haushalt ab dem Jahr 2021 bis 2027 sieht anders als bisher nicht vor, dass Mittel aus diesem größten Haushaltsposten für den Schutz der Umwelt eingesetzt werden.  Es kommentiert Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Christiane Huxdorff:

„Mit diesem Vorschlag würde Europa beim Schutz von Umwelt und Klima weiter zurückfallen. Die industrielle Landwirtschaft richtet schon heute massive ökologische Schäden an. Sie verschmutzt das Trinkwasser mit zu viel Gülle, beschleunigt das Insektensterben durch Pestizide und schadet durch die Massentierhaltung dem Klima. Jetzt die Mittel zu kürzen, um die Fehler der vergangenen Jahrzehnte zu korrigieren, passt nicht zu den Wünschen der Verbraucher.


Deutschland muss diesen Haushaltsentwurf ablehnen. Europa braucht künftig mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft, nicht weniger.“

Deutsche Umwelthilfe: Neue Verbrauchsmessgeräte für Pkw können amtliche Realmessungen auf der Straße im Zulassungsverfahren nicht ersetzen


DUH fordert Nachbesserung des unzureichenden Vorschlags der EU-Kommission zum Einsatz von Verbrauchsmessgeräten für Pkw – Lücke zwischen realem Kraftstoffverbrauch und Herstellerangaben muss durch die Anwendung der bestehenden amtlichen Nachmesspflicht geschlossen werden – DUH fordert Verbrauchsmessungen auf der Straße als Bestandteil des Zulassungsverfahrens sowie unabhängige amtliche Nachmessungen des Spritverbrauchs und wirksame Sanktionen wie in den USA bei festgestellten Abweichungen von mehr als vier Prozent – Bei der Abstimmung des Vorschlags am 3. Mai 2018 muss nachgeschärft werden

Berlin, 2.5.2018: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält den Vorschlag der EU-Kommission zum verpflichtenden Einbau von Verbrauchsmessgeräten in Pkw als Maßnahme für ehrliche Spritverbrauchsangaben für unzureichend. Die im Vorschlag vorgesehene Erhebung von Verbrauchsdaten wird aus Sicht des Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes nicht dazu führen, die wachsende Lücke zwischen realem Kraftstoffverbrauch und den geschönten Herstellerangaben zu schließen. Neben einer Nachschärfung der geplanten Prüfverfahrens, fordert sie daher die Kommission auf, gegenüber den Mitgliedsstaaten durchzusetzen, dass im Rahmen der Typzulassung der Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen im realen Fahrbetrieb durch behördliche Nachmessungen kontrolliert werden. Der Technische Ausschuss „Kraftfahrzeuge“ (TCVM) in der EU, in dem alle Mitgliedstaaten vertreten sind, wird am 3. Mai 2018 über den Vorschlag abstimmen. Die DUH fordert den TCVM auf, konkrete Vorgaben zur Datensammlung, deren weiteren Nutzung sowie zur Transparenz aufzuerlegen.

Die Kommission hat den Entwurf einer Verordnung zum verpflichtenden Einbau von Verbrauchsmessgeräten in Pkw am 8. März 2018 mit dem Ziel vorgelegt, eine bessere Datengrundlage über den Realverbrauch von Fahrzeugen zu schaffen, um damit die Lücke zwischen den amtlichen Herstellerangaben und den realen CO2-Emissionen von Pkw zu reduzieren. Diese liegt mittlerweile bei durchschnittlich 42 Prozent.

Die DUH begrüßt, dass über die Einführung der Verbrauchsmessgeräte zumindest eine bessere Datengrundlage über den Realverbrauch von Fahrzeugen geschaffen wird. Insgesamt wertet die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation die geplante Ausgestaltung als unzureichend. So ist bislang nur vorgesehen, die erhobenen Daten zu Monitoringzwecken zu sammeln. Dabei bleibt offen, wer Zugang zu den Daten erhält und welche Konsequenzen bei festgestellten Verstößen erfolgen. Die ermittelten Daten sollen laut Vorschlag bislang nur zur Dokumentation des Status quo verwendet werden. Verbraucher, deren Pkw einen überhöhten Mehrverbrauch aufweisen, haben bislang unzureichende Rechte gegenüber den Herstellern. Aus Sicht der DUH ist es zwingend erforderlich, dass die Fahrzeughalter Zugang zu den erhobenen Daten erhalten. Die DUH fordert die EU-Kommission und den TCVM daher auf, die Verordnung entsprechend zu konkretisieren.

„Der Vorschlag der EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska aus der Generaldirektion Growth wird den Betrug an Umwelt und Kunden mit falschen Spritverbrauchsangaben nicht beenden“, kritisiert Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH. „Es bleibt ungeregelt, was passiert, wenn die Verbrauchsmessgeräte relevante Abweichungen zu den Herstellerangaben zeigen. Und vor allem fehlen Vorgaben für die Zulassungsbehörde und Verpflichtungen für die Automobilhersteller. Zudem muss sichergestellt sein, dass die erhobenen Verbrauchsdaten ebenso wie die Ergebnisse der behördlichen Nachmessungen offengelegt und festgestellte Verstöße sanktioniert werden. Nur so kann die die systematische Verbrauchertäuschung durch falsche Spritverbrauchsangaben endlich beendet werden.“

Die DUH fordert die EU-Kommissarin auf, die in den einschlägigen EU-Verordnungen zur Typgenehmigung vorgesehenen amtlichen Kontrollen der Zulassungsbehörden einzufordern und notfalls durch die Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren durchzusetzen. Nur so kann die Verwendung von Abschalteinrichtungen auch zur Generierung niedriger CO2- und damit Spritverbrauchsangaben verhindert und ehrliche Verbrauchsangaben durchgesetzt werden. Um CO2-Emissionen aus dem Sektor faktisch zu mindern, muss die Nachprüfung der Verbrauchsangaben und zukünftig zusätzlich die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen unter realen Fahrbedingungen verpflichtende Voraussetzung zur Typzulassung werden.

„Wir fordern die Kommission auf, die vorgeschriebenen amtlichen Kontrollen der CO2-Herstellerangaben durchzuführen und zukünftig auch CO2-Messungen auf der Straße anzuordnen“, so Metz.

Die EU-Kommission hat den Vorschlag für die Verbrauchsmessgeräte im Rahmen von Änderungen zum Prüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) vorgelegt. Die wichtigste Änderung zum Prüfverfahren WLTP ist die Pflicht für Autohersteller, ihre Fahrzeuge mit standardisierten Verbrauchsmessgeräten auszustatten. Diese befinden sich heutzutage bereits in den meisten Fahrzeugen, waren aber bisher nicht Teil der Anforderungen zur Erlangung der Typgenehmigung.

Eine am 10. April 2018 veröffentlichte Studie des Verbands Transport and Environment (T&E) zeigt erneut, dass die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen in der EU real nicht sinken, sondern bereits im Durchschnitt um 42 Prozent höher ausfallen als die offiziellen Werte vorgeben. Die Autohersteller werden daher den für 2021 festgelegten EU-Flottengrenzwert für Pkw von durchschnittlich 95 g CO2/km bei weitem nicht erreichen. Im Verkehrssektor insgesamt steigen die CO2-Emissionen seit 1990 an.

„Solange die Behörden die reale Minderung von CO2-Emissionen im Straßenverkehr nicht durchzusetzen, werden die Automobilhersteller weiterhin immer schwerere Fahrzeuge auf den Markt bringen, die gleichbleibende oder steigende Spritverbräuche zeigen. Deshalb treten sie für laxe Flottengrenzwerte ein und unterlaufen diese durch die bisher erfolgreiche Verhinderung amtlicher Kontrollen und Sanktionen, wie diese in den USA bei Abweichungen von mehr als vier Prozent durch die Umweltbehörde EPA angewandt werden“, sagt Metz.

In den vergangenen zehn Jahren gingen die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neu zugelassenen Pkw in Europa laut Kraftfahrt-Bundesamt von 170 g/CO2 in 2007 auf 128 g/CO2 im Jahr 2017 um knapp 42 g CO2 zurück. Gemäß des International Council on Clean Transportation (ICCT) sind die realen CO2-Emissionen von 197 g/CO2 in 2007 auf 184 g/CO2 im Jahr 2016 lediglich um 13 g CO2 gesunken.

Das im September 2017 neu eingeführte Prüfverfahren WLTP, das ebenfalls Labormessungen vorsieht, wird den Betrug der Automobilhersteller nicht beenden und auch nicht die Lücke zwischen realem Verbrauch und geschönten Herstellerangaben schließen. Trotz aller Neuerungen kann ein Laborverfahren reale Fahrbedingungen nicht vollständig abbilden und ist weiter anfällig für Manipulationen. Axel Friedrich, Internationaler Verkehrsberater, betont: „Die Hersteller nutzen ‚halblegale und illegale‘ Umgehungsmaßnahmen, um die CO2-Werte im Prüflabor zu ‚schönen‘, im alten wie im neuen System. Um diese Praxis zu beenden, müssen die CO2-Werte, ebenso wie die Schadstoffemissionen, auf der Straße ermittelt werden.“

„Der vorliegende schwache Entwurf zur Einführung der Verbrauchsmessgeräte passt zum mangelhaften Kommissionsvorschlag zur weiteren Absenkung der CO2-Flottengrenzwerte. Manipulationen beim Abgas-Skandal und bei CO2-Emissionen sind Ergebnis der faktisch nicht existenten Marktüberwachung. Sie machen die Klimapolitik in diesem Bereich zu einem Papiertiger“, so Friedrich weiter.

Die DUH setzt sich seit vielen Jahren für ehrliche Spritangaben ein. Die derzeitige Kampagne „Get Real - Für ehrliche Spritangaben!“ wird im Rahmen des LIFE-Programms der EU-Kommission gefördert. 

Deutschland nicht zur stärksten Militärmacht in Europa aufrüsten

„Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Maas müssen aufhören, Deutschland zur stärksten Militärmacht in Europa aufzurüsten. Statt immer mehr Milliarden für das Militär zu verpulvern ist ein Ausstieg aus dem Rüstungswettlauf dringend geboten. Die Bundesregierung muss ihre massiven Aufrüstungsvorhaben stoppen“, erklärt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des aktuellen Berichts des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI. Dagdelen weiter:

„Mit der von der Bundesregierung geplanten Verdoppelung des deutschen Wehretats auf umgerechnet über 70 Milliarden Euro pro Jahr wird Deutschland den Spitzenplatz in Europa bei den Militärausgaben belegen und den Rang 2 nach den USA innerhalb der NATO. Statt immer weiterer Aufrüstung und Konfrontation gegen Russland braucht es Abrüstung und Kooperation. 

Deutschland muss Friedensmittler werden statt Aufrüstungsmeister.

Während Russland seine Militärausgaben im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 66,3 Milliarden Dollar gesenkt hat, haben die 29 Staaten der NATO ihr Budget auf rund 900 Milliarden Euro gesteigert – das ist mehr als die Hälfte aller Ausgaben weltweit.

Notwendig ist auch ein Stopp der Rüstungsexporte. Es ist geradezu wahnsinnig von der Bundesregierung, die Krisenregionen des Nahen Ostens immer weiter aufzurüsten und dabei zu helfen, dass die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien auf Platz 4 der Länder mit den höchsten Militärausgaben vorrücken kann.“

Gut am Gute-Kita-Gesetz ist lediglich der Titel

„Das Gute-Kita-Gesetz von Franziska Giffey scheint nicht mehr als eine Worthülse zu sein. Klar ist schon jetzt: Die 3,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung in dieser Wahlperiode zur Verfügung stellen will, reichen nicht einmal, um den bundesweiten Mangel an Kita-Plätzen zu beheben. Einen Ausbau der Qualität oder gar einen Einstieg in die Gebührenfreiheit wird es so nicht geben“, kommentiert Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Ankündigung des Familienministeriums, zeitnah mit dem Gesetzesvorhaben in die Ressortabstimmung zu gehen. Müller weiter:

„Als die Ministerin ihr Vorhaben vergangene Woche im Ausschuss vorstellte, konnte sie weder Nachfragen zu ihrem Gesetz beantworten noch dazu, wie sie das Fachkräfteproblem in den Griff bekommen will. Es ist daher zu befürchten, dass von dem Vorschlag für ein Gute-Kita-Gesetz nicht mehr bleibt als eine gute Überschrift. Wir fordern daher von der Ministerin, ein echtes Kita-Qualität-Gesetz vorzulegen. Dieses Gesetz muss eine echte finanzielle Beteiligung des Bundes und klare Standards für die Qualität in den Kindertageseinrichtungen festschreiben.“

Deutschland wird Grün!

Kommunen für biologische Vielfalt

Radolfzell (ots) - Von Köln bis Potsdam, von Friedrichshafen bis Mittelangeln: 15 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland bewerben sich um das Label "StadtGrün naturnah" und bekennen sich zu mehr Natur in der Stadt.

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort entwickeln 15 Kommunen in den nächsten zwölf Monaten Maßnahmen für eine naturnahe innerstädtische Grünflächengestaltung. Das Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" zeichnet mit dem Label Kommunen aus, die artenreiche Wildblumenwiesen entwickeln, heimische Sträucher pflanzen oder auf Pestizide verzichten. Zu den diesjährigen Bewerber für das Label "StadtGrün naturnah" gehören Bad Langensalza, Bad Saulgau, Bonn, Bremerhaven, Dortmund, Friedrichshafen, Glauchau, Haar, Hildesheim, Köln, Mittelangeln, Neustadt an der Weinstraße, Potsdam, Riedstadt und Trier. Das einjährige Verfahren startet am 2. Mai 2018.

Menschen brauchen Natur in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Gesundheit und Zufriedenheit von Menschen höher ist, wenn sie näher an Grünflächen leben. Besonders Kinder können hier ihren Drang nach Entdeckung und Abenteuer ausleben sowie Natur beobachten. Pflegen Kommunen ihre Grünflächen naturnah, profitieren auch Tiere und Pflanzen. Beispielsweise wenn sie die Mahdhäufigkeit von Rasenflächen reduzieren und damit schnittempfindliche Wiesenkräuter fördern. Und wo Flockenblumen, Margeriten oder Malven gedeihenn, sind auch Wildbienen und Schmetterlinge nicht weit.

"Es gibt viele Wege, die Artenvielfalt im Siedlungsraum zu schützen und zu fördern. Auch die Sensibilisierung der Stadtbevölkerung für die Belange des Naturschutzes spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Mit dem Label "StadtGrün naturnah" möchten wir Städte und Gemeinden dabei unterstützen und für mehr naturnahe Grünflächen in Kommunen sorgen", erklärt Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde. Eine Vor-Ort-Beratung durch das Bündnis und der Austausch unter den teilnehmenden Kommunen helfen bei der Bestandserfassung und der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen. Kostenlose Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit sollen auch die Bürgerinnen und Bürger für mehr Natur in der Stadt begeistern. Die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im innerstädtischen Bereich entscheiden, ob eine Kommune das Label in Bronze, Silber oder Gold erhält. Nach drei Jahren muss das Label durch eine Rezertifizierung erneuert werden.

Entwickelt wurde das Label im Rahmen des Kooperationsprojektes "Stadtgrün - Artenreich und Vielfältig" des Bündnisses und der Deutschen Umwelthilfe e.V. Die Städte Frankfurt am Main, Hannover, Wernigerode, Kirchhain und Neu-Anspach sind daran als Pilotkommunen beteiligt und haben das Labeling-Verfahren erfolgreich durchlaufen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Mehr Informationen zum Label "StadtGrün naturnah" unter www.stadtgrün-naturnah.de.

EU fördert mit Agrarmilliarden den Verstoß gegen eigene Umweltstandards

NDR / Das Erste

Hamburg (ots) - Rund 58 Milliarden Euro gibt die Europäische Union jedes Jahr für die Förderung ihrer Landwirtschaft aus. Es ist einer der größten Ausgabenposten in der EU. Obwohl der Agrarhaushalt laut Vorschlag der EU-Kommission wegen des Brexits maßvoll schrumpfen soll, ist keine grundlegende Neuverteilung der Agrarmilliarden geplant. Die Zahlungen, die eigentlich die Einkommen von Landwirten stabilisieren und den Umweltschutz verbessern sollen, verfehlen aber oft die gewünschte Wirkung. Die NDR-Redaktion des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" hat anlässlich des Vorschlags für den neuen EU-Haushalt, der am 2. Mai vorgelegt wird, die Subventionen für das Agrarland Niedersachsen analysiert. Das Ergebnis: Fast 70 Prozent der Gelder fließen in den Westen Niedersachsens - eine Region, in der regelmäßig gegen Umweltrichtlinien der EU verstoßen wird.

Der Westen Niedersachsens steht für Massentierhaltung, große Mastbetriebe und zunehmende Umweltprobleme, verursacht durch Landwirtschaft. Die niedersächsische Landesregierung bezeichnet die Region in ihrem aktuellen Nährstoffbericht als "Risiko-Region". Denn hier werden die Grenzwerte für Nitrat, Phosphor und Stickstoff überschritten - Folgen einer verfehlten Agrarpolitik, finanziert von den Steuerzahlern. Wissenschaftler kommen in einer Studie im Auftrag der EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass die von der Landwirtschaft verursachten Umweltschäden bei 300 Euro pro Hektar liegen. Damit kommt in Deutschland zu den Direktzahlungen an die Landwirtschaft in Höhe von 5,2 Milliarden Euro jährlich noch einmal dieselbe Summe an Umweltkosten, die der Steuerzahler zu tragen hat, kritisiert Prof. Friedhelm Taube von der Universität Kiel. Als Mitglied des Agrarbeirates der Bundesregierung moniert er seit Jahren, dass die EU mit ihren Subventionen eine Landwirtschaft fördert, die gegen Regeln und Grenzwerte in der Europäischen Union verstößt.

Und auch das Ziel der Einkommensstabilisierung in der Landwirtschaft wird nicht erreicht. EU-Agrarkommissar Phil Hogan schreibt in seinem ersten Entwurf zur Neuausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik, dass 80 Prozent der Direktzahlungen an nur 20 Prozent der Landwirte fließen. Es profitieren vor allem die Betriebe mit großen Flächen, denn die Direktzahlungen werden pro Hektar gezahlt - unabhängig davon, ob dieser Betrieb tatsächlich Einkommenszuschüssen bedarf. "Plusminus" (NDR): Mittwoch, 2. Mai, 21.45 Uhr, im Ersten

Mehr Infos zur Sendung unter www.Plusminus.de

Bis heute für den Müll - Tag der Lebensmittelverschwendung: Alle Lebensmittel, die bis 2.Mai produziert werden, landen in der Tonne.


Berlin (ots) - Berlin, 01.05.18: Der 02. Mai markiert den Tag im Jahr, ab dem die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel nicht mehr auf den Müll landen, sondern endlich verwertet und tatsächlich genutzt werden. Mit dem "Tag der Lebensmittelverschwendung" will die Naturschutzorganisation WWF symbolisch verdeutlichen, dass wir in der Bundesrepublik fast ein Drittel des aktuellen Verbrauchs von Lebensmitteln ungenutzt verschwenden. Einer WWF-Analyse zufolge entspricht das Volumen allein in Deutschland jährlich rund 18 Mio. Tonnen.

"Umgerechnet sind alle Nahrungsmittel, die wir in den ersten vier Monaten von 2018 produziert haben, auf dem Müll gelandet", sagt Tanja Dräger de Teran, WWF-Referentin für Landwirtschaft. Da sich die Bundesregierung aber lautstark zu dem Ziel bekenne, die Lebensmittelverluste bis 2030 zu halbieren, müsste der symbolische "Tag der Lebensmittelverschwendung" damit eigentlich jedes Jahr um mehrere Kalendertage nach vorne rutschen. Doch das ist nicht der Fall, so die Kritik: "Seitens der Bundespolitik hat es in der Vergangenheit viele Ankündigungen gegeben. Aber bis heute fehlt es an einer fundierten Erfassung der Lebensmittelverluste. Damit ist es auch nicht möglich nachzuweisen, ob überhaupt und was konkret erreicht worden ist. Wir brauchen endlich eine abgestimmte nationale Strategie zur Verminderung von Lebensmittelverlusten, die klare und verbindliche Zielvorgaben vom Produzenten über die Lebensmittelindustrie bis hin zum Handel und der Gastronomie erarbeitet."

Laut WWF werden jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet, nur um die darauf angebauten Produkte wieder zu wegzuwerfen. Hinzukommen unnötig freigesetzte Treibhausgasemissionen in Höhe von 48 Mio. Tonnen. Bereits heute könnt wir auch ohne den Einsatz neuer Technologien 10 der 18 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste vermeiden - etwa durch ein verbessertes Management entlang der Wertschöpfungskette, nachhaltigere Marketingstrategien und veränderte Konsumgewohnheiten. "Eine Ende der Lebensmittelverluste, ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz", so Dräger de Teran.

 - WWF-Studie "Das große Wegschmeißen": 
https://www.wwf.de/dasgrossewegschmeisse
 - Bundesländervergleich: 
www.wwf.de/bundeslaendervergleich-lebensmittelverschwendung

Sascha Lobo

Der richtige Moment lässt viele Dinge im Leben ganz einfach erscheinen.

Sascha Lobo

Ökologischer Fußabdruck: alle Ressourcen aufgebraucht - ZDFmediathek

Deutschland überzieht ab morgen sein ökologisches Konto für 2018 und lebt auf Pump. Ausbaden müssten das nachfolgende Generationen und die Menschen im Süden, sagen Umweltschützer.



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Friedrich von Bodenstedt

"Die Welt durchwandernd fand ich allerwärts:
Kein Herz kann lieben wie ein Mutterherz."

Friedrich von Bodenstedt

High Five Zukunft by Freiburg

Ist Jesus CSU-Mitglied? - sonnenseite.com

Dieselbe CSU-Regierung, die von allen hier lebenden Ausländern, aktuell vor allem von Muslimen, Grundgesetztreue und Toleranz verlangt und zurecht gegen religiösen Fundamentalismus wettert, verletzt mit ihrem neuen Kreuz-Zug für das Kruzifix das Grundgesetz und betreibt selbst religiösen Fundamentalismus.



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Der Energieträger - sonnenseite.com

Franz Alt ist Journalist geworden, um etwas zu bewegen. Im Juli feiert der passionierte Weltverbesserer seinen Achtzigsten. Für ihn kein Grund, an so etwas wie Ruhestand zu denken. Ein Beitrag aus der Zeitschrift „natürlich gesund und munter“.



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Todeszone im Golf von Oman: Weniger Sauerstoff, mehr Treibhausgase - sonnenseite.com

Dass im Wasser des Golf von Oman, der zwischen dem Indischen Ozean und dem Persischen Golf liegt, wenig Sauerstoff enthalten ist, war schon bekannt. Jetzt haben Forscher allerdings herausgefunden, dass das Problem noch viel größer ist als bisher gedacht. 
An Stellen, wo die Wissenschaftler der britischen University of East Anglia zumindest ein wenig Sauerstoff vermutet hatten, fanden sie ein Gebiet größer als Schottland, wo es kaum noch Sauerstoff gibt.



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Wie wir das Klimaziel erreichen und damit die Welt verändern - sonnenseite.com

Das sechs Kapitel umfassende Sachbuch zeigt praxisorientiert auf, wie die CO2-Reduktion von aktuell zwölf auf eine Tonne CO2 pro Person und Jahr gelingen kann. Drexel untersucht penibel die Auswirkungen von drei Strategien: die Anpassung des Lebensstils, den effizienteren Einsatz von Ressourcen und den Umstieg auf erneuerbare Energien



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Entwässerte Moore setzen Lachgas frei - sonnenseite.com

Degradierte Moore emittieren global bedeutsame Mengen Lachgas: Ihre Auswirkungen auf den Klimawandel sind damit größer als lange angenommen.
Das hat das internationale Wissenschaftler-Team um Professor Ülo Mander von der Universität Tartu in Estland in der Zeitschrift Nature bestätigt. Neben Kohlenstoff speichern Moore auch erhebliche Stickstoffmengen. Werden sie entwässert, setzen Moore das Distickstoffmonoxid, Lachgas, frei. Ein Grund zur Sorge. Denn das Treibhausgaspotenzial von Lachgas ist 298-fach höher als das von Kohlendioxid und wirkt sich dementsprechend negativ auf die Klimabilanz aus.



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Deutschlands Wäldern geht es schlecht - sonnenseite.com

Fast 90% der Waldfläche in Deutschland ist in einem naturschutzfachlich schlechten Zustand. So lautet das alarmierende Fazit einer aktuellen Studie der Naturwald Akademie. 
Die AutorInnen des heute erschienenen „Alternativen Waldzustandsberichtes“ betonen, dass dieser Mangel an naturnahen Waldökosystemen zu einem starken Verlust der biologischen Vielfalt führt.
Besorgniserregende Verarmung der Waldökosysteme



Deutschlands Wäldern geht es schlecht - sonnenseite.com

1.5 Grad oder 2 Grad Klimaerwärmung - sonnenseite.com

Was bringt es für die Wasserressourcen der Erde, wenn wir die globale Erwärmung auf 1,5 statt 2 Grad begrenzen können?
Eine Forschergruppe unter Federführung der Goethe-Universität hat dies mit globalen hydrologischen Modellen simuliert. Ein wichtiges Ergebnis: Die Hochwassergefahr wird auf durchschnittlich 21 Prozent der Landflächen signifikant zunehmen, falls die Temperatur um 2 Grad ansteigt. Gelänge es hingegen, den Anstieg auf 1.5 Grad zu begrenzen, wären nur 11 Prozent der Landflächen betroffen.



1.5 Grad oder 2 Grad Klimaerwärmung - sonnenseite.com
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