Am Mittag hat erneut starker Sturm die Glutnester auf dem Kohleflöz im Tagebau Reichwalde entfacht. Wieder wurden freiwillige Feuerwehren alarmiert. Gemeinsam mit den Kameraden der Leag-Werkswehr kämpfen diese gegen die brennende Kohle.
Tagebau Reichwalde: Wind lässt Glutnester auflodern
30. April 2018
Was haben die Gewerkschaften je für uns getan?
Die Abteilung Bergbau und Energie der australischen Industriegewerkschaft (ETU) und der Gewerkschaftsdachverband National Unions of Worker (NUW) haben einen Videoclip unter dem Titel "What have the unions ever done for us?" erstellt. Jetzt neu mit dt. Untertitel!
29. April 2018
Offener Brief: Garchinger Reaktor abrüsten | Umweltinstitut München
Der einzige Atom-Reaktor, der seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986 in Deutschland in Betrieb genommen wurde, steht in Garching: Mit dem FRM II betreibt die Technische Universität München seit 2004 eine Neutronenquelle zu Forschungszwecken. Seit seiner Planungsphase in den frühen 80er Jahren steht der FRM II in der Kritik durch den Einsatz von hoch angereichertem Uran (HEU), internationale Abrüstungsbemühungen zu unterwandern. HEU kann für den Bau von Atomwaffen missbraucht werden.
Offener Brief: Garchinger Reaktor abrüsten | Umweltinstitut München
Offener Brief: Garchinger Reaktor abrüsten | Umweltinstitut München
Für geschädigte Korallenriffe: Australien will Great Barrier Reef mit 312 Millionen Euro retten - Welt - Tagesspiegel
Umweltschäden bedrohen das Great Barrier Reef in Australien. Jetzt will die Regierung Millionen in die Rettung der Touristenattraktion investieren.
Für geschädigte Korallenriffe: Australien will Great Barrier Reef mit 312 Millionen Euro retten - Welt - Tagesspiegel
Für geschädigte Korallenriffe: Australien will Great Barrier Reef mit 312 Millionen Euro retten - Welt - Tagesspiegel
Leck im belgischen Atomkraftwerk Doel 1 - Rheinland - Nachrichten - WDR
- Leck im Reaktor 1 im AKW Doel
- Meiler bleibt bis Oktober vom Netz
- Störfall soll keine Auswirkungen auf Sicherheit haben
Debatte bei den Grünen: Künast gegen moderne Gentechnik - taz.de
Grünen-Politikerin Künast misstraut auch neuartigen Gentechnikverfahren. Es müsse darum gehen, die Prinzipien der Agrarindustrie zu verändern.
Debatte bei den Grünen: Künast gegen moderne Gentechnik - taz.de
Debatte bei den Grünen: Künast gegen moderne Gentechnik - taz.de
Berliner Tafel: "Wir haben genug zu essen für alle, es ist nur völlig falsch verteilt" | ZEITmagazin
Sabine Werth gründete in Berlin 1993 die erste Tafel. Sie weiß, was Hartz IV und Flüchtlingskrise für die Armen in Deutschland bedeuten. Was muss sich ändern, Frau Werth? Interview: Carmen Böker
Berliner Tafel: "Wir haben genug zu essen für alle, es ist nur völlig falsch verteilt" | ZEITmagazin
Berliner Tafel: "Wir haben genug zu essen für alle, es ist nur völlig falsch verteilt" | ZEITmagazin
Angst ums Grundwasser
In Brüchau haben die Menschen Angst um ihr Grundwasser. Schon im Jahr 2000 wurden dort Spuren radioaktiver Stoffe gefunden.
Angst ums Grundwasser
Angst ums Grundwasser
Ende der Überfischung der Meere nicht in Sicht
Fish Dependence Day 2018 am 4. Mai
Berlin,
27. April 2018: Noch immer gehen wir nicht verantwortungsvoll mit dem
Leben in den Meeren sowie mit denen, die von ihnen leben, um. Durch
Überfischung sind auch 2018 noch viele unserer europäischen
Fischbestände nicht so ergiebig, wie sie sein könnten. Zu viele Fische
landen als unerwünschter Beifang im Netz und gehen ungenutzt – und tot –
wieder über Bord.
Bis zum 4. Mai sind deutsche Fischereierzeugnisse aus Nord- und Ostsee sowie aus Aquakultur für dieses Jahr aufgebraucht.
Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Fish Dependence Day fünf Tage
später. Von einer Trendwende kann jedoch keine Rede sein. Slow Food
Deutschland, Brot für die Welt, die Deutsche Umwelthilfe und Fair Oceans
rufen am Fish Dependence Day Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft auf, die Überfischung zu stoppen und der Verschwendung von
Fischressourcen einen Riegel vorzuschieben.
Jeder
Bissen Fisch, der ab dem 4. Mai 2018 in Deutschland verzehrt wird, wird
rechnerisch nur noch von Importen ermöglicht. Ermittelt wird dieser
Stichtag jährlich von der britischen New Economics Foundation. „Am Fish Dependence Day rufen wir zur Schonung der überfischten Bestände auf“, sagt
Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. „Dazu müssen die EU-Fischereiminister ihrer Verpflichtung nachkommen, der Überfischung bis 2020 ein Ende zu setzen.
Um
das 2020-Ziel zu erreichen, braucht es entschlossenere Anstrengungen,
da für etwa ein Drittel der Bestände die Gesamtfangmengen
noch immer oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen liegen. Wir
fordern die zuständigen EU-Entscheidungsträger und Bundesagrarministerin
Julia Klöckner auf, dieser Verantwortung nachzukommen. Nur mit gesunden
Beständen bleiben traditionelle Fischereien
und damit auch Fischereitraditionen und -kulturen erhalten.“
Francisco Marí,
Referent für Agrarhandel und Fischerei bei Brot für die Welt, berät seit vielen Jahren westafrikanische Kleinfischer. Er sagt:
„Fangschiffe aus der EU müssen auch in internationalen Gewässern und
den Fanggebieten von Drittländern nachhaltig fischen. Die EU- Regelungen
dazu gibt es längst, nur lässt sich ihre Einhaltung in armen Ländern
schwer überwachen. Die Folgen der Überfischung
vor den Küsten Afrikas und Asiens sind Hunger und Mangelernährung in
Entwicklungsländern, denn für die Menschen dort ist Fisch oft der
einzige
Lieferant von tierischem Eiweiß.“
Der Projektkoordinator von Fair Oceans,
Kai Kaschinski, sieht es darüber hinaus als notwendig an soziale
und ökologische Ansätze im Meeresschutz stärker als bisher aufeinander
abzustimmen.
„Gerade in der Fischereipolitik wird aus entwicklungspolitischer
Perspektive deutlich, dass eine Beschränkung der Fangmengen allein nicht
ausreicht, um eine nachhaltige Fischerei zu gewährleisten. Die
Zerstörung der Küstenökosysteme, die Verschmutzung der
Meere oder auch der Ausbau der Offshore-Industrie tragen zum schlechten
Zustand der Fischbestände bei und gefährden somit weltweit die
Existenzgrundlagen der Kleinfischerei“, führt Kai Kaschinski aus.
„Die konsequente Beendigung der Überfischung in der EU dient auch dem Schutz der Ökosysteme in Ostsee, Nordsee und Atlantik“,
sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.
„Zugleich
muss zur Schonung marinen Lebens die Verschwendung von Fischressourcen
durch Rückwürfe unerwünschter Beifänge beendet werden. Die DUH setzt
sich
im Rahmen der Our Fish-Kampagne insbesondere dafür ein, dass die
Einhaltung der EU-rechtlichen Pflicht zur Anlandung aller Fänge in
Deutschland künftig besser kontrolliert wird.“
Diesel: Ende der Debatte | quer vom BR
Jetzt ist mal Schluss mit der Debatte um den Diesel. Es gäbe da zwar einige interessante neue Entwicklungen, aber ... Mehr von quer: Homepage: http://www.br.de/quer Facebook: https://www.facebook.com/quer Twitter: https://twitter.com/BR_quer Instagram: http://www.instagram.com/quer_vom_br
28. April 2018
Deutsche Umwelthilfe lobt Teilverbot giftiger Neonikotinoide - Umfassendes Pestizidreduktionsprogramm muss folgen
Berlin (ots) - Zur heutigen Entscheidung im Ständigen Ausschuss der EU für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel, die Anwendung der drei bienenschädlichen Insektengifte (Neonikotinoide) Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid im Freiland europaweit zu verbieten, nimmt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) wie folgt Stellung:
"Die Entscheidung zum Verbot dreier besonders bienenschädlicher Insektengifte ist ein wichtiger Schritt in Richtung Natur- und Gesundheitsschutz. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze haben hier im Geiste des Koalitionsvertrages ein wichtiges Signal für den Insektenschutz gesetzt. Allerdings brauchen wir auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft ein umfassendes Pestizidreduktionsprogramm auf nationaler und letztendlich europäischer Ebene. Dazu gehören die umfassende Beschränkung des Total-Herbizides Glyphosat und Anwendungsverbote für besonders schutzbedürftige Flächen, das heißt im gesamten Siedlungsbereich, in Wasserschutzgebieten, in Naturschutzgebieten und auf EU Natura 2000 Flächen. Auch das momentan geltende Zulassungsverfahren für Pestizide muss reformiert werden. Dazu gehört die Einführung einer Pflicht zur unabhängigen Umweltverträglichkeitsprüfung vor Zulassung. Insbesondere die Wirkungen auf Wildbestäuber und andere Insekten werden bislang nur unzureichend geprüft. Ohne einen signifikanten Rückgang des Pestizideinsatzes wird aber eine Trendwende beim Insektensterben nicht möglich sein."
Hintergrund:
Der Einsatz von Pestiziden, speziell den Neonikotinoiden, ist besonders gefährlich für die Bestäuber. Ihre hochgiftigen Wirkstoffe durchdringen die ganze Pflanze bis in die Blüten. Bei der Nahrungsaufnahme gelangen sie in die Insekten und wirken als Gift auf die Nervenzellen, schädigen Geruchs- und Orientierungssinn oder führen zu eingeschränkter Nahrungsaufnahme. Sie gelangen sogar in die Landschaft jenseits der Felder und somit auch in unsere Gewässer - unkontrolliert und dauerhaft. Das heute ausgesprochene Verbot der Anwendung im Freiland bezieht sich weiterhin nicht auf Gewächshäuser.
Fischbestände erholen sich zu langsam: Deutsche Umwelthilfe und Our Fish kritisieren Fischereimanagement der EU
Berlin (ots) - Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei der EU (STECF) kommt zum Schluss, dass sich die Fischbestände zu langsam erholen - Fischereibranche ist auf gesunde Fischbestände angewiesen - Deutsche Umwelthilfe und Our Fish fordern Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, für niedrigere Fangquoten einzutreten
2014 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten rechtlich dazu verpflichtet, die Überfischung in den europäischen Gewässern bis spätestens 2020 zu beenden. Von diesem Ziel ist die EU jedoch noch entfernt, wie der jüngst am 24.4.2018 veröffentlichte STECF-Bericht zeigt. Demzufolge konnten seit 2003 bereits Fortschritte beim Wiederaufbau der Fischbestände erzielt werden: Die Überfischung von 70 Prozent der untersuchten Bestände konnte auf 40 Prozent in den europäischen Gewässern reduziert werden. Jedoch hat sich die positive Entwicklung in den letzten Jahren stetig verlangsamt. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe und Our Fish ist dies ein besorgniserregender Trend.
Im STECF-Bericht wird bemängelt, dass immer noch nicht ausreichende Daten zur Verfügung stehen, um verlässliche wissenschaftliche Einschätzungen der Fischbestände in Nord- und Ostsee vorzunehmen. Nur für 22 Fischbestände in der Nordsee und acht in der Ostsee können Fanggrenzen im Einklang mit dem vereinbarten Nachhaltigkeitsziel des größtmöglichen Dauerertrags (maximum sustainable yield) überhaupt errechnet werden. Von diesen 30 Beständen werden noch immer 13 überfischt. Wie viele von den übrigen Beständen von Überfischung betroffen sind, ist schlichtweg auf Grund von mangelnder Daten nicht bekannt.
"Wir benötigen ein umfassendes Monitoring und eine umfangreiche Dokumentation der in unseren Meeren bewirtschafteten Fischbestände, damit nachhaltige Fangquoten festgesetzt werden können und die Zukunft unserer Fische gesichert ist", sagt Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer. Doch auch mit einer besseren Datenlage wären wir dem Ende der Überfischung noch kein Stück näher. "Vor allem aber benötigen wir politische Führungsstärke. Wir fordern Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner daher auf, ihren Einfluss im EU-Ministerrat geltend zu machen und bis 2020 für gesunde Bestände in Nord- und Ostsee zu sorgen," so Müller-Kraenner.
"Angesichts der hohen Gewinne der Fischereiindustrie durch aktuell niedrige Treibstoffpreise ist es jetzt an der Zeit, in eine nachhaltige Fischerei zu investieren", sagt Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish-Kampagne. "Die Gesundheit unserer Fischbestände ist für das Überleben der Fischerei essentiell. Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt, mit den hohen Gewinnen einen schmerzfreien Übergang zu einer nachhaltigen Fischerei zu ermöglichen. Die Fangquoten müssen jetzt reduziert und somit eine Erholung der Fischbestände unterstützt werden."
Über Our Fish:
Die Kampagne Our Fish will sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die Gemeinsame Fischereipolitik umsetzen und für nachhaltige Fischbestände in den europäischen Gewässern sorgen.
Our Fish arbeitet mit Organisationen und Personen in ganz Europa zusammen, um eine starke und beharrliche Kernbotschaft zu verbreiten: Die Überfischung muss beendet und die nachhaltige Befischung der europäischen Meere gewährleistet werden. Our Fish fordert die ordnungsgemäße Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik und die effektive Kontrolle der europäischen Fischereien.
Our Fish ruft alle EU-Mitgliedstaaten dazu auf, nachhaltige Fanggrenzen auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen festzulegen und durch Überwachung und Dokumentation aller Fänge sicherzustellen, dass ihre Fangflotten den Nachweis einer nachhaltigen Fischerei erbringen.
Die Deutsche Umwelthilfe koordiniert diese Arbeit in Deutschland für die Kampagne.
Forsa-Umfrage zum Wolf: Zustimmung in der Bevölkerung bleibt hoch
Miller: Klima für die Akzeptanz des Wolfes ist nach wie vor gut / Zwischen Stadt und Land gibt es kaum Unterschiede bei der Einstellung zu Wölfen
Quellenangabe: "obs/NABU"
Miller: Klima für die Akzeptanz des Wolfes ist nach wie vor gut
Berlin (ots) - Die große Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) findet es erfreulich, dass der Wolf wieder Teil der Natur in Deutschland ist. Wölfe gehören genauso wie Füchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des NABU zum Tag des Wolfes (30.4.) durchgeführt hat. 55 Prozent verbinden mit dem Wolf positive Gefühle, bei nur zwölf Prozent kommen negative Empfindungen zum Tragen. 78 Prozent sagen, dass Wölfe in Deutschland leben können sollen, auch falls es teilweise zu Problemen käme. Bei der hohen Zustimmung zum Wolf gibt es keinen Unterschied zwischen Bewohnern im städtischen Umfeld und im ländlichen Raum. Der NABU hatte 2015 eine forsa-Umfrage mit der gleichen Fragestellung zum Wolf durchgeführt, die Ergebnisse sind nahezu identisch.
"Die Menschen in Deutschland stehen der Anwesenheit des Wolfes nach wie vor positiv gegenüber. Auch wenn es von Teilen der Politik, der Bauern- und Jagdlobby immer wieder Stimmungsmache gegen den Wolf gibt, bleibt das Klima für den Wolf 18 Jahre nach seiner Rückkehr gut", sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der europaweit streng geschützte Wolf sei nach seiner Ausrottung in Deutschland vor 150 Jahren für die meisten Menschen bis vor ein paar Jahren nur ein Fabeltier gewesen. "Wir müssen wieder lernen mit dem Wolf zu leben, dazu gehören neben Information und Aufklärung vor allem auch Unterstützung für Nutztierhalter beim Herdenschutz."
Eine klare Absage erteilt der NABU Forderungen der Union und SPD, die Anzahl der Wölfe zu begrenzen. Ebenso lehnt der NABU eine Änderung des Schutzstatus beim Wolf - wie im Koalitionsvertrag gefordert - ab. Dies bekräftigte auch die EU-Kommission kürzlich erneut, der strenge Schutzstatus solle nicht gelockert werden. "Die Bedingungen für den 'guten Erhaltungszustand' sind längst nicht erfüllt. Für Ausnahmefälle wie beispielsweise beim Umgang mit Wölfen, die unerwünschtes Verhalten zeigen, reichen die bestehenden gesetzlichen Regelungen aus, um - wenn erforderlich - auch den gezielten Abschuss eines Wolfs anzuordnen", sagt NABU-Wolfsexperte Markus Bathen.
Daher verurteilt der NABU auch die Forderungen des Deutschen Jagdverbandes nach Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdrecht als fachlich nicht zielführend und unnötige Befeuerung einer immer wieder aufgewärmten Scheindebatte.
Das A und O ist ein flächendeckender Herdenschutz in Deutschlands Wolfsgebieten. Erste Projekte zum Herdenschutz habe der NABU bereits mit Partnern in Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen initiiert. "Doch auch Bund und Länder müssen sich endlich gemeinsam für den Herdenschutz engagieren", so Miller weiter. Der NABU fordert die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums ergänzend zur bereits bestehenden bundesweiten Dokumentations- und Beratungsstelle zum Wolf (DBBW), sowie deren dringende Verstetigung. Die Förderung der DBBW wird nach momentanem Stand im Herbst 2018 beendet, was die Errungenschaften der letzten drei Jahre zunichtemachen würde.
Die Rückkehr des Wolfes ist eine Erfolgsgeschichte und wird, wie die forsa-Umfrage zeigt, von der Mehrheit der Bundesbürger positiv wahrgenommen. Um diese breite Akzeptanz des Wildtieres in der Bevölkerung nachhaltig zu stärken, bedarf es aus Sicht des NABUs vor allem eines lösungsorientierten Umgangs mit möglichen Mensch-Tier-Konflikten - dafür muss eine praxisnahe, unbürokratische Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen ebenso gefördert werden wie Investitionen in Wissenschaft und Forschung. "Wir nehmen Ängste und Sorgen sehr ernst und appellieren an alle Interessengruppen, sich am seriösen, wissenschaftsbasierten Dialog über den Umgang mit dem Wildtier Wolf zu beteiligen", so NABU-Bundesgeschäftsführer Miller.
Die Befragung wurde im Auftrag des NABU von der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH durchgeführt. Hierzu wurden im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 4. März 2018 mittels des bevölkerungsrepräsentativen Befragungspanels forsa.omninet 2.009 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse weisen eine Fehlertoleranz von ± 2,5 Prozent auf.
Die Umfrage-Ergebnisse im Detail: www.NABU.de/wolfsumfrage-2018
Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht geheim gehaltenes Regierungsgutachten: Technische Nachrüstung der Euro-5-Diesel möglich und finanzierbar
Seit
knapp vier Monaten hält das Verkehrsministerium das von Kanzlerin
Angela Merkel angekündigte Gutachten geheim, auf deren Grundlage die
Bundesregierung Ende 2017 ankündigte, den Umfang der „technischen
Nachrüstungen“ bei Betrugsdiesel-Pkw festzulegen –
Wachtmeister-Gutachten widerspricht Autokonzernen: Technische
Nachrüstung „mit verträglichem Aufwand möglich“ und „Kostenrahmen für
eine Hardware-Nachrüstung in einer realisierbaren Größenordnung“ –
Verkehrsminister
Scheuer muss Schlussfolgerung umsetzen: „Nachrüstung durch die
Hersteller eindeutig die beste und sicherste Lösung“ – Geheimhaltung
dieser Studie und resultierende Untätigkeit über knapp vier Monate
schädigt Millionen Besitzer von Betrugsdieseln – DUH fordert
Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag auf, ihrer
verfassungsmäßigen Kontrollaufgabe gegenüber der Bundesregierung
nachzukommen und die technischen Nachrüstungen von zehn Millionen
Diesel-Pkw Euro 5+6 gegenüber den Autokonzernen durchzusetzen
Berlin,
27.4.2018: Seit knapp vier Monaten hält die Bundesregierung ein bereits
im Januar 2018 abgeschlossenes Gutachten zur Machbarkeit einer
technischen Nachrüstung von Diesel-Pkw zurück. Durch die Aufnahme dieses
Gutachtens in den Koalitionsvertrag und ausdrückliche Erwähnung durch
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrem letzten Autogipfel im Kanzleramt
wird dessen besondere Bedeutung sichtbar. Die Deutsche Umwelthilfe
(DUH) veröffentlicht das ihr zugespielte Gutachten
ungekürzt. Für Millionen betrogene Käufer von Euro 5+6 Diesel-Pkw mit
Abschalteinrichtungen enthält es entscheidende Argumente zur
Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Schadenersatz beziehungsweise eine
wirksame technische Nachrüstung durch den Hersteller.
Immer wieder
wurde die Entscheidung über Art und Umfang einer technischen
Nachrüstung der Betrugs-Diesel-Pkw unter Hinweis auf das „noch nicht
vorliegende Gutachten“ verschoben. Ursprünglich kündigte Angela Merkel
dieses bereits für Ende 2017 an. Tatsächlich fertiggestellt und
abgeliefert wurde es bereits am 8. Januar 2018 an das
Bundesverkehrsministerium durch den von diesem beauftragten Prof.
Dr.-Ing. Georg Wachtmeister. Doch weder die Mitglieder der
Expertengruppe
1 des Bundesverkehrsministeriums noch vom Dieselskandal betroffene
Fahrzeughalter bekamen bisher Zugang zu diesem Gutachten. Nur die
Autokonzerne kannten es interessanterweise und kritisierten es massiv.
Alle Versuche der DUH, auf offiziellem Weg diese Studie
als Mitglied der seit fünf Monaten nicht mehr tagenden Expertengruppe 1
zu erhalten, blieben erfolglos.
„Es ist ein
beispielloser Vorgang, nicht nur tausenden vor deutschen Gerichten
klagenden Haltern von Betrugsdiesel-Pkw ein mit Steuergeldern bezahltes
Gutachten vorzuenthalten und sie damit in der Durchsetzung
ihrer berechtigten Ansprüche zu behindern. Auch Millionen Menschen in
unseren Städten werden buchstäblich im Dieseldunst allein gelassen.
Meinungsumfragen zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung,
die von Diesel-Fahrverboten betroffenen Städte
und selbst der ADAC die seit 30 Monaten von der DUH geforderte
technische Nachrüstung aller Diesel-Pkw der Abgasstufen Euro 5 + 6 durch
die Fahrzeughersteller unterstützen“, sagt
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.
Das bisher geheim
gehaltene Wachtmeister-Gutachten bestätigt die Machbarkeit einer
technischen Nachrüstung der Betrugsdiesel-Pkw. Georg Wachtmeister
widerspricht den Autokonzernen deutlich in seinem Gutachten. Die
Hersteller hatten – nachdem die DUH erstmals im Herbst 2015 die
technische Nachrüstung aller Diesel-Pkw Euro 5+6 mit
Abschalteinrichtungen gefordert hat – diese als grundsätzlich „technisch
nicht machbar“ abgelehnt. Daraufhin hatte die DUH im Sommer 2016 die
tatsächliche Möglichkeit und Wirksamkeit einer Nachrüstung bei einem
Betrugs-VW Passat präsentiert und durch Messungen ihres
Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) gezeigt, wie ein solches Fahrzeug von
1.000 mg NOx/km auf 80 mg NOx/km und damit auf Einhaltung
des Euro 6-Grenzwerts nachgerüstet werden kann. Daraufhin räumten BMW,
Daimler und VW die technische Machbarkeit ein, behaupteten nun aber,
diese sei übermäßig teuer und die Entwicklung solcher Systeme dauere
viele Jahre, weil sie noch nicht vorhanden sei.
Auch dieser Falschaussage widersprach die DUH und kalkulierte die
Kosten auf durchschnittlich 1.500 Euro pro Fahrzeug.
„Für die
Dieselkonzerne ist das Wachtmeister-Gutachten ein Debakel, da ihre
gesamte Argumentationskette nun wie ein Kartenhaus einstürzt. Die
Ergebnisse der Studie sind eine ‚schallende Ohrfeige‘ für Andreas
Scheuer, den Vertreter der Dieselkonzerne im Bundeskabinett. Er
vertritt aktuell die Argumentation von BMW, Daimler und VW, dass eine
technische Nachrüstung unverhältnismäßig teuer und insgesamt nicht nötig
sei. Ein zum gegenteiligen Ergebnis kommendes
Gutachten wird in bewährter Weise nicht veröffentlicht, zumal es dem
Dieselminister Scheuer mit sehr klaren und unmissverständlichen
Festlegungen widerspricht“, so Resch weiter.
Kernaussagen des
Wachtmeister-Gutachtens: Ein Großteil der für eine Hardware-Nachrüstung
erforderlichen Komponenten sind bereits entwickelt, der hierfür
erforderliche Bauraum vorhanden. Wörtlich heißt es in
dem Gutachten: „Somit ist davon auszugehen, dass durch die
Fahrzeughersteller das größte Potenzial einer schnellen und soliden
Hardware-Nachrüstung gegeben ist.“
In seinem
Gutachten zitiert Wachtmeister auch die konkreten Upgrade-Angebote für
Euro 5 Diesel-Pkw der Marken Audi, BMW, Mercedes und VW mit Kosten
zwischen 1.190 bis 1.990 Euro und folgert hieraus, dass dies ein
„weiterer Beleg“ dafür sei, dass „für eine Hardware Nachrüstung zur
NOx-Reduzierung bei den Fahrzeugherstellern entsprechende
Abgasnachbehandlungssysteme vorhanden sein sollten.“
In seiner
„Zusammenfassung und Schlussfolgerung“ macht der Regierungsgutachter
bemerkenswert klare Aussagen: „Die Evaluation möglicher
Hardware-Nachrüstungen zur Reduktion der NOx-Emissionen zeigt, dass eine
Nachrüstung
durch die Fahrzeughersteller eindeutig die beste und sicherste Lösung
darstellt. (...) Nach heutigem Erkenntnisstand ist aus meiner Sicht eine
Nachrüstung von EU5-Fahrzeugen mit verträglichem Aufwand möglich. (...)
Aus jetzigen Abschätzungen geht hervor, dass
sich der Kostenrahmen für eine Hardware-Nachrüstung in einer
realisierbaren Größenordnung bewegt.“
„Nachdem nun
auch das Regierungsgutachten die Machbarkeit der technischen Nachrüstung
bestätigt und die Hersteller als Verantwortliche identifiziert, muss
sich die Bundesregierung endlich aus dem Würgegriff der
Autobosse Zetsche, Krüger und Diess befreien. Es kann nicht sein, dass
wir fortwährend über von uns erwirkte Gerichtsentscheidungen, wie zur
Veröffentlichung der geheim gehaltenen Akte zum VW-Rückruf, Kanzlerin
Merkel und Verkehrsminister Scheuer daran erinnern
müssen, dass sie einen Eid auf das Wohl des Volkes und nicht auf die
Profitmaximierung der Autokonzerne geschworen haben. Dies ist ein
Weckruf für den Bundestag, seiner Kontrollaufgabe gegenüber einer
fremdbestimmten Regierung nachzukommen. Die Besitzer von
Diesel-Pkw mit Abschalteinrichtungen haben einen Rechtsanspruch, dass
diese Fahrzeuge auf Kosten der Hersteller so nachgerüstet werden, dass
sie von Fahrverboten befreit sind und die ‚Saubere Luft‘ in unseren
Städten Wirklichkeit wird“, so
Resch.
Links:
Wachtmeister-Gutachten zur technischen Machbarkeit von Diesel-Nachrüstungen (freigeschaltet ab 18 Uhr):
http://l.duh.de/p180427
Ernst Niebergall
Die meisten Menschen sterben als Kopien, während sie als Originale geboren sind.
Ernst Niebergall
Ernst Niebergall
FRIEDEN GEHT! - Staffellauf braucht Unterstützung!
STAFFELLAUF BRAUCHT UNTERSTÜTZUNG! Am 21. Mai 2018 startet in Oberndorf am Neckar vor den Toren des Waffenherstellers "Heckler & Koch" der Staffellauf gegen Rüstungsexport "Frieden geht!". Bis zum 2. Juni werden hunderte Läuferinnen und Läufer die Forderung nach einem Waffenexportverbot bis nach Berlin tragen. Ein großes Projekt - welches leider auch viel kostet. Helft mit das Spendenziel von 10.000 Euro zu erreichen und "Frieden geht!" damit zu realisieren: www.frieden-geht.de/spenden
Lösch Dich! So organisiert ist der Hate im Netz I Doku über Hater und Trolle
Die Doku verfolgt ein Team, das undercover als Trolle und Hater im Netz unterwegs war und berichtet von gesteuerten Shitstorms, Mobbingattacken, Wahlmanipulationen. In der Doku sprechen sie mit Trollen, Nazis und Hatern, sind verdeckt in Trollnetzwerken unterwegs. Für die Dokumentation "Lösch Dich: So organisiert ist der Hass im Netz" hat sich ein Team um den YouTuber Rayk Anders und den Journalisten Patrick Stegemann ein Jahr in die Welt von Hatern, Trollen und Nazis begeben. Sie wollen herausfinden, ob die Wellen an Hasskommentaren abgesprochen und organisiert sind. Dabei geraten sie mitten hinein in den Meme-War, wie die rechten Trolle ihren Kampf um Aufmerksamkeit häufig nennen. Die rund 40-minütige Doku zeigt die Gruppe aus Journalisten, Programmierern und Internetaktivisten, berichtet von ihren Rechercheerfolgen- und niederlagen und zeigt ihr offline-Aufeinandertreffen mit Hatern. Für die Lösch-Dich-Doku treffen sie unter anderem die Trolle "Dorian der Übermensch" und "imp der Übermensch", aber auch politische Agitatoren wie Martin Sellner von der rechtsextremen Identitären Bewegung. Mit Fake-Accounts sind sie Teil von rechten Trollgruppen wie "Reconquista Germanica". Sie hören zu, wenn sich die Hassposter organisieren, haben als vermeintliche Mitstreiter mitdiskutiert und waren bei geplanten Hatestorms dabei. Ihre intensive Recherche zeigt: Hass im Netz ist organisiert. Er wird genutzt von politischen Gruppen, meistens rechtsmotivierten, ist aber auch schlicht Teil einer Gegenkultur im Netz. Oft sind Hater keine Einzeltäter. Sie organisieren sich in Gruppen und machen Jagd, hetzen, mobben und haten nach vorheriger Absprache bestimmte Seiten und Personen. In geheimen Foren mit Namen wie "Reconquista Germanica" organisieren sie sich fast militärisch, geben sich Titel wie "General", verwenden Begriffe wie "Sondereinsatzkommando". Sie selbst sehen sich als "Infokrieger im Infokrieg" um die Meinungshoheit im Internet. Sie manipulieren die Stimmung im Netz, kapern Onlinediskussionen mit Hetze und Fakeaccounts. Sie erstellen massenhaft Memes unter anderem mit rassistischen Bildern, lassen sie tausendfach teilen und beanspruchen den Erfolg der AfD gern für sich. Mehr Hintergrundinfos auf dem Lösch Dich!-Kanal: https://www.youtube.com/playlist?list... Für Infos zum Thema schaut auch hier vorbei: Wer oder was hilft gegen Hass im Netz? https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/ https://no-hate-speech.de/de/ Weitere Infos: Zur Rolle der Trolle im US-Wahlkampf http://www.politico.com/magazine/stor... Deutsche Trolle - auch im Bundestagswahlkampf https://faktenfinder.tagesschau.de/in... Weiterführende Quellen: Berliner Verfassungsschutzbericht: https://www.berlin.de/sen/inneres/ver... Psychologische Studien zu Trollen: https://www.sciencedirect.com/science... http://www.cs.cornell.edu/~cristian/A... Zur Messung von Hate-Speech https://arxiv.org/abs/1701.08118 ________________________________ Host: Rayk Anders Buch/Regie: Patrick Stegemann Line-Producer: Roman Twork Bildgestaltung: Claus Kuhlmann Erste Kamera: André Neske Montage: Anne Jünemann / Clara Andres Musik: Golo Schultz Ton: André Peschel Produzenten: Markus Heidmeier / Oliver Baumann-Gibbon Lösch Dich! ist eine Produktion der KOOPERATIVE BERLIN im Auftrag von funk. ______________________________ Wir gehören zu #funk. Schaut da mal rein: YouTube: https://funk.net/funkofficial funk Web-App: https://go.funk.net Facebook: https://facebook.com/funk https://go.funk.net/impressum
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