29. April 2014

Rechte Brutpflege: Frauen in der NPD




Veröffentlicht am 29.08.2013
Offenbar einem langfristigen Plan folgend, ergreifen rechtsradikale Frauen zunehmend gesellschaftlich relevante Erziehungsberufe, gründen Kindertagesstätten, gehen in Elternbeiräte, um eine nationalsozialistische Zukunft von Kindesbeinen an zu gestalten.

Sie entsprechen so gar nicht dem Klischee von Neonazis - und das macht sie umso gefährlicher. Frauen sind in der NPD und in rechtsradikalen Organisationen auf dem Vormarsch. Ganz gezielt werden sie eingesetzt, um der Bewegung ein freundlicheres Image zu verschaffen. Weg vom pöbelnden rechten Schlägerhaufen, hin zu einer modernen, scheinbar seriösen politischen Bewegung. Ihre Ideologie, ihr Rassismus, ihre Gewaltbereitschaft bleiben die gleichen.

Mehr Informationen:

http://www.netz-gegen-nazis.de/artike...

http://www.tagesspiegel.de/politik/de...


Frieder Butzmann: I'm a 7inch single - video short cut 2011 - extended version by Roman Liebe







Hochgeladen am 10.02.2011
Frieder Butzmanns Beitrag zu Pop, Schlager, selbstreferentieller Schallplattenkunst und crackle 'n' click

White Is The Noise : Frieder Butzmann and visitors at Copenhagen Art Festival 2012 Live




Veröffentlicht am 01.10.2012
Singers are visitors of Copenhagen Art Festival 2012 at Nikolaj Kunsthal and just passing tourists from all over the world. The singers were: Frank Altschultz, Felipe Avello, Helle Bengtsen, Lise Blom, Maria Bortha, Daniel Bortha, Camilla, Cherncheng Ma, Chunyu Wei, Jannie Dam, Annette Finnsdottir, Irene Folsach, Rune Gade, Arendes Gudmand-Høyer, Tom Hansen, Frøken Lene Hansen, Tommy Jacobsen, Helle Vibeke Jensen, Marianna Krarup, Stehen T. Krarup, Tina Mariane Krogh Madsen, Jarmo Laaksolahti, Prami Larsen , Madelaine, Lisbet Matz, Morten, Aaron Mullane, Lene Nielsen, Jens Petersen, Peter Ravn, Ane Mette Ruge, Solbjørk, Mette Truberg Jensen, Anna Vallgårda, Ximena Wiesenfeld, Louise Witt-Hansen, Delta Witt Nymark, Benny Woitowitz, Yali Yu


Frieder Butzmann URSONATE / Berlin Atonal at Kraftwerk / 25 July 2013







Veröffentlicht am 26.07.2013
Kurt Schwitters URSONATE performed by Frieder Butzmann / Berlin Atonal at Kraftwerk / 25 July 2013

Frieder Butzmann / Thomas Kapielski - Der Garagenschlager




Veröffentlicht am 07.12.2013
Frieder Butzmann / Thomas Kapielski - Der Garagenschlager
War Pur War LP
Zensor (1987)

Frieder Butzmann at Ultra Eczema festifaal, Scheld'apen, Antwerpen, 15 september 2007.






Hochgeladen am 13.10.2007
Frieder Butzmann at Ultra Eczema festifaal, Scheld'apen, Antwerpen, 15 september 2007.

Frieder Butzmann - Wolfsburg





Hochgeladen am 06.05.2010
My first selfmade video. I know it looks crap but the song is good

Frieder Butzmann Gläserne Jugend 1984






Yellow - yelling biiista (johammer) (Elektromotorrad-Design aus Österreich)




Veröffentlicht am 15.05.2012
CREDITS /
© Design "biiista" (Idea, Industrial Product Design, Sign, Name) by Yellow Works 2011 http://yellow.at (Austria) | *** renamed as "JOHAMMER J1" by Johammer e-mobility GmbH (2013).

| Music / Sound: "yelling beast" by Nik Lawniczak, Minus Productions
| Video Clip: "yelling biiista" by Yellow Linz, Leonie http://yellow.at
| Producer & constructing engineer "biiista": Hammerschmid Maschinenbau GmbH (AUT)


Modular skalierbare EnergyTubes könnten Blei-Batterien ersetzen - http://www.energie-experten.org/ - Energie Experten - Finden Sie Experten in Ihrer Nähe - Bauen, Energieberatung, Heizung, Strom

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Jubiläum „100 Jahre Stadtgrün" - Parkanlagen sind chronisch unterfinanziert



Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Hamburger Stadtparks und des Altonaer Volksparks weist der BUND darauf hin, dass die Pflege und die Entwicklung des öffentlichen Grüns in der Stadt deutlich unterfinanziert sind. Der Landesrechnungshof hatte dies bereits im Jahresbericht 2009 kritisiert, geändert hat sich bisher nichts. Im laufenden Haushaltsplan gibt die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) das Unterhaltungsdefizit mit 33 Prozent an. 

„Die chronische Unterfinanzierung führt zu einem schleichenden Qualitätsverlust der Hamburger Parks und Grünanlagen. Vor dem Hintergrund des Wohnungsbauprogramms des Hamburger Senats sind jedoch eine Ausweitung und Aufwertung der Naherholungsräume für die Menschen dringend erforderlich", so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. 

Problematisch sieht der BUND Hamburg zudem, dass die Parks zunehmend ausgelichtet werden und damit an ökologischer Qualität verlieren. Im Zuge der Umgestaltung einiger Parks unter kulturellen Gesichtspunkten oder anderer Gestaltungsmaßnahmen seien in den letzten Jahren Tausende Bäume gefällt und an anderer Stelle nicht nachgepflanzt worden. Der BUND hatte anhand offizieller Zahlen erst vor Kurzem vorgerechnet, dass die Stadt in ihren Parks und Grünanlagen im Mittel jährlich rund 2.000 Bäume verliert. 

Auf massive Kritik des BUND stößt auch, dass dichte Gebüsch- und Unterholzbereiche in den Parks oft stark zurückgeschnitten werden. „Für die Natur und insbesondere für die Vogelwelt ist diese Entwicklung verheerend", so Manfred Braasch. 

Als „Geburtstagsgeschenk" für die großen Hamburger Parks fordert der BUND daher eine ausreichende Finanzausstattung für den Erhalt aller Grünanlagen, eine ökologischere Parkpflege sowie ein Programm, das nicht nur immer mehr Flächen für den Wohnungsbau bereitstellt, sondern in gleichem Maße Raum für die Erholung der anwachsenden Bevölkerung in einem naturnahen Umfeld ermöglicht.

BUND: Energiewende retten + 10. Mai Demo "Energiewende nicht kentern lassen!" in Berlin

BUND: Energiewende retten



10. Mai Demo "Energiewende nicht kentern lassen!" in Berlin

Mit dem BUND-Bus zur Demo von Hamburg nach Berlin!
Die Energiewende ist in Gefahr! Die Bundesregierung
will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und
massiven Förderkürzungen ausbremsen. Dies ist Klientelpolitik für
klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne.
Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten.
Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

The Malevolent Ear by Kapotte Muziek

EEG-Umlage könnte kurzfristig auf 5,5 Cent sinken! - www.energieblog-niedersachsen.de Energie Energiewende Erneuerbare Energien

EEG-Umlage könnte kurzfristig auf 5,5 Cent sinken! - www.energieblog-niedersachsen.de Energie Energiewende Erneuerbare Energien



Würde Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Bevorzugung
konventioneller Kraftwerke beim Eigenstromverbrauch abschaffen, dann
könnte die EEG-Umlage für Stromkunden um etwa 12
Prozent von jetzt 6,24 auf 5,5 Cent pro Kilowattstunde sinken. Dies
ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Energy Brainpool
im Auftrag von Greenpeace und des Bund

Große Koalition: Die komplette Liste der positiven Dinge, die alle großen Koalitionen bewirkt haben – Neue Rheinpresse

Große Koalition: Die komplette Liste der positiven Dinge, die alle großen Koalitionen bewirkt haben – Neue Rheinpresse

SITUATION FÜR FLÜCHTLINGE AN GRIECHISCH-TÜRKISCHER GRENZE LEBENSGEFÄHRLICH



EU-KOMMISSION SOLL VERTRAGSVERLETZUNGSVERFAHREN GEGEN GRIECHENLAND EINLEITEN /
NEUER FLÜCHTLINGS-BERICHT VON AMNESTY INTERNATIONAL VERÖFFENTLICHT

BERLIN, 29.04.2014 – Die Situation für Flüchtlinge an der griechischen Grenze zur Türkei hat sich dramatisch verschlimmert. Das stellt Amnesty International in einem heute veröffentlichten Bericht fest. „Flüchtlinge müssen sich vor der griechischen Küstenwache nackt ausziehen, ihre Habseligkeiten werden weggenommen und sie werden mit Waffen bedroht, bevor sie in die Türkei zurückgeschoben werden“, sagt Franziska Vilmar, Asylexpertin von Amnesty International in Deutschland. Gegenüber Amnesty berichteten Flüchtlinge außerdem, dass ihnen schwarzmaskierte Männer Pässe und Geld abgenommen haben und sie dann in kleinen Booten in die Türkei zurückschleppten. „Das sind unhaltbare Zustände. Die EU-Kommission muss endlich mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Griechenland vorgehen", fordert Vilmar.

„Die Grenzpolizei verletzt das Verbot, Menschen in ein Land zurückzuschicken, in dem ihnen Gefahr für Leib und Leben droht“, sagt Vilmar. Traurige Berühmtheit erlangte die griechische Insel Farmakonisi in diesem Januar. Elf Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan ertranken, als die griechische Küstenwache ihr Boot in die Türkei zurück schleppen wollte.

„Diese sogenannten Push-Backs verstoßen gegen internationales und europäisches Recht“, sagt Vilmar. „Die griechische Regierung muss die Menschenrechtverletzungen an ihrer Außengrenze zur Türkei sofort unterbinden und aufgegriffenen Flüchtlingen ermöglichen, Asyl zu beantragen. Die griechische Regierung darf das Problem nicht länger negieren oder verharmlosen.“ Amnesty International fordert, dass alle Vorwürfe von Misshandlungen und Verstößen gegen internationales und europäisches Recht untersucht werden.

Für den Bericht „Greece: Frontier of Hope and Fear“ („Griechenland: Grenze der Hoffnung und der Angst“) wurden zwischen September 2012 und April 2014 148 Flüchtlinge und Migranten befragt, die unter anderem in Abschiebelagern in Griechenland und Bulgarien saßen, oder sich in der Türkei aufhielten. Bereits im Juli 2013 erschien der Amnesty-Bericht „Frontier Europe: Human rights abuses on Greece‘ s border with Turkey“.  
Am Dienstag will Amnesty International rund 100.000 Unterschriften gegen Push-Backs an den griechischen Innenminister übergeben. Über 35.000 davon stammen aus Deutschland.

28. April 2014

Ab 1. Mai bei Immobilienanzeigen obligatorisch: Energieausweise stärken Verbraucherrechte





Berlin (ots) - Bundesregierung und Bundesländer planen keine Kontrollen - Deutsche Umwelthilfe wird Energieverbrauchsangaben in Anzeigen nach Verbraucherschutzrecht durchsetzen

Ab dem 1. Mai 2014 gelten in Deutschland neue Informationspflichten für Vermieter und Verkäufer bezüglich der Energieeffizienz von Immobilien. Potentielle Käufer oder Mieter sollen sich anhand des Energieausweises ein Bild über den energetischen Zustand eines Gebäudes machen können. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) kündigte als klageberechtigte Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation an, im Rahmen einer bundesweiten Marktüberwachung den Anzeigenmarkt genau zu beobachten. Festgestellte Verstöße wird sie juristisch verfolgen, um eine schnelle, konsequente Angabe der Energieverbrauchsinformationen sicherzustellen. Scharfe Kritik äußerte die DUH an der Verweigerungshaltung von Bund und Ländern, die wie auch bei vielen anderen Energieverbrauchs-Kennzeichnungsvorschriften keinerlei staatliche Kontrolle und Verfolgung von Verstößen praktizieren.

"Erst durch die Angaben zum Energieverbrauch ist der Leser einer Immobilienanzeige in der Lage zu beurteilen, ob sich das vermeintlich günstige Objekt nicht durch hohe Nebenkosten für die Klimatisierung als Fehlinvestition herausstellt. Umgekehrt werden energetisch sanierte und dafür in der Kaltmiete etwas teurere Immobilien attraktiver, wenn sie auf einen niedrigen Energieverbrauch hinweisen können", sagte der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Grundlage für die neuen Informationspflichten ist die EU-Gebäuderichtlinie 2010/31/EU. Sie ist in Deutschland mit dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) in nationales Recht umgesetzt und tritt zum 1. Mai in Kraft. Der Energieausweis soll Transparenz auf dem Immobilienmarkt hinsichtlich der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden schaffen. Vermieter und Verkäufer von Immobilien müssen bei Besichtigungen einen Energieausweis vorlegen und bestimmte Energiekennwerte bereits bei der Bewerbung nennen.

"Durch den Energieausweis erhält der Verbraucher die Möglichkeit, sich schon vor einem Verkaufsgespräch in Ruhe mit Energiekennwerten auseinanderzusetzen und CO2-intensive und damit heizkostenintensive Gebäude zu erkennen. Er wird dadurch in die Lage versetzt, bei Objektbesichtigungen sachkompetent und gezielt Fragen zur energetischen Beschaffenheit 'auf Augenhöhe' zu stellen", so Agnes Sauter, Leiterin Verbraucherschutz bei der DUH. Sauter betonte, dass das Informationsinstrument für Vermieter wiederum ein Anreiz sei, mehr auf die Sanierung bestehender Gebäude zu achten, um CO2-Emissionen zu reduzieren.

Die DUH kritisierte den mangelnden Durchsetzungswillen dieser gleichzeitig für den Klimaschutz wie für den Verbraucher bedeutenden gesetzlichen Regelung. Eine DUH-Umfrage bei den 16 zuständigen Landesministerien hatte ergeben, dass vielerorts noch nicht einmal klar ist, welche Behörde zuständig sein soll und nach welchen Regelungen die Kontrollen durchgeführt werden. Nur ein einziges Bundesland hat bislang eine Kontrollstelle benannt. Für die Dauer von sieben Jahren können Bundesländer zudem 'elektronische' Kontrollen an das dafür beliehene Deutsche Institut für Bautechnik übertragen. Dem Institut obliegt dann die Aufgabe, Stichprobenkontrollen von Energieausweisen in einem "statistisch signifikanten Prozentanteil" durchzuführen, sofern diese elektronisch erfolgen können. Dabei beschränken sich die Kontrollen auf Validitätsprüfungen der Eingabe-Gebäudedaten. Eine wirkliche inhaltliche Überprüfung der Energieausweise auf Korrektheit durch das Institut ist genau so wenig vorgesehen wie die Ahndung von festgestellten Verstößen. Auch sind offensichtlich für die Zukunft keine staatlichen Kontrollen der Ausweise und die Verhängung von Bußgeldern bei festgestellten Verstößen geplant. Vor-Ort-Prüfungen der Angaben im Energieausweis sollen sogar nur mit Einverständnis des Eigentümers möglich sein.

"Energieeffizienz ist ein wesentlicher Garant für das Gelingen der Energiewende. Die Potenziale zur Energie- und CO2-Einsparung insbesondere im Gebäudebestand sind gewaltig. Auf die Erzeugung von Raumwärme entfallen etwa ein Viertel aller emittierten CO2-Mengen in Deutschland, also etwa 213 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Im öffentlichen Bewusstsein herrscht noch kaum Verständnis dafür, dass beim Heizen unglaubliche Mengen an CO2 produziert werden. Der Energieausweis ist ein erster Schritt, das sichtbar zu machen und mit Vorurteilen gegen die Sanierung aufzuräumen", so Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH.

Umfassende Informationen über die energetische Gebäudesanierung sowie über falsche Mythen zur Energieeffizienz finden Sie unter http://l.duh.de/p280414#download. Hier steht auch eine Hochrechnung über die voraussichtliche Entwicklung von Gehältern und Heizkosten zum Download bereit.

Bundesregierung verabschiedet EnEV-Novelle - Gesetze, Studien, Verordnungen: Zukunft Haus

Bundesregierung verabschiedet EnEV-Novelle - Gesetze, Studien, Verordnungen: Zukunft Haus

Das bringt die neue Energieeinsparverordnung + Neuregelungen für Altbauten und Energieausweise - Verschärfung für Neubauten erst ab 2016

Berlin (ots) - Ab 1. Mai gelten neue Vorgaben für die Energieeffizienz von Gebäuden. Mit diesem Datum tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft, die unter anderem Verbesserungen für den Energieausweis vorsieht. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin. Die dena dokumentiert die wichtigsten Neuerungen.

Altbauten Insgesamt sind für den Gebäudebestand keine wesentlichen Verschärfungen der energetischen Anforderungen vorgesehen. Trotzdem müssen auch Besitzer von Bestandsgebäuden einige Vorgaben beachten.

1. Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizkessel

Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizungsanlagen nach dem 1. Januar 1985 eingebaut, müssen sie nach 30 Jahren ersetzt werden. Die EnEV 2014 sieht jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen von dieser Regelung vor: So sind etwa Niedertemperatur- und Brennwertkessel von der Austauschpflicht ausgenommen. Auch Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, sind von der Verpflichtung befreit. Im Falle eines Eigentümerwechsels muss der neue Hausbesitzer die Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.

2. Dämmung

Oberste Geschossdecken, die die Mindestanforderungen für die Dämmung nicht erfüllen, müssen bis Ende 2015 nachgerüstet werden. Gemeint sind Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Die Forderung gilt auch als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder die Mindestanforderungen an die Dämmung erfüllt. Ausnahmen gelten, wenn die Hausbesitzer zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Um zu klären, ob eine nachträgliche Dämmung nötig ist, ist es ratsam, sich an einen Experten zu wenden. Qualifizierte Fachexperten findet man in der Energie-Effizienz-Expertenliste unter www.energie-effizienz-experten.de.

Neubauten

Die EnEV 2014 sieht vor, dass neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude ab 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen müssen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt. Viele Hausbauer erfüllen schon heute freiwillig ähnlich hohe Energieeffizienzstandards, weil sie auf diese Weise ihren Energieverbrauch deutlich senken und ihre Heizkosten minimieren.

Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018 veröffentlicht werden.

Energieausweis und neue Energieeffizienzklassen

Der Energieausweis für Gebäude wird verbessert. Die energetischen Kennwerte werden künftig nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten reicht die Skala von A+ (niedriger Energiebedarf/-verbrauch) bis H (hoher Energiebedarf/-verbrauch). Diese Zuordnung gilt für neu ausgestellte Ausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten ihre Gültigkeit.

Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis künftig zudem bei der Besichtigung vorlegen. Nach Abschluss des Vertrags muss der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter übergeben werden - zumindest in Kopie. Die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis müssen außerdem schon in der Immobilienanzeige genannt werden, zum Beispiel der Jahres-Endenergiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes. Wenn ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vorliegt, muss auch die Effizienzklasse angegeben werden.

BUND und Greenpeace fordern EEG-Umlage auch für Kohle- und Atomkraftwerke. Studie: Gabriels EEG-Befreiung für konventionelle Stromerzeugung kostet Stromkunden rund 2,6 Milliarden Euro





Berlin (ots) - Würde Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Bevorzugung konventioneller Kraftwerke beim Eigenstromverbrauch abschaffen, dann könnte die EEG-Umlage für Stromkunden um etwa 12 Prozent von jetzt 6,24 auf 5,5 Cent pro Kilowattstunde sinken. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Umweltverbände fordern, mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Bevorzugung von Kohle- und Atomkraftwerken sowie von Braunkohle-Tagebauen zu beenden und diese an der Finanzierung der Energiewende zu beteiligen.

Die Studie ergab auch, dass ein durchschnittlicher Haushalt im laufenden Jahr 24 Euro mehr zu bezahlen hat, weil der Strom, den fossile oder atomare Kraftwerke selbst verbrauchen, von der EEG-Umlage befreit ist. Auf der anderen Seite will Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel den Eigenverbrauch Erneuerbarer-Energien-Anlagen künftig mit der EEG-Umlage belasten.

"Gabriel führt die Energiewende ad absurdum: Kohle- und Atomkraftwerksbetreiber sollen weiter jährlich 2,6 Milliarden Euro für den Stromeigenverbrauch geschenkt kriegen, während für den selbst verbrauchten und sauberen Strom aus Anlagen für erneuerbare Energien in Zukunft EEG-Umlage gezahlt werden soll. Umweltministerin Hendricks will aus Gründen des Klimaschutzes Kohlestrom zurückdrängen. Dafür muss sie sich mit Gabriel anlegen, sonst verkommt das Erneuerbare-Energien-Gesetz zum Subventionstopf für Umweltverschmutzer", sagt die BUND-Energieexpertin Daniela Setton.

Die konventionellen Kraftwerke benötigen insgesamt sechs Prozent des in Deutschland produzierten Stroms, beispielsweise zum Betrieb von Förderbändern oder Pumpen. Für diese große Menge von fast 40 Terawattstunden soll auch in Zukunft kein Beitrag zur Finanzierung der Energiewende geleistet werden.

"Die größten Profiteure dieser Regelung sind die ineffizientesten und ältesten Kohlekraftwerke, deren Eigenverbrauch am höchsten ist", kritisiert Tobias Austrup, Energie-Experte von Greenpeace. "Die Stromkunden müssen mit der EEG-Umlage nicht nur die Subventionen für die Großindustrie bezahlen, sondern auch noch die dreckigsten Energieträger direkt subventionieren. Das ist eine unsoziale und unökologische Farce auf Kosten des Klimas und der Verbraucher", so Austrup.

Die Umweltverbände erwarten, dass die Einbeziehung des Kraftwerk-Eigenverbrauchs bei der Finanzierung der Energiewende positive Impulse im Strommarkt auslöst. Durch die parallel leicht steigenden Börsenstrompreise erhöhen sich auch die Verkaufserlöse für Strom aus erneuerbaren Energien. Zudem würde mit der EEG-Umlage für den Kraftwerk-Eigenverbrauch die Stromproduktion deutscher Steinkohlekraftwerke um etwa ein Zehntel sinken. Das wiederum verringert den viel zu hohen deutschen Kohlestrom-Export um etwa die Hälfte. Zugleich würden die nationalen CO2-Emissionen auf diese Weise um jährlich 2,7 Millionen Tonnen kleiner ausfallen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Download der Studie finden Sie im Internet unter: www.bund.net/eeg-umlage-studie

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